Poolbar Blog

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poolbar-Festival #20: In Höchstform

Mit einem spektakulären Auftritt von Casper wurde das diesjährige poolbar-Festival im Alten Hallenbad in Feldkirch am Donnerstag, den 15. August beendet.
erschienen auf vol.at



Der deutsche Intelligenz-Rapper sorgte abschließend für eine volle Halle und einen hochkarätigen Ausklang der gut sechs Wochen dauernden Veranstaltung. Mit 166 Programmpunkten, vom Popkonzert über Filmabende bis zur Lesung, schaffte es das poolbar-Festival, seinem Credo “Kulturelles von Nischen bis Pop” gerecht zu werden. Über mehrere Wettbewerbe wurde zur Ideenfindung in den Bereichen Kunst, Mode/Design und Architektur geladen. Die poolbar-Architektur und die Festival-Grafik widmeten sich heuer erstmals gemeinsam einem Thema, dem Dadaismus. Die Geschäftsführung (Heike Kaufmann, Herwig Bauer) freut sich gemeinsam mit dem mehr als 100-köpfigen Team des poolbar-Festivals über knapp 20.000 Gäste aus dem In- und Ausland. Vor allem aber darüber, dass das poolbar-Festival mit seinem speziellen Ambiente für Begeisterung sorgte.

Das musikalische Programm beim poolbar-Festival in Feldkirch umfasste internationale Headliner wie MY BLOODY VALENTINE, LITTLE BOOTS, KATE NASH, FRANK TURNER & THE SLEEPING SOULS, VISTA CHINO, PATRICK WOLF, DONAVON FRANKENREITER, TOCOTRONIC, GOLDIE, BAD RELIGION, JAMES, MONSTER MAGNET, SHOUT OUT LOUDS, CASPER oder auch in den einschlägigen Blogs und Magazinen abgefeierte Hipster, die sämtliche Erwartungen übertrafen, so etwa SOHN, LE1F, YARAH BRAVO, CATASTROPHE & CURE, JAPANDROIDS, AUSTRA, RANGLEKLODS oder DRY THE RIVER. Gepaart wurden die internationalen Acts immer wieder mit lokalen und regionalen Bands, die häufig die hoch gelegte Qualitätslatte mühelos überwanden.

Das Spezielle des poolbar-Festivals

Zahlreiche ausverkaufte Konzerte und spannende Neuentdeckungen sind für die Veranstalter natürlich erfreulich, oft aber sind es die weniger breitenwirksamen Erfolge, die – neben dem besonderen Ambiente und der beinahe intimen Atmosphäre – die Besonderheit des Festivals ausmachen: Die im Vorjahr eingeführten neuen Formate wie die “polymorphe Liechtensteiniade”, die die schräge Liechtensteiner Szenekultur über die Grenze schwappen ließ, die “lebende Kunstinstallation” des Düsseldorfer Künstlers Christian Jendreiko, die teilweise in Feldkirch, teilweise im Kunstmuseum Liechtenstein stattgefunden hatte oder die “Ticketliteratur” – Literatur und Illustrationen waren integrierter Bestandteil der e-Tickets für die Konzerte – fanden allesamt 2013 ihre Fortsetzung.

Die spektakulärste Neuerung war sicherlich die Premiere des “poolbar auf der Wiese”-Open Airs, das im Feldkircher Reichenfeldpark eine Mischung aus Picknick- und Rockfestival-Ambiente schaffte. Großartige Stimmung bei idealen Wetterbedingungen.
Ebenfalls außergewöhnlich: Das 5-tägige Kino-Open-Air, das gemeinsam mit dem Rio-Kino in der Feldkircher Innenstadt veranstaltet wurde. Die Besonderheit: Der Projektor wurde mit Strom gespeist, der über fünf Fahrradgeneratoren vom Publikum selbst produziert wurde. Der Ton war nur über Funkkopfhörer zu hören.

Die wichtigste Neuerung jedoch war sicherlich der Erwerb des “Green Event”-Labels für das poolbar-Festival durch besondere Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit – unter anderem galten Festivaltickets als Freifahrschein in öffentlichen Verkehrsmitteln und es wurde ein Fahrrad-Rikschataxi zum und vom Festival angeboten.

Mehr & bessere Luft für die Gäste

Die Stadt Feldkirch als Eigentümerin des Alten Hallenbades hat pünktlich zum Festivalstart eine komplett neue, zusätzliche Lüftungsanlage fertiggestellt; Frostige Temperaturen waren natürlich angesichts des Tropensommers nicht zu erwarten, aber das Kulturvergnügen war deutlich versüßt – und der Sauerstoffgehalt in der Luft spürbar höher.
Als Anerkennung für 20 Jahre kultureller Schwerstarbeit hat Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold im Namen der Stadt Feldkirch dem poolbar-Team darüber hinaus den mit EUR 7.300.- dotierten Feldkircher Kulturpreis überreicht.

Organisatorische und finanzielle Herausforderungen

Knapp 20.000 Besucherinnen und Besucher, aber kein gröberer Zwischenfall beim Sanitätsdienst – das ist die aus organisatorischer Sicht besonders erfreuliche Bilanz. Trotz zufriedenstellender Besucherzahlen stehen in den kommenden Jahren einige finanzielle Herausforderungen an – nicht zuletzt legen die Veranstalter Wert darauf, dass die mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausnahmslos nicht ehrenamtlich arbeiten, sondern fair bezahlt werden.

poolbar-Architektur wird verkauft – Platz für 2014!

2014 wird dringend Platz für die neue poolbar-Architektur benötigt – ein Teil der Rikschas sowie Elemente der diesjährigen poolbar Architektur werden daher via poolbar.at/shop verkauft. Eine weitere Gelegenheit dazu bietet sich aber auch beim Messestand des poolbar-Festivals bei der Artdesign in Feldkirch im Oktober.

Das poolbar-Festival 2014 – die Nummer 21 – findet vom 4. Juli bis 17. August statt. Die kleine Schwester des poolbar-Festivals, poolbar mit pratersauna in Wien, wird in der Bundeshauptstadt wie gewohnt Mitte Mai über die Bühne laufen. 

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