Poolbar Blog

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Art Brut im Wiener Flex

Zu Beginn des Auftritts trägt Leadsänger Eddie Argos über seinem Hemd einen sommerlichen Trenchcoat. Irgendwie dämmert es den erfahrenen Art Brut Fans schon, noch den nackten Argos`schen Oberkörper zu Gesicht zu bekommen. Doch Argos hat anderes im Sinn. ‚We sing about taking our clothes off, but we don´t do it.' Es wird heiß, heißer, super-hot und Argos: ‘It´s really hot in this room. And the next song won´t do us any better'. Direct Hit. Und Bang Bang Rock & Roll. Die Songs vom gleichnamigen ersten Album hauen noch immer alle um. More of the same bieten die Songs vom neuen Album Art Brut vs Satan.

Argos macht aus den einfachen Alltagsgeschichten herrliche Lyrics. Über das SMS-Schreiben in besoffenem Zustand, über die Vorzüge von public transportation oder die vergangene Jugendliebe Emily Cane (I haven´t seen here in 10 years, 9 months, 3 weeks, 4 days, 6 hours, 13 minutes, 5 seconds - mittlerweile ist das auch schon wieder länger her). Passend zu den Texten albert Argos auf der Bühne herum und hat mit dem Gitarristen Jasper Future eine optimale Ergänzung, da dieser fast noch ein bisschen mehr mental wirkt als alle anderen. Drummer Mickey Breyer hat sich auf der Tour einen Riesenschnauzer  wachsen lassen, der alleine schon die Eintrittskarte rechtfertigt. Hinter Freddy Feedback verbirgt sich der Bass. Sie sticht durch Frisurenähnlichkeit mit dem zweiten Gitarristen Ian Catskilkin hervor. Art Brut lohnt sich zu hören und zu sehen - am 3. Juli in der poolbar.

Rezension von Lars Ellensohn

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