Poolbar Blog

2017


2016


2015


2014


2013


2012


2011


2010


2009


2008


Dropkick Murphys: Signed And Sealed In Blood

Die AC/DC der irischen Säufermucke.
Review von Michael Edele, erschienen auf laut.de


"The boys are back, the boys are back, the boys are back and they're looking for trouble!" Wird ja auch langsam Zeit. Mit diesem passenden Chant eröffnen Boston's Finest ihr neues Album "Signed And Sealed In Blood" und laden zur ersten Tanzparty des Jahres ein.

Die AC/DC der irischen Säufermucke steigen gewohnt tanz- und trinkwütig in ihr neues Album ein. Weder Fans noch Feinde enttäuschen sie, denn auch auf dem achten Studioalbum bleibt alles beim Alten. So zischen der Opener, das flotte "Burn", das rotzige "The Battle Rages On" oder das absolut bandtypische "Out Of Our Heads" locker ab und überlassen es dem Hörer, wahlweise trinkend zu tanzen, oder tanzend zu trinken.

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0075597960785.jpg
Was prominente Gastspiele angeht, halten sich die Murphys dieses Mal vornehm zurück. Kein Springsteen, kein Fat Mike, lediglich Winston Marshall von Mumford & Sons, der in "Prisoner's Song" das Banjo zupft. Dazu könnte auch Captain Jack Sparrow rhythmisch unterm Galgen baumeln. Die Verbindung aus Streetpunk und folkigen Instrumenten wie Mandoline, Akkordeon, Tin Whistle und vereinzeltem Dudelsack garantiert nach wie vor gute Laune.

Dennoch verlassen sich die Bostoner nicht nur auf altbekannte Muster, sondern überraschen äußerst positiv mit der lässigen Rockabilly-Nummer "Out On The Town", die den Herren ebenfalls bestens zu Gesicht steht. Eher verzichtbar hingegen das mit einem Klavierintro eingeleitete "Don't Tear Us Apart", das im weiteren Verlauf mit erstaunlich viel Mainstream langweilt.

Dafür bekommt man aber mit den eher melancholischen Sachen wie "Rose Tattoo", "The Season's Upon Us" und dem finalen "End Of Night" genau, was man verlangt. Bei "Signed And Sealed In Blood" handelt es sich vielleicht nicht um das erste Album, das man von den Murphys im Schrank stehen haben muss. Das Dutzend Songs enttäuscht aber auch nicht. Deshalb jetzt alle: "It's the end of the night, but we ain't going home. It's the end of the night ..."

0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren