Poolbar Blog

2015


2014


2013


2012


2011


2010


2009


2008


poolbar//festival erhält Österreichischen Kunstpreis

Stolz können wir berichten, dass das poolbar//festival zu den diesjährigen Preisträgern des Österreichischen Kunstpreises gehört. Herwig Bauer und Heike Kaufmann nahmen am 20. Jänner den Preis in der Kategorie „Kulturinitiativen“, der mit 12.000 € dotiert ist, von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Wiener Hofburg entgegen. Sie widmeten ihn allen, die in den vergangen 22 Jahren am Aufbau und Erfolg des poolbar//festivals beteiligt waren.

Der „Kulturinitiativenbeirat“ im Bundeskanzleramt schlug das poolbar//festival für die Nominierung des Kunstpreises vor. Das Preisgeld von 12.000 € fließt gänzlich in das diesjährige poolbar//festival, das von 10.Juli – 15.August stattfindet.

Eine weitere Besonderheit ist der Essay zum poolbar//festival von Tex Rubinowitz, Bachmannpreistärger und Cartoonist, in dem Katalog, in dem die Preistäger und deren Schaffen vorgestellt werden. Tex Rubinowitz gehört zu den ersten poolbar-Workshopleitern und ist dem poolbar//festival seit jeher verbunden. Auch im Sommer 2015 wird er wieder Teil des poolbar//festival-Programmes sein.

Bei der offiziellen Verleihung anwesend und mit gefeiert haben die Gechäftsführung (Heike Kaufmann und Herwig Bauer), Familie und Freunde (Sigrid Bauer, Brigitte Salzmann, Reinhard Bauer), Medienvertreter und Freund des Hauses (Joachim Mangard, W&W), Wegbegleiter und Sponsoring Partner (Niklas Duffek), poolbar-Urgesteine (Philipp Sonderegger, Christina Nägele), langjährige Teammitglieder (Kiyoshi Kubo, Philipp Lampert) und natürlich aktuelle Team-Mitglieder (Christioph Selner, Tobias Moosmann, Desiree Nouiali, Balisa Sae-Khu, Lukas Belec).

Nach der offiziellen Preisverleihung in den Prunksälen der Wiener Hofburg durch Bundespräsident Heinz Fischer und Kulturminister Josef Ostermayer, feierte das poobar-Team, wie es sich für eine solche Auszeichnung gehört, mit weiteren Freunden, Angehörigen, Wegbegleitern, Unterstützern und Fans gebührend in der Tonstube, der „poolbar-Außenstelle“ in Wien. 

Fotos zur Verleihung und zur After-Party findet ihr HIER

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren

IT-AdministratorIn gesucht!

Wir suchen einen/eine AdministratorIn für die Nachfolge unseres IT-Chefs! Unsere Anforderungen findest du in der Jobbeschreibung. Interessierte senden bitte eine Mail an ahoi@poolbar.at. Die Bewerbungsfrist endet am 16. Februar 2015.
 
Aufgabenbeschreibung:
- Betreuung und Erweiterung einer Ruby on Rails-Webapplikation
- Betreiben eines Linux-Servers inkl. Backups und Systemsicherheit
- First-Level-Support für Mitarbeiter, Second-Level-Support für Kunden
 
Anforderungen:
- gute Kenntnisse von Linux-Systemadministration (verwendete Programme ua: Debian, Apache, Passenger, Postfix, Courier, OpenVZ, ...)
- Basiswissen diverser Internetprotokolle (http, smtp, imap, ssh, ...)
- (Internet-)Sicherheit und Spamschutz
- Kenntnisse von Ruby oder einer anderen Skriptsprache, Rails oder anderen Web-Frameworks, SVN oder einem anderen VCS
- gute Kenntnisse von Javascript, SQL, HTML und CSS
- Hohe Eigenständigkeit, Flexibilität und Kundenorientierung, hohes Verantwortungsbewußtsein
 
Von Vorteil:
- Wohnhaft in Vorarlberg
- Interesse am poolbar-Festival bzw. Kenntnis vom Festival
- Interesse und Bereitschaft an einer Umstrukturierung der Homepage
- Umgang und Kenntnisse mit neuen Web-Softwares (z.B. Wordpress)
 
Entlohnung Pauschal oder nach Zeitaufwand.

Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Viel Erfolg!

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren

poolbar//generator - Gewinnspiel! - Bewerbungsdeadline: 28.1.

In ein paar Wochen ist es wieder so weit: Unsere brandheiße Workshop-Reihe geht in die nächste Runde. Wir verlosen einen Workshop-Platz!

Vom 9. bis 14. Februar 2015 entwickeln die Besten der Besten (jedenfalls: einige wirklich Gute...;-) aus den Bereichen Architektur, Kunst, Grafik, Mode, Visuals, Film mit euch zusammen das neue poolbar//festival. Wie sieht's aus? Wie fühlt es sich an? Wie klingt's? Ihr entscheidet und werdet so ein Teil vom großen Ganzen.

Die reguläre Anmeldefrist wurde auf 28. Jänner festgelegt, vielleicht klappt's sogar mit einer Gratis-Teilnahme? Wir verschenken einen Teilnahmer-Platz! Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "generator-Gewinnspiel" an generator@poolbar.at, ergänzt um ein paar Infos zu dem, was Du kannst und bei welchem Workshop Du dabei sein magst, und dann heißt's Daumen drücken! Viel Glück!

Eine genaue Übersicht über das gesamte Workshopangebot, deren Inhalte und die Workshopleiter findet sich unter http://poolbar.at/pages/generator/generatorinfo

 

poolbar // generator

WANN: 9. bis 14. Februar 2015

WO: Dornbirn (Jazzseminar)

INFOS: Workshop-Angebot, Workshop-Leiter_innen

ANMELDUNG/Bewerbung: Bis 28. Jänner 2015 an generator@poolbar.at (mit Kurzinfos/Link, bitte)

KOSTEN: EUR 60.- ermäßigt / kostenlos mit Stipendium

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren

poolbar/generator – jetzt anmelden!

Das poolbar-Festival mitgestalten.Workshops von 9. bis 14. Februar 2015 in Dornbirn

Bei unserer diesjährigen Workshopreihe poolbar/generator, die wieder im Vorfeld des poolbar-Festivals stattfindet, liegt der Schwerpunkt heuer auf der poolbar/architektur. Aber auch in den Bereichen Kunst, Grafik, Mode, Visuals, Film und natürlich Musik, kann wieder eine Woche lang von den Besten gelernt werden.

Du hast Lust auf einen inspirierenden Austausch mit unseren Workshopleitern und willst mit den Ergebnissen zu einem realen Bestandteil des poolbar-Festivals 2015 werden? Dann bewirb dich noch bis zum 15. Jänner per Mail an generator@poolbar.at (mit kurzen Infos zur Person und zum Können).

Weitere Infos findest du hier:

http://poolbar.at/pages/generator/generatorinfo

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren

Viele poolbar-Bekannte im brut

Der Dezember im Wiener brut am Karlsplatz ist sehr musiklastig - und das Programm bestreiten nicht nur verdammt gut, sondern auch poolbar-erfahrene Künstlerinnen und Künstler - eine, nein: viele Empfehlungen:

1. Dezember | brut im Künstlerhaus
Ja, Panik
Ja, Panik präsentieren ihr neues Album LIBERTATIA, auf dem sich die Band in der neuen Soundutopie erst richtig gefunden hat: Wunderbare Soulbässe, Postpunk-Rhythmen, New-Wave-Gitarren und Synthesizerflächen.


10. Dezember | brut im Künstlerhaus
Owen Pallett
Owen Pallet, ehemaliges Bandmitglied von Arcade Fire, hat bereits unter dem Künstlernamen Final Fantasy mit seinen orchestralen Soundlandschaften begeistert. Im brut präsentiert er ein besonderes Glanzstück, sein neues Album In Conflict.


13. Dezember | brut im Künstlerhaus
Dorian Concept + JazzWerkstatt Wien, Cid Rim, Wandl
Ein großartig dichter Abend mit dem Multiinstrumentalisten und Komponisten Dorian Concept, mit einem elektronischen Soloset von Cid Rim, mit Affine Records Neuzugang Wandl und der JazzWerkstatt Wien, die Dorian Concepts Tracks von 2004 bis 2014 neu interpretieren wird.

19. Dezember | brut im Künstlerhaus
Chicks on Speed
Am Zenit zwischen Aktivismus und medialer Pop Art präsentieren die legendären Chicks on Speed ihr neues Album ARTSTRAVAGANZA. „Extrem charmant unberechenbar“, sagt NDR Kultur. In diesem Sinne – speed up! Für das Konzert gilt das 21er Haus Spezial: Nur € 14,- Eintritt gegen Vorlage einer 21er-Haus Eintrittskarte für die Ausstellung "Peter Weibel - Medienrebell".

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren

Review: cut/party

Ein kurzes aber lautes HALLO unsererseits noch vor Jahresende während den Vorbereitungen fürs nächste Festival gab es gestern im Spielboden Dornbirn. Die Kantine wurde kurzerhand vom poolbar Team übernommen, unter dem Titel „poolbar/generator: cut/party" ließ man eines der großen Geschehnisse von 2014 Revue passieren.

 

Eine Zusammenkunft von Musik-/Kunstschaffenden und –interessierten, verschiedene Workshops unter Mitwirkung einer der bekanntesten österreichischen Bands, den Sofa Surfers – das war Anfang des Jahres der poolbar/generator. Unterstützt von verschiedensten Instanzen, ob Land, Stadt, (Fluss) oder externe Fachleute – das Projekt fand allgemein hohen Anklang. In den Bereichen Musik, Lyrik, Tanz, Videobearbeitung und Visuals wurde ordentlich gewerkelt, das Endprodukt nicht nur in eine Schublade versorgt, sondern u.a. beim poolbar Festival live präsentiert. Aus dem Gesamten entstand nicht nur das neue Musikvideo der Sofa Surfers, Bernhard Samson und sein Team dokumentierten das Geschehen fleißig und so präsentierte das poolbar Team einen kurzen Eindruck über den Entstehungsprozess gestern im Spielboden Dornbirn.

Das erste öffentliche Screening wurde mit einer Ansprache des poolbar Chefs Herwig Bauer eingeleitet, welcher kurz davor den Klimaschutzpreis entgegen genommen hatte – was hier dringend erwähnt werden muss: Ja, das poolbar Festival ist stolzer Preisträger!
Nach anfänglichen technischen Problemen, die aber der Stimmung der anwesenden Interessenten nicht schadete, wurde das Video präsentiert, gefolgt von dem poolbar/generator-Musikvideo der Sofa Surfers. Beides fand nicht nur bei den Ehrengästen, Kulturamtsleiter der Stadt Dornbirn Roland Jörg, BM Andrea Kaufmann und Spielboden-Chef Peter Hörburger, großen Anklang.

Schon vor dieser Präsentation unterhielt der poolbar Resident LT Selnerich die anwesenden Gäste und machte somit Lust auf mehr: Der Spielboden zelebrierte einen musikalisch starken Abend. Der Sado Maso Guitar Club rockte die Halle, welche im Anschluss von den wunderbaren Kreisky ordentlich getrasht wurde. Beide Bands sind auch keine Unbekannten im poolbar Universum, und auch (aber sicher nicht nur) darum wurde unsererseits noch Tribut gezollt. Meine Empfehlung: Die neue Kreisky-Platte ist definitiv mindestens ein Reinhören wert, ihr bisheriger Release-Höhepunkt.



Eine gelungene Präsentation, die am Jahresende schon wieder Lust auf mehr macht. Eine Party, die soundmäßig ihresgleichen sucht. Ein poolbar Abend ist so oder so immer wieder ein Erlebnis.

 

 

Foto: Matthias Rohmberg.

Hier kann man sich nochmal das Sofa Surfers Musikvideo zu Gemüte führen und für gut befinden.

Und hier geht´s zur winzigen Fotogallery.

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren

NEVER DO WELL & Prinz Grizzley

Eine kleine Konzertempfehlung:

Bluesband
NEVER DO WELL
in Originalbesetzung

Support: Prinz Grizzley
Anschließend Party!

Fr. 24. Oktober 2014
FELDKIRCH (A), Altes Hallenbad
Einlass: 19:30 Uhr | Beginn: 20:30 Uhr

Karten online bestellen!

Die Never Do Well Bluesband war in den 80er Jahren DER österreichische Bluesexport. Die Band um Sänger Bernie Weber rockte die Bühnen in Österreich, der Schweiz, Norditalien und im süddeutschen Raum. Sie spielten mit Größen wie Canned Heat, Luther Allison, der Bluesbrothers-Band oder Ten Years After.
Never Do Well spielen am Freitag, 24. Oktober 2014 im Alten Hallenbad Feldkirch in der legendären Originalbesetzung (Bernie Weber, Stefan Szalay, Michael Wocher, Joe Blocher, Johannes Kremmel und Charlie Müllner). Sie freuen sich auf ihr exklusiv einziges Konzert für die neue Meininger Kirchenorgel.
Kartenpreis:
EUR 23,-
Eine Veranstaltung von:
Pfarre Meiningen
KARTENVORVERKAUF:

ÖSTERREICH
GÖTZIS: Musikladen Kartenbüro, Am Bach 8 (direkt neben der Kulturbühne AMBACH), 6840 Götzis
GÖTZIS: Skoda Montfort Garage Götzis, Dr. Alfons Heinzlestr. 115, 6840 Götzis
BÜRS: Skoda Montfort Garage Bürs, Quadrella 8, 6706 Bürs
RANKWEIL: Kiosk im Bahnhof, Untere Bahnhofstraße 5, 6830 Rankweil
FELDKIRCH: Musikladen, Johannitergasse 4, 6800 Feldkirch
BREGENZ: Kiosk im Bahnhof, Fritz-Mayer-Platz 1, 6900 Bregenz
LUSTENAU: Kirchplatz-Kiosk Felix, Kirchstr. 2, 6890 Lustenau
DORNBIRN: Kiosk Gmeiner, Schwefel 46 (neben Bäckerei Kloser, vis-à-vis McDonald’s), 6850 Dornbirn
SCHRUNS: Kiosk am Bahnhof "Tschick Fredy", Bahnhofstr. 17, 6780 Schruns

DEUTSCHLAND
LINDAU: Lindaupark i-Punkt, Kemptener Straße 1, D-88131 Lindau

SCHWEIZ
ST. GALLEN: Bro Records, Rorschacher Str. 128, CH-9006 St.Gallen 6/St.Fiden
KARTENVERSAND, RESERVIERUNGEN & INFOS
Musikladen Kartenbüro Götzis – Tel.: +43-(0)5522-41000 – E-Mail: info@musikladen.at

 

 

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren

Sieg für die Kulturbanausen!

Es war der letzte poolbar-Sonntag des Jahres 2014. Der Sommer war in jenem Jahr ein Winter - aber an diesem einen, vielleicht dem dramatischsten Tag des poolbar-Festivals, zeigte die Sonne nochmals ihre Krallen, und auch im Reichenfeld wurden bei brütender Hitze die Krallen ausgefahren und im Fleisch des ballesterischen Gegners verankert: Das zweite poolbar soccer invitational ließ die Emotionen hoch- und die Manieren untergehen. Am Ende siegten die Kulturbanausen.

Pünktlich um 16 Uhr war Ankick - jedoch in Form einer Verlautbarung: Aus den gemeldeten 7 Teams wurden 6, denn aufgrund personeller Engpässe fusionierten das "Team Aufbau" (klingt nach DDR, aber das Team hatte nur den Aufbau der poolbar-Architektur zu verantworten) und "Die Techniker" (klingt nach feiner Fußballerklinge, de facto aber war es die gnadenlose Sense des poolbar-Technikerteams).

Bis heute ließ sich nicht ganz klären, wie das Team "Schwalbe 69" dem Turnier zugeflogen ist, aber Batwoman war eindeutig als poolbar-Mitarbeiter zu identifizieren, somit konnte auch über diverse Regelverstöße hinweg gesehen werden - insbesondere die FIFA-Bekleidungsvorschriften wurden sehr frei und textilsparend interpretiert, was aber immerhin zu optischen, wenn auch nicht zu fußballerischen Genüssen reichte. Schwalbe 69 bekam einige Eier ins Nest gelegt und bescherte den Gegnern jeweils 3 Punkte.

Die anderen 5 Mannschaften matchten sich um den Einzug in die Halbfinali. Die beiden externen Teams setzten sich schließlich souverän an die Spitze: die FC Tosters Altherren (12 Punkte aus 5 Spielen des Grunddurchganges) mussten sich nur im Match gegen die Kulturbanausen geschlagen geben. Die Kulturbanausen wiederum hatten sich im Grunddurchgang einzig gegen Gastro&Legionäre mit einem 2-2 Remis zu begnügen, mit 13 Punkten Punkten aus 5 Spielen und dem beeindruckenden Torverhältnis von 10:2 wurden sie aber klar Sieger des Grunddurchganges.

Erst im 15. und damit allerletzten Spiel des Grunddurchganges mussten sich The Badewaschls  - angeführt von einem kampfstarken und mit viel Übersicht agierenden Oberbedewaschl Samuel Pröll - aus dem Turnier verabschieden: Durch die Niederlage in diesem Spiel jedoch blieb nur der vorletzte Platz, den bis dahin überraschend Gastro&Legionäre, also die Titelverteidiger, innehatten. Mit dem Sieg im letzten Spiel jedoch schafften Gastro&Legionäre aufgrund der größeren Anzahl geschossener Tore sogar noch den Sprung auf Platz 3 der Tabelle, knapp vor dem  punktegleichen Team "Die Techniker".

An dieser Reihung sollte sich auch nach den Finalspielen nichts ändern: In den Halbfinali setzten sich die Kulturbanausen und die FC Tosters Altherren jeweils  - Verzeihung! - arschknapp mit 1-0 durch, das kleine Finale ging mit 2-0 an Gastro&Legionäre.

Einem großen Showdown im Finale der bisherigen Dominatoren stand also nichts im Wege. Die Spannung war spürbar, der mit Mühe als Lässigkeit getarnte Ehrgeiz ließ nur gequält hervorgebrachte Freundlichkeiten zu - auf dem Platz kämpften in Wahrheit Titanen. Vor allem von der Seitenlinie aus gut angetrieben vom schlauen Coach und Motivationsfuchs Dottore Windried Nussbaummüller erspielten sich die Kulturbanausen eine leichte Feldüberlegenheit; Thomas Häusle ließ immer wieder seine Klasse aufblitzen, Arno Egger wich keinen Zentimeter zurück, Marbod Fritsch war nur schwer aufzuhalten, doch selbst der extra aus Wien angereiste Thiemo Fritsch konnte das Runde nicht im Eckigen platzieren. So musste nach 2x6 torlosen Minuten das Elfmeterschießen entscheiden, in dem sich die Kulturbanausen mit 2-1 durchsetzten.

Kurz zusammengefasst: Sechs Teams kämpften um die Krone - 4 davon waren poolbar-interne Teams, und diese zeigten Geschlossenheit und belegten die letzten 4 Plätze. Oder anders ausgedrückt: Das Team "Gastro & Legionäre" wurde zwar insgesamt nur dritter, darf sich aber als poolbar-interner Meister fühlen und hat insofern den letztjährigen Titel verteidigt. Wenn man auf dem Platz nicht überzeugen kann, muss man die kleinen Erfolge eben groß reden.

Sieger der dritten Halbzeit war eindeutig das Team Schwalbe 69, das beim abschließenden Feiern im Alten Hallenbad die größte Ausdauer bewies - Gratulation!

Bereits traditionell ist die mangelhafte fotografische Dokumentation des poolbar soccer invitationals, was mangelnder Professionalität angelastet werden könnte - oder aber man interpretiert es als Schaffung von Freiraum für die Bildung von Legenden.

Aber auch die größten Legenden werden von der Realität eingeholt - spätestens beim 3.poolbar soccer invitational im Sommer 2015.

Anmeldungen bitte an koenigfussball@poolbar.at

 

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren

poolbarT: Farewell!

Review von Lukas Ortner

 

Es wird kälter, früher dunkel und der Geruch nach Herbst liegt in der Luft. Die Blätter an den Bäumen verlieren an Farbe und das allseits bekannte Herbsttief ist schon auf dem Weg. Als ob dies nicht Strapaze genug ist, verabschiedet sich nun auch das poolbar Festival in die (nichtsdestotrotz verdiente) Winterpause. Sieben Wochen voller Musik, Kunst, Happenings und guter Laune liegen hinter uns – das Ende wurde gestern mit einem Knall gefeiert: The Intersphere aus Deutschland verabschiedeten sich mit einer Ladung ProgPopRock, verdammt viel Energie gabs zu Anfang von den Ländle-„Altherren“ The Omission.

  

Oh Captain! My Captain!

Abschied ist nie einfach. Auch wenn der Blick schon auf nächstem Sommer und dem 22. poolbar Festival liegt, hat ein letzter Abend nach dieser langen Zeit immer etwas Melancholisches. Nostalgisches. Der gestrige Abend startete mit einem gemütlichen Drink auf der Terrasse, begleitet vom Finale der Ottakringer Open Stage im brutkasten, spärlich besucht, jedoch nicht minder unterhaltsam. Bekannte Gesichter gaben sich zum letzten Mal in diesem Jahr die Ehre, hier und da wurden Anekdoten von vergangenen Konzerten zum Besten gegeben. Der gelegentliche Stress, etwaige Unannehmlichkeiten – an einem Abend wie dem gestrigen vollkommen unwichtig.

  

Easy Days und Energie

Pünktlich nach Zeitplan gings ab in den Pool, den gestrigen Austragungsort und Räumlichkeit für ein energiegeladenes „Tschau!“. Habe ich mich dieses Jahr im Vergleich zu den Vorjahren aus der poolbar und der Rolle des Review-Schreiberlings etwas zurückgezogen, war der gestrige Supportact ein definitives Highlight für mich: Die fünf Musiker von The Omission aus Bregenz beschallten die zu Anfangs noch niedrige Zuschauerschar. Von Anfang an war das Thema klar: Sänger Sugo schrie sich in die Köpfe jeder/s Einzelnen, harte Gitarrenriffs gaben sich mit harmonischen Melodien ein Wettrennen, ohne der Dynamik des Gesamten etwas abzuverlangen. Chorgesänge hier und da, perfekt eingesetzt. Teilweise Gesangsunterstützung gabs von Gilli, seines Zeichens Gitarrist bei der Hardcore-Formation El Camino Car Crash, die letztes Jahr auch schon zu Gast beim poolbar Festival waren. Die „Altherren“, die seit 1998 zusammen musizieren und dabei gehörig auf sich aufmerksam machen, legen mit jeder Show ein gehöriges Maß an Professionalität an den Tag, was auch gestern zu einem großen Besucherandrang führte.

Schätze ich die Musiker von The Omission nicht nur auf persönlicher Ebene, ist ihr Old-School-Postcore-Sound einfach nur vom Feinsten. Gesellschaftskritik, Gefühl und verdammt viel Energie. Es war, wie so oft, ein Fest. Vielen Dank.

 

Nach diesem grandiosen Supportact war der nostalgische Part des poolbar-Farewells komplett. Man traf (sehr) alte Bekannte, verquatschte sich auf der Terrasse und schwelgte in alten Zeiten, den Anfängen und zusammen Erlebtes. Das Wohnzimmer wurde noch mit einer letzten Runde gewürdigt, der Pool füllte sich langsam aber sicher und die Besucherschar erwartete sehnlichst den Hauptact und somit die letzte Live-Band des 21. poolbar Festivals.

  

Sphärenrock und Effektgewitter

Mit der kleinen, aber schon beinahe traditionellen Verspätung befand ich mich am Ende des zweiten Songs im nun gut gefüllten Pool und verschaffte mir von Höhe des Mischpults einen Überblick über das, was sich auf der Bühne abspielte. Mir bis dato nicht wirklich ein Begriff, war ich gespannt was The Intersphere aus Mannheim in petto hatten. Ein obligatorisches Reinhören vor dem Konzert verhieß eine gute Ladung ProgAlternativeRock, war ich dann doch gespannter, als zu anfangs erwartet. Was sicher auch an dem Sammelsurium an Pedalboards und verschiedensten Gitarren (nach meiner Zählung zehn Stück) lag. Musikgenres werden hier über den Haufen geworfen, dass ein Weghören beinahe unmöglich ist. Songs, die von der einen Minute auf die andere von den alten Linkin Park zu den neuen Biffy Clyro sprangen, von dem einen oder anderen Besucher kamen Namen wie Muse oder Fall Out Boy. Eines steht auf jeden Fall fest: The Intersphere schaffen trotz etwaiger Unsicherheit, welchen Musikstil man jetzt dann doch spielen soll, einen kompakten Sound zu entwickeln, dem nichts an Huddelei oder Übertreibung anhaftet. Verzerrte Gesangsparts gingen beinahe nahtlos in dreistimmigen Gesang über, den Schlagzeuger hielt es zeitweise nicht mehr im Sitzen, schlug er im Stehen mit enormer Energie in sein Kit.

Die Band (oder viel mehr der Name) rund um Sänger Christoph Hessler sprang mir das erste Mal vom Cover der Musikzeitschrift Slam ins Auge, wobei ich hier sagen muss, dass mir der Zusatz „Dedicated Followers of Fashion“ das nähere Begutachten nicht schmackhaft machte. 2006 gegründet, gehen mittlerweile 4 Releases auf ihre Kappe. Die 8 Jahre Bandgeschichte spiegelten sich auch in der gestrigen Liveshow wieder – was man den 4 Jungs von The Intersphere lassen muss, ist definitiv ihre Bühnenpräsenz, die nach der energiegeladenen Show von The Omission perfekt in das Konzept des Abends passte.

Und trotzdem, meiner Meinung nach, war es auf die Dauer dann doch zu viel. Ich bin überhaupt kein Verfechter von Musikgenres, im Gegenteil, finde ich doch die Grauzonen und das Vermixte viel ansprechender, als Musik, die sich an Spielregeln hält. Was mir bei The Intersphere mit der Zeit nicht mehr zusagte, war nicht unbedingt die Abwechslung (denn die war ohne Zweifel vorhanden), sondern viel mehr das .. Dreckige, die Zerre, der Nicht-Pop. Hier muss ich anführen, dass ich vielleicht etwas verwöhnt bin, was dieses Thema angeht.
Kurz vor Ende des durchaus überzeugenden Sets des Mannheimer Hauptacts öffnete man die Türen des Pools auch für Diejenigen, die in den vorhergehenden Stunden den Klängen des Wohnzimmer-DJs kostenlos frönten. Was unausweichlich zu einem vollgefüllten Pool und erhöhter Temperatur führte. Sehr schön sowas.

  

Unterm Strich: The Omission präsentierten wie immer ein wunderbares Konzert und machen definitiv Lust auf mehr. The Intersphere sind zwar nicht mein Metier, verabschiedeten die poolbar aber gebührend mit einer soliden Show – Ehre, wem Ehre gebührt.

  

Ein gelungener Abend als Abschied, der Blick Richtung Zukunft und auf das nächste poolbar Festival gerichtet. Schön wars. Danke! Thank you! Merci!

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren

poolbar-Festival 2014

7 Wochen poolbar-Festival: Das war gut!

Viel Kultur, viel Pop, viele Nischen – und viel Publikum

Die 21ste Auflage des poolbar-Festivals in Feldkirch ist erfolgreich zu Ende gegangen. Höhepunkt war sicherlich das „poolbar auf der Wiese“ Open Air (18. und 19.Juli 2014), das bei Traumwetter mit Bands wie Booka Shade, Cody ChesnuTT, Bonaparte oder den Shout Out Louds mit dazu beitrug, dass über den gesamten Festivalzeitraum von fast 7 Wochen ca. 20.000 BesucherInnen begeistert werden konnten. Weitere Headliner wie HIM, The Dandy Warhols, The Subways, Fink oder Maximo Park zählten ebenso zu den Publikumsmagneten wie am anderen Ende der Lautstärkeskala das Kabarett maschek.redet.drüber, das für eine ausverkaufte Halle sorgte. Das musikalische Programm bot eine Mischung aus alten Bekannten und einigen weniger bekannten, aber umso beeindruckenderen Perlen wie Anna Calvi, Bilderbuch, Dena, GoGo Berlin, The bianca Story, Gerard, Kadavar oder Raketkanon. Von Einigen davon wird sicherlich noch zu hören sein.

Doch das poolbar-Festival bietet wesentlich mehr als musikalische Events: „Kulturelles von Nischen bis Pop“ wurde auch heuer zum Motto erhoben, und so kamen neben dem vielseitigen Programm ( von Musik über Literatur und Kabarett bis Film) auch Grafik, Architektur, Mode und Kunst nicht zu kurz.

Rückblick auf die vergangene Woche: Großes Finale mit Fink, Kadavar, Locals und The Intersphere

In der letzten poolbar-Woche war zu spüren, dass die poolbar-Aficionados ein letztes Mal die Angebote des Festivals nutzen wollten: v.a. die Konzerte von Fink, Kadavar und The Intersphere, aber auch der Donnerstagabend mit drei Bands aus der Region (Stator, The Holy Spirit of Nothing, Mossy Oaks) erwiesen sich als wahre Publikumsmagneten.

Dass Fink eine Perle im Programm war, war bekannt - die emotional aufgeladene Musik und ein begeistertes Publikum waren quasi vorprogrammiert. Dass jedoch Kadavar aus Berlin mit ihrem 70er-Heavy-Rock eine derartige Euphorie im randvollen pool auslösen würden, überraschte selbst eingefleischte Fans.

Und dass am Donnerstag 3 regionale Bands derart die Massen mobilisieren konnten, ließ nicht nur das poolbar Team, sondern wohl auch die Bands selber staunen.

Das Gesamtkonzept

Im Rahmen des poolbar-Festivals wird nicht nur Programm auf großen Bühnen geboten, sondern auch liebevolle Überraschungen wie junge Literatur auf den e-Tickets oder Nischenprogramm auf der kleinen Außenbühne namens „Brutkasten“.

In Kooperation mit dem Netzwerk Tanz wurde eine Woche lang intensiv getanzt und entwickelt, was unter anderem in eine Aufführung unter dem Titel „“poolTanz – gleich um die Ecke“ führte.

Bereits im Februar war die Wiener Band Sofa Surfers für eine Woche in Vorarlberg, um gemeinsam mit 40 TeilnehmerInnen im Rahmen der Workshopreihe poolbar/generator Musik, Tanz, Video, Visuals,Texte und Bühnenbild zu erarbeiten – die Präsentation der Ergebnisse als Teil eines poolbar-Konzertes der Band war beeindruckend.

Außerdem wurden in Kooperation mit der ArtDesign Feldkirch 2 Kunstprojekte umgesetzt: „Warten/Erwarten“ vom Klemens Frick in Wien und Vorarlberg, sowie „Urban Kid“ von Delia Maxim, das an öffentlichen Orten in Chur, Bludenz, Vaduz, Feldkirch, Dornbirn und Lindau installiert wurde.

Der poolbar style-Wettbewerb bescherte den Interessenten eine mehr als 10teilige Modekollektion, und die poolbar Architektur bot dezente Eingriffe wie die Upcycling-Möbel aus Beton und poolbar-Bechern, aber auch teilweise spektakuläre Effekte wie im Fall der Zumtobel-LED-Lichtwelle im pool. Schlichte räumliche Verbesserungen wie die Neuordnung des Wohnzimmers oder die großzügige Terrasse veredelten das ohnehin einmalige Ambiente des Alten Hallenbades inmitten des idyllischen Reichenfeldparks.

Die Programm-Statistik

Zahlen sind nicht alles, aber sie können doch beeindrucken; das poolbar-Festival 2014 bot:

1 Poetry Slam

1 Lesung

1 Fußballturnier

2 Kabaretts

2 Visuals-Installationen

5 Jazzfrühstücke

6 Popquiz-Veranstaltungen

6 Ottakringer Open Stage Veranstaltungen

8 Performances

8 Fußball-WM-Übertragungen (ok, das ist keine besondere Leistung)

10 Filmveranstaltungen (incl. Open Air Kino)

39 DJs bzw. DJ-Kollektive

60 Live-Konzerte

Vielmehr als alle Zahlen zählt natürlich, dass trotz des Besucherandranges keine ernsthaften Zwischenfälle zu verzeichnen waren.

KünstlerInnen und Publikum konnten meistens glücklich und sehr zufrieden wieder nach Hause entlassen werden – manchmal erst am frühen Morgen.

Das poolbar Team hat großartig zusammen gearbeitet und sich gegenseitig unterstützt – und hat ebenso nicht zu knapp mit Publikum und Bands mitgefeiert.

Ob sich die inhaltlich erfreuliche Bilanz auch finanziell ähnlich positiv gestalten wird, kann aktuell noch nicht abgeschätzt werden – umso wichtiger ist den Veranstaltern der Dank an die Subventionsgeber und die Sponsoren.

Nach dem Festival ist vor dem Festival: Die Vorbereitungen für die 22.Auflage laufen bereits – die poolbar-Festival-Eröffnung wird voraussichtlich am 2.Juli 2015 sein.

Fotogallery: Rückblick poolbar 2014

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren