Poolbar Blog

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Rückblick, Ausblick: Filme, Fotos, Text

Bernie Samson und sein Team haben die besten Momente der vergangenen Woche wieder für Euch eingefangen:

Filme (von Bernhard Samson & Team):

Fotos (von Matthias Rhomberg): http://poolbar.at/galleries

 

Und hier mal Rückblick und Ausblick:

 

Rückblick auf die vergangene Woche und das FM4-Wochenende mit dem „poolbar auf der Wiese“ Open Air

Die vergangene Woche - Woche drei  - des poolbar-Festivals brachte mit den Dandy Warhols nicht nur einen umjubelten Auftritt einer Indierock-Legende (einziges Österreich-Konzert!), sondern auch literarische Geistesblitze beim ebenfalls massiv beklatschten Poetry Slam unter der bewährten Leitung von Markus Köhle und Mieze Medusa.

Eindeutiger Höhepunkt der Woche aber war das FM4-Wochenende mit dem  „poolbar auf der Wiese“ Open Air (18. und 19.Juli 2014), das zu einem wahren Besucheransturm führte: Nicht ganz überraschend, denn das Line-Up war vielseitig und attraktiv, und die Idylle des Ortes unter alten Linden und vor der Felskulisse hatte schon bei der Open-Air-Premiere im Vorjahr zu bester Stimmung geführt – nicht zuletzt lockten auch die optimalen Wetterbedingungen ins Reichenfeld in Feldkirch.

An beiden Tagen spielten zunächst Vorarlberger Formationen gegen die große Hitze an, wobei sich speziell Bob Robinson Music als großartige Musiker und Entertainer erwiesen.

Die Höhepunkte am Freitag waren sicher die Auftritte von Cody ChesnuTT und Band, die mit gut eingespielter, aber locker und mit Gefühl dargebotener sonniger Musik von Reggae bis Blues und vor allem Soul und Funk begeisterten. Der elektronische Sound – live gespielt – von Booka Shade brachte das Publikum noch mehr zum Tanzen und leitete über zur DJ-Parade im pool, wo indoors bis in den Morgen gefeiert wurde.

Bonaparte am Samstag wurden ihrem Ruf als völlig abgedrehtes Kunst- und Musik-Projekt mehr als gerecht: Aber nicht nur die ausufernde Bühnenshow begeisterte, sondern auch die punkig angehauchte Musik.

Höhepunkt des Abends aber war der Auftritt der sehnsüchtig erwarteten und mit viel Liebe empfangenen Shout Out Louds aus Schweden. Ihre bittersüßen Melodien im Popgewand und ihre Publikumsnähe ließen fast spürbar Herzen schmelzen – ideal für diese laue Sommernacht, in der zwar bald im pool zur DJ Parade mit Heat & Defeat getanzt wurde, gleichzeitig aber auch noch die Wiese vor dem Hallenbad lange Zeit fröhlich bevölkert blieb.

 

Was noch kommt: von Anna Calvi bis HIM: große Namen und viel Musik

In Kürze weckt Anna Calvi, eine junge, massiv gehypte britische Musikerin,  Assoziationen zu P.J.Harvey,  Nick Cave, Patti Smith und Maria Callas. Letztere ist eines ihrer absoluten Idole. Wenn Anna Calvi singt, dann strotzt auch der leiseste Ton nur so vor Selbstbewusstsein und Sexappeal. Wir haben sie schon beim Soundcheck gehört: umwerfend!

Sie hat laut eigener Aussage keine Bühnenangst, spielt ihre Fender Telecaster mal rockig-rau, mal sinnlich-sexy, packt zwischendurch auch einmal die Geige aus, und vor allem traut sie sich, aus dem Folk-Pop, der bei Sängerinnen und Girlbands ja doch oft relativ dominant ist, auszubrechen – und bleibt immer elegant. Eine Perle im poolbar-Programm.

Der Mittwoch gehört – bei freiem Eintritt – den lokalen Bands The Centuries und Young Rebellion, ehe am Donnerstag mit den Hidden Cameras alte poolbar-Bekannte aus Canada mit Ihrem „Gay Gospel“ beste Laune verbreiten werden, ohne dabei auf Pathos und Dramatik zu verzichten. Konzerte mit The Hidden Cameras im pool sind immer große Feste, um die sich im Nachhinein Legenden ranken.

Druckvoll wird auch der Freitag mit einem der größten Namen des diesjährigen poolbar-Festivals, Maximo Park: „Apply some Pressure“ kann durchaus als „Indie-Welt-Hit“ bezeichnet werden, und ihre Musik hat nach wie vor nichts an Druck und Vehemenz verloren  – vor allem live kennt das Quintett aus Newcastle keine Hemmungen und wirft alles in die Waagschale.

 

Der Samstag ist modernem HipHop gewidmet – und zwar von Frauen. Die Wiener Rapperin Yasmo  war mit ihrem stylish-indie-trendy-hiphop-urbanshit Sound für einen Amadeus nominiert. International größere Wellen schlug Dena: „Sie mochte schon vor Macklemore gemusterte Second-Hand-Klamotten. Ihr Loop hat Hook, ihre Pullis Trash und ihr kommendes Debüt enthält zehn lupenreine Hits zwischen 90s Rap, Hip-Hop und Pop“, stellt the The Gap der Wahlberlinerin ein Qualitätszeugnis aus.

Danach folgt jeweils wieder Freitags und Samstags die DJ Parade im pool bei freiem Eintritt.

Mit Picknickkob und –Decke sowie regionalen Produkten aus den Bereichen Landwirtschaft und Musik („Swing Unit“) wird ein gemütlicher Sonntag morgen eingeläutet, der gegen Abend dann ins Ungemütliche kippen wird: Mit den finnischen HIM betreten Musiker die Bühne, die nach wie vor die größten Rock-Festivalbühnen als Headliner bespielen – kein Wunder: „Join me“ war zwar ein Riesenhit, an dem weltweit niemand vorbei kam, aber die Fans der Band lieben Ville Vallo  & Co aufgrund vieler Songs, die aus geschundenen Seelen sprechen, aber auch und vor allem für die düsteren Live-Auftritte.

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