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So gings zu, bei Aloe Blacc

Von Michele Crecco

Nach einer halben Stunde Autobahn kam ich endlich in Feldkirch an und konnte kaum glauben, dass sogar die Tiefgarage vor dem poolbar-Festival komplett vollgeparkt war. Nach langem Parkplatzsuchen machte ich mich auf dem Weg zum Alten Hallenbad und sehe bereits von weit her eine riesige Menschenmenge - alle versuchten noch ein heißbegehrtes Ticket für eines der großen Highlights des diesjährigen Festivals zu ergattern. Niemand geringerer als Aloe Blacc gab sich gestern dort die Ehre; dementsprechend viele Gäste ließen sich in der brechend vollen Halle von dem Soul Shooting-Star verzaubern.

Den Auftakt für diesen sensationellen Abend bildeten die Rapper Combo um Samt, gefeatured von Princip mit DJ Xbert an den Turntables. Mit authentischen Songs, lebensnahen Geschichten und schwer politisch gefärbten Texten bewegten die Rapper gleichermaßen zum Mit-nicken und Mit-denken. Mit einem wahnsinns Flow und dicken Beats fiel es den drei Jungs keineswegs schwer, die vielen Gäste ordentlich in Stimmung für den Main-Act zu bringen. Nach der letzten Acapella-Zugabe machten sie die Bühne frei und kurz darauf wurde die Halle von groovigen Basslines und lauten Trompeten eineinhalb Stunden lang durchflutet.

Aloe Blacc schaffte es von der ersten Minute an, die Menschen mit seiner perfekt abgestimmten Mischung aus Stevie Wonder, Al Green, James Brown, Marvin Gaye und Otis Redding in seinen Bann zu ziehen. Mit seiner samtigen Stimme brachte er den 70er Jahre Soul noch einmal so richtig zum Aufleben, verlieh ihm einen modernen Touch und überzeugte auf ganzer Linie. Nicht nur seine Rap-Einlagen waren überraschend erfrischend, auch die spontanen Tanzeinlagen im Publikum konnten sich durchaus sehen lassen.
Mit einigen ruhigen Balladen und gedämpftem Licht, schuf Aloe Blacc eine coole, jazzige Atmosphäre, die direkt im Anschluss wieder von lautem, James Brown-mäßigen und von Rhythmusgitarren durchzogenem Sound zerrissen wurde - eine sprichwörtliche Achterbahnfahrt quer durch Jazz, Blues, Soul und Funk.

Höhepunkt des Abends war wohl sein absoluter Smash Hit „I Need A Dollar", bei dem die ganze Halle lauthals mitsang. Als Zugabe gab es im Anschluss ein smoothes und souliges „Billie Jean"-Cover welches ebenfalls ein wahrer Genuss für die Ohren war.
Erschöpft vom Tanzen aber bestens gelaunt machte ich mich auf dem Weg nach Hause und hatte die ganze restliche Nacht (von welcher nicht mehr viel übrig war) diesen einen Song im Kopf, in dem mich Aloe Blacc immer und immer wieder um einen Dollar bittet. Alles was ich anbieten konnte war die Replay-Taste, immer und immer wieder.

Und auch poolbar-Fotograf Matthias Rhomberg war mit dabei:

http://poolbar.at/system/asset/filename/6602/Aloe_Blacc_BY_MATTHIAS_RHOMBERG_002.jpghttp://poolbar.at/system/asset/filename/6610/Aloe_Blacc_BY_MATTHIAS_RHOMBERG_010.jpghttp://poolbar.at/system/asset/filename/6605/Aloe_Blacc_BY_MATTHIAS_RHOMBERG_005.jpg

Die gesamte Galerie gibt es HIER.

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