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Die ehrlichste Platte von Prinz Grizzley

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Wann & Wo, Joachim Mangard – Prinz Grizzley alias Chris Comper veröffentlichte seine Country-EP. W&W sprach mit dem Wälder „John Fogerty“.

W&W: Am Freitag hast du deine erste Country-EP „Wide Open Country“ veröffentlicht. Wie ist es dazu gekommen?

Prinz Grizzley: Ich habe endlich die Zeit für die Musik gefunden. Country hat mich immer schon fasziniert, die Platte ist mein bisher persönlichstes Werk.

W&W: Was bedeutet Country für dich?

Prinz Grizzley: Viele verbinden die Musik mit großen, weißen Cowboy-Hüten und Stadion-Touren. In unseren Breiten verbinden viele den Sound mit etwas völlig Anderem, als ich es zum Beispiel inzwischen tue. Ich sehe einfach viele Parallelen zum ursprünglichen Country in den USA. Dort gibt es die Appalachen, bei uns die Bregenzerwälder Berge. Dort die Farmer, bei uns die Bauern. Kleine, ländliche Gebiete. Ich habe das Gefühl, dass Country einfach gut zum „Would“ passt.

 

Fotos: Prinz Grizzley und William Fitzsimmons
am poolbar-Festival 2015

 

W&W: Ist es dein persönlichstes Werk?

Prinz Grizzley: Absolut, ich habe dieses Mal das Gefühl das es meine ehrlichste Platte wird. Das soll aber nicht heißen, das Golden Reef nicht ehrlich war. Die EP spiegelt meine Vorlieben für Folk, Country aber auch härtere Nummern à la Neil Young wider. Im Herbst wird dann das ganze Album erscheinen.

W&W: Wie wurde die Platte aufgenommen?

Prinz Grizzley: Durch einen befreundeten Musiker wurde Oliver Varga, der Lebensgefährte und Gitarrist von Christina Stürmer, auf mich aufmerksam. Mit ihm habe ich dann die Platte über den Zeitraum eines Jahres aufgenommen. Besonders stolz bin ich auf die Pedal Steel-Parts von Aaron Goldstein, einem kanadischen Musiker, der weltweit zu den Besten auf diesem Instrument zählt.

W&W: Wie hast du ihn für deine Aufnahmen bekommen?

Prinz Grizzley: Als ich mich für meine Richtung entschieden hatte, richtig urigen Country, kam ich auf diesen Musiker. Zuvor hatte ich mich selbst an der Pedal Steel-Gitarre versucht. Ich habe aber realisiert, dass ich auf diesem Instrument länger als zwei Wochen üben muss, um es sauber auf einer Platte zu spielen. Dann sah ich Goldstein live in Zürich und wusste, dass ich ihn unbedingt auf meiner Platte haben wollte. Ich hab ihn frech angeschrieben, ihm meinen Sound gezeigt und innerhalb weniger Tage kam die Zusage – Frechheit siegt.

 

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W&W: Wie wird die Live-Besetzung aussehen?

Prinz Grizzley: Im Idealfall trete ich gemeinsam mit The Beargaroos in einer Band-Formation auf. Ich kann aber auch alleine, im Duo oder zu Dritt auftreten. Am 16. April spiele ich im Saumarkt Feldkirch. Dort kann man sich dann auch live selbst ein Bild machen.

W&W: Wie lautete das erste Feedback für deine Neu-Orientierung?

Prinz Grizzley: Obwohl sich die Musik schon sehr stark in einer Nische ansiedeln lässt, war das Feedback bisher sehr gut. Egal ob es von älteren Bikern, jungen Hipstern oder klassischen Country-Fans kam, die Musik spricht an und ich kann mich mit ihr identifizieren. Weil sie einfach ehrlich ist.

Fotos: Matthias Rhomberg

www.prinzgrizzley.com
Prinz Grizzley on bandcamp
EP-Sale

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