Poolbar Blog

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Wir sind Helden: Bring mich nach Hause0

Trotzköpfchens Sinnsuche.
Review von Artur Schulz

Man darf zur Einschätzung des brandneuen Helden-Albums manch älteren Song als Stichwortgeber heranziehen. Zum Beispiel "Wenn Es Passiert", denn genau das ist geschehen: die Helden sind inzwischen gleich zweimal Mama und Papa geworden.

Babypause ist das Todeswort. Purzeln erstmal Kreischblagen in den wohlsortierten Alltag, liegt jeder noch so ambitioniert gestaltete Lebens-Vorrest oft in Trümmern. Der Rock'n'Roll, Essenz des wahren Lebens, verflüchtigt sich. Erfreulicherweise nicht gänzlich im Falle der Berliner Helden, auch wenn lautstarke Reklamationen auf offener Straße in linksgefärbte Bürgerlichkeit im stets warm beheizten Salon übersiedeln.

Die Songs präsentieren sich abwechslungsreich und fingerfertig. Sehr handgemacht, die großen Synthie-Einlagen der Vergangenheit finden nicht statt. "Alles" am Start ist Programm: da wollen die Helden musikalisch gleich allerlei hereinpacken, die bewusst vertrackte Nummer gewinnt mit zunehmder Spieldauer immer mehr an Klasse.

Beschwingt und tänzerischer gibt sich "Was Uns Beiden Gehört". Lyrics und Musik arbeiten gleichermaßen mit Eingängigkeit wie Verschachtelung, das aber stets sehr relaxt. Es hat sich allerlei angestaut in den vergangenen Jahren, was hinaus will in die Welt. So ist "Bring Mich Nach Hause" ein ziemlich mitteilsames Album (böse Zungen mögen es als geschwätzig bezeichnen).

"Meine Freundin War Im Koma Und Alles, Was Sie Mir Mitgebracht Hat, War Dieses Lausige T-Shirt" überzeugt nicht nur mit seinem auffallenden Titel. "Die Ballade Von Wolfgang Und Brigitte" punktet textlich und kompositionstechnisch als treffend beobachtetes Beziehungskisten-Drama in Zeiten des Gender Mainstreaming. Dank gestopfter Trompete lungert der "Dramatiker" sogar in der Jazz-Ecke herum. Als Prolog zu "Die Träume Anderer Leute" säuselt Judith das "Schlaf Kindchen Schlaf"-Liedchen.

Mit druckvollem Schlagzeug und angenehm entschlackten Song-Aufbau bietet die Nummer eine unterhaltsame Auseinandersetzung mit ewigen Lebens-Themen. "Du nennst es Weltschmerz / ich nenn es Attitüde", singt Judith später, und bringt damit das Album schon auf einen gewissen Punkt.

"Bring Mich Nach Hause" ist mit Helden-typischer Verschrobenheit und allerlei Text-Bonmots stimmig geraten. Judith Holofernes befindet sich zwar immer noch auf Trotzköpfchens Sinnsuche. Doch nur kämpfen im bösen Draußen ist auf Dauer nicht schön. Man will auch mal nach Hause kommen. Und da haben es sich die Helden 2010 recht behaglich eingerichtet.

Erschienen auf laut.de.
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Bald: Die gute Bank0

Das am Gemeinwohl orientiert Institut soll 2012 starten. Spekulation mit Wertpapieren und Handel mit Derivaten oder Fonds sind nicht vorgesehen

 

Wien - Der Globalisierungskritiker Christian Felber und seine Kollegen von Attac wollen eine "Demokratische Bank" gründen, die in der zweiten Jahreshälfte 2012 an den Start gehen soll, heißt es in einer Aussendung von Attac. Es soll sich um ein gemeinwohlorientiertes Institut handeln, das weder spekuliert noch mit Wertpapieren und Derivaten handelt oder Fonds vertreibt. "Sie wandelt die Einlagen der Sparer in möglichst günstige Kredite für die Wirtschaft", so Felber. Die Kreditzinsen für Firmen sollen im Schnitt maximal 3,5 Prozent betragen, das Geld soll nach ökologischem und sozialem Mehrwert vergeben werden.

Attac als Organisation werde sich an der Gründung nicht beteiligen, heißt es in einem "Positionspapier" von Attac (Link siehe unten). "Für die Gründung würden 5.000 Personen, die je 1.000 Euro in die Mitte legen, ausreichen: das gesetzliche Startkapital von fünf Millionen
Euro wäre beisammen", heißt es dort. Felber selbst geht laut "Kurier" von einem Startkapital von zehn Mio. Euro aus. 

Sparer als Eigentümer

Die Alternative zu einer Neugründung sei der Ankauf einer bestehenden Bank und die Übernahme ihrer Lokale. Langfristig sei in jeder der rund 2.300 österreichischen Gemeinden eine Zweigstelle geplant. Die Grundidee einer "Demokratischen Bank": Alle Sparer, Kreditnehmer und Gesellschafter werden Eigentümer der Bank und lenken ihre Geschicke auf demokratischem Weg. Die Löhne der Angestellten sollen um 50 Prozent über dem Mindestlohn liegen, die Vorstandsgehälter mit rund 5.000 Euro begrenzt werden.

"Die Zeit für eine alternative Bank in Österreich ist mehr als reif", so Alexandra Strickner von Attac Österreich. Attac lade dazu ein, den Aufbau der Demokratischen Bank zu unterstützen - durch tatkräftige Mitarbeit, Bewerbung oder finanzielle Beiträge. (red)

Website: Demokratische Bank (im Aufbau)
Attac-Positionspapier "Die demokratische Bank"
(pdf-Datei)

Erschienen auf derstandard.at.

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Bauchklang = „Best Live Act“0

Und zwar beim diesjährigen Amadeus Award. Gar nicht schwer, dass eine poolbar-Band dort Preise gewinnt - die sind ja zahlreich dort vertreten. Am 16. September ist zwar erst die Show, der „Best Live Act" steht allerdings jetzt schon fest und geht an... Bauchklang!

And The Award Goes To ... !

Von: Lisi Skarits

Die ersten glücklichen Gewinner der diesjährigen Amadeus Austrian Music Awards stehen fest: Bauchklang bekommen den Amadeus in der Kategorie „Best Live Act".

Bis zum vergangenen Sonntag konnte das Publikum voten, jetzt stehen sie fest. Die Gewinner der heiß begehrten Amadeus Austrian Music Awards. Das diese jedoch bis zur Award-Verleihung am 16. September noch streng geheim gehalten werden, liegt auf der Hand. Als kleinen Vorgeschmack auf die Preisverleihung in der Wiener Stadthalle wurde aber bereits jetzt der Gewinner für des „Best Live Act"-Awards bekannt gegeben.

Das sympathische Beatboxquintett von Bauchklang konnte das Rennen für sich entscheiden. Mit ihrem Gewitter aus Sounds, produziert ganz ohne Instrumente, konnten sich die Niederösterreicher auch schon international einen Namen machen. 2010 brachten sie ihr bereits drittes Studioalbum „Signs" auf den Markt. Ob das wohl ein Zeichen für den immer weiter steigenden Erfolg des Vocal-Groove-Projekts war?

Mit dem Sieg in der Kategorie „Best Live Act" werden sie dann bei der Show auch gleich beweisen, warum sie den Preis verdient haben. Ob sie auch noch den Award in der Kategorie „Alternative", in der sie ebenso nominiert sind, gewinnen, seht ihr am 16. September in der Wiener Stadthalle.

Nachzulesen HIER.

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Bill Clinton hat gefühlt echt Recht0

So lautet der Titel der aktuellen Augustkolumne von Illbilly the K.I.T.T., der diesen Sommer bereits zum zweiten Mal die Anwesenden mit einer Lesung aus seinen Texten aufhorchen ließ.

Bill Clinton hat gefühlt echt Recht

Öfters werde ich um Kniffe zum Umgang mit der Damenwelt gebeten. Ich gelte als Berufener. Dabei gibt's doch eh zu fast allem wissenschaftliche Sex-Studien. Manche darin gewonnene Erkenntnis deckt sich sogar mit Erfahrungswerten. Manches eignet sich zum Weitergeben an gute Feinde.

Ob ich denn ein Frauenversteher wäre, wurde ich unlängst gefragt, und - falls ja - vielleicht könnte ich wohl so nett sein mein Wissen diesbezüglich zu teilen, oder zumindest einen Trick verraten, der bislang beim anderen Geschlecht immer gut angekommen ist. Danger! Danger! Gefahr! Gefahr! Diese Frage einer Antwort zu würdigen, führt direkt ins Klischee-Dickicht des Verderbens, wo hinter jedem Strauch Briefkastentanten und leicht retardierte Stand-up-Comedians lauern. Ich wage mich also nicht drüber, nur soviel: Ich verstehe einiges und kann mich sehr gut in die Damenwelt einfühlen. Aber ich habe keine, wie auch immer gelagerten, emphatischen Abgrenzungsschwierigkeiten. Soll heißen: Sobald meine Klöten anständig geschwollen sind, zeige ich keine Berührungs- und Penetrationsängste.
In dieser Hinsicht finde ich es höchst unverfroren, von mir Rezepte zum Damen-Einkochen zu verlangen. Erstens gibt es diese ohnehin nicht. Und zweitens, selbst wenn - ich missbrauchte so nur das mir entgegengebrachte Frauenvertrauen; auch dann, wenn ich sie nicht zu hundert Prozent, sondern, wie es bei mir der Fall ist, nur Teile von ihnen verstehe.

SOCKEN, SEX & BÜGELSTÄRKE
Weil ich leider aber oft auch ein eitler Geck bin, der sich freut, wenn Hilfesuchende bei ihm um Rat anklopfen, verscheuchte ich den Fragesteller, der mir zudem unheimlich bekannt vorkam, nich vergleich. Ihn mit unverfänglichen Flos-keln und Allgemeinplätzen niederlabern wollte ich aber auch nicht. Was hätte er schon davon gehabt, wenn ich ihm nochmals einbläue, vor der geschlechtlichen Vereinigung gefälligst die Socken auszuziehen. Und dass er immer auf frische Bettwäsche und gebügelte Hemden schauen soll. So etwas weiß man doch. Ersteres vermeidet bei ihr nämlich das Gefühl, mit dem kleinen Bruder intim zu werden, und ein sauber gebügeltes Hemd macht einfach einen besseren Eindruck als ein zerknittertes. Es lässt einen souveräner wirken, sogar wenn man gerade einen ziemlichen Holler vom Stapel lässt, oder kein frisch überzogenes Bett in der Nähe ist. »Bügel einmal deine Hemden und du wirst sie alle bügeln«, habe ich einmal sogar jemandem zweideutig in sein Stammbuch geschrieben. Der Spruch hat übrigens durchaus seine Richtigkeit. Ein Freund von mir zum Beispiel hat schon fast ein Jahr lang mit seinem Penis keine Wanderung mehr im Freudental unternommen. Ich bin oft ein mieser Sack und verlache ihn deswegen, ja ich unterstelle ihm sogar, dass seine Nudel wohl aussieht wie ein aus Hirschhorn gefertigter Steinzeit-Dildo. »Lang ist er nicht, aber dünn, gell!«, zischte ich ihm solange ins Gesicht, bis er endlich den Weg in die Putzerei fand, um sich um 2,30 Euro die Hemden glätten zu lassen. Seitdem kriegt er zumindest ab und an Oralverkehr. Gratis. Wobei, das ist jetzt auch nicht wirklich Sex. Zumindest, wenn es nach Bill Clinton geht - und der hat gefühlt immer recht.
Sein »It's the economy, stupid!» und die tolle Erklärung, dass Blunziblas und artverwandte Streicheleinheiten eher bedeutungslos sind, werden wohl noch einige Jahrzehnte überdauern. Beides könnte ich in einer Diskussion allerdings niemals zu Ende argumentieren. Für Ersteres fehlt mir einiges an Detail- und Spezialwissen. Zweiteres würde ich mich nie so sagen trauen. Fast alle Frauen, die ich kenne, sehen das nämlich anders, und zwar trotz einer rezenten Studie der Universität Kentucky, die besagt, dass dem - eben wegen Clinton - eigentlich nicht mehr so sein dürfte, denn nur noch jede fünfte Frau setzt Koitus mit Fellatio gleich. Wobei, was soll's, es gibt ja mittlerweile zu fast allem eine Studie. Laut der Universität von Uppsala finden zum Beispiel 91 von 100 Damen ihre Füße hässlich. Das wundert mich gar nicht, denn als sensibler Fetischist in diese Richtung habe ich festgestellt, dass selbst ausgiebige Pediküre (Enthaarung der großen Zehe und Typ unterstreichende Nagellackierung inklusive) die Tatsache nicht verdecken mag, dass so manche Schönheit die Füße ihres Vaters geerbt hat. Und in Berkeley wurde gar erhoben, dass Frauen unerwartete Küsse als die besten empfinden. Darauf bin ich, inspiriert von schockweise konsumierten romantischen Komödien, schon von selbst gekommen. Einfach mal in einen Satz reinschmusen ist stets als charmante Gesprächsunterbrechung interpretiert worden und erfuhr in irgendeiner Form immer Erwiderung. Der äußerst positive Effekt, dass jeweilige Gegenüber so oft mal auch final und elegant zum Schweigen gebracht zu haben, soll hier nur am Rande erwähnt sein. Übrigens: die gleiche Studie fand auch heraus, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen unerwartet mitgebrachten Blumensträußen und dem Besuch von Intim-Entwachsungsstudios gibt. Steckst du Blumen in die Vase, wird die Wiese abgemäht.

Das alles hätte ich also durchaus dem Fragesteller sagen können, es ist ja wissenschaftlich belegt und mit gutem Willen jederzeit nachprüfbar. Nur, fiel mir plötzlich ein, von wo ich den wissensdurstigen Hilfesuchenden kannte. Er kam mir nämlich bereits mehrmals in fremden Facebook-Fotoalben unter und ging mir dort mit seinem hedonistisch inszenierten Extrem-Lifestyle eigentlich immer sehr auf die Nerven. Er ist einer der wenigen Männer mit Arschgeweih und ließ sich sogar dabei fotografieren, wie er sichs hat machen lassen. Völlig falsch verstandenes Anti-Sein. Ich hasse ihn, und hatte gleich mehrere gute Tipps für ihn parat. »Lobe stets die Schönheit ihrer Zehen, küsse nur, wenn sie es auch will und ein ungebügeltes Hemd weckt ihren Nestbauinstinkt.« Du Eierbär.

Nachzulesen HIER.

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Venus Bop und Mean Machine0

Zwei altbekannte poolbar-Helden, die dieses Mal gemeinsam auf der Bühne stehen werden. Und das gar nicht so weit entfernt vom Alten Hallenbad - in der Feldkircher Sonderbar nämlich. Da geht's am 3. September um die Battle of the low fi Music Giants, 60s Garash Trash steht 70er Punk Raritäten gegenüber, Boney M trifft auf David Hasselhoff und die Top 100 von MTV bleiben brav dort wo sie sind: zu Hause im TV.

myspace.com/mmmrecords
myspace.com/smokinghell
sonderbar.at

 

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Amadeus Awards machen Party in der Kabine0

Von: Lisi Skarits
erschienen auf tba.cc

Mit dem österreichischen Parade-Hip-Hopper Skero und dem britischen Popstar Seal sind die Amadeus Austrian Music Awards wieder um zwei heiße Live-Acts reicher.

Was eine Kabinenparty ist und wie man am besten „Party in Kabine" macht, weiß dank des Hip-Hop-Genies Skero jeder junge Österreicher. Ganz nach dem Motto „Es gibt nur ein Gas, und das ist Vollgas!" katapultierte sich Skero mit seiner „Kabinenparty" bis in die Top Ten der österreichischen Charts. Für den österreichischen Hip-Hop eine Meisterleistung.

Mit „Memoiren eines Riesen" veröffentlichte Skero 2009 sein erstes Soloalbum. Der Song „Kabinenparty", gefeatured von der Austro-Brasilianerin Joyce Muniz, wurde nicht nur zum Sommer- sondern auch zum inoffiziellen Partyhit der österreichischen Jugend. Dieser Erfolg soll nicht unbelohnt bleiben: Bei den Amadeus Austrian Music Awards 2010 ist er in den Kategorien „Album des Jahres", „Song des Jahres" und „Künstler des Jahres HipHop/R'n'B" nominiert. Jetzt wurde Skero auch noch als Live-Act für die Show am 16. September 2010 in der Wiener Stadthalle bestätigt. Erwarten kann man natürlich eine fette Kabinenparty, jedoch hat sich der Hip-Hopper auch etwas Neues dazu einfallen lassen: Zusammen mit einer Samabaschule wird er eine Sambaversion seines Megahits performen. Wer den sympatischen Skero unterstützen möchte, sollte sich beeilen. Das Online-Voting für die Awards läuft nur noch bis Ende dieser Woche.

Und noch eine Neuigkeiten gibt es zu vermelden: Seal, britischer Schmuse-Barde mit, glücklich verheiratet mit Supermodel Heidi Klum, wird ebenfalls bei der Award-Verleihung am 16. September performen. Seal wird den Song „Secret" vorstellen, die erste Auskopplung aus seinem neuen Album „VI - Commitment".

amadeusawards.at
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Tobias Wark beim poolbar-Festival0

Nicht nur einmal haben die Mitglieder des Denkfabrikats beim poolbar-Festival die Turntabels bedient und auch bei poolbar mit pratersauna waren sie eifrig mit dabei. Tobias Wark war einer von ihnen und hat seine Auflegerei beim Festival auch festgehalten. Hier auf soundcloud.com gibt's den Mitschnitt gratis zum Anhören.
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Felber: „Die Gemeinwohl-Ökonomie“0

Gerade eben war Attac-Mitbegründer Christian Felber als Diskussionsteilnehmer zum Film "Kapitalismus - eine Liebesgeschichte" beim poolbar-Festival anwesend und schon erscheint sein neues Buch „Die Gemeinwohl-Ökonomie".

Christian Felber, 37, ist Attac-Mitbegründer, internationaler Vortragender und Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Die „Gemeinwohl-Ökonomie" ist eine vollständige Systemalternative zu Kapitalismus und Planwirtschaft. Kern des Modells ist eine „Umpolung" der Werte- und Zielstruktur der Marktakteure: Diese streben nicht länger in Konkurrenz zueinander um den größtmöglichen Finanzgewinn, sondern kooperativ nach dem allgemeinen Wohl. „Dann stimmen die Werte der Wirtschaft endlich mit unseren Alltagswerten überein", so Felber, der wissenschaftliche Belege dafür bringt, dass gelingende Beziehungen Menschen stärker motivieren und glücklicher machen als Wettbewerb und egoistisches Vorteilsstreben. Eine wachsende Zahl von Attac-UnternehmerInnen hat bei der Ausarbeitung der Gemeinwohl-Ökonomie und deren Herzstück, der „Gemeinwohl-Bilanz", mitgearbeitet. Rund 70 Unternehmen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich scheinen als Erstunterzeichnende im Anhang des Buches auf - vom Einpersonen-Unternehmen bis zur mittelgroßen Genossenschaftsbank.

Die offizielle Präsentation des Buches findet am 21. September in Wien im Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum statt, mit Lisa Muhr (Göttin des Glücks), Elisabeth Faller (Volksbank Gmünd), Romy Grasgruber (Zivilgesellschaft) und Corinna Milborn (Moderation): christian-felber.at/vortraege.php

Die Attac-UnternehmerInnen veranstalten am 6. Oktober das Symposium „Unternehmen neu denken. Gemeinwohl-Ökonomie und andere Alternativen", um den Kreis der Gemeinwohl-Ökonomie-BefürworterInnen und Gemeinwohl-Bilanz-AnwenderInnen zu vergrößern: attac.at/gemeinwohlsymposium

Weitere Infos:
gemeinwohl-oekonomie.org
christian-felber.at/buecher/gemeinwohl.php

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Broken Social Scene im Interview0

Es scheint schon wieder Ewigkeiten her zu sein, dass Broken Social Scene die poolbar-Bühne beehrten. Wir behalten sie in guter Erinnerung und zur Nachhilfe hier ein kleines Interview:

What do you think about the Poolbar concept?
I love the concept. I am a huge fan of performance and poetry. The music is ok too, I guess.

Why did you decide to play at Poolbar Festival?
It was recommended to us by our agent, as a good festival to be part of. We agreed.

What are your connections to Austria/Vorarlberg?
Well... Austria:Germany as Canada:US, so you can see where we're coming from. Or maybeIi can see where you are coming from. No really, the toe of Austria dips into eastern europe where they are all slightly more minor key oreinted which is what I like best. plus there is a lot of strange Catholic/Pagan crossover up in the mountians in Austria. Mad bird sounds! Hidden youth golden hand flowers!

What can the audience expect, when people come to your concert?
You can expect Doctor Phil on ecstacy with 5 guitars all picking out tiny shimmering patterns to rub you all over. And some songs from our new album, "Forgiveness Rock Record".

What music are you listening at in the moment?
There is a blog called 'Awesome Tapes From Africa', Taraf de Haiduks, Stars Of The Lid, Wayne Newton, Javelin, Flying Lotus, Omar Soulyman, Baba Zula

Which are your most important influences?
Marshall McLuhan and Glenn Gould

What's up next in your mind? Plans for the near future?
Living out of my suitcase until the icecaps melt THEN reading all the books on my shelf and writing a few of my own. Reading tarot at what we have here in Canada called "old age homes"

Your music oftens relates to Porn. What do you think about Pornography nowadays?
I think of the wise words of Tim Curry from the musical "Rocky Horror Picture Show" from the 70's - "Dont dream it, Be it!"

How difficult was it to complete your new album?
it was tough picking the songs to come out first - ie/ on this record, but the actual process was pretty fantastic. Hanging out with John McEntire is always sweet and dandy.

What's the difference betwenn the new album „Forgiveness Rock Record" and „Broken Social Scene" from 2005?
One record is the equivalent of a Jackson Pollock painting. The other one is Jasper Johns.

Kill them with kindness: Rule, advise or something else?
I would say, "Just be kind." They will eventually die all by themsleves.

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Clanx Festival im Appenzell0

Von 27. bis 29. August findet das Appenzeller Festival dieses Jahr statt und weil auf news.ch so ein schöner Text dazu erschienen ist, wollen wir euch den mit allen Facts und Infos nicht vorenthalten:

Appenzeller Clanx Festival 2010


Das Programm des Clanx Festivals 2010 ist komplett. Und auch bei der siebten Auflage so facettenreich wie zuvor. 17 Formationen - vom «Appenzeller Echo» bis zu den Rock-Soul-Indie-Helden «The Blue Van» aus Dänemark stehen vom 27. bis 29. August auf der in einmaliger Kulisse gelegenen Bühne oberhalb von Appenzell. Entgegen dem Trend in der Festivalszene setzen die Organisatoren auf Werte abseits des Profits.

Während Festivals sich vielerorts zu einem immer wichtigeren Verwertungszweig der mit Umsatzrückgängen im CD-Geschäft kämpfenden Musikindustrie entwickeln, bei denen es auch darum geht, den Besucherinnen und Besuchern möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen, setzt ein kleines Openair im Herzen des Appenzellerlandes auf andere Werte. Mit seinen Idealen schwimmt das Clanx Festival gegen den Strom.

Kein Profit, aber ein Gewinn für alle, lautet die Maxime des von einem Non-Profit-Vereins organisierten einmaligen Openairs. «Das Publikum auf den grossen Festivals merkt schön langsam, was gespielt wird», ist OK-Präsident Remo Hollenstein überzeugt. «Wer ein Festival sucht, bei dem es um die Liebe zur Sache geht, ist bei uns richtig. Die beste Stimmung gibt's beim Clanx.» Einfuhrlimite für Getränke gibt es beim Festival oberhalb von Appenzell natürlich keine. «Und die Bestellung muss man auch nicht abholen. Anruf genügt und unser Biermaa kommt direkt vors Zelt».

Facettenreichtum ist Programm

Traditionsgemäss besticht das Programm des Clanx Festivals auch 2010 durch seinen Facettenreichtum. «Geschmäcker sind schliesslich verschieden», gibt der Booking-Verantwortliche Jonas Traber zu Protokoll. «Bei uns ist das wie bei einem tollen Buffet. Von allem, was gut ist, ein bisschen. Wir sind ein Festival für die ganze Familie.»

Die Schweiz dominiert in diesem Jahr das Programm deutlich. 14 der insgesamt 17 Bands kommen aus den Kantonen. «Für uns ein Beweis, wie attraktiv diese Szene musikalisch ist», erklärt Traber. Mit «The Blue Van», «The Jancee Pornick Casino» und «You Love Her Coz She's Dead» konnten für 2010 auch wieder drei vielversprechende internationale Acts gebucht werden.

Eine Sammlung von wunderbaren Ideen

Das vielseitige Programm, die Stimmung und Dekoration, die Kulisse mit Blick auf den Alpstein, die einzigartige, weil ausgezeichnete Festivalküche und viele weitere grosse und kleine Details des Clanx Festivals ergeben «eine Sammlung von wunderbaren Ideen» - so fasste es ein Festivalbesucher im vergangenen Jahr zusammen.

Zu dieser Sammlung zählt auch das Verkehrskonzept. Ob von Rapperswil, Stein am Rhein oder Sargans kommend - mit einem Clanx Festival Ticket reist man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Ostwind Tarifverbund auch 2010 gratis zum Openair und retour.

Vorverkauf

Tickets gibt es ab sofort auf www.clanx.ch, bei www.ticketportal.ch, telefonisch unter 0900 101 102 (CHF 1.19/min.) und bei allen ticketportal Vorverkaufsstellen.

3-Tagespässe (ohne Gebühren!) sind bei Mani's Guitar Shop in St. Gallen, bei der Appenzeller Kantonalbank in Appenzell und dem Gift-Lädeli No.1 in Herisau erhältlich.

Line-up Clanx Festival 2010 (27. bis 29. August 2010)

Freitag:
The Lubrification AR Rock
Treekillaz BE Alternative
Fiji BE Electro PopPunk
The Jancee Pornick Casino DE Rockabilly

Samstag:
La Rétrospective SG Rock
The Skrufs SG Rock
Christopher Christopher AG 60er
Traktorkestar BE BalkanBrass
All Ship Shape SG Indie
The Tilts AI Grunge
The Blue Van DK Bluesrock
You Love Her Coz She's Dead UK Electro

Sonntag:
Appenzeller Echo AI Streichmusik
Living Room LU SingerSongwriter
Gaptones TG Funk
Mikro & Makro Soundsystem TG Pop
The Monofones BE Garage

Mehr unter clanx.ch!

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