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Gin Ga: "YES/NO" - Yes!

Gin Ga, vormals bekannt als Ginga, ließen sich für ihr neues Album "YES/NO" lange Zeit. Werden sie der längst aufgekommenen Erwartungshaltung gerecht? Yes / No? And the answer is: yes! Definitiv ein Anwärter auf den Titel "Album des Jahres"!

Die folgende Album-Rezension hat Elisabeth Voglsam für die Online-Plattform FM5.at verfasst.


Lange musste man auf das Nachfolgewerk des Überraschungserfolgs, dem Debütalbum "They Should Have Told Us" warten. Bereits mehrmals wurde es angekündigt, immer wieder verschoben. Der Druck, der auf den vier Wienern lastete, wurde dadurch nicht unbedingt kleiner. Doch die Band wollte keinen Schnellschuss abliefern und behielt damit absolut Recht. Eines steht schon nach wenigen Sekunden fest: das Warten hat sich gelohnt.

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This is all that you've been waiting for!

Bereits von den ersten Tönen des Eröffnungstracks "AA" wird man augenblicklich in den Bann gezogen – und sofort ist er da: der unverkennbare Gin Ga-Sound. Geigen, Gitarren und neuerdings auch ein nicht gerade zurückhaltender Einsatz von Synthesizern vermischen sich zu einem einzigartigen Klangteppich. Dennoch findet danach ein etwas seltsamer Moment statt, als Sänger Alex Konrad zu singen beginnt und bei den ersten Lines so gar nicht klingt wie er selbst. Trotzdem ist klar: die nächsten 53 Minuten werden gut. Wahrscheinlich sogar sehr gut.

Kurz darauf folgt bereits das erste große Highlight des Albums, "Remember Whatever", das treuen Konzertbesucher_innen bereits bekannt sein dürfte. Hier zeigt sich wohl auch, warum sich der Release des Albums sich so lange hingezogen hat. Obwohl der Song bereits mehrfach bei Konzerten gespielt wurde, haben sich Text und Melodie zum Teil doch noch stark geändert. "Remember Whatever" ist genau so ein Stück Popmusik, wie man es sich wünscht und wie es nie langweilig wird. Ein Lied, das man immer und immer wieder hören will.

Während beim Vorgängeralbum "They Should Have Told Us" einige der langsameren Nummern noch eine Schwachstelle darstellten, halten die Balladen auf "YES/NO" mit den schnelleren Songs locker mit. Allen voran "When I Speak Your Name", das zwar einige gewöhnungsbedürftige Synthie-Elemente beinhaltet, aber dennoch ans Herz geht. Hier zeigt sich auch ganz besonders eine der größten Stärken der Band und das, was sie (leider) von vielen österreichischen Bands unterscheidet, nämlich dass mit Alex Konrad jemand am Mikrofon steht, der schlichtweg ein außergewöhnlich guter Sänger ist. Bei "When I Speak Your Name" klingt seine Stimme immer wieder so gebrechlich, dass es einen wohl nicht wundern würde, wenn dem_der einen oder anderen Zuhörer_in die Tränen in die Augen steigen.

Der letzte Track der Platte, "Start Again", ist zwar die schwächste Nummer des Albums, aber selbst das ist Jammern auf höchstem Niveau. Andere Bands wären vermutlich froh, wenn sie solche Nummern schreiben könnten.

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Wenn das ganze Album ein Hit ist, dann fällt es schwer nur einige Highlights herauszupicken. An Songs wie "Golden Boy", "Machine" oder den bereits genannten "Remember Whatever" und "AA" kann man sich einfach nicht satt hören. Am besten überzeugt man sich ganz einfach selbst davon, ab 08. November 2013 ist "YES/NO" im Handel erhältlich und kann bereits zuvor bei den Release-Konzerten erworben werden (Tourdaten siehe unten). Genau das sei Freunden_innen der guten, hausgemachten Popmusik auch an Herz gelegt. Bis 08. November zu warten, wäre schlichtweg Zeitverschwendung, denn wie Gin Ga so schön in "Remember Whatever" singen – "this is all that you've been waiting for"! Word.


Gin Ga - YES/NO
VÖ: 08. November 2013 bei monkey

Tourdaten:
18.10.2013 Postgarage, Graz
19.10.2013 Posthof, Linz
26.10.2013 Carinisaal, Lustenau

Gin Ga findet man auch im WWW und auf Facebook.

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