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Die Arena darf nicht sterben!

Der Verein Arena Wien bekommt die Veranstaltungen für September nicht bewilligt - offenbar wegen Sicherheitsbedenken. Für Obmann Oralek sind die Umstände "verwirrend". Nächste Verhandlungsrunde ist am Montag.
Von Duygu Özkan, erschienen in diepresse.com


Wien.
Keine Party mehr. Auf dem Gelände des ehemaligen Inlandsschlachthofs in der Wiener Arena hätten im September 26 Veranstaltungen stattfinden sollen. Ob das tatsächlich passieren wird, ist ungewiss: Bei rund 20 Veranstaltungen besteht die Möglichkeit, dass sie abgesagt werden müssen, sagt Markus Oralek, Obmann des Vereins Arena Wien. „Von heute auf morgen" habe Oralek telefonisch von der zuständigen Magistratsbehörde die Nachricht erhalten, dass keine Veranstaltungsbewilligungen erteilt werden. Das Konzert am Donnerstagabend wurde daher kurzfristig in ein Lokal verlegt, die Besucher bekamen das Geld für ihre Eintrittskarten zurückerstattet; der finanzielle Verlust - etwa durch die Band-Gage - gehe allein zulasten des Vereins.
Die Hintergründe: Die Arena wird regelmäßig von den Magistratsabteilungen (MA) 34 und 36 nach ihrem Bauzustand überprüft. Bisher sei das ohne jegliche Probleme passiert, sagt Oralek. Nun wurde der „Bauzustandsbefund" allerdings nicht ausgestellt - und ohne Befund keine Veranstaltung. Verwunderlich sei aber, meint Oralek, dass anderen Veranstaltern die Konzerte auf demselben Areal nicht untersagt wurden - dem Verein allerdings schon.

Vergleich mit Duisburg

Für Oralek sind die Umstände „verwirrend", da zwei Magistratsabteilungen in den Prozess involviert sind. Auf Anfrage der „Presse" heißt es vonseiten der MA 36 (Veranstaltungswesen), dass hierzu keine weiteren Details bekannt gegeben werden. Nur so viel: Wenn die Auflagen, die ein Veranstalter erfüllen muss, nicht mehr gegeben sind (etwa intakte Notausgänge oder Feuerlöscher), dann werde auch keine Bewilligung erteilt.
„Duisburg hängt noch in den Knochen", meint ein Mitarbeiter der MA und verweist auf die Massenpanik in der deutschen Stadt bei einer Techno-Veranstaltung mit 21 Toten. Dass die Sicherheitsauflagen unzureichend erfüllt sind, verneint Oralek aber; man kümmere sich regelmäßig um die Instandhaltung des Areals.
In der MA 34 (Bau- und Gebäudemanagement, Eigentümerin des Arena-Areals) heißt es indessen, dass man in den Prozess des Veranstaltungsverbotes nicht involviert sei. Ihrer Ansicht nach sei das Objekt selbst nicht sicherheitsgefährdet.
Die nächste Verhandlungsrunde zwischen den Betreibern und den zuständigen Behörden ist für Montag anberaumt. Erzielt man dabei keine Einigung, werden alle weiteren Konzerte des Vereins Arena Wien im September abgesagt oder verlegt.

arena.co.at
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