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IFFI 2014: Scheitern und Hoffnung

Dass die österreichische Filmszene floriert, zeigt sich auch daran, dass neben den großen Filmfestivals des Landes (Viennale, VIS, Diagonale) immer mehr auch kleinere Formen (identities, ALPINALE) mediale Aufmerksamkeit erlangen. So auch das Internationale Film Festival Innsbruck - kurz: IFFI -, das von 27. Mai bis 1. Juni 2014 zum bereits 23. Mal stattfindet und allerlei Geschichten von Scheitern und Hoffnung erzählt.

 

Eröffnung
Das IFFI 2014 wird mit der friulisch-slowenischen Koproduktion "Zoran - il mio nipote scemo" (Zoran - Mein Neffe der Idiot) eröffnet, einer Komödie über ein Onkel-Neffen Verhältnis, das viel an Lebensphilosophie beinhaltet und nahe bringt, dass Scheitern auch etwas Positives haben kann und Hoffnung birgt.

 

100 Jahre Indisches Kino
Der filmhistorische Schwerpunkt des 23. Internationalen Film Festival Innsbruck ist dem größten Filmland der Welt gewidmet. Indien feierte im vergangenen Jahr 100 Jahre Kino am Subkontinent. Der erste indische Film wurde am 3. Mai 1913 in Bombay vorgeführt. Es handelte sich um die Verfilmung einer Episode aus dem indischen Nationalepos "Mahabarata". Das IFFI zeigt ein Dutzend Filme aus der Geschichte des Indischen Kinos, so wie es in Europa bekannt wurde. Der erfolgreichste aus dieser Serie ist "Pather Panchali" (1955) vom bengalischen Autorenfilmer Satyajit Ray. "Wer das Kino von Satyajit Ray nicht kennt," schrieb der japanische Regisseur Akira Kurosawa anlässlich Rays Tod 1992, "lebt in einer Welt, in der es keine Sonne und keinen Mond gibt." Das IFFI stellt indische Filme aus verschiedenen Regionen, in verschiedenen Sprachen (natürlich mit Untertiteln) und aus verschiedenen Epochen vor.

 

IFFI EhrenpreisAuch der diesjährige Ehrenpreis ist einem Inder, Shaji N.Karun aus Kerala, gewidmet und Shaji wird diesen Preis persönlich entgegennehmen und seinen jüngsten Film "Swapaanam" (Voiding Soul) – ein Film über Trommeln und Tanz – im Internationalen Wettbewerb als Europapremiere vorstellen, in dem er sich mit anderen Spielfilmen aus Pakistan, Kuba, Mexico, Burkina Faso und Kasachstan für den "Filmpreis des Landes Tirol" bewirbt. Einer der Juroren ist der italienische Filmregisseur Edoardo Winspeare, der seinen Film "In Grazia di Dio" bei der diesjährigen Berlinale präsentierte.

 

Hommage
Die Hommage des diesjährigen IFFI gilt der türkischen Regisseurin Yesim Ustaoglu. Es wird auf über 10 Jahre ihres Filmschaffens zurückgeblickt, in dem sie sich mit der sozialen Realität in der Türkei und mit der Rolle der Frau in dieser traditionellen Gesellschaft beschäftigt. Das Familiendrama "Pandora’s Box" (2008) hat den Hauptpreis des großen spanischen Filmfestivals in San Sebastian gewonnen.

 

IFFI Sprungbrett ins Kino
Zwischen 27. Mai und 1. Juni werden über 40 Filme aus 20 Ländern gezeigt. Einige dieser Filme werden von ihren Macher_innen vorgestellt werden, mit denen auch Diskussionen vorgesehen sind.
Ein Beitrag kommt dabei aus Österreich von Tina Leisch. Sie hat in El Salvador ein Portrait über den Nationaldichter des kleinen zentralamerikanischen Landes, Roque Dalton, gedreht.

 

IFFI Campus
Seit der 22. Ausgabe des Festivals gibt es einen Campus für junge Filmtalente. Die eingeladenen IFFI-Regisseur_innen geben ihre Erfahrungen weiter. Wie letztes Jahr ist der Tiroler Kameramann Christian Berger Stargast des Campus. Ein thematischer Schwerpunkt des Campus ist der Filmmusik gewidmet. Für diesen Zweck wird der Wiener Musiker Sir Tralala seine Erfahrung als Soundtrackkomponist mit anderen Musiker_innen teilen und während der Campuswoche Filmmusik zu konkreten Beispielen produzieren.

 

Internationale Film Festival Innsbruck 

27. Mai bis 1. Juni 2014

www.iffi.at

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