Poolbar Blog

2017


2016


2015


2014


2013


2012


2011


2010


2009


2008


Scott Matthew im WUK. Und weitere.

Morgen Abend spielt Scott Matthew im WUK in Wien. Wer noch Karten möchte, muss schnell sein, im WUK selbst gibt es schon keine mehr. Es gibt aber zum Glück mehr Chance als nur diese eine. Heute Abend ist der "quiet noise maker" in Graz, am 18. November in Zürich, ein bisschen später dann auch in Innsbruck und München.

Und wer Scott Matthews herzzerreißende Balladen zur Zeit schlecht aushält - gerade, weil sie so gut in den November passen - der findet in den kommenden Monaten genügend Alternativen. Allein im WUK trifft man demnächst auf Heather Nova und Portugal.The Man. Auch schon in der poolbar gewesen. Ein, zwei, drei Mal.

http://poolbar.at/system/asset/filename/4403/scottmatthew.jpg

„For some it seems a mistake, for me it's a way of life.“ In dieser Zeile aus dem Song Sweet Kiss In The Afterlife liegt Scott Matthews ganzes Leben. Es läuft über vor Sehnsucht nach einem Zufluchtsort und darin wird gewartet, wenn es sein muss für immer, auf die Liebe, die irgendwann kommen wird.

Es schwingt auch ein neuer Unterton mit, den man so von dem schüchternen Mann mit dem langen Bart noch nicht gehört hat. Etwas ist anders an diesem dritten Album: „Ich bin mit mir ins Reine gekommen, und ich gestehe mir meine Kreativität endlich ein“, erklärt Scott Matthew. Er ist selbstbewusster geworden, er hat verstanden, dass er ein Recht auf diesen „way of life“ hat, der sich abseits konservativer Denknormen abspielt. Und dass es an der Zeit ist, ihn auf seine zurückhaltende Weise in die Welt hinaus zu singen.

Er macht Leid zu Lied. Wenn seine Stimme weint, so ist er nicht weinerlich. Wenn seine Lieder klagen, so ist er nicht selbstmitleidig. Er entkleidet sein Inneres, das ist alles. Er lässt die Hörer teilhaben, teilnehmen, Teil werden.

Das hört man nicht nur einzelnen Stücken wie No Place Called Hell an – Matthews ganz persönlichem Protestsong gegen Engstirnigkeit und Intoleranz. „Gallantry's Favorite Son“ ist als Ganzes verspielter, experimenteller und noch breiter gefächert als seine beiden Vorgänger ausgefallen. In No Place Called Hell spielt der einst so zurückhaltende Exil-Australier und Wahl-New Yorker die Mund-Trompete, in anderen Songs tauchen immer wieder Stimmen aus dem Hintergrund auf. Stücke wie Felicity, Devils`s Only Child und  The Wonder Of Falling In Love tragen eine neue Leichtigkeit in sich. Das alles ändert jedoch nichts daran, dass die Message geblieben ist. Matthews Themen drehen sich nach wie vor um selbst erlebte und überlebte Tragödien wie Trennungsschmerz, Liebe und Einsamkeit.

... Artikel in ganzer Länge auf der WUK-page!

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren