Poolbar Blog

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poolbar-Tour: Feldkirch-Feeling in Wien

Im WUK zu Wien, 16. Mai 2009

Endlich wieder poolbar-Luft schnuppern. Alte Bekannte und neue Stranger treffen. Längst vergangene Festivalsaisonen im Gespräch Revue passieren lassen und über Musikgeschmack diskutieren. Ausblicke wagen, schwärmen, visionieren, auf etwas gespannt sein. Allgegenwärtig und richtig strahlend ist sie, die Vorfreude auf den heurigen poolbar-Sommer in Feldkirch...

Zur Einstimmung das allseits beliebte Popquiz und kühle Getränke.

Einlass in die Halle. Als Opener der poolbar-Film 2008. Schmankerl der letzten Saison für Aug‘ und Ohr. Gänsehaut bei manchen Liveszenen, Erinnerungen an scheinbar längst vergangene Tage.

Dann: Schrille Live-Performance von Kevin Blechdom - alles andere als schüchtern. Mit feinster Stimme haucht sie herzzerreißende Klagelieder, mit stark verzerrter Stimme brüllt sie Rammstein-Cover. Kinderlieder und schwungvoller Blues neben bösen Schreianfällen  - alles geht, nichts ist verboten. Kreuz, que(e)r und Haudrauf. Die Frau spielt mit Erwartungen und stellt alles auf den Kopf. Bühnenpräsenz ende nie... Kevin hat's faustdick hinter den Ohren.

Experimentell-elektronisch und poppig. Extravagant und auffallend, provozierend, lebendig und dominant. Individuell und doch irgendwie homogen -wie das Publikum. Die New Yorker Gender-Aktivistin reisst definitiv mit. Ist sie von einer anderen Welt?

Publikum: wundert sich, fühlt mit und tanzt.

MEN aus New York treten diesmal als komplette Band auf. Mit Bass, Gitarre und jeder Menge Beats vom Musikcomputer. Sängerin und DJ JD Samson (ehemals Teil der feministischen Elektropunkband  „Le Tigre"), das Mädchen mit der großen Brille, spickt auf der Bühne rum, als gäb's kein Morgen. Sie singt sich die Stimmbänder wund. Geballte Energie, die sich im gut gefüllten WUK verbreitet. „Haus über Kopf" (Achtung: Insider) könnte man sagen, so richtig schrill und laut. Teilweise ausgeklügelt roher Electroclash mit viel Message und Herz. JD Samson hat bei MEN eindeutig die Hosen an.

Publikum: in Ekstase.

„WHO AM I TO FEEL SO FREE" steht in dicken Lettern über den Köpfen der Band. So verhalten sich die drei auch.

Danach: Extrem tanzbare Auflegerei vom Candyclub DJ-Team.

Publikum: feiert noch lange weiter, kommt sich näher.

Und: Die neuen T-Shirts fallen auf. Sie sind schick, durchdacht und schlichtweg hip. Schon gar nicht 08/15, denn das war letztes Jahr. Schnell kaufen, um den poolbar-Spirit in die Welt zu tragen.

Insgesamt ein gelungener Einstand für die poolbar-Saison Nummer 16. Gefühl fast wie in Feldkirch.

Fotos von Reiner Kapeller 

Ach ja: MEN kann man noch in Innsbruck (22.5) und Dornbirn (23.5) sehen, die poolbar-Tour geht weiter.

 

Stefan Meier  // Das Denkfabrikat

 

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