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Earlybird Tickets und Gutscheine

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Wie üblich gibt´s zu Weihnachten Earlybird Tickets (limitiert) für das poolbar Festival 2017. Schnell bei NTRY Ticketing​ oder beim Musikladen Kartenbüro & Eventagentur zugreifen! Gutscheine gibt´s im poolbar-Shop sowie im Musikladen (Götzis).
 
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poolbar Aftermovie 2016

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Aufbrechende Kunst

Maria-Flavia Pascu spricht übere ihre Kunst beim poolbar-Festival 2016.

 

 

Beim diesjährigen poolbar-Festival entstehen unter der Leitung des Medienkünstlers Stefan Kainbacher von NEON GOLDEN großformatige Projektionen zum Thema Aufbruch/Ausbruch. Konzeptionell startet dieser Aufbruch mit dem Ausbruch aus den gewohnten Festivalgrenzen und bezieht daher auch markante umliegende Orte mit ein. Dazu gehören die weithin sichtbare Felswand über dem Alten Hallenbad und eine Baumreihe im Reichenfeld, welche das Festivalgelände geografisch begrenzen. Weiters befindet sich auf der anderen Seite das Landesgericht, ein Ort, an welchem täglich Entscheidungen über Grenzüberschreitungen getroffen werden. Die Projektionen auf dem Landesgericht sind auch für alle passierenden VerkehrsteilnehmerInnen gut sichtbar.

Inhaltlich wurden beim poolbar Generator Visuals Workshop mit den TeilnehmerInnen Anna Lerchbaumer und Philipp Hartmann grafische Strukturen, die sich thematisch mit dem Thema Grenzen und deren Aufbruch beschäftigen, erarbeitet. Daneben steuert die rumänische Gastkünstlerin Maria-Flavia Pascu eine Arbeit zum Festival bei. Stefan Kainbacher bricht im Rahmen seiner Werkreihe „Systems“ aus dem gewohnten System aus und gestaltet eine neue ortsspezifische Arbeit.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen unterstützenden PartnerInnen bedanken, welche dieses Projekt ermöglicht haben. Besonders hervorzuheben ist hier die Firma PANI, die uns großzügigerweise die Projektoren zur Verfügung stellt, sowie das Landesgericht Feldkirch und die Bundesimmobiliengesellschaft, ohne welche die Bespielung des Landesgerichtes nicht möglich gewesen wäre.

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Besucherrekord und überraschende Höhepunkte.

Der Rückblick 2016

Kaum zu glauben 45 Tage poolbar-Festival sind vorüber. Ja – richtig gelesen. Vom 7.7. bis zum 20.8.2016 bot das alte Hallenbad in Feldkirch Entfaltungsfreiraum für das Festival mit Mehrwert. Über den ganzen Zeitraum hinweg wurde das Gebäude und dessen Umgebung von inter/nationalen Musikacts und Künstlern bespielt. Zeit um rückzublicken.

Konzert Höhepunkte
Das poolbar-Festival versteht sich als Konzept-Festival. Neben den Konzerten, die im Mittelpunkt stehen, ist das Programm mit unterschiedlichsten Veranstaltungs-Formaten bestückt. Da kommt eine ordentliche Anzahl mit satter Vielfalt zusammen. Die Geschäftsführer Heike Kaufmann und Herwig Bauer zeigen sich äußerst zufrieden mit der Bilanz.
Das heurige Programm lief so gut wie noch nie. Die stetige Entwicklung habe sich ausgezahlt. „In unserer 23-jährigen Geschichte hatten wir in dieser Saison die meisten ausverkauften Konzerte in der großen Halle. Da im Vorverkauf teils so ein starker Andrang war mussten Kartenkontingente – auch für spezielle Formate, wie den erst zum zweiten mal statt gefundenen Tagebuch Slam, hochverlegt werden.

Neuer Besucher-Rekord
Neben den erwartungsgemäß starken Konzerten der Großen Acts, wie Bilderbuch, Dispatch, Jurassic 5, Travis, Nneka und Walking On Cars – allesamt ausverkauft in der Halle – streicht Bauer Quantic, The Very Best, Lola Marsh und Dan Mangan in seinem Programmheft als Highlight an. Drei Acts, die eigentlich Support waren, jedoch Headlinerstatus verdienen würden seien Koenig, White Miles und Kytes, hält er fest. Ca. 25.000 BesucherInn wurden gezählt – ein neuer Rekord! Trotz erhöhtem Besucherandrang konnten Polizei, Sicherheitskräfte sowie Sanitäter nichts außergewöhnliches feststellen.

Wow-Effekt am Festivalgelände
Doch für ein gelungenes poolbar-Festival zählen nicht nur Ticketverkäufe, sondern eher auch die persönliche Resonanz des Publikums aus Vorarlberg und den Nachbarländern. Und diese sei überwältigend gewesen und lasse alle vergangenen Strapazen vergessen und motivieren gewaltig, so die Veranstalter. Oft konnte man staunende Gesichter am Festivalgelände entdecken, denn 2016 hat sich das Architektur- und Gestaltungsteam selbst übertroffen. Schon von der Illbrücke her eröffnete sich mit dem Weg, der sich durch die extra angelegte Blumenwiese schlängelte, der Blick auf das Gelände. Dort standen verschiedene neu angelegte Holzkonstrukionen, die die Vorarlberger Holzbaukunst hochleben ließen. Und bekam sogar einen eigenen Namen: „poolbar-Village“. Besonders an den lauen Sommernächten lud der Außenbereich zum Verweilen ein. Davon gab es einige, glücklicherweise.

Die fein konzipierte Architektur im Außenbereich wurde im Innenbereich weitergeführt. In diesem Jahr trug die ganze Gestaltung – Architektur, Grafik, Produktdesign, Visuals, Street Art und Style – das Überthema „Aufbruch“ und wurde zu Jahresbeginn bei der Workshopreihe „poolbar-Generator“ entwickelt. Über 50 kreative Köpfe generierten gemeinsam ein schlüssiges Konzept. Ein Experiment, das sich bewährt hat und 2017 auch wieder Platz findet oder besser gesagt Ursprung für die ganze Gestaltung sein wird. Jedes Jahr erfindet sich das poolbar-Festival neu, doch die Werte bleiben gleich.

Tag der Integration
Besonders hervorgehoben hat sich der Gsis welcome Integrationstag. Er begann mit einem Fußball Turnier, zu dem neben poolbar-Team, poolbar-Gästen und Kulturbetriebskollegen – u.a. die Wiener Symphoniker – auch zahlreiche Teams von Flüchtlingen zwischen Hohenweiler und Feldkirch angetreten waren. Nach vielen sportlichen und emotionalen Höhepunkten bei spannenden Elfmeterduellen wurde der Tag mit dem Kontaktchor und einer Tanzgruppe – in beiden Fällen zusammengesetzt aus Asylwerbern und Einheimischen – bei euphorischer Stimmung fortgesetzt, ehe zwei eigens für den Anlass von Flüchtlingen gestaltete Kurzfilme, im bis zum letzten Platz besetzten pool, für eine Nachdenkpause sorgten.
Die Zahlen sprechen für sich und machen alle Statistik-Liebhaber wuschig.

Programm:
1 Lesung
1 Liechtensteiniade
1 Fußball-Turnier
1 Integrationstag
1 Kleidertausch Happening (Kleiderzirkus)
2 Public Viewings
2 Slams (Poetry Slam und Tagebuchslam)
2 Kooperationsveranstaltungen: Feschmarkt und Craft Feld
3 Präsentationen/Galas
4 Tage poolTanz
6 Popquiz-Abende
6 Zirkusworkshops für Jung und Alt + Hochprima Yoga (beim Jazzbrunch)
6 Jazzbrunches
8 Filmvorführungen (von kleinen im Burtkasten bis zum Open Air Kino)
40 DJ Sets
61 Konzerte (Support-Acts, Headliner und Mini Open Airs im Brutkasten)

Allgemein (Zahlen sind als Richtwert zu sehen.):
20m3 heimisches Fichtenholz wurden verbaut
Über 50 Mitwirkende beim poolbar-Generator
130 Mitarbeiter. Alle fair entlohnt, kein Ehrenamt
25.000 BesucherInnen
47.000 Durstlöscher gingen über die Theke (Bier, Limo, Säfte und Mixgetränke uvm.)
860.000 Euro Budget. (incl. poolbar-Generator). Davon 81% Eigenleistung durch Gastro, Sponsoren und Eintritte

Was kommt als nächstes?
Das poolbar-Festival ist am 2. September wieder in Dornbirn zu Gast. Im Zuge des Urbikuss-Stadtfestes sorgt ein Bar-Container aus dem „poolbar-Village“ mitten auf dem Marktplatz für kühle Drinks. Direkt neben der Hauptbühne mit Fuzzman & The Singing Rebels. Dornbirn agiert seit Anbeginn des poolbar-Generators als Partner und unterstützt diesen. Mit der Vernetzung am Urbikuss kommt das Generierte nach Dornbirn. Zudem wird am Platz zwischen Inatura und Kunstraum eine kleine poolbar-Lounge eingerichtet. Mit poolcar, poolbar-Festival-Möbeln, Street Art, Sound von DJ Shneeblinksi sowie kühlen Drinks.

Ahoi 2017
Der nächsten Saison gehen die Veranstalter mit viel Motivation entgegen. Dankbar schauen sie auf das gesamte poolbar-Team, Mitwirkende, PartnerInnen, Musikacts und auf die treuen BesucherInnen. Sie alle machen das poolbar-Festival zu dem was es ist.

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Ankathie Koi & Friends rockten

Ein abwechslungsreiches Programm bot sich noch am letzten Abend des poolbar-Festivals. Trotz der Absage von Leyya, scharten sich zahlreiche Festivalbesucher und nützten noch die letzte Gelegenheit in die poolbar-Welt abzutauchen.

 

Alle Fotos: Ankathi Koi x Schellinski

 

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Schellinski – Mundart vom feinsten
Schellinski boten im Pool einige Gustostücke feinster Mundart-Philosophie. Mit bösem Witz, hinterlistigem Charme und gekonnter Melancholie unternahmen sie eine kleine Entdeckungsreise zu den kleinen Alltagssorgen, die jeder kennt.

Ansteckende Beats von Struboskop
Struboskop ließ anschließend mit viel Energie und Beats gekonnt die Platten fliegen. Tanzbare Beats mit Groove und Rhythmus ließen das Tanzparkett regelrecht dahin schmelzen. Der pool wurde zum Club und Körper tanzten um die Wette. Ein gelungenes Stelldichein – an diesem Abend halfen alle zusammen um Leyya zu vertreten, die hoffentlich bald wieder fit sind (gute Besserung auch an dieser Stelle).

Ankathie Koi schloß die Jagdsaison
Mit Glitzer, Haarspray, Glamour und 80er Jahre Sound begeisterte Ankathie Koi anschließend als letzter Act beim diesjährigen poolbar-Festival. Mit beschwingten, leichtfüßigen Beats bewies sie ihr Können. Pop, Disco und Electrosound der Extraklasse. Bayrischer Witz gab es inklusive.

Die Macht der Songs war zu spüren. Live gesellte sich auch Powernerd Paddy hinzu, der mit seinen glitzernden Synthbässen für gute Vibes sorgte. Popotronisch ging es in die Endrunde. Ankathi Koi ließ es sich nicht nehmen und surfte übers Publikum. Ihre Performance steckte an und Zugabe gab es auch noch. Eine unverbesserliche Künstlerin, die den Glauben an die große Liebe und zu den 80ern noch lange nicht verlieren wird – und das ist gut so.

Ein schöner Abschluss und ein kleines Dankeschön für einen gelungenen letzten Abend in dieser Saison (lh).

 

 

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Nasty Peaches

Die Red Bull Music Academy Night hatte es in sich – aber so richtig. Ein DJ-Set von DjPHILIPS brachte ein heißes Warm up in den pool und bereitete das Publikum gut auf Peaches vor. Neugierde machte sich breit und die Show wurde sehnsüchtig erwartet. DJ B.Visible (Duzz Down San) gabs zum Schluss als Sahnehäubchen oben drauf.


Are you nasty Feldkirch?
Mit wahnsinnigen Kostümen und einer heißen Akrobatik überzeugte Peaches gemeinsam mit ihren beiden Tänzern. Sie thronte auf einem Podest und gab eine überzeugende Performance ab. Der Bass und die Beats wurden bis an die Spitze getrieben. Und Peaches hat gemerkt, dass die Menge auch nasty ist.

Peaches hatte keine Scheu und bewegte sich zu ihren psychedelischen Sounds bewusst körperbezogen und lasziv in einer Weise, wie es wahrscheinlich nur Peaches kann. Sie schlängelte sich durch die Menge, klaute hier und da einen Schluck von dem Einen oder der Anderen. Sehr sympathisch und offen mit Bewegungen heißer denn je.

Anrüchig, genial und heiß
Peaches nutzte die Dynamik und lief über das Publikum. Ihre Tänzer und auch sie selbst zogen sich ständig wieder um und es ging heiß her. Befreite Sexualität in authentischer Form mit einem Publikum das auch noch Balls, Balls and dick auf Deutsch mitsang. Sekt wurde über das Publikum versprüht, Trockenübungen wurden exzessiv vorgeführt und die Kostüme wurden immer noch fantastischer. Am Schluss leuchteten dann noch LEDs, die die weiblichen und männlichen Geschlechtsteile beleuchteten – der Höhepunkt am Schluss, sozusagen. (lh)

Mehr zu Peaches, wer auf dem Laufenden bleiben möchte:

Peaches online

Peaches Facebook

Red Bull Music Academy Peaches Lecture

 

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Ankathie Koi schließt die Jagdsaison

Ankathie Koi erinnert an die 80er Jahre – beschwingt, leicht, großartig und doch eigen. Irgendwie ein Kunstprojekt und geht doch runter wie warmes Öl. Sie mag es laut und exzessiv. Tanzen ist ihre Leidenschaft. Auf ihrem Solodebut ist die Fijuka-Hälfte mit Pop, Disco und Sound, der zum Tanzen verführt, zu hören. Während das Zweiergespann Fijuka Pause macht, gönnt sie sich ihren eigenen Sound. Seit 2013 tüftelt sie bereits an ihrem eigenen Sound, der vermutlich auch gut zum Soundtrack von »Footlose« passen würde.

Schön und hässlich zugleich
Ankathie Koi – so nennt sich Kathi Winklbauer aus Burghausen als Musikerin. Ein Künstlername, der von von den Koi-Fischen inspiriert ist, die sie selbst schön und hässlich zugleich findet. Passend zu ihrem Vornamen, wie sie selbst findet, und zusätzlich zu ihren tiefsten oberbayrischen Wurzeln noch mehr Exotik in das Künstler-Pseudonym bringt. Musik machen ist ihre Bestimmung und ihr Leben, der Haarspray und das Outfit runden alles ab.

Popotronisch auf Jagdsaison
Ihr Song »Kate it’s hunting season« läuft bei vielen europäischen Radiostationen auf und ab. Auf FM4 rückte er sogar auf Platz drei. Im Video dazu wird in einer Backstein-Fabrikhalle getanzt und der Film »Flashdance« wird zum Leben erweckt. Die Choreografie dazu stammte von Ihtak Iok. Ihren Sound sieht Annkathie Koi weniger elektronisch und ist mehr darauf konzentriert Popmusik, Klassik und Jazz mit einfließen zu lassen. Musik zum Tanzen findet sie gut und lässt sich auch mal gerne fallen – auch hin und her. Kurzum sie möchte sich nicht für etwas entscheiden, sondern lieber für alle möglichen Einflüsse offen sein. Popotronisch ist ihr lieber als nur die Elektroschiene bedienen zu können.

 

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Glitter, Glanz und Glamour
Annkathie Koi ist ein großer David-Bowie-Fan. Es kann mit Glitter nicht heftig genug sein. Sie macht Musik seit sie denken kann. Gemeinsam mit der Bassistin und Sängerin Judith Filimónova ist sie bereits 2011 in einem Wiener Proberaum untergetaucht und Fijuka war geboren. Nach dem Kauf einer echten Heimorgel aus den 70ern, inklusive den lustigsten, einprogrammierten Beats der Welt, definierte sich der Fujika-Sound zu eingängigen Tanzhymnen. Ihr Song »Behave (From Now On)« wurde vor allem bei FM4 rauf und runter gespielt.


Die Macht der Songs
Nach dem ersten Trubel rund um die Band Fujika schrieb Ankathi Koi gleich weiter und verarbeitete eine schwierige Beziehungsphase. Sie selbst glaubt an die Macht der Songs und bleibt romantisch. Ihre Solo-EP »Sticky Fins« entsteht »wie im Rausch« – Schwermut zum Tanzen. Produziert wurden die Tracks von Bartellow (Pollyester, Columbus) und Cpt. Yossarian (LaBrassBanda, Pollyester) mit denen sie schon immer zusammenarbeiten wollte. Live gesellt sich mittlerweile Powernerd Paddy hinzu, der mit seinen glitzernden Synthbässen für Laune sorgt.

Ankathie Koi Facebook

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Das große Finale.

Feldkirch – Über fast sieben Wochen (7.7. – 20.8.) hinweg wird das Alten Hallenbad in Feldkirch mit inter/nationalen Musikacts, Architektur, Aktivitäten, Kulinarik und Sommervibes belebt. Kulturelles von Nischen bis Pop nehmen Einzug und verwandeln das Festivalgelände während diesem Zeitraum in einen urbanen Hotspot, mitten in Vorarlberg. Nun steht das Finale vor der Tür – die letzte poolbar-Woche für 2016 ist angebrochen.

Mit schmachtendem Blick wird auf die Woche geschaut, die gerade vorbei gezogen ist. Nneka lud all ihre Liebe, Wut und Leidenschaft ab. Talib Kweli hingegengen alternativen, feinen HipHop. Eine Hommage an die ehrlichen Riffs kam von Uncle Acid And The Deadbeats. Joris zeigte, wie das Herz-über-Kopf-Prinzip funktioniert, Nada Surf surften auf ihrem schwerelosem Indierock dahin und Mono erweiterten unser aller Musik-Horizont mit ihrem epischen Postrock aus Japan.

 

Review: Starke Vibes: Nneka x Miss Weirdy

Review: Orchestrales Feuerwerk – Mono

Fotos: Nneka

Fotos: Talib Kweli

Fotos: Uncle Acid And The Deadbeats

Fotos: Joris

Fotos: Nada Surf

Fotos: Mono



Die letzte Woche
Ja, jetzt ist sie angebrochen – die letzte Woche poolbar-Festival in diesem Jahr. Ausgerüstet mit Stift und Antwortzettel warten die ZockerInnen bis es Mittwoch wird und sie vor dem Konzertbesuch noch eine Runde Pop-Quiz spielen können. Fragen aus den Bereichen Musik, poolbar Festival Universum, Film und Lifestyle sind zu beantworten. Jede richtige Antwort bringt Punkte, und wer am Schluss die meisten hat, gewinnt und kann grandioses Zeug und poolbar Tickets als Trophäe einsacken. Spannendes Detail: Eine Song-Länge muss reichen, um die korrekte Antwort aufs Papier zu bringen – ein bisschen Druck hat noch nie geschadet. Einmal Pop-Quizzer, immer Pop-Quizzerin. Jodok und Juleah spielen nach dem Pop-Quizzen auf und leiten die musikalische, letzte Woche ein.

Am Donnerstag, 18.8. teilen sich Kytes und Walking on Cars den Headliner-Status. Die junge, aufstrebende Band Kytes verknüpft tanzbare Beats mit sauber-griffigen Gitarrenriffs und federleichten, elektronischen Klängen zu einem Hörerlebnis. Radiotauglich, wie die ganz Großen, sind sie allemal. Dies beweist ihre Single „Inner Cinema“. Und bevor der Druchbruch für Walking on Cars kam, mussten sie einige Geduldsprobe meistern. Alles geglückt und ihr Sound geht ins Ohr und ans Herz. Unbeirrt steigerten die Alternative RockerInnen stets ihr musikalisches Können und blieben doch verwurzelt in ihrer Heimat Irland.

Provokation? Natürlich!
Peaches ist eine Ikone in der feministischen Musikwelt, bei der sich alle Geister uneins sind. Peaches hat keine Scheu davor, das auszusprechen, was ihr gerade durch den Kopf schießt. In den letzten Jahren ist sie eher psychedelischer und künstlerischer unterwegs. Sie agiert als Performance-Künstlerin sehr körperbezogen und bietet schon seit einer kleinen Ewigkeit ein krasses Kontrastprogramm in einer Welt, in der sich so viele Songs um große Ärsche, große Titten oder große Schwänze dreht. Am Freitag, dem 19.8. steigt Peaches im Rahmen der Red Bull Music Academy Night auf die poolbar-Bühne. Ganz sicher mit dabei haben wir sie ihre expliziten Bühnenshow, deshalb gilt ausnahmsweise: Eintritt erst ab 18 Jahren.

Dann ist schon der 20.8. – das große Finale für 2016. Auf einmal waren sie da – wie das poolbar-Finale auch. Und das ohne irgendwelche Vorzeichen und großem Tamtam. Leyya. Melancholischer Indie-Synthpop. Die Indie-Charts haben sie bereits bis ganz nach oben erklommen, die großen und guten Festivals haben sie eingeladen. Supported durch Ankathie Koi, sorgen Leyya mit ihrem österreichischen TripHop für einen angemessenen Closing-Day.

Freibad Konzert mit Schellinski
Mit bösem Witz, hintergründigem Charme und lustvoll melancholisch nehmen Bernie Weber, Walter Schuler und Roman Lorenz die Zuhörenden an der Hand und mit auf eine weltmusikalische Reise durch alltägliche Situationen, wie sie jeder kennt: Große Liebe und hinterhältiger Betrug, Eifersucht und falsche Freunde, das Geld anderer Leute, Schaumrollen und Kopfweh und vieles mehr. Schellinski spielen Mundartlieder mit Herz und Seele – bei freiem Eintritt am Closing-Day auf der Brutkasten Bühne.

Momente miterleben – die Recap-Videos
Mit den Recap-Videos, die immer aktuell auf der poolbar-Facebook-Seite veröffentlicht werden, ist das erneute Erleben der besonderen Momente am poolbar-Festival einfach. Kurz und knackig wird die Stimmung am Konzertabend für die Ewigkeit mit Bewegtbild festgehalten. Unter der Kategorie Video sind diese zu finden. (sa)

Programmübersicht
• 17.8. Pop-Quiz
• 17.8. Jodok
• 17.8. Juleah
• 18.8. FHV Kurzfilmabend
• 18.8. Gipsy FM (hosted by Seewiesenfest)
• 18.8. Kytes + Walking on Cars
• 19.8. Red Bull Music Academy Night: Peaches + Support: B.Visible (Duzz Down San)
• 19.8. DJ Philipps
• 19.8. DJ Parade: Fresh Meat
• 20.8. Ankathie Koi + Leyya
• 20.8. poolbar Architektur Abverkauf
• 20.8. Freibad: Schellinski
• 20.8. Attila
• 20.8. DJ Parade: Struboskop
• jeden Samstag Freibad (Open Air Konzerte, 19:30 Uhr) im Brutkasten
• jeden Freitag & Samstag DJ Parade
• uvm.

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Architektur, die aufbricht.

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Der Weg
Schon ab der Illbrücke wird für alle poolbar-Festival BesucherInnen der Aufbruch sichtbar. Dort beginnt nämlich der Weg zum Alten Hallenbad, der quer über die neu angelegte Blumenwiese verläuft. Er bricht die vorhandenen Strukturen auf und lässt neue Blickwinkel zu.

Das Grundkonzept für die temporäre Architektur des poolbar Festivals 2016 wurde mit Studierenden der Universität Liechtenstein, der Technischen Universität Wien und der New Design University St. Pölten sowie den starken Partnern – Wirtschaftskammer Vorarlberg, vai Vorarlberger Architektur Institut, NDU St. Pölten und Universität Liechtenstein – beim poolbar Generator erarbeitet. Nach dem Generieren folgten die detaillierte Ausarbeitung, Entwicklung und der Bau von Prototypen sowie alle Vorbereitungen für den reellen Aufbau vor Ort am Festivalgelände. Die Workshopleiter Robert Zanona, Michael Amann (beide atelierWest68) und Massimo Nardiello haben dies in die Hände genommen.

 

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Temporäre Holzkonstruktionen
Insgesamt wurden 20m3 heimisches Fichtenholz für den Bau des Eingangsportals, der Brutkasten Bühne, der begehbaren Terrasse und von zwei Außenbars eingesetzt. Das Konstruktionsprinzip dieser Überbauungen basiert auf einer Modulbauweise mit Verbindungen mittels Bolzen und Gewindestangen – das Holzmodul kann somit liegend wie auch stehend eingesetzt werden.

Insgesamt wurden rund 900 Holzmodule verbaut, der Großteil wurde schon letztes Jahr in einer völlig anderen Formensprache verwendet. Die Module sind jährlich, ohne Verlust von Gestaltungsfreiheit, wieder verwendbar - somit wird ein wichtiges ökonomisches Statement im Bereich temporärer Bauten gesetzt.

Neue Räume, Durchblicke und genügend überdachte Aufenthaltsflächen und Sitzgelegenheiten für alle Verweilenden wurden geschaffen. Ein neues Highlight im Außenbereich bildet die großzügige Sitzstufenanlage, welche die Terrasse auf drei Seecontainern erschließt. Hoch erhaben, auf den drei Containern der zweiten Ebene mit 50m2, eröffnet sich ein weiter Blick auf das Festivalgelände, die neu inszenierte Fassade, das Treiben und die Außenbühne. Einer der Seecontainer wurde durch umfangreiche Schlosserarbeiten zu einem Barcontainer umgebaut und bildet den Treffpunkt am Festivalgelände.

 

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Atmosphärische Stimmung
Durch die gezielte Architektur-Beleuchtung mittels eigens angefertigten Konstruktionen und Leuchtkörpern wird in der Kombination mit dem Einsatz von gebrauchten Schiffssegeln als Dachflächen eine warme atmosphärische Lichtstimmung geschaffen.

Innenraum im Baustellen-Modus
Wie im Außenbereich die diesjährige Thematik des Aufbruchs im Palettenboden, in der neu begehbaren Ebene und den besonderen Durchblicken in den gebauten Strukturen erkennbar ist, so ist diese im Innenbereich durch den Einsatz von Baugerüsten visualisiert. Neben der Schaffung neuer räumlicher Aufteilungen und Nischen, die in sich durch verschiebbare Möbel veränderbar sind, ist eine ständige „Under-Construction-Atmosphäre“ geschaffen – es tut sich immer was. In der Halle oben entstand ein neues, kleines, aber feines Wohnzimmer mit eigener Bar, das nach den großen Gigs eine gemütliche und rauchfreie Zone bietet. Im Kontrast zu dem groben Material des Baugerüstes inszenieren darin integrierte beleuchtete Stoffelemente das Gerüst neu.

 

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Partner
Architektur: vai Vorarlberger Architektur Institut, Wirtschaftskammer Vorarlberg
poolbar-Generator Architekur: Wirtschaftskammer Vorarlberg, vai Vorarlberger Architektur Institut, NDU St. Pölten, Universität Liechtenstein

 

GALLERY: DIE ARCHITEKTUR

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Orchestrales Feuerwerk • Mono

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Japanische Klänge, die überraschen. Mono ist eine vierköpfige Band aus Japan, die sich mit ihren epischen Live-Pervormances einen Namen gemacht haben. Takaaakira Goto (Gitarre), Tamaki (Bass), Yasunori Takada (Schlagzeug) und der ominöse Yoda (Gitarre) setzen im Jahr 2000 fort, was man bereits von Bands wie Sonic Youth oder Mogwai kennt.

Post-Rock vom Feinsten
Sie nehmen ihr Publikum mit auf eine Reise voller Höhen und melancholischen Tiefen. Mono sind Meister der emotionalen Manipulation und zeigen auf eine gefühlvolle, harmonisch Weise wie anmutig eine Live-Performance sein kann. Dabei kommen sie (meist) ganz ohne Gesang aus und setzen mit langwierigen Gitarrenwänden neue Maßstäbe.

Was unscheinbar und fast schon klein beginnt, endet in einem orchestralen Feuerwerk mit klanglich vielschichtigen Tönen. Bisher haben Mono alle sechs Alben während ihrer Live-Auftritte aufgenommen – alleine deswegen, um die Kraft des Moments besser festhalten zu können. Ihr neues Album For my parents entstand hingegen im Studio und wurde mit neuem Producer und dem Wordless Music Orchestra aufgenommen.



Mono nimmt Bezug auf ihre Kultur und greift die japanischen Mythen und Legenden auf. Mehrere Stücke auf ihrem Album Walking Cloud and Deep Red Sky, Flag Fluttered and the Sun Shined wurden vom Schicksal von Sadako Sasaki inspiriert, die laut einer alten japanischen Legende glaubte, sich durch das Falten von tausend Papierkranichen einen Wunsch von den Göttern erfüllen lassen zu können. Das neue Album hingegen ist unter anderem auch von Dantes Göttlicher Komödie inspiriert und verspricht eine Reise vom Inferno mit einem Abstecher zum Fegefeuer und gelangt anschließend in das Paradies. Es wird diesen Herbst erscheinen.

Orchestrales Feuerwerk
Mono arbeiten mit bis zu 30 Musikern. Kenner würden die letzten beiden Alben als Meisterwerke bezeichnen. Wobei The Last Dawn träumerische, entspannende Elemente enthält und Rays of Darkness laut und düster daherkommt. Bei Letzterem kam auch zum ersten Mal Gesang zum Einsatz. Die Band spielt mit Licht und Schatten, baut gekonnt dramatische Elemente ein, die auch ungewöhnliche Töne enthalten. So gibt es einen Song, bei dem die Herztöne einer ungeborenen Tochter eines guten Freundes der Band mit eingeflossen sind. (lh).

 

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