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Nachschau: Sick Of It All

Gestern gab's mal wieder was Härteres auf die Ohren. Sick Of It All waren im Pool zu Gast und ließen die Leiber des begeisterten Publikums schwitzen. Aufgewärmt wurde mit den Wahlwienern Lorraine, bevors mit den New Yorker Hardcoremeistern zur Sache ging.

Text von Conny Sperger

Ein lauer Sommerabend, kühles Bier im Freien und schwarze Klamotten soweit das Auge reicht - die Hardcore-Gemeinde versammelte sich gestern um der New Yorker Legende zu huldigen. Und sie kamen zahlreich! Alt und jung, schwarz und bunt, voll tätowiert oder auch nicht, aber auf jeden Fall um die Herren von SICK OF IT ALL zu erleben und mitten drin meine Wenigkeit und das zum ersten Mal.
Zuerst ein kühles Bier zum Sonnenuntergang genießen und die Füße kurz ausstrecken, bevor man mit den ersten rhythmischen Beats von Lorraine nach drinnen gelockt wurde. Gleich am Anfang schon die erste erfreuliche Überraschung - das Konzert wurde kurzfristig in den Pool verlegt! Bei Wall of Death, Moshpit und Crowdsurfen definitiv die coolere Location, denn so kann man auch aus sicherer Entfernung das volle Programm von oben bestaunen.
Obwohl der Pool sich anfangs nur zögerlich füllte, die Jungs von Lorraine drehten gleich richtig auf. Was sich zuerst nach Rock-Pop-Mischung anhörte, entpuppte sich - sobald der Sänger auf die Bühne kam - als nerdiger Post-Hardcore mit starken Pop-Einflüssen: emotionale Screams und Shouts nahe am Stimmversagen über teilweise sehr (brit-)popigen, verschrobenen aber auch tanzbaren, musikalisch anspruchsvollen Instrumental-Passagen.
Die Drums mal simpel aber immer präzise, verträumte Gitarrenriffs und doch dirty, der Bass eingängig und hypnotisierend. Alles in allem eine höchst interessante Mischung, die Lust auf noch mehr sick(of it all)ness machte. Zugegeben, die Stimme (oder muss ich an dieser Stelle Geschrei sagen?) war anfangs gewöhnungsbedürftig und eigenwillig, gibt dem Ganzen aber einen ganz eigenen Stil. Wie sagen sie so schön: „I guess you guys aren't ready for that yet. But your kids are gonna love it."


Der Umbau erfolgte pronto und hoch professionell - alles bis auf's Detail eingestellt für die wahren Meister des Hardcore - so hieß es zumindest im Vorfeld.
Als hätten die Glocken geläutet zog die Hardcore-Gemeinde ein und innerhalb kürzester Zeit füllte sich der zuvor noch spärlich besuchte Pool, bis auf den Bereich direkt vor der Bühne - wahre Hardcore-Fans wissen warum.
Mit Western-Style-Intro im Hintergrund betraten sie dann endlich die Bühne - SICK OF IT ALL! Augenblicke später, mit den ersten Tönen, setzte sich die Waschmaschine vor der Bühne in Bewegung und die Herren auf der Stage standen in keiner Weise nach!
Publikumsnah, energiegeladen und absolut hardcore präsentierten sich die New Yorker - wenn das die alten Hasen sind, müssen sich die Jungen warm anziehen!
Mit Hits aus zweieinhalb Jahrzehnten und ein bißchen Starthilfe brachten sie den berstend vollen Pool zum mitgröhlen, kopfnicken, shouten und moshen was das Zeug hält. Grande Finale und Fixpunkt in ihrer Show: die WALL OF DEATH! Da wurden T-Shirts zerrissen, schweißnasse Männerkörper brachten sich jeweils auf einer Seite vor der Bühne in Position und - man glaubt es kaum - das eine oder andere Mädel reihte sich ein, um auf Kommando in vollem Karacho aufeinander zuzurennen und sich in der Mitte mit „Wumms" zu treffen.

Mein Resumee des Abends:
Traumhafte Atmosphäre im alten Hallenbad, spannende Supporter, Hardcore vom Feinsten, sympathische und mitreißende Performance der Altmeister (wobei „alt" so gar nicht zu ihnen passt) - eben alles, was ein Mädchen sich nur wünschen kann!

Matthias Rhomberg war wie immer mit seiner Kamera dabei, in der Galerie gibt's die gesammelten Eindrücke zu sehen und im Shop noch viele mehr zum Bestellen für zuhause!

http://poolbar.at/system/asset/filename/13795/Sick_of_It_All_BY_MATTHIAS_RHOMBERG_009.jpghttp://poolbar.at/system/asset/filename/13798/Sick_of_It_All_BY_MATTHIAS_RHOMBERG_014.jpghttp://poolbar.at/system/asset/filename/13797/Sick_of_It_All_BY_MATTHIAS_RHOMBERG_013.jpg
Und hier noch das Video von Bernhard Samson:

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