Poolbar Blog

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Netzwerken in Zeiten der Depression

In Sachen Geld ist die poolbar mit all ihren finanziellen Zwängen und Belastungen eigentlich alles andere als ein "Land of the Free" - erst durch ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern und Sponsoren wird jener Freiraum geschaffen, der den poolbar-BesucherInnen den möglichst unbeschwerten Ritt durch die kulturelle Prairie erlaubt.

Die letzten Monate waren nicht nur lustig, weil generell im Bereich "Marketing&Sponsoring" die vielzitierte Krise natürlich gerne vorgeschoben wurde, um Absagen und Vertröstungen zu tarnen. Aber einmal mehr hat sich die poolbar-Überlebensstrategie auch in schwierigen Zeiten bewährt: Wir bauen auf langfristige Partnerschaften, die beiden Seiten nachhaltig Gutes tun. Das so aufgebaute Vertrauen zwischen Partnern wird auch in Zeiten des Jammers und des erzwungenen Sparens nicht über Bord geworfen. Night zuletzt deshalb, weil langjährige Partnerschaften reifen und jährlich verbessert werden - diese feinmechanische Arbeit, die fast schon dem Bereich "Forschung & Entwicklung" zugerechnet werden kann, lässt ein nachhaltig agierender und langfristig denkender Kommunikationsstratege nicht sausen, nur weil alle "Krise" schreien.
Auch das poolbar-Festival selbst agierte immer so: Es wuchs qualitativ und quantitativ kontinuierlich, aber in gesunden Dimensionen. Und wieder ein Bild aus der Prairie: Es blieb den Wurzeln über die Jahre möglichst treu, entwickelte aber neue Triebe in viele Richtungen, reifte zu einem Festival, das weit über die Grenzen hinaus in Besucher-, Kritiker- und Künstlerkreisen einen fast schon beängstigend guten Ruf genießt.
Dennoch konnten natürlich nicht alle Partner die Kooperation fortsetzen - doch auch hier lässt sich rückblickend sagen, dass es gut war, nicht auf wenige, potente Partner zu setzen, sondern ein flexibles Netzwerk aufzubauen, das durch den Wegfall einzelner nicht löchrig wird.

Aber natürlich freuen wir uns auch über neue, kräftige Pferde im Stall bzw. viel mehr auf der Weide - speziell über die mit der Volksbank bereits jetzt mehrjährig vereinbarte Partnerschaft;
Wie ernst es der Volksbank mit einer guten Partnerschaft ist, zeigt nicht nur die mehrjährige Bindung, sondern auch das Verständnis für das poolbar-Festival und dessen BesucherInnen, die nicht mit Werbebotschaften bombardiert, sondern auf Augenhöhe mit dezenten Gesten angesprochen werden; Bestes Beispiel: Kein poolbar-Werbetruck wird durch die Gegend gewälzt, sondern das sympatisch kleine poolcar wirbt 2 Wochen lang im Vorfeld des Festivals für die neue Partnerschaft und tingelt von Filiale zu Filiale in Vorarlberg.

poolbar-Festival als 360 Grad Kommunikationsunternehmen

Sponsoring bedeutet längst nicht mehr nur Logofriedhöfe zu verwalten, sondern effektive Kommunikation zu betreiben und entsprechende Strategien und Konzepte zu entwickeln. Das poolbar-Festival übernimmt nicht ungern die Rolle eines 360 Grad Kommunikationsunternehmens, denn so kann einerseits Zufriedenheit beim Sponsor geschaffen werden, und andererseits wird gewährleistet, dass der Kontakt zu den poolbar-Gästen respektvoll und mit angemessenen Mitteln hergestellt wird.
Unsere Kooperation mit der v!sion rheintal ist ein gutes Beispiel dafür: Per email & Homepage riefen wir dazu auf, einige Fragen nach Zukunftvorstellungen zum Rheintal zu beantworten und machten in Kooperation mit der v!sion rheintal bei unserer poolbar-Präsentation in Dornbirn Interviews zum Thema, die nun in knackigen Auszügen im poolbar-Kinovorprogramm zu sehen sein werden. Außerdem wurde aus der Aktion eine Anzeigenserie entwickelt. So soll es sein.


Witterungsschutz und Freiraumerweiterung

An der Hochschule Liechtenstein arbeiteten im vergangenen Semester 15 Studentinnen und Studenten daran, für das poolbar-Festival eine temporäre Überdachung des Zugangs- und Außenbereiches beim Alten Hallenbad zu entwerfen. Ziel war nicht nur ein Witterungsschutz, sondern auch, ein Zeichen zu setzen und eine neue Spielwiese für künstlerische Interventionen (optisch/akustisch) zu schaffen. Mehrere interessante Projekte wurden vorgeschlagen, die Zwischenjury (Martin Häusle, Architekt und Dozent an der Hochschule Liechtenstein / Eugen Schuller, Statiker / Herwig Bauer, poolbar-Festival) entschied sich für das poetische Projekt von Johannes Alge (s. Modellfoto). Gemeinsam arbeiteten alle StudentInnen in der Folge an den für die Umsetzung nötigen Details - wie so oft bei ambitionierten Projekten in der realen Welt der Architektur muss das Projekt aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten sicherlich in Phasen gebaut und teilweise abgespeckt werden...wir sehen es als Work in Progress. Ganz wichtig für das Projekt ist jedenfalls das Zusammenwirken verschiedenster Akteure, die zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels Einiges auf sich geladen haben: Allen voran die Hochschule Liechtenstein und der verantwortliche Dozent Martin Häusle, in statischen Belangen die Firma gbd ZT in Dornbirn (v.a. Eugen Schuler), die Metallarbeiten steuert die Fa. Josef Bertsch bei, das Membrandach selber zaubert die Firma Segel & Mehr aus Hard so elegant hin und für den richtigen Halt sorgen Betonfundamente der Fa. Hilti&Jehle.

Kulturvernetzung

Tradition hat mittlerweile auch unsere Kooperation mit dem Kunsthaus Bregenz (KUB) - gemeinsame Veranstaltungen im Sommer, und im Mai das Experiment, die Jurysitzung zum poolbar kunst wettbewerb als öffentliche Veranstaltung zu konzipieren, machen nicht nur Spaß, sondern setzen auch wichtige Zeichen.

In Kooperation mit den Bregenzer Festspielen bzw. deren Schiene „Kunst aus der Zeit" (KAZ) gestalten wir am Sonntag, 26.7.einen Abend mit dem „Radioballett Feurstein" im KAZ-Club in Bregenz, und mit dem Kunstmuseum Liechtenstein schleusen wir Boltansky ein.
Im Bereich Mode sind wir sehr aktiv - aber wir lügen uns nicht an: andere machen das besser. Daher kooperieren wir für unsere Modeschau am 7.8. mit „Focus on Fashion", einem höchst aktiven Künstlerkreis an der Schnittstelle von Mode, Fotografie und Inszenierung. Als „Frischzellenkur" - als ob das nötig wäre! - konnten zusätzlich zahlreiche Designer der Messe Artdesign Feldkirch dafür begeistert werden, ihre Kollektionen im Rahmen des poolbar-Festivals zu präsentieren.
„Konkurrenz belebt das Geschäft" - eine altbekannte Weisheit. Kooperationen mit der „Konkurrenz" aber beleben die Kulturlandschaft, daher kooperieren wir eng mit anderen Vorarlberger Festivals wie Szene Open Air, Woodrock oder Burnout, um nur einige Beispiele zu nennen. Wir werben gemeinsam, und teilweise bieten sich auch andere Kooperationsfelder, die wir gerne gemeinsam beackern.

Umgekehrt verhelfen uns unsere Partner aus der Gastronomie zu künstlerischen Kalibern: Ohne die Kooperation mit Red Bull wäre das Gastspiel von Grandmaster Flash als Vortragender der RB Music Academy bzw. danach als Partygarant nicht möglich gewesen. Und Eristoff Tracks beschert uns mit Carl Craig nicht nur eine Ikone der avancierten elektronischen Musik, sondern gleich auch die praktischsten Flyer zur Veranstaltung: poolbar-Becher mit speziellem Carl-Craig-Design. Doch auch im kleinen Rahmen und im „Kerngeschäft" kooperieren wir mit der lokalen Gastronomie, und zwar im festen Glauben, dass ein insgesamt verbessertes Angebot nicht die Konkurrenz verschärft, sondern v.a. Möglichkeiten eröffnet. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass durch das ehemalige „Element" bei der Tiefgarage nach einer Neuübernahme ein frischer Wind weht - das „sBox" hat während der poolbar-Festival-Zeit die schöne Terrasse samt Liegestühlen in der Wiese jeden Abend bis Mitternacht geöffnet. Wir schicken unsere Künstler auch zum Essen hin. So nah, so gut...

Beispiele besonderer Kooperationen könnten die ganze Homepage füllen (wann auch immer eine HP dann voll sein könnte) - allen PartnerInnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

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