Poolbar Blog

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poolbar-Woche V!

Ahoi!, liebe Musik- und KulturfreundInnen,

Woche IV des poolbar-Festivals 2013 hatte es in sich: In der wohl heißesten Woche des Jahres kam es im Alten Hallenbad zur Auferstehung einer Legende im neuen Gewand, ließ ein Vollblutbarde im Lederrock die Herzen schmelzen und, last but not least, wurde dem poolbar-Team von Seiten der Stadt Feldkirch eine kleine – kulturelle – Krone aufgesetzt. Alle aktuellen Videos findet ihr im poolbar-eigenen YouTube-Kanal.

Montag (22.07.) und Dienstag (23.07.) waren in dieser Woche ganz vom Tanz geprägt: Innovative künstlerisch-körperliche Bewegung im Zeichen von „Da, da und wo noch“ während des Tages im Reichenfeldpark und unter dem Motto „open space“ am Abend im pool lockten zahlreiche BesucherInnen und Mitwirkende vor und in das Alte Hallenbad.

Einen Abend der härteren Gangart erlebte das Publikum beim gut besuchten dritten Ländle-Abend („Best of the West“) am Mittwoch (24.07.): discure aus Wien und Vorarlberg heizten mit ihrem Metal-Core und gleich zwei Shoutern dem pool eingangs so richtig ein, i.o.n.u. mit ihrer weiblichen Growl-Röhre am Mikro machten den Headbanger- und Moshpit-Abend komplett. Zwei musikalische Putztrupps, die mit ihrem kompromisslosen Hardcore nicht nur Boxen und Gehörgänge sauber, sondern auch den letzten Staub aus der noch so kleinsten Ecke fegten.

Nach einem darauf folgenden ruhigen Donnerstag-Abend (25.07.) mit der Filmvorführung „Elementarräumchen – Ein Film über Freiräume im Alpenrheintal“ folgte am Freitag (26. Juli) das nächste musikalische Donnerwetter – mit Kultcharakter: Vista Chino, hervorgegangen aus der Stonerrock-Legende Kyuss, brachten das Alten Hallenbad sprichwörtlich zum Beben. Mit Stil typischer Brachialität schmetterten John Garcia und Co – endlich – neues Material unter die Menge, wenn das klangvolle Odövre zuweilen auch sehr metallastig ausfiel. Vor allem stimmlich. Gut so: Eine randvoll gefüllte Halle dankte es der Band mit purer Euphorie. Götter leben eben ewig.

Große Gefühle, gepaart mit einer ebenso großen Portion Sympathie, waren am Samstag-Abend (27.07.) angesagt: Man(n) nehme eine stimmliche Prise Marc Almond, eine Messerspitze Melancholie aus den 80ern und Mut zu Extravaganz unplugged – der britische Folktronica-Barde Patrick Wolf lud zum rein akustischen Set seines über zehnjährigen Schaffens. „Lediglich“ mit einem Flügel auf der Bühne, unterstützt durch Violine und Akkordeon, brachte der schlacksige Sänger – seinem Stil entsprechend im ledernen Hüftrock – das Kunststück fertig, eine Halle zum Kochen zu bringen. Ob Piano-Ballade, Harfenspiel, ein Duo mit Violine und Bratsche oder ganz einfach Entertainment pur – das Publikum verlangte stetig nach mehr. Und Wolf hatte sichtlich Spaß auf der Bühne, seine Interaktion mit den Fans wurde nicht nur kurzerhand in das Konzert integriert, sondern machten dieses auch zu einem kleinen Highlight in diesem Jahr.

Auch das dieswöchige Jazzfrühstück am Sonntag (28. Juli) konnte mit einem erfreulichen Anlass aufwarten: Dem poolbar-Festival respektive dem poolbar-Team wurde nach 20 Jahren toller Arbeit – kulturell, musikalisch wie menschlich – der Feldkircher Kulturpreis 2013, dotiert mit 7.300 Euro, verliehen. Im Namen der gesamten Bevölkerung lobte BM Wilfried Berchtold in seiner Ansprache die unermüdliche, wenn auch nicht immer leichte, Aufgabe, Jahr für Jahr ein Festival unter dem Motto „Kultur von Nischen bis Pop“ auf die Beine zu stellen. Ein Festival, welches nicht nur eine grenzübergreifende Bereicherung für die BesucherInnen darstellt, sondern auch die Stadt Feldkirch als kulturellen Standort repräsentiert.

Legenden (Vista China - Ex-Kyuss!) und Legendenanwärter (Patrick Wolf), die Hallen füllen, und die erfreuliche Würdigung mit dem "Feldkircher Kulturpreis 2013" für 20 Jahre harte Arbeit. 


poolbar WOCHE V (29. Juli – 04. August 2013) im musikalischen Schlaraffenland: Japandroids, Donavon Frankenreiter, Austra, Tocotronic, Rangleklods und Goldie

Für schnell Entschlossene: Woche V startet dieses Mal bereits am Montag, den 29. Juli mit Japandroids aus Kanada. Ganz dem Garage-Rock verschrieben, wüten die beiden Jungs, lediglich mit Gitarre und Schlagzeug „bewaffnet“, wie ein Sturmwind auf der Bühne – und teilen sich dort nicht nur die immense Spielfreude, sondern auch den Posten des Leadsängers. Eingeleitet wird der Wochenauftakt im pool von Robotra: Aus der Steiermark. Ein Trio. Laut. Gut. Wahnsinnig gut. Super. Noch kein Album. Aber bald. Ist aber eigentlich egal, weil live eh das Beste.

Am Dienstag, den 30. Juli verspricht nicht nur das Wetter Sommerfeeling – sondern auch die Musik, denn was haben ein Schnauzbart, ein Surfbrett, Jack Johnson und Hawaii gemeinsam? Richtig: Donavon Frankenreiter. Der US-amerikanische Singer/Songwriter hat den Begriff poolbar wortwörtlich genommen, Instrumente und Songs auf sein Surfbrett gepackt und wartet auf die perfekte Welle, die ihn an diesem Abend in die Halle spült. Nicht nur zum Planschen da ist auch Gee-K & Ze Bond, der mit seiner Mischung aus Funk, Balladen der 80er und einem reinen Akustik-Set den Abend einleiten wird.
Ein breit gefächertes Rahmenprogramm rundet den Dienstag-Abend ab: Im Brutkasten wird die Ausstellung der WDA (Werbe- und Designakademie) präsentiert, in der Marktgasse wird im Zuge des CycleCinemaClub der Film Janapar – Love, on a bike gezeigt.


Donavon Frankenreiter

„Best of the West“ ist wieder am Mittwoch, den 31. Juli bei freiem Eintritt angesagt: Punkrock vom Feinsten von From Scratch und knüppelharter Harcode von El Camino Car Crash machen dem traditionellen Ländle-Abend beim poolbar-Festival alle Ehre. Zur Einstimmung findet vor den Konzerten wieder das beliebte Pop-Quiz statt: Hingehen, mitmachen, gewinnen!
Im Rahmen des CycleCinemaClubs wird an diesem Abend in der Marktgasse der Film Searching for Sugarman gezeigt.

Ein musikalisches Klangfeuerwerk der besonderen Art verspricht der Donnerstag (01. August) zu werden: Kottarashky & The Rain Dogs verzaubern mit ihrer minimalistischen Ethno-Elektronik aus Bulgarien. Wie Nikola Gruev das Elektronische mit der musikalischen Folkore seiner Heimat zu einem homogenen Ganzen verschmelzen lässt, sucht seinesgleichen. Anders ausgedrückt: Der Amon Tobin des Balkan-Sound.
Nicht weniger außergewöhnlich der Hauptact des Abends: Ein musikalisches Gusto-Stückerl, das ein bisschen nach Austria klingt – aber tatsächlich von weit her kommt: Die Kanadier von Austra sind spätestens nach ihrem Überhit „Lose It“ nicht mehr aus der internationalen Musikszene weg zu denken. Sängerin Katie Stemanis bezeichnet sich selbst als queere Künstlerin, hat eine klassische Musikausbildung und ist im Punk, Industrial und der elektronischen Musik zu Hause. Kein Wunder, dass Austra mit düster melodiösen elektronischen Klangperlen aufwarten – New- und Darkwave der Sonderklasse!
Der Brutkasten macht an diesem Abend mit der 23. V-Lesung – hören & lesen, frei statt fromm! – Lust auf mehr, ebenso der CycleCinemaClub in der Marktgasse mit dem Film Angel's Share – Ein Schluck für die Engel.


Austra

20jähriges Jubiläum feiert nicht nur das poolbar-Festival, sondern auch Tocotronic. Somit wird der Freitag (02. August) auch ein klein bisschen Geburtstagsparty: Nach drei Jahren Abwesenheit sind die letzten verbliebenen Protagonisten der Hamburger Schule wieder auf dem „Pfad der Dämmerung“ erschienen. Einer Dämmerung ins Licht – mit brandneuem Album im Gepäck und um ein Vielfaches nachdenklicher, wie es scheint. Sanft und mit viel Wehmut in den Songs. Und: Ein würdiger Rahmen für beide Jubilare.
Eröffnet wird der Abend vom Rock-Duo Metal Ghost aus Berlin bzw. Kopenhagen, nach Tocotronic (beide in der Halle) gibt es Hamburger Krach und Getöse von Fuck Art Let's Dance im pool. Beschlossen wird die Jubiläums- und Geburtstags-Sause anschließend von DJ Laptoper Selnerich.
Doch auch zwischen den Konzerten ist für Unterhaltung gesorgt: Das DJ-Kollektiv Das Vinyl lebt! 6800 West und Urban Dendrite – Urban Electronica aus dem äußersten Westösterreich – beschallen den Brutkasten, der CycleCinemaClub in der Marktgasse stellt dieses Mal die Frage: Und wenn wir alle zusammenziehen?


Tocotronic

Elektronisch wird es am Samstag, den 03. August: Die Red Bull Academy presents – Rangleklods. So sperrig der Name, so angenehm eingängig und einfühlsam die Musik. Rangleklods aus Dänemark stehen für warmen, tanzbaren Elektropop, der nicht verhehlt, sich bei den Großen des Wave/Synth-Pops zu verneigen, aber auch genug Eigenständigkeit beweist, um Neues zu kreieren.
Sprichwörtlich vergoldet wird das poolbar-Festival anschließen beim Hauptact des Abends: Niemand geringerer als Drum 'n' Bass- und Jungle-Legende Goldie wird die turntables zum Glühen bringen – Temper Temper! Der Altmeister und Gelegenheitsschauspieler (u. a. James Bond) ist aktiver denn je: Sein aktuelles mixtape „Fabriclive 58“ aus dem Jahr 2011 gehört definitiv zur creme de la creme des Genres. Ein üppiger Abend in Kooperation mit Low-Cut: alle Floors des Gebäudes werden musikalisch & visuell bespielt.
Daneben bietet der Brutkasten Videos zu Tanzperformances von bewegungsmelder & Tanzhaus Hohenems und der CycleCinemaClub in der Marktgasse lädt zum Sommer in Orange.


Goldie

Etwas beschaulicher geht es am Sonntag, den 04. August beim allsonntäglichen Jazzfrühstück zu: Das MCT-Trio aus Innsbruck steuert den musikalischen Klangcocktail mit groovigen Elementen und melodiösen Linien zum gemütlichen Picknicken auf der Wiese bei. Eine kulinarische Tour der besonderen Art gibt es im Anschluss an das Jazzfrühstück: Unter dem Motto „Gemeinschaftsgärten“ – in Kooperation mit Biorama und der inatura Dornbirn – wird das Thema Urban Gardening groß geschrieben. Treffpunkt ist um 14.00.
Ebenfalls 20jähriges Jubliäum feiert das M3 in Feldkirch, das BazArt wird vier! Beste Voraussetzung also, in diesem Zusammenhang den poolbar-Jubilaren einen Besuch abzustatten: Die Teams von M3 und BazArt laden FreundInnen, KundInnen und alle Neugierigen zu einem Abend mit Tanzperformance, Häs-Schau, Sound, Kulinarik, Drinks, guten Gesprächen und funky Beats – in einer Atmosphäre, in der die SpinnerInnen der Nacht ihr Netz(werk) ausfahren können. Tanzt, als ob es kein Morgen gäbe, esst, als ob es gestern nichts gab. Schaut, staunt und raunzt nicht, sondern feiert mit, dass es das Leben gut mit uns meint – bei freiem Eintritt!

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