Poolbar Blog

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Wow. Der Abend mit Kettcar

Von Lukas Ortner

Nun schon mein dritter Abend es diesjährigen poolbar Festivals und ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Kettcar - mit beat!beat!beat! als Support.

Leider verregnet, begann der Mittwochabend für mich mit Warten. Die Fahrgemeinschaft zeitaufwändiger als gedacht, das Schlangestehen an der Kassa wie üblich nicht sehr erfreulich und erneut Probleme mit der Gästeliste. In dem Moment nervenaufreibend, kurz darauf aber schon wieder vergessen. Die wunderbaren beat!beat!beat! aus Viersen, Deutschland, eröffneten den Abend mit teilweise energiegeladenem, teilweise ruhig schönem Indie-/Synthie-Pop, wobei die Grenzen zu Shoegaze mehr als nur überschritten wurden. Die Textzeile "I see the sun right in front of my eyes" ist mir deshalb im Gedächtnis geblieben, da es mehr als nur passend war: Draußen ein regelrechtes Sauwetter, konnte man mit geschlossenen Augen die Sonne sehen, spüren, hören. Kitschig gesagt. Aber wahr.

Seit das poolbar-Festival zum Großteil rauchfrei ist kann ich mich erinnern, dass sich in den Umbaupausen die Halle leerte und kurz vor Konzertbeginn wieder füllte. Nicht so vor Kettcar. Draußen stehend, im festen Glauben, einen guten Platz zu ergattern weil ich gleich nach Ende von "Your Designer" von beat!beat!beat! nach draußen gestürmt bin, wurde ich beim Zurückkommen von einer regelrechten Masse überrascht, wie ich sie nur selten gesehen habe. Froh darüber, dass die "Mode-Indies" in der ersten Reihe noch ihrem Hasch-Drang fröhnten, konnte ich es kaum erwarten, Marcus Wiebusch und den Rest der Kettcar-Truppe, die beim Hamburger Label Grand Hotel Van Cleef unter Vertrag sind, endlich auf der Bühne zu sehen. Ich weiß noch, als ich damals in meinter Tomte-Phase auf den Film "Keine Lieder über Liebe" aufmerksam wurde. Der Beginn meiner (heimlichen) Zuneigung für Kettcar. Acht Jahre ist es her, seit die Hamburger das poolbar-Festival beehrten und seitdem hat sich einiges getan. Die Band wird nun in einem Atemzug mit Größen wie Tomte oder Tocotronic genannt. Und das zurecht. Publikumsinteraktion und -beteiligung kam nicht zu knapp und der Live-Sound war Spitzenklasse. Wesentlich mehr in den Genres Pop-Punk und Deutschrock verankert, schafft es die 5-köpfige Band, einen guten Mittelweg zwischen Texten der Hamburger Schule und Musik, die leicht ins Ohr geht und dort für längere Zeit bleibt, zu finden.
Alte und neue Lieder befanden sich in ständigem Hin und Her. Hymnen wie "Nullsummenspiel", "Im Taxi weinen" oder die allerallerletze Zugabe "Ausgetrunken" wechselten ab mit Songs wie "Nach Süden" oder "3:26". Auf die neue Platte der Jungs, die laut Wiebusch "irgendwann nächsten Monat bei uns erhältlich ist", darf man mehr als gespannte sein. Fazit: Kettcar dankt der Academy, das Publikum dankt Kettcar.

"Mach immer was dein Herz dir sagt."*
Mach das - und besuch ein Kettcar-Konzert.

(*Zitat aus "Kettcar - 48 Stunden")

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Die Galerie mit allen Fotos von Matthias Rhomberg gibt es wie immer HIER zu finden.
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