Poolbar Blog

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Stille und leise Töne

Es ist schon ein Weilchen her als Dan Mangan in den letzten Jahren in Feldkirch gesichtet worden war. Donnerstag morgens konnten sich allerdings einige Fans freuen als sie ein Instagram-Bild von Dan Mangans Frühstück in Feldkirch entdeckten. In diesem Moment stieg die Vorfreude schon ins Unermessliche. Stille und leise Töne gemischt mit dieser angenehm warmen Stimme und einer schüchtern, charmanten Art ergaben die alten und neuen Songs ein bunt gemischtes Sammelsurium von Dan Mangans Kunst, die Dinge zu benennen.

Drei Gitarren, Paddles und eine starke Stimme
Gemeinsam mit einem wahnsinnig genialen Gitarristen gelang es ihm, das was er alles zu sagen hat auch zu erzählen. Leise Töne. Starke Stimme. Zwischendurch gab es immer wieder mal Anekdoten, die zum Schmunzeln anregten und ihm noch mehr Wirkung mit Nachdruck verlieh. Paddles kamen auch in unterschiedlichster Art und Weise zum einsatz und brachten noch zusätzlich so einiges an kraft mit sich.

Manchmal ist mehr gar nicht nötig und genau deswegen ist Dan Mangan auch so unverkennbar. Einige Songs konnten die leisen, stillen Plätze im Herzen berühren. Er machte sich Gedanken, wie klein wir doch sind und was alles um uns herum passiert. Und was er zu sagen hat, schafft er mit einer Leichtigkeit, die manchmal bedrückt und manchmal einfach herrlich amüsant ist und Glück erzeugen kann. Und die natürlich auch melancholisch sein kann.

Großartige Geschichten
Viele seiner Songs haben mit politischen Themen zu tun. Er will nicht wegschauen und darüber singen, was ihn beschäftigt. Dan Mangan erzählte auch von guten Büchern die man lesen sollte (A handmaids tale von der kanadischen Autorin Margaret Atwood – das 1984er Buch für Frauen, Männer können es aber auch lesen). Auch ein schöner Gedanke von Dan Mangan war, wie wichtig doch die eigene Base ist und das man sich gut um sein Netzwerk und seine Liebsten in unmittelbarer Nähe kümmern sollte.

Zwischendurch gab es auch schon fast slapstickartige Einlagen wie beim Song Indiequeens, bei der die beiden bei der Songzeile »Are we cool now?« die Handys aus den Hosentaschen gezogen wurde und so getan wurde als ob sie zu cool wären, die schöne Indiequeen zu beachten.


Wunschkonzert für alle Fans
Dan Mangan wollte dass alle glücklich aus dem pool gehen und fragte die Fans, welche Songs sie gerne hören möchten und nahm die Vorschläge auch dankend an. Bekannte Lieder wie Sold, Robots, Indiequeens und viele mehr wurden schon fast synchron von dem herausragend guten Gitarristen und von Dan Mangan gespielt. Robots wurde zusammen mit dem Publikum gesungen, wobei Dan Mangan das Singen und den Chor das Publikum übernahm und der Refrain wurde schon fast in Endlosschleife gesungen. Warum auch aufhören, wenn es grad am Schönsten ist?

Getoppt wurde das geniale Schauspiel noch von einer Akkustik-Session, die er mitten im pool umringt von allen auf einem Stuhl stehend performt hatte. Natürlich mit der tatkräftigen Unterstützung des Publikums, ein berührender Moment. Dan Mangan erhebt das Singer/Songwriter Genre zur Königsdisziplin.


Wir sind eben alle Elementarteilchen. Schöne Sache.


Wer noch mehr über Dan Mangan wissen möchte, dem sei wärmstens die Website von ihm empfohlen, gespickt mit News, Blogeinträgen, seinen Gedanken und vielen weiteren spannenden Dingen:

Dan Mangan Website

 

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Klanglich karibische Höhenflüge

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Quantic bringt zusamnen was zusammen gehören sollte – und das immer! So auch am Mittwoch im pool, indem heiße, sexy Beats um die Wette tanzten. Der pool hatte sich an diesem schwülen Mittwoch Abend in eine globale Drehscheibe mit feinster irdischer Musik verwandelt und brachte so einige grenzgeniale, elektronische Hochgenüsse zum Vorschein.

Erika Fatnas gelungenes Set
Dieser Abend entführte zu Beginn in urbane Clubs, die nicht von hier sein konnten. Clubsound der elektrisierte und in geschickter Form abgemischt wurde, gab die Wienerin Erika Fatna zum Besten. Sie sang alle Tracks mit, ließ sich von den Rhythmen mitreißen und verschwand oft unter ihrem Tisch um neue Scheiben aus ihrem Repertoire hervorzuzaubern. Der sorgsame Umgang mit ihren Schallplatten machte sie nur noch sympathischer. Diese Liebe für Vinyl verband förmlich, denn jede Platte wurde nach Verwendung gleich wieder fein säuberlich eingetütet.

Wer noch mehr von Erika Fatna hören möchte:
soundcloud

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Alle Fotos: Quantic (live) x Erika Fatnas

Urlaubsfeeling im Partnerlook
Der Wechsel funktionierte fließend. Vom Club- zum Karibik-Sound, gemischt mit Reaggae-Beats in feinster Manier. Will Holland alias Quantic betrat die Bühne gemeinsam mit legendären Musikern, die ihr Handwerk nur zu gut verstanden. Alle vier hatten das gleiche Tropical-Hemd an. Das Muster erinnerte auch an das Plattencover, sehr coole Sache. Gleich zu Beginn legten sie die Latte schon sehr hoch an. Christopher Ellis und Hollie Cook unterstützten sie dabei stimmlich.

Tropische Höhenflüge mit Hollie Cook
Der legendäre pool tauchte ein in karibische Welten. Die herrlich heroinenhafte Sängerin Hollie Cook machte das ganze noch komplett. So schnell ist flüchten in andere Welten möglich. Die richtigen Moves, elektronische Beats und eine bestimmt sehr sorgfältige Auswahl an Musikern erstrahlte in warmen Lichttönen und regte die Zuhörer zu leicht beschwingten Bewegungen und unzählig freudigen Arschwacklern an. Kolumbianische Klänge, spannende Beats und rassige Rhythmen wurden lebendig. Die Sängerin hatte die kolumbianische Sonne dabei. Hollie Cook überzeugte nicht nur durch ihre Stimme, sondern auch durch ihre rassigen Bewegungen, die wohl nicht heißer sein konnten. Eine Kombination die keinen kalt ließ.

Reaggae-Freuden mit Christopher Ellis
Es blieb karibisch, heiß und sommerlich mit einem Abstecher nach Jamaika. Gute-Laune Reaggae-Beats und dem Sänger Christopher Ellis füllten den pool. 1.000 Watts oder doch ein bißchen mehr? Der legendäre Track vom Reaggae-Meister Alton Ellis »I’m still in Love with you Girl« wurde lautstark mit dem Publikum gemeinsam gesungen. Christopher Ellis ist ein geborener Entertainer, der kräftig einheizte und gute Laune verteilte.

Quantic hatte die schönsten musikalischen Welten im Gepäck dabei, die man sich nur vorstellen konnte. Wahrlich ein Meister im Verbinden von guten Beats. Urlaubsfeeling am poolbar-Festival – traumhafte Sache. Jeder Song ein bisschen anders, versprach noch zusätzliche Stimmung. Es glich einer Zaubershow, in der immer mehr Instrumente in spannenden Kombinationen und neu interprietiert aus dem Hut gezogen wurde und zum Vorschein kamen – von der Ziehharmonika, Querflöte, Saxophon, verschiedenste Trommeln und natürlich Elektrobeats von Quantic bis keiner mehr stillstehen konnte. Ein gelungener Abend mit feinstem Sound, die selbst Fernweh nach tropischen Gewässern lindern konnte.

Wer nicht genug davon bekommen konnte:
Bandcamp quanticmusic

Meine Feelgood-Vinylscheibe ist noch in der Nacht auf dem Plattenspieler gelandet.
Einfach viel zu gut für einen Mittwoch abend.

 Fotos: (c) Matthias Rhomberg und Matthias Dietrich


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Eine wortgewandte Woche

Eine wortgewandte Woche

Feldkirch – Nur das Allerbeste gab es in Woche Nummer zwei am poolbar-Festival zu hören, zu fühlen und zu sehen. Das haben The Very Best bewiesen – sie heißen wirklich so. Die Show alleine reichte The Very Best nicht aus. Vor dem Auftritt lieferten sie eine Acoustic Session ab, während der Show ließen sie sich singend auf den Schultern des poolbar-Teams durchs Publikum tragen und nach dem offiziellen Teil im pool wurde das Konzert spontan mitten im Wohnzimmer einfach fortgesetzt – alles sehr nahbar und ehrlich. Und dann ist schon wieder was passiert: Travis brachte Freude mit und füllte die große Halle komplett. Gedankengänge in frühere Travis-Zeiten blieben nicht aus. Dann war schon Samstag. Der hatte es in sich. Faber, Panda Lux und Mavi Phoenix bereiteten alles für OK Kid vor. Den Abend abgerundet hat Richard Judge und sonntags wurden Freundschaften gepflegt, gefrühstückt und gelauscht beim Jazzbrunch und der Liechtensteiniade.

HipHop-Week
Am Dienstag (19.07.) läuten Jurassic 5 bei ausverkauften Haus – ja schon wieder sold out – die Woche Nummer drei ein. Grammy-Gewinner DJ Burt Blackarach reist mit Jurassic 5 an und bespielt krasserweise das Wohnzimmer. Eine poolbar-Woche voller HipHop, starken Stimmen und Worte bahnt sich an.

Quantic (live) trifft den Nerv, regt an, reizt und wird am 20.07. in Feldkirch überraschen. Der faszinierende Sound, angereichert mit Cumbia & Latin Soul, tropischen Reggae-Klängen und Dub-Einflüssen, wird lange nachhallen.

Dan Mangan, ambitionierter kanadischer Singer/Songwriter, beehrt das poolbar Festival am 21.07. und hat sozialkritische Songs mit dabei, die zum Schmunzeln anregen und oft in Melancholie eingewickelt sind. So vertont er großartige Bildwelten.

Romano ist etwas ganz Besonderes. Er ist skurril, obwohl man das über den Schlager-Elektro-Rapper nicht sagen sollte. Weil er dafür gleichzeitig zu ehrlich und zu nahe am Leben ist und man dem Künstler aus Köpenick ebenso Unrecht tut wie ihm gerecht wird. Am 22.07. können seine blonden Zöpfe in Real betrachtet werden.

Und dann kommt Chefket am 23.07., ein Wortgiganten der Rap- und HipHop-Szene in Deutschland. Mit einer Autobatterie, einem Mikro und einem Verstärker fand seine Sprache zur Musik und den Anfang seiner künstlerischen Karriere an der Straßenecke. An seinem Tag am poolbar-Festival unterstützt ihn die Ländle HipHop-Szene.

Als ob das geplant gewesen wäre. Diese wortgewandten Woche endet am 24.07. mit dem frühen Jazzbrunch schon am Nachmittag mit Rap, DJing, Breakdance und Graffiti und dem späten Wettkampf der DichterInnen: Poetry Slam. Dort treffen Wortgewalten auf FreisprecherInnen, und Komik trifft Tränen, vor Lachen oder weil es nichts zu lachen gibt. Augenzwinkern willkommen, versteht sich. Moderiert wird der Poetry Slam wie gewohnt von Markus Köhle & Mieze Medusa. Ein paar geladene Gäste und Stars in der Slam-Szene bringen sie auch mit.

Neben den namenhaften Headlinern spielen zahlreiche, nicht weniger feine, Bands und DJs auf. Ein Blick ins ausführliche Programm lohnt sich, weil viele Acts bei freiem Eintritt besucht werden können und das Rahmenprogramm im alten Hallenbad Starkes bietet.

Keine nackten Menschen
Das poolbar Festival hat sich zu einem Modelabel gemausert. Da steckt aber kein ernster Karl, keine punkige Vivienne und kein exzentrischer Jean-Paul dahinter, sondern junge DesignerInnen aus der poolbar Crew und deren Netzwerk.
Die Sujets der heurigen Kollektion wurden beim poolbar Generator entwickelt, dann verfeinert und ausgearbeitet.
Da ist zum einen das Bandshirt mit dem frischen poolbar Logo auf der Brust und allen Live-Bands am Rücken. Zum anderen ein Meer voller aufgehender Sonnen, so als wäre man in Japan. Weiters Pullover und Hemden mit poolbar Badges. Graue Shirts, blaue Shirts und sogar ganz viele bunte Exemplare. Zum reduzierten, flachen poolbar Design gesellt sich ein besonderes Sujet: Die poolbar Sonne in der tristen Wüste, mit Haien, die aus den Löchern springen und aufbrechen – gestaltet vom Label Tsukini aus Dornbirn. In deren Siebdruckwerkstatt wird die komplette Style-Kollektion von Hand gedruckt.

Kleidung wiederbeleben
Etwas ganz Wertvolles für das poolbar Festival ist die Nachhaltigkeit. Das Caritas Vorarlberg-Projekt Carla liefert stylische Second Hand Kleider, die mit den poolbar Designs gebrandet werden, und ermöglicht so jedem Kleidungsstück ein zweites Leben. Für das komplette Outfit fehlt jetzt nur noch ein lässiges Cap mit poolbar Logo aus der Tsukini-Stickwerkstatt. Und ein handgemachter Beutel von Nadelwerk aus Innsbruck. Dann steht einem stylischen Festivalbesuch nichts mehr im Wege und vor allem: Die poolbar Mode ist ziemlich alltagstauglich.

Programmübersicht

• 7.7. Bilderbuch
8.7. Dispatch
9.7. Molotov
• 13.7. Ortiz
• 13.7. Fuseboxx Inc.
• 14.7. The Very Best + Support: Socke23
• 15.7. Travis + Support: Schmieds Puls (Solo)  
• 16.7. Freibad: Faber
• 16.7. OK Kid + Support: Panda Lux + Support: Mavi Phoenix  
• 16.7. DJ Parade: Richard Judge
• 17.7. Jazzfrühstück und Liechtensteiniade
• 19.7. Jurassic 5 + Support: The Lytics • ausverkauft
• 19.7. DJ Burt Blackarach
• 20.7. Pop-Quiz
• 20.7. Quantic (live) + Support: Erika Fatna  
• 21.7. Dan Mangan + Support: MoreEats
• 22.7. FHV Kurzfilmabend
• 22.7. Romano + Support: Appletree  
• 22.7. DJ Parade: TTT free
• 23.7. Freibad: Ländle.HipHop
• 23.7. Chefket + Support: Ländle.HipHop 2016 • ab 17 Uhr!
• 23.07.  DJ Parade: Groove Fellaz
• 24.7. Jazzfrühstück: Duo "Miatíi" (Mia Luz & Matias Collantes) & Zirkus-Werkstatt (by Zack & Poing) & Hochprima Yoga
• 24.7. Poetry Slam (Inspirationspartner: Julius Meinl)  
• 28.7. Steaming Satellites
• 29.7. Truckfighters + White Miles
• 4.8. Lola Marsh + AVEC
• 5.8. Iyeoka
• 7.8. Tagebuch Slam
• 8.8. Nneka
• 10.8. Talib Kweli
• 11.8. Uncle Acid And The Deadbeats
• 12.8. Joris  
• 13.8. Nada Surf
• 14.8. Mono
• 18.8. Kytes + Walking on Cars
• 19.8. Peaches
• 20.8. Ankathie Koi + Leyya
• jeden Sonntag Jazzbrunch • ab 11 Uhr
• jeden Samstag Freibad (Open Air Konzerte, 19:30 Uhr) im Brutkasten
• jeden Freitag & Samstag DJ Parade
uvm.

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Bock auf Party und Beats

Der zweite Samstag am poolbar-Festival stellte sich als energiegeladen heraus. OK Kid lieferten mit Mavi Phoenix, Panda Lux und Richard Jugde ordentlich ab und begeisterten.

Vorbands mit tollen Beats und genialen Texten
Panda Lux brachte, als Geheimtipp-Vorband, schon den richtigen Beat auf die Bühne und heizte im freien Fall die neugierigen Fans an. »Seid ihr bereit für Eskalation?« – die Schweizer Band sorgte für eine starke Show. Wer noch mehr von Panda Lux hören möchte, darf gespannt sein – nächste Woche erscheint ihr neuer Song »Hong Kong«. Mavi Phoenix setzte nahtlos an die vorangegangene Band an, überraschte und überzeugte mit geballter Energie und Kraft. Ihr perfekt abgemischter und sehr punktueller Hiphop war einfach zu gut. Auch bei ihr kann man sich in naher Zukunft freuen. Der neue Song »Aventura« müsste ebenfalls demnächst erscheinen.

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Mavi Phoenix (c) Matthias Dietrich

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Panda Lux (c) Matthias Dietrich

Fotos: OK Kid x Mavi Phoenix x Panda Lux x Richard Judge x Faber

Genauso so soll es sein
Dann war es endlich soweit. Der Hauptakt OK Kid betrat die Bühne und steigerte die energiegeladene Stimmung noch ein Stückchen weiter. Melodisch, elektronisch luden sie in ihre Klangwelten ein – gemischt mit guten Beats und Texten, die eine Wucht waren. Frontmann Jonas Schubert ließ es krachen und hatte eine geniale Bühnenpräsenz. Cheers an die Fans und bekannte Gesichter begrüßte er sogar persönlich.

Bock auf Party Turn up Tunes mit fetten Beats? Moritz hat die Tasten extra fein geputzt. Neue Songs und altbekannte Lieder brachten noch mehr Energie und Jonas ließ es sich nicht nehmen, Stagediving auszuprobieren – was auch sehr gut klappte dank der tollen Mädels, die laut Jonas wegen der guten Alpenluft soviel Kraft hatten. Einige Songs wurden mit dem Publikum gesungen und natürlich auch getanzt.


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OK Kid (c) Matthias Dietrich

Zugaben deluxe
Am Ende ihrer fantastischen Show angelangt, gaben OK Kid noch drei großartige Zugaben, bei denen die Menge nur zu gerne mitgespielt hatte. Und das letzte Lied »Schlaf« wurde mit geschlossenen Augen und Händen, die nach oben gingen von der Menge mitgetanzt. OK Kid bedankten sich beim Publikum und waren seit langem wieder das erste Mal in Österreich. Schöne Sache. Badehosen hatten sie anscheinend auch dabei, sowie die Vorfreude auf die anstehende poolparty im Pool – ein gelungener Scherz, der OK Kid nur noch sympathischer macht. Bleibt zu hoffen, dass sie den pool grad auch noch gerockt haben.

 

leuchtend x herz

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Keine nackten Menschen

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Das poolbar Festival hat sich zu einem Modelabel gemausert. Da steckt aber kein ernster Karl, keine punkige Vivienne und kein exzentrischer Jean-Paul dahinter, sondern junge DesignerInnen aus der poolbar Crew und deren Netzwerk.

Gallery: die Style-Fotos

Die Sujets der heurigen Kollektion wurden mit der Grafik beim poolbar Generator entwickelt. Die WorkshopteilnehmerInnen haben sich mit dem Thema „Aufbruch“ beschäftigt und Ideen und Konzepte aufs Papier gebracht. Verfeinert und ausgearbeitet wurden diese Entwürfe dann vom poolbar Grafikdesigner Michael Marte.

Da ist zum einen das Bandshirt mit dem frischen poolbar Logo auf der Brust und allen Live-Bands am Rücken. Zum anderen ein Meer voller aufgehender Sonnen, so als wäre man in Japan. Weiters Pullover und Hemden mit poolbar Badges. Graue Shirts, blaue Shirts und sogar ganz viele bunte Exemplare. Zum reduzierten, flachen poolbar Design gesellt sich ein besonderes Sujet: Die poolbar Sonne in der tristen Wüste, mit Haien, die aus den Löchern springen und aufbrechen – gestaltet vom Label Tsukini aus Dornbirn. In deren Siebdruckwerkstatt wird die komplette Style-Kollektion von Hand gedruckt.

In der Foto-Strecke, die in der Schattenburg in Feldkirch von Matthias Rhomberg fotografiert wurde, geht es um die Ruhe vor dem Sturm, das Kraftschöpfen vor und während des Aufbruchs.

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Etwas ganz Wertvolles für das poolbar Festival ist die Nachhaltigkeit. Das Caritas Vorarlberg-Projekt Carla liefert stylische Second Hand Kleider, die mit den poolbar Designs gebrandet werden, und ermöglicht so jedem Kleidungsstück ein zweites Leben. Für das komplette Outfit fehlt jetzt nur noch ein lässiges Cap mit poolbar Logo aus der Tsukini-Stickwerkstatt. Und ein handgemachter Beutel von Nadelwerk aus Innsbruck. Dann steht einem stylischen Festivalbesuch nichts mehr im Wege und vor allem: Die poolbar Mode ist ziemlich alltagstauglich.


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Die Kollektion ist während des poolbar Festivals direkt im Style Café erhältlich.
Weitere Informationen über Verkaufsstellen:


Fotos: Matthias Rhomberg

Models: Daniel Schweighofer (frei, Dornbirn)
Florian Kohler (anziehbar, Dornbirn)
Nina Böhler (poolbar Festival)
Pierre Zver (poolbar Festival)
Denise Zünd (frei, Dornbirn)

Design poolbar Festival: Michael Marte

Design Tsukini: Rainer Hilbe

Druck: Tsukini

Second Hand Mode: Carla Vorarlberg

Beutel: Nadelwerk

Schmuck: Klunkar

Location: Schattenburg, Feldkirch/Vorarlberg

Vertrieb:
tsukini (tsukini.at) bzw. beim poolbar Festival bzw. in Partnershops:

feldkirch

alton premium store
reichsstraße 47

poolbar style café

sajas
mühletorplatz 3

m3 Fashion & shoes
marktgasse 3

sulz

acha ethno trade
müsinenstraße 14

dornbirn

lingg Fashion
marktplatz 16

livid departmentstore
marktstraße 13

sHu:z
eisengasse 1

sajas
bahnhofstraße 18

bregenz

sHu:z bahnhofstraße 6

lindau

toms boardershop
bregenzerstraße 103

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Travis brachte Freude mit

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Travis starteten am Freitagabend beim poolbar-Festival mit sichtlich guter Laune und einem der größten Hits aus vergangenen Zeiten. »Sing« wurde von der Menge – die Halle war restlos ausverkauft – angenommen und kräftig mitgesungen. Support-Act war die virtuose Schmieds Puls (Solo).

 

Alte und neue Lieder
Frontmann Fran Healy stellte sich höflich vor, erzählte zwischendurch herrliche Geschichten von der Tour, der größten Bar in Glasgow (die man mal gesehen haben sollte) und bedankten sich auch, dass so viele gekommen sind. Mit so einem Besuch auf einem Konzert könne man in Zeiten des Streamings die Lieblings-Bands unterstützen. Für hartgesottene Fans auch noch gut zu wissen, erzählten sie, welchen Song sie vor jedem Gig noch gemeinsam hörten – I am a Rocker von ACDC.

 

The best ten years
Unter anderem erklärte er auch was sie so die letzten zehn Jahre getrieben hatten. Nach Welttourneen und Charthits nutzten sie diese Zeit um ihr Vatersein voll auskosten zu können – und um durchzuatmen zu können. Wenn vier glückliche Väter zusammen eine Show abliefern, kann es nur gut werden. Das tat es auch. Die Band hatte ihren Spaß auf der Bühne und die Freude wirkte ansteckend auf das Publikum in der ausverkauften Halle.

 

Gut durchdachtes Set
Travis brachten eine gelungene Zusammenstellung aus alten und neuen Hits mit. Drei abwechslungsreiche Zugaben ließen keinen Travis-Fan unzufrieden zurück. Fran Healy performte unplugged, nur mit Gitarre und ohne Mikrofon und sang gemeinsam mit dem Publikum Flowers in the window – ein sehr schöner Moment, der einem wieder dran erinnerte wie großartig doch Travis war und immer noch ist. Der zweite Song Magnificient Time wurde von der Band noch mit einem Tanz erklärt, den alle bereitwillig versuchten, mitzumachen. Und am Schluss noch der Hit Why does it always rain on me? – besser ging es gar nicht. (lh)

 die Fotos des Abends: Travis x Schmieds Puls (Solo) x DJ Parade 

Wer den Tanz zu Magnificient Time für das nächste Mal üben möchte (Spassfaktor garantiert)

 

 

 

 

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Ziemlich sommerlich und ziemlich grandios.

http://poolbar.at/system/asset/filename/24089/Molotov_BY_MATTHIAS_RHOMBERG_028_web.jpg

 

Feldkirch – Ein Festival-Opening voller Sexiness, Glitzer, Herz und mexikanischen Cochones. Vor ausverkaufter Halle läuteten Bilderbuch am 07.07. den Aufbruch ins poolbar-Festival 2016 ein. Dispatch (ebenso ausverkauft) und Molotov machten das Eröffnungswochenende noch heißer und noch grandioser. Das Reichenfeld-Areal verwandelte sich an diesem ersten poolbar-Wochenende in einen urbanen Park. Feschm`markt, Open Air Kino und Jazzbrunch lockten zahlreiche Besucher, trotz tropischer Hitze, ins Grün zum Verweilen mit Familie und Freunden. Beim „Ottakringer Kistlsingen“ konnten alle Musikbegeisterten selbst auf der Brutkasten-Bühne stehen und zeigen was sie zu bieten haben. Mit dem Freibad-Konzert verwöhnten KIN ihre Zuhörer und die DJ Parade ließ alle tanzen.

Bilderbuch Neuigkeiten

»Habt ihr noch Energie? Und wollt ihr mehr?« – Bilderbuch sind krass, cool und perfekt eingespielt. Mit Glitzer, großartigem Licht und goldigem Proletensound ging es hoch hinauf. Die gekonnte Arroganz beflügelte die Festivalbesucher und riss sie mit. Frontmann Maurice plauderte sogar noch den Titel des nächsten Albums aus: Magic Life soll es heißen und Luxusbegehren abdecken.

Bilderbuch deluxe
Fotos: Bilderbuch

Dispatch verfallen


Von neuen bis zu Langzeit-Fans, die alle Songs lautstark mitsingen konnten und natürlich auch jene, die ganz verblüfft am 08.07. im Publikum standen und sich fragten, warum diese Band an ihrem Radar bisher vorbeigegangen war. Alle kamen auf ihre Kosten. Verliebt in Feldkirch hätten Dispatch gerne noch länger bleiben wollen, sagten sie.

Dispatch verfallen
Fotos: Dispatch

Molotov – solide und voller Kraft


Frontmann Tito Fuentes wirkte in seiner Erscheinung wie ein Matador, der sich der Menge stellt und Vollgas gibt. Was er am 09.07. auch tat. Und das nicht zu kurz. Es wurde laut und zwar so richtig. Mexiko hat eine gewaltige Stimme und hat einiges zu sagen.

Solide und voller Kraft
Fotos: Molotov

Besuch im „poolbar-Village“

Als wäre man in einem neu aufgebauten Dorf mitten in Feldkirch. So kam es den Festival-Besuchern am Außengelände des poolbar-Festivals vor. Dort stehen nämlich die Holzmodule und bilden neuen Raum und neue Blickwinkel auf und rund um das alte Hallenbad in Feldkirch. Die schlau durchdachten Holzkonstruktionen bringen die notwendige Infrastruktur unter und sehen zudem noch gut und einladend aus. Gemütliche Sitzplätze, Bar und Kulinarik sowie Platz für Kunst gibt es da. Die Street-Art-Künstler Boicut und Peter Phobia gestalteten eine großflächige Wand in Kooperation mit Absolut Vodka – superfancy im Miami-Vice-Style. Der 22-jährige Künstler Moheb Karem aus dem Irak (Bagdad) nimmt alle Besucher mit seiner Ausstellung im Holztunnel zum Aufbruch mit.

Aufbruch in Woche Zwei

Die musikalische Palette des poolbar-Festivals wird am 14.07. mit afrikanischen Klängen gemixt mit elektronischen Beats reicher. The Very Best kombinieren zarte DJ-Beats mit traditioneller Musik aus Malawi. Endlich wird auch der afrikanische Kontinent popmusikalisch besser greifbar.

Travis beglücken die Menschheit schon seit den 90ern mit sonnigem Britpop und melodischem Indie-Sound. Das Geheimnis der Band liegt gewiss darin, dass sie schon damals keiner Strömung folgen wollten, sondern einfach nur gute Songs machen, die auch Jahrzehnte später noch gerne gehört werden. Am 15.07. kann man sich am poolbar-Festival selbst davon überzeugen. Schmieds Puls (Solo) supportet Travis mit ihrer virtuosen wandelbaren Stimme.

Gewohnt guter Sound trifft bei OK Kid auf kritische Haltungen zum alltäglichen Wahnsinn. Sie kommen am 16.07. mit friedlichen Absichten und wollen uns den Spiegel vorhalten über sinnlose Ungerechtigkeiten. Mitbringen werden sie gleich zwei Support-Bands: Panda Lux und Mavi Phoenix.

Freibad, DJ Parade und Liechtensteiniade

Mit seiner ersten EP „Alles Gute“ spielt Faber – der laut Die Zeit „vielversprechendste Newcomer der Schweizer Popszene“ – im Freibad auf und wünscht uns gleichzeitig nur das Beste und zum Teufel. Die DJ Parade bespielen – wie immer bei freiem Eintritt – My Generation vs. Your Generation und Richard Judge, der als Geheimtipp zählt. Naja, geheim ist es eigentlich nicht, dass er großartig ist – spätestens seit seinem Megahit "Show me Love" gemeinsam mit Robin Schulz. Kultur am Sonntag: Bei der Liechtensteiniade und dem Jazzbrunch kann die Kultur gelebt werden.
 
Neben den namhaften Headlinern spielen zahlreiche, nicht weniger feine, Bands und DJs auf. Ein Blick ins ausführliche Programm lohnt sich, weil viele Acts bei freiem Eintritt besucht werden können und das Rahmenprogramm im alten Hallenbad, im Reichenfeld um im Pförtnerhaus in Feldkirch starkes bietet. Ganz neu ist die Craft Bier Convention „CraftFeld“. Das Brauwerk, die Kreativbrauerei Wiens, bringt die spannendsten Biere und Köpfe der österreichischen Kleinbrauer-Szene nach Vorarlberg und lädt zum Degustieren, Plaudern, Staunen und Genießen ins Pförtnerhaus ein. (sa)

Programmübersicht

• 7.7. Bilderbuch
• 8.7. Dispatch
• 9.7. Molotov
• 13.7. Pop-Quiz
• 13.7. Ortiz
• 13.7. Fuseboxx Inc.
• 14.7. – 17.07. CraftFeld Craft Bier Convention
• 14.7. Eine Präsentation zur Ausstellung „Übrig.“ des Jüdischen Museums Hohenems
• 14.7. The Very Best + Support: Socke23
• 14.7. Kürzestfilm Festspiele • Landjäger Magazin
• 15.7. Travis + Support: Schmieds Puls (Solo)  
• 15.7. DJ Parade: My Generation vs. Your Generation
• 16.7. Freibad: Faber
• 16.7. OK Kid + Support: Panda Lux + Support: Mavi Phoenix  
• 16.7. DJ Parade: Richard Judge
• 17.7. Jazzbrunch und Liechtensteiniade
• 19.7. Jurassic 5 + The Lytics
• 20.7. Quantic (live)
• 21.7. Dan Mangan + MoreEats
• 22.7. Romano  
• 23.7. Ländle.HipHop 2016: Chefket
• 24.7. Poetry Slam
• 28.7. Steaming Satellites
• 29.7. Truckfighters + White Miles
• 4.8. Lola Marsh + AVEC
• 5.8. Iyeoka
• 7.8. Tagebuch Slam
• 8.8. Nneka
• 10.8. Talib Kweli
• 11.8. Uncle Acid And The Deadbeats
• 12.8. Joris  
• 13.8. Nada Surf
• 14.8. Mono
• 18.8. Kytes + Walking on Cars
• 19.8. Peaches
• 20.8. Ankathie Koi + Leyya
• jeden Sonntag Jazzbrunch
• jeden Samstag Freibad im Brutkasten
• jeden Samstag DJ Parade
uvm.

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Solide und voller Kraft

http://poolbar.at/system/asset/filename/24042/Molotov_BY_MATTHIAS_DIETRICH_050.jpg

Kontrastreicher Einstieg
Am ersten poolbar-Samstag eröffnete 20last Century den Abend mit Sound, der schon gut auf den Hauptact vorbereitete. Eine gute Portion Rock gemischt mit Reggae-, Funk- und Folk-Elementen, der gerne gehört wurde. Die vier Vorarlberger lieferten trotz ihrer relativ jungen Bandgeschichte eine großartige Show ab und zogen immer mehr Neugierige an. Ansteckender Sound gemischt mit gesellschaftskritischen Lyrics. Die Band, die ein guter Geheimtipp ist, wird sichtbarer. Das Publikum ließ sich von der guten Stimmung, die sie von der Bühne strahlten, sichtlich anstecken.

 >>> Gallery: Fotos Molotov <<<

 

http://poolbar.at/system/asset/filename/24063/crop/13_Molotov_BY_MATTHIAS_RHOMBERG_053.jpg

Der ultimative Powertest
Und dann wurde es spannend. Molotov betrat die Bühne und nahm den Raum für sich in Anspruch. Aber nicht nur das. Frontmann Tito Fuentes wirkte in seiner Erscheinung und unglaublichen Bühnenpräsenz fast wie ein Matador, der sich der Menge stellt und Vollgas geben wird. Was er auch tat. Und das nicht zu kurz. Es wurde laut und zwar so richtig. Mexiko hat eine gewaltige Stimme und hat einiges zu sagen. Hip Hop gab es auch noch in perfekter Crossover-Manier: ein Mitglied der Band Notstandshilfe gab dabei sein Bestes.

 

Mexikanische Cochones
Molotov zeigen sich von ihrer stärksten Seite - vier aufeinander abgestimmte Verrückte mit abgebrühtem Feeling, die sozialkritisch und schon fast verschmitzt mit ihren Texten direkt auf die Feiglinge dieser Gesellschaft zeigen. Eine unglaubliche Bühnenpräsenz bestätigte ihr Können nur noch mehr.

Es wurde lautstark mitgesungen. Der Boden bebte von den geballten, zustimmenden Sprüngen der Fans. Alle Hände, die ihnen wohlgesonnen entgegen zeigten, gingen nach oben. Insgesamt ein gewaltiges und lautstarkes Spiel mit einer großzügigen Zugabe das über zwei Stunden die eingeschworenen Molotov-Anhänger erfreute. Eine solide Sache. Das ist noch Musik, hörte man viele sagen. (lh)

 

Mehr von Molotov

leuchtend herz

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Dispatch verfallen

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Dispatch hatte die besten Songs dabei und zogen alle möglichen Fans an. Von neuen bis zu Langzeit-Fans, die alle Songs lautstark mitsingen konnten und natürlich auch jene, die ganz verblüfft im Publikum standen und sich fragten, warum diese Band an ihrem Radar bisher vorbeigegangen war. Alle kamen auf ihre Kosten – wenn Musik einfach nur glücklich machen kann.

Zu viert und gut so
Eigentlich besteht Dispatch ja aus Brad Corrigan, Chadwick Stokes und Pete Francis. Auf der Bühne waren allerdings nur Chad und Brad, die von ihren Freunden Matt Embree (von den RX Bandits) und JR unterstützt wurden um den Fans ein rauschendes Konzerterlebnis bieten zu können. Laut der Website von Dispatch hat Pete unerwartete gesundheitliche Probleme und konnte aus diesem Grund nicht bei der Europatour dabei sein. Die vier jammten und rockten die Bühne auf eine Weise, wie sie besser nicht hätte sein können. Sommergefühle kamen auf, Erinnerungen wurden bestimmt bei dem einen oder der anderen geweckt. Viele Geschichten, woher sie Dispatch kannten, wurden sich untereinander erzählt. Und es wurde getanzt – natürlich bis der letzte Ton erklang.

 

>> GALLERY: 08.07. Dispatch x Robinson <<

 

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Das neue Album ist am Entstehen
Viel bekannte und auch viel neue Songs wurden gespielt, Dispatch hatte seine Freude und steckte alle damit an. Herrlich zu sehen, wie genial es sein kann, wenn vier Typen einfach harmonieren und ein unglaublich gutes Set zum Besten geben. Die Füße konnten dabei nicht still halten, das Publikum war begeistert und ließ sich von der guten Stimmung und den Songs mitreißen. Männerherzen wurden schon fast vor lauter Freude gebrochen und Frauenfüße brachten den Boden schon fast zum Glühen vor lauter Tanzschritte und dem Klatschen. Dispatch verstand es nur zu gut, das Publikum in ihre Songs zu integrieren und verbreitete dadurch nur noch mehr gute Stimmung.

Zugaben ohne Ende
Angekommen am Ende einer hervorragend durchkomponierten Show verschwanden sie kurz. Einige Zuschauer versuchten sie mit dem legendären isländischen Schlachtruf zurückzuholen, was auch funktionierte. Der Beginn eines genialen Zusammenspiels von Brad und Chad, die zu zweit mit Trommel und Gitarre die Menge zum Jubeln brachten. Eine gerissene Saite stoppte das geniale Zusammenspiel kurzweilig, was Brad allerdings sehr amüsant mit »Time out Time out«-Rufen überbrücken konnte. Es war bestimmt nicht die einzige Saite die an diesem Abend kaputt gegangen ist, an dem Dispatch alles gab. Weitere Zugaben, die schon fast eine halbe Stunde dauerten und der neue Song »Bound by love« nochmals gaben einen perfekten Abschluss für dieses einzigartige Konzerterlebnis.


Dispatch war enthusiastisch und mit vollem Herzen dabei. Verliebt in das schöne Feldkirch hätten sie gerne noch länger bleiben wollen. Sie bedankten sich mehrmals bei ihren treuen Fans und dem Geschenk einfach hier sein zu dürfen. Die poolbar-Hauptstadt hatte Dispatch so sehr imponiert, dass sie es als »second home« bezeichneten und gerne wiederkommen möchten. Das wäre nur zu schön. Das neue Album erscheint laut Chad nächstes Jahr und bei den Neuigkeiten auf der Website ist auch die Rede von ein weiteren Tour – manche Dinge machen eben einfach nur glücklich. (lh)


Alle Neuigkeiten zu Dispatch gibts hier: DISPATCH
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Der König aus dem Kiez

Romano regt auf, stiftet Verwirrung, ist zwischendurch unhöflich und verliebt in seine Base dem Kiez Köpenick. Er will ausprobieren und fragt nicht lange nach, ob das auch in Ordnung ist. Querbeet und durch alle Felder der Musikgenres verschlägt es ihn dabei auf so manch neue Territorien der Musikwelt.

 

Wilde Stilmixe
Er mixt zusammen was ihm gefällt und trägt dabei sein unverkennbares und schon fast mädchenhaftes Erkennungszeichen der beiden langen, geflochtenen Zöpfe. Eine Art Kunstfigur für sich oder doch nicht? Sich selbst sieht er eher als Eckensteher und Szenenwanderer durch alle möglichen Welten. Inspirieren lässt er sich dabei von allen Bereichen, die ihn in seinem Alltag begegnen. Von Mischungen über Rap und Metal, bis hin zu Schlager schmeißt er alles in einen Topf und rührt dabei kräftig um mit seinem Sound.

Prinzip: Freude in die Welt bringen
Oft entscheidet er aus dem Gefühl heraus, wie zum Beispiel bei seinem Song »Blumen für dich«, packt den weißen Anzug raus und packte den Song, der an frühe Christian Anders Lieder erinnert, gleich mit auf die CD drauf.




Seine Base Köpenick
Schon als Teenager begann der in Köpenick geborene Roman Geike zu rappen. Zu Beginn übersetzte er Westcoast-HipHop ins Deutsche und begann anschließend mit seiner wilden Achterbahnfahrt quer durch die verschiedenen Musikrichtungen. Sein Kiez ist nach wie vor seine große Inspirationsquelle und sein Paradies. Ist er weg, freut er sich auf die Rückkehr. Aus dieser Identifikation heraus, entstand der Song »Köpenick« – eine Ode an den Ort, der ihn maßgeblich geprägt hat. Um das ganze noch überspitzt darzustellen wurde das Video in LA gedrecht. Der Mügelsee ist der Pazifik, Rahnsdorf ist Longbeach – Kopfkino deluxe eben und getanzt im ganz großen Stil wird auch noch.





Er kann auch anders und brennt zwischendurch auch mal mit sozialkritischen Texten die Banken ab. Politaktivistisch ohne es darauf anzulegen, das schafft Romano. Dabei wollte er einfach nur aufzeigen, wie die Fronten zwischen totaler Dekadenz, Konsum und Gier auf der einen Seite und dem einfachen, hart arbeitenden Bürger auf der anderen Seite verlaufen kann. Seiner Meinung stimmt irgendwas nicht. Verwirrend oder nicht, das wird sich am poolbar-Festival zeigen.



Mehr von Romano (live) am 22.07. poolbar-Festival

Romano im Netz



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