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Im Reichenfeld entsteht Stadtgarten

Feldkirch wird sich schon bald in die Reihe moderner Großstädte einreihen, in denen „Urban Gardening", also das Gärtnern in der Stadt, ermöglicht wird.
erschienen auf vol.at


Bürgermeister Wilfried Berchtoldunterzeichnete am vergangenen Freitag eine Vereinbarung, die es dem Verein Stadtgarten Feldkirch ermöglichen wird, im Reichenfeld, zwischen dem Café Stella und dem Fußballplatz, auf 1100 Quadratmetern einen Gemeinschaftsgarten zu errichten. Damit schließt man auch an die Geschichte des Reichenfeldes an, denn in diesem Bereich befand sich früher der Gemüsegarten der Stella Matutina. Die Genehmigung erfolgt vorläufig für das Jahr 2013. Je nach Ablauf des Projektes liegt eine Option auf Verlängerung vor. Es sollen deshalb vorläufig nur einjährige Pflanzen angebaut werden.

„Der Gemüseanbau im Reichenfeld hatte jahrelang Tradition. Bereits die Jesuiten haben reichlich Produkte angepflanzt und geerntet. Ich freue mich, dass künftig alle Feldkircher die Möglichkeit erhalten, auf diesem historischen Boden ihr Gemüse anzubauen", sagt Bürgermeister Wilfried Berchtold. „Das Naherholungsgebiet Reichenfeld wird mit dem Stadtgarten um eine Facette reicher. In Städten ist es für Wohnungseigentümer oft unmöglich, selbst Gemüse anzupflanzen. Dazu erhalten sie nun die Gelegenheit", erklärt Berchtold abschließend.

Vorarbeiten starten bald

Laut Stefan Strammer vom Verein Stadtgarten Feldkirch geht damit schon bald das Gärtnern los. Vor allem Vorbereitungsarbeiten stehen an, inwiefern 2013 noch gepflanzt werden kann, ist nicht klar. „Wir werden hier sicher noch Gespräche mit der Stadt über den Zeitplan führen", weist er daraufhin, dass das Jahr bereits weit fortgeschritten ist. „Viele Vorarbeiten sind notwendig, um die Bepflanzung durchführen zu können." Man hofft 2013 aber zumindest Kartoffeln anbauen zu können.

Die Mitarbeit im Stadtgarten Feldkirch steht jedem offen. Weder Alter noch Erfahrung sind entscheidend, lediglich das Interesse am gemeinsamen Bepflanzen ist gefordert. Der neue Garten soll mit Veranstaltungen wie dem Poolbar Festival kooperieren und man plant, den Schulen ab 2014 Beete zur Betreuung zur Verfügung zu stellen.

Stadtgarten in Tosters

Die VN hat sich in einem zweiten Projekt des Stadtgarten Feldkirchs bereits ein Bild vom Verein und der gemeinsamen Gartenarbeit gemacht. Im Bereich der Pfarrkirche Tosters hat der Verein ein Grundstück gepachtet, auf dem neun Personen gemeinsam Gemüse, Obst und Kräuter anbauen. An diesem Standort konnten die Hobbygärtner auf ein vorhandenes Gemüsefeld und Obstbäume sowie Sträucher mit Beeren aufbauen. Gemeinsam wurden die Felder bestellt und auch die erste Ernte (Spargel) ist bereits erfolgt. Die Nachbarn und Passanten stehen dabei den Garten-Enthusiasten mit Tipps und Tricks zur Seite und es entwickelt sich schon nach wenigen Monaten ein aktives Zusammenarbeiten zwischen Verein und der Tostner Bevölkerung.

http://poolbar.at/system/asset/filename/15728/Garten_Plan_Stadtgarten.jpg
Der Verein hat in Tosters circa 1000 Quadratmeter gepachtet, allerdings stehen rund 700 Quadratmeter als Schafweide im Gebrauch. Die „Stadtgärtner" pflanzen auf ihren Feldern alles an, was es an heimischen Gemüse zu bieten gibt, daneben sind sie auch froh über Beerensträucher und Obstbäume am Grundstück. Die Zusammenarbeit ist unbürokratisch und unkompliziert. Jeder bringt sich so ein, wie es ihm möglich ist, jeder darf auch ernten so viel er möchte. Für viele steht die Freude am Tun im Vordergrund, aber natürlich bildet auch die Möglichkeit, selbst angebautes Gemüse zu ernten, einen starken Anreiz.

Weitere Initiativen

Stadträtin Marlene Thalhammer ist stolz darauf, dass es gelungen ist, dem Stadtgarten Feldkirch einen Start zu ermöglichen und das Grundstück im Reichenfeld zu bekommen. „Ich habe diese Initiative auf diversen Sitzungen stark unterstützt." Sie weist darauf hin, dass in diesem Bereich mehrere Initiativen entstanden oder im Entstehen begriffen sind. Sie möchte in naher Zukunft ermöglichen, dass zusätzliche Schrebergartenflächen geschaffen werden, um so mehr Menschen den Anbau von eigenem Gemüse zu ermöglichen.

 

Mehr Informationen für Interessierte gibt es bei Stefan Strammer: strammer.stefan@gmail.com

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