Poolbar Blog

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poolbar reloaded 2012: Abschied von ToT

...wie es scheint, hat uns der Winter zumindest in dieser Woche wieder fest im Griff - es soll ja, Tag für Tag, sukzessive kälter und grimmiger werden. Schneegestöber und -chaos mit inbegriffen. Die einen freut's, den anderen graust's jetzt schon gar garstig. Die einen schnallen sich, hurtig hurtig, die Freud' und Leidenschaft verheißenden hölzernen Bretter um die frühlingsgeplagten Füße, die anderen holt der vernarbte Schrecken nach eisigen Straßen und verrenkten Gliedern unvermittelt (und a****glatt) ein.

Für Letztere hat Radio Proton die Lösung: DEN Winter- und Schneeräumdienst par excellence, ganz ohne mühsames, Rückenwirbel knackendes und Bandscheibenvorfälle hervorrufendes Schneeschaufeln! Es wird die Schneeschmelze eingeläutet, unwiderruflich, sofort und im Grunde genommen schon gestern - ganz ohne Klimaerwärmung!

Radio Proton bringt euch eine heiße poolbar-Nacht in das noch feucht-klamme Schlafzimmer...

http://www.hausdermusik.at/upload/images/inline/tag1.jpg
...und geht musikalisch mit euch ins Bett: Es wird die Konzert-Flamme mit zwei stimm-, klang- und ausdrucksstarken Singer-/Songwriterinnen entfacht, eine ganz spezielle (Pool-)Atmosphäre zum Glühen und Lodern gebracht und dann mit einer elektronisch-rhythmischen Feuersbrunst mächtig eingeheizt:


Squalloscope

Womöglich denkt man bei „Squalloscope" an eine optisch-akustische Apparatur, die dem ersten Wortteil folgend Windböen (squall) sinnlich nachempfindet. Squalloscope ist jedoch die neue Etikette der (Klang-)Künstlerin Anna Kohlweis (bisher Paperbird). Eine USA-Reise stand am Beginn des Albums „Soft Invasions". Oft ist der Topos der reisenden Künstlerin ermüdend. Anna Kohlweis jedoch hat ihr feinfühliges, sinnliches Sensorium für eine poetische Beschreibung des Lebens mit all seinen Irrungen geschärft. Nuancenreich und detailverliebt arrangiert sie eine Vielzahl an Klangquellen um Computer, Gitarre und Text. Gastmusiker_innen wie Ian Fischer oder Trouble Over Tokyo leisten ihren Beitrag. „We should travel more" ist auf der letzten Seite des Booklets zu lesen. Gestaltet hat das ansehnliche Druckwerk ebenfalls Anna Kohlweis. (Text: Peter Schernhuber)

Eloui

Ernesty International, Brainmanagerz oder Thalija - eloui ist umtriebig, spielt Bass und Ukulele in den eben genannten Bands und leiht den unterschiedlichsten Musikprojekten ihre Stimme und Inspiration. Ende letzten Jahres brachte die Tausendsassa mit „Chasing Atoms" unter Eigenregie das erste Soloalbum heraus, auf dem sie sämtliche Instrumente - von Glockenspiel bis zum Tamburin - selbst einspielte und field recordings mit Grillengezirpe oder dem Klang eines Gewitters in ihre melancholisch-ruhigen Songs einwob. Die fantastische Stimme der gebürtigen Schweizerin stülpt sich wie eine schützende Hülle über die kleinen Soundkunstwerke und kreiert eine stille Intimität, bei der nichts dem Zufall überlassen wird. (Text: eigen/mij)

Trouble Over Tokyo

Trouble Over Tokyo beendet seine Karriere nach sieben Jahren - und feiert seinen Abschied gebührend.

In der österreichischen Musikszene ist Toph Taylor aka Trouble Over Tokyo längst kein Unbekannter mehr. Seit es den Engländer aus der Musikmetropole London zum ersten Mal hierher verschlagen hat, hat er sich durch zahlreiche Auftritte in Österreich, Deutschland, Amerika und seiner Heimat eine beachtliche Fangemeinde erarbeitet. Doch nicht nur live macht Taylor von sich reden, auch auf Tonträger zeigt er, was für ein Ausnahmetalent in ihm steckt. Sein erstes Album „1000" nahm er in Eigenregie in seinem Schlafzimmer auf, darauf folgten zwei mindestens genauso großartige Studioproduktionen.

2012 hat sich Toph Taylor dazu entschieden, seinem musikalischen Alter Ego nach sieben Jahren eine Auszeit zu gönnen. Ob für immer wird sich weisen, aber vorerst führt der Weg zu neuen Ufern - in Richtung neuer Projekte und Ideen.

Doch Trouble Over Tokyo wäre nicht Trouble Over Tokyo, würde er sich einfach still und leise vom Acker machen, ganz im Gegenteil. Zum Abschied gab es noch eine Tour und eine EP mit ausschließlich neuen, bisher unveröffentlichten Songs. „Simplify" heißt die Scheibe und steht, wie der Name schon erahnen lässt, als Gegensatz zum dritten Album „The Hurricane". Lautete dort das musikalische Motto noch: „mehr ist mehr", stimmt die "Simplify"-EP eher sanftere Töne an. Taylor präsentiert sich zum Abschluss noch einmal von seiner besten Seite: ehrlich, gefühlvoll und stimmgewaltig.

...und das letzte Konzert gab es an einem Ort, der sich bereits in der Vergangenheit als sehr Trouble Over Tokyo-geeignet erwiesen hat und für Künstler und Fans immer eine ganz besondere Location bleiben wird - beim poolbar-Festival im Alten Hallenbad. (Text: Anna Hausmann)


Radio Proton
17. Jänner 2012, 20 bis 23 Uhr
radioprton.at

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