Poolbar Blog

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Alle Headliner fixiert & Kunst-Preise entschieden!

Elektronisches (Photek, Dark Sky, Egyptrixx) und NY Hardcore Legenden (Sick Of It All)


Als wären die bisher bestätigten Acts - u.a. Marilyn Manson, Yann Tiersen, Regina Spektor, The Whitest Boy Alive, Theophilus London, Destroyer, Enter Shikari, Gogol Bordello, Tindersticks, Yellowcard, Nneka, Cro, DJ Hell, Zombie Nation, WhoMadeWho, uvm. - noch nicht genug, setzt das poolbar-Festival erneut einen drauf. Folgende Perlen werden auf die kostbare Programmkette zusätzlich aufgefädelt - der Ticketverkauf startet nächste Woche:

Montag, 13.8.: Sick Of It All (US) - DIE Legende des New York Hardcore schlechthin wird das poolbar-Festival beehren. Und eine Ehre ist es tatsächlich, denn nach beinahe 30 Jahren im Geschäft haben Sick Of It All nach wie vor den Ruf, eine exzellente Liveband zu sein. Ein wenig erinnern sie dabei fast an Motörhead, da sie ihren Stil zwar stur beibehalten, dabei aber auf gleichbleibend hohem Niveau agieren.

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Freitag, 27.7.: Photek (UK) - Im Rahmen der Red Bull Music Academy steht Photek am Floor, der für so manche Drum'n'Bass Headz den Meister schlechthin in Sachen Schachtelbreaks verkörpert. Rupert Parkes, auch als Special Forces, Studio Pressure und Aquarius im D'n'B-Zirkel unterwegs, steht wie kaum ein anderer Produzent für ausgefeilt komplexe, in ihrer Gesamtheit stringente, aber nicht überfordernde Tracks.

Freitag, 10.8.: Dark Sky (UK) - Ein Album ist noch nicht in Sicht, dafür aber schon eine Vielzahl an EPs auf dem Markt und zu Remixen wurden die drei Londoner auch ohne Longplayer geladen: The XX, Stateless, Delooze, Kelis oder Ben Westbeech haben sich schon auf das Geschick des Trios verlassen. Nicht umsonst hat sich das Team von „La Boum Deluxe" mit seinem Gespür für „The next hot shit" Dark Sky für ihren Abend ins Alte Hallenbad bestellt.

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Freitag, 10.8.: Egyptrixx (CAN) - Techno, House, Heavy Metal, Pop und Drone Music gehen bei Egyptrixx ganz selbstverständlich zusammen und wurden 2011 in Form von „Bible Eyes" veröffentlicht. Dabei entführt Egyptrixx in neue Sphären und gibt sich live nicht mit Knöpferldrücken zufrieden - er will weit mehr. Was David Psutka da treibt hat einen unverkennbar eigenen Stil.

Auf folgende Acts soll ebenfalls nochmals hingewiesen werden:

Freitag, 6.7.: Frittenbude (D) - Mit ihrem neuem Album „Delfinarium" beim poolbar-Festival am Start: Der Fokus von Frittenbude liegt auf den dunklen Seiten der bunten Partys. Künstlich wirkende Pandabären mit blutunterlaufenen Augen treffen auf wunderschön wunderbar verstörte Mädchen, die in voll pumpenden Nächten vor sich selbst weglaufen, das ewige Spiel der Partnersuche, das immer wieder spätestens beim anbrechenden Tageslicht der Realität scheitern muss.

Samstag, 14.7.:Japanther (US) - Irgendwo zwischen Lighnting Bolt, White Stripes und Hip Hop liegen Japanther. Sie zählen zu jenen raren Bands, bei denen es sich lohnt, weit über das musikalische Material hinauszublicken. Doch um trotzdem bei der Musik zu bleiben sei soviel verraten: Konzerte der Punk Rowdys aus Brooklyn wurden bereits als „High-Energy Shows und Riotous Dance Parties" beschrieben und lohnen sich in jedem Fall gesehen zu werden.

Donnerstag, 2.8.: Truckfighters (SE) - Schwerfälliger Stonerrock trifft auf düstere Doomriffs, oder um es wie Josh Homme zu sagen: „When I grew up, I came to understand that Truckfighters were not just the best band I ever heard, but the best band that's ever existed".

Samstag, 4.8.: Trouble Over Tokyo (UK/A) - Der Brite Toph Taylor, a.k.a. Trouble Over Tokyo lieferte 2007 mit „Pyramides" eines der spannendsten Debüts des Jahres ab, sammelte Magazin-Cover und „Album der Woche"-Ehren, erhielt Aufmerksamkeit quer über den Kontinent vom russischen Rolling Stone bis zu griechischen und französischen Medien. Nun beendet der in Wien lebende Künster seine Karriere. Das letzte Konzert gibt es an einem Ort, der sich bereits in der Vergangenheit als sehr Trouble Over Tokyo geeignet erwiesen hat und für Künstler und Fans immer eine ganz besondere Location bleiben wird - beim poolbar-Festival im Alten Hallenbad.

Samstag, 11.8.: Speech Debelle (UK) - Was haben Kasabian, Florence and the Machine und Speech Debelle gemeinsam? Richtig, alle waren sie 2009 für den britischen Mercury Prize nominiert. Allein Speech Debelle verkündete im Vorfeld selbstbewusst, den Preis mit nach Hause zu nehmen. Und sie sollte Recht behalten. Tsächlich gehört die gebürtige Londonerin zum Erfrischendsten, was der gegenwärtige Hip Hop zu bieten hat, denn eklektisch vermählt sie Jazz, Funk, Soul, Pop, Hip Hop und flechtet einen Klangteppich, bei dem auch akustische Gitarren und mit Streichinstrumenten untermalte Stellen Akzente setzen.

Freitag, 17.8.: Gin Ga (A) - Die Wiener Band Ginga schreibt und nennt sich neuerdings Gin Ga. Abgesehen davon hat sich nicht viel geändert: Nach wie vor steht ihre Musik für melodieverliebten Indie-Pop, tanzbare Ohrwürmer und Sing-along-Parts inklusive.

Freitag, 17.8.: Baltazar (B) - Das Geheimtipp-Image haftet zwar hier zu Lande weiterhin am flämischen Quintett, die braven poolbar-Fans wissen über die Qualitäten dieser Band bereits bescheid: Schon einmal ist die Band nicht rein zufällig im Alten Hallenbad in Feldkirch gelandet, sondern auf ausdrücklichen Wunsch hin - dEUS wollte ganz genau die als Vorband haben. Die wussten eben damals schon, wie gut Baltazar sind. Ein poolbar-Konzert später wussten es dann alle. Diesmal als Main-Act. Den Göttern sei Dank.

Sonntag, 19.8.: Mogwai (UK) - Die schottischen Postrocker Mogwai werden in einer lichtdurchfluteten Nebelwolke beim poolbar-Festival erscheinen und glückliche Menschen mit tauben Ohren zurücklassen. Postrock heißt die Musik, die Mogwai seit über 18 Jahren fabrizieren und nicht all zu ernst nehmen. Live hingegen präsentieren sich sich dem Publikum aber ernst, ruhig und völlig versunken in die Melodien ihrer Hymnen - in höchster Konzentration. Nur so schaffen sie es, ihr Menü aus sphärischen Klängen, sich langsam aufbauenden Schlagzeug-Parts und seit neuestem auch minimalem Gesang nicht zu heiß und nicht zu kalt zu servieren, sondern genau richtig.

 

poolbar Kunst: Mamihlapinatapai, Hochsitz, Chairman

Das poolbar-Festival in Feldkirch (www.poolbar.at) und die IG BILDENDE KUNST luden im Zuge der poolbar-Festivals 2012 zum 8. Mal Kunst- und Kulturschaffende aus den Bereichen Bildende Kunst, Medien- und Performancekunst sowie angrenzender Gebiete ein, künstlerische Projekte einzureichen.

Gesucht wurden künstlerische Interventionen für frei wählbare Einsatzgebiete im jeweiligen Festivalgelände und im öffentlichen Raum in Wien und Vorarlberg.

Die Jury setzte sich aus Vertretern des poolbar-Festivals (Herwig Bauer), der IG Bildende Kunst (Elke Smodics, per schriftlicher Präferierung) und des Kunsthauses Bregenz (Winfried Nussbaummüller) sowie dem Künstler Tobias Maximilian Schnell zusammen. Die Juryentscheidung wurde in Zuge einer öffentlichen Podiumsdiskussion unter Einbeziehung des Publikums - darunter u.a. Olga Okunev vom BMUKK - im Kunsthaus Bregenz getroffen.

Auffallend dabei war, dass es zwischen den Meinungen der im Kunsthaus Anwesenden und jener der „externen" Jurorin keinerlei Schnittmengen gab. Nach intensiver Diskussion entschied sich die Jury, aus den 16 zur Wahl stehenden Projekten die Einreichungen Mamihlapinatapai, Hochsitz und Chairman für eine Umsetzung zu empfehlen.

Mamihlapinatapai

http://poolbar.at/system/asset/filename/8910/Mamihlapinatapai2.jpgBereits beim poolbar mit pratersauna-Festival im Einsatz, wird Mamihlapinatapai in Feldkirch ein Comeback feiern: Teresa Fellinger und Evalie Wagner (Kunstuniversität Linz) schreiben aus einem schmalen Leuchtkabel das exotische Wort Mamihlapinatapai und bringen es für einige Sekunden zu leuchten, wenn sich eine Person nähert. Das Wort umschreibt in der Sprache der Yaghan (ethnische Gruppe auf Feuerland bis ins 20. Jahrhundert) eine Situation von zwei Personen, die in Kontakt treten wollen, aber nicht den ersten Schritt machen wollen. Die Installation macht diesen Schritt immer zuverlässig.

Hochsitz

Astrid Kirchner und Felix Becker (sTudio 211, Stuttgart) regen mit einem Rettungsschwimmer Hochsitz mit Fernrohr und Megafon zum mehrfachen Perspektivwechsel an. Die Hilfsmittel der Macht werden scheinbar zur freien Verfügung gestellt, sind aber derart manipuliert, dass der Machthungrige doch wieder selbst zum Befehlsempfänger wird. „Eventuell findet man jedoch heraus, dass die eigene Botschaft wiederum an den nächsten gesendet wird, sodass der Einfluss in anderer Form plötzlich wieder da ist."

Expliziter Wunsch der Jury: Auf die visuelle Komponente soll verzichtet werden - die Fokussierung auf das Megafon stärkt die Projektidee.

 

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Chairman

Unter dem Motto „GET THE LABELBOSS FEELING!" bietet Andreas Becker (Künstler, Kurator, Musiker / Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe) musikbegeisterten BesucherInnen die Möglichkeit, kurzzeitig in den Genuss eines Gefühls der Macht über den Musikmarkt zu kommen.

Expliziter Wunsch der Jury: Andreas Becker soll über einen längeren Zeitraum anwesend sein.

Kirsten-Helfrich-Anerkennungs- und Gedächtnispreis für HippoAlpeAnalia

In der Hitze des Gefechtes der Diskutanten und im gefühlten Einvernehmen mit der Hamburger Jury-Außenstelle wurde spontan die Kirsten-Helfrich-Stiftung für Kunst aus dem Bauch ins Leben gerufen und das Projekt HippoAlpeAnalia der mulde_17 Fraktion Flusspferd (Akademie der Bildenden Künste, Wien) aufgrund der stilsicheren Videorecherche und der Inszenierung eines Flusspferdes als Vorboten einer paneuropäischen Sexualisierungswelle mit dem Kirsten-Helfrich-Anerkennungs- und Gedächtnispreis ausgezeichnet.

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