Poolbar Blog

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Sieg für die Kulturbanausen!

Es war der letzte poolbar-Sonntag des Jahres 2014. Der Sommer war in jenem Jahr ein Winter - aber an diesem einen, vielleicht dem dramatischsten Tag des poolbar-Festivals, zeigte die Sonne nochmals ihre Krallen, und auch im Reichenfeld wurden bei brütender Hitze die Krallen ausgefahren und im Fleisch des ballesterischen Gegners verankert: Das zweite poolbar soccer invitational ließ die Emotionen hoch- und die Manieren untergehen. Am Ende siegten die Kulturbanausen.

Pünktlich um 16 Uhr war Ankick - jedoch in Form einer Verlautbarung: Aus den gemeldeten 7 Teams wurden 6, denn aufgrund personeller Engpässe fusionierten das "Team Aufbau" (klingt nach DDR, aber das Team hatte nur den Aufbau der poolbar-Architektur zu verantworten) und "Die Techniker" (klingt nach feiner Fußballerklinge, de facto aber war es die gnadenlose Sense des poolbar-Technikerteams).

Bis heute ließ sich nicht ganz klären, wie das Team "Schwalbe 69" dem Turnier zugeflogen ist, aber Batwoman war eindeutig als poolbar-Mitarbeiter zu identifizieren, somit konnte auch über diverse Regelverstöße hinweg gesehen werden - insbesondere die FIFA-Bekleidungsvorschriften wurden sehr frei und textilsparend interpretiert, was aber immerhin zu optischen, wenn auch nicht zu fußballerischen Genüssen reichte. Schwalbe 69 bekam einige Eier ins Nest gelegt und bescherte den Gegnern jeweils 3 Punkte.

Die anderen 5 Mannschaften matchten sich um den Einzug in die Halbfinali. Die beiden externen Teams setzten sich schließlich souverän an die Spitze: die FC Tosters Altherren (12 Punkte aus 5 Spielen des Grunddurchganges) mussten sich nur im Match gegen die Kulturbanausen geschlagen geben. Die Kulturbanausen wiederum hatten sich im Grunddurchgang einzig gegen Gastro&Legionäre mit einem 2-2 Remis zu begnügen, mit 13 Punkten Punkten aus 5 Spielen und dem beeindruckenden Torverhältnis von 10:2 wurden sie aber klar Sieger des Grunddurchganges.

Erst im 15. und damit allerletzten Spiel des Grunddurchganges mussten sich The Badewaschls  - angeführt von einem kampfstarken und mit viel Übersicht agierenden Oberbedewaschl Samuel Pröll - aus dem Turnier verabschieden: Durch die Niederlage in diesem Spiel jedoch blieb nur der vorletzte Platz, den bis dahin überraschend Gastro&Legionäre, also die Titelverteidiger, innehatten. Mit dem Sieg im letzten Spiel jedoch schafften Gastro&Legionäre aufgrund der größeren Anzahl geschossener Tore sogar noch den Sprung auf Platz 3 der Tabelle, knapp vor dem  punktegleichen Team "Die Techniker".

An dieser Reihung sollte sich auch nach den Finalspielen nichts ändern: In den Halbfinali setzten sich die Kulturbanausen und die FC Tosters Altherren jeweils  - Verzeihung! - arschknapp mit 1-0 durch, das kleine Finale ging mit 2-0 an Gastro&Legionäre.

Einem großen Showdown im Finale der bisherigen Dominatoren stand also nichts im Wege. Die Spannung war spürbar, der mit Mühe als Lässigkeit getarnte Ehrgeiz ließ nur gequält hervorgebrachte Freundlichkeiten zu - auf dem Platz kämpften in Wahrheit Titanen. Vor allem von der Seitenlinie aus gut angetrieben vom schlauen Coach und Motivationsfuchs Dottore Windried Nussbaummüller erspielten sich die Kulturbanausen eine leichte Feldüberlegenheit; Thomas Häusle ließ immer wieder seine Klasse aufblitzen, Arno Egger wich keinen Zentimeter zurück, Marbod Fritsch war nur schwer aufzuhalten, doch selbst der extra aus Wien angereiste Thiemo Fritsch konnte das Runde nicht im Eckigen platzieren. So musste nach 2x6 torlosen Minuten das Elfmeterschießen entscheiden, in dem sich die Kulturbanausen mit 2-1 durchsetzten.

Kurz zusammengefasst: Sechs Teams kämpften um die Krone - 4 davon waren poolbar-interne Teams, und diese zeigten Geschlossenheit und belegten die letzten 4 Plätze. Oder anders ausgedrückt: Das Team "Gastro & Legionäre" wurde zwar insgesamt nur dritter, darf sich aber als poolbar-interner Meister fühlen und hat insofern den letztjährigen Titel verteidigt. Wenn man auf dem Platz nicht überzeugen kann, muss man die kleinen Erfolge eben groß reden.

Sieger der dritten Halbzeit war eindeutig das Team Schwalbe 69, das beim abschließenden Feiern im Alten Hallenbad die größte Ausdauer bewies - Gratulation!

Bereits traditionell ist die mangelhafte fotografische Dokumentation des poolbar soccer invitationals, was mangelnder Professionalität angelastet werden könnte - oder aber man interpretiert es als Schaffung von Freiraum für die Bildung von Legenden.

Aber auch die größten Legenden werden von der Realität eingeholt - spätestens beim 3.poolbar soccer invitational im Sommer 2015.

Anmeldungen bitte an koenigfussball@poolbar.at

 

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