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unerhört! 2013 - Zürcher Jazzfestival

Eine ganze Woche Jazz: Das bietet die zwölfte Ausgabe von unerhört! - Ein Zürcher Jazzfestival, das von 26. November bis 1. Dezember 2013 in verschiedenen Clubs, Theatern und Konzertsäalen in Zürich stattfindet.                                       

Die Konzerte im Museum Rietberg, GZ Riesbach, Museum Haus Konstruktiv, Musikklub Mehrspur, in der Roten Fabrik, im Theater Neumarkt, in den Altersheimen Bürgerasyl-Pfrundhaus, im Moods im Schiffbau zelebrieren die wundersame Kunstform Jazz und präsentieren die Zürcher Jazzszene im internationalen Kontext. Ein Fest – für die Musiker_innen und fürs Publikum!

Auch in diesem Jahr interessiert die Veranstalter die Vielstimmigkeit: Der heutige Jazz lebt von einer faszinierenden Vielfalt der Stimmen. Im zweiten Jahrhundert ihrer Entwicklung entfaltet die Kunstform Jazz einen immensen künstlerischen Reichtum und zeigt sich in ihrer ganzen Unübersichtlichkeit und Parallelität von Stilen und Ausdrucksweisen.

Die Qualität des Jazz lebt von der Individualität der Musiker_innen, von der Kompromisslosigkeit ihres Spiels, von ihrem eigenen Ausdruck. Die unterschiedlichen Räume des unerhört!-Festivals wollen dies verdeutlichen und den Musiker_innen für ihre Festivalprojekte den je geeigneten Rahmen bieten, in dem sie ihre Stimme geltend machen können. Musik reagiert damit auch auf Fragen, die Räume, Orte und Produktionsprozesse mit sich bringen.

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Auszug aus dem Programm des unerhört! 2013


• Die Pianistin Irène Schweizer spielt im Museum Haus Konstruktiv Hommagen an vier verschiedene Maler_innen. Jürg Wickihalder und Frantz Loriot präsentieren dort ein kammermusikalisches Duo.
Hans Hassler gibt zusammen mit den beiden Holzbläsern Gebhard Ullmann und Jürgen Kupke in der Villa Wesendonck im Museum Rietberg seine Liebeserklärungen an die Schweizer Volksmusik, umgeben von hinduistischer Kunst.
• An den beiden Konzertabenden in der Roten Fabrik werden in je drei Konzertsets stilistisch höchst heterogene Kreationen im künstlerischen Spannungsfeld von Improvisation und Komposition, Jazztradition und avantgardistischen Spielweisen vorgestellt. In diesem Rahmen werden auch die Jazzlegende Archie Shepp und die europäischen Pioniere vom Zentralquartett aufspielen. Ausserdem werden jüngere Musiker_innen wie Tobias Meier, Yves Theiler und David Meier und so herausragende Musiker_innen wie Gabriela Friedli mit Tony Malaby und Michael Griener, die New Yorker Gitarristin Mary Halvorson mit Stephan Crump und Marco von Orelli mit seiner Band zu hören sein.

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• Im Musikklub Mehrspur präsentieren der New Yorker Jazzsaxofonist Tony Malaby – dieses Jahr Gast in Residence – und die Student_innen der Zürcher Musikhochschule ein in dieser Festivalwoche erarbeitetes Programm mit Kompositionen von Malaby.
Lauren Newton und das Large Ensemble der Musikhochschule Luzern spielen im GZ Riesbach beim neuen Festivalpartner «Jazz im Seefeld» Orchesterstücke der Sängerin. Der Konzertabend wird ergänzt durch das Duo Nils Wogram und Saadet Türköz, beide Bewohner_innen des Seefelds Zürich.
• Im Theater Neumarkt wird die Buchvernissage des Jazzkolumnisten Peter Rüedi gefeiert. Jazz-Kolumnen aus dreißig Jahren, herausgegeben vom Echtzeit Verlag, bilden eine veritable Chronik der Jazzgeschichte. Für Peter Rüedi spielen Andy Scherrer und Wolfgang Muthspiel.

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• Eine Jazzbigband spielt zu Ehren der Bewohner_innen der Zürcher Altersheime Bürgerasyl-Pfrundhaus: Ulrich Gumpert und Günter Baby Sommer präsentieren zusammen mit dem Large Ensemble der Musikhochschule Luzern eigene Kompositionen.
• Im Moods im Schiffbau laden die Frächdächs mit Isa Wiss die jungen Zuhörer_innen zum Konzert.
• Am Abschlussabend im Moods im Schiffbau toppen zwei Zürcher Projekte: Nathanael Su und Jean-Paul Brodbeck und Tobias Preisig mit «In Transit».
• Auch die Schüler_innen zweier Zürcher Gymnasien kommen in den Genuss bester Musik: Archie Shepp und Tom McClung spielen am Abend vor dem Konzert in der Roten Fabrik für die Gymnasiast_innen und beantworten Fragen. Ein weiteres Schulkonzert bestreitet Hans Hassler zusammen mit Gebhard Ullmann und Jürgen Kupke an der Kantonsschule Wettingen.


Das Rezept für die unerhört!-Woche lautet also: Sich Zeit für den aktuellen Jazz nehmen, überraschen lassen und die Atmosphäre in den verschiedenen Kulturhäusern Zürichs genießen. Ein musikalisches Abenteuer und eine künstlerische Erfahrung, an deren Ende die souveräne Wahrnehmung als Hörer_in steht, stehen bevor!

 

Weitere Informationen zu Programm, Tickets und Spielorten auf www.unerhoert.ch

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