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My Bloody Valentine – Kultstatus ohne Marketinstrategie

Neben den Madchester-Ikonen James wird den Shoegazing-Heroen von My Bloody Valentine nur allzu gerne der rote Teppich ausgerollt. (Passt ja auch irgendwie. Stilistisch.)

Ebenso wie James in den frühen britischen 80ern gegründet, verschrieben sich Mastermind Kevin Shields und seine Mitstreiter sehr schnell dem, unwissentlich, aus der Taufe gehobenen Stil des so genannten Shoegazing, einer Musikrichtung, die sich, neben einer mehr elektronischen Ausrichtung, durch dicht-melodische und gleichzeitig mehrstimmig aufbauende Gitarrenwände kennzeichnet. Im Falle von My Bloody Valentine war es die rockig-psychedelische Variante davon, die, spätestens nach Etablierung des Musikstils in den frühen 90ern, den umschreibenden Begriff „Noise-Pop" verliehen bekam. Und als eben solchen kann die Musik von My Bloody Valentine auch ohne weiteres beschrieben werden - dazu hätte es nicht einmal den klangvollen Namen eines B-Horrormovies gebraucht: Die undurchdringbare Wand aus vielschichtigen Gitarrenspuren, ein auffallend in den Hintergrund gemischter Gesang und, vor allem, ein Stil prägender Einsatz von Gitarren-Rückkopplungen machten aus My Bloody Valentine einen Vorreiter in der britischen Independent-Szene. Ohne das Poppig-Melodische außer Acht zu lassen.

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Und während vor allem Kevin Shields eisern und mit Leidenschaft - und einem beinahe schon ungesund zu nennenden Perfektionismus - an seiner Musik arbeitete, prägte die englische Musikpresse, ebenfalls eisern und mit Leidenschaft, den Begriff Shoegazing für eben jene Stilrichtung, die My Bloody Valentine zu Legenden machen sollte. Und das auch heute noch: Nach 22 Jahren (!) ist das dritte Album erschienen und mittlerweile befindet sich die Band auf einer ausgedehnten Konzerttournee. Mit Abstecher zum poolbar-Festival am Montag, den 8. Juli 2013.
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