Poolbar Blog

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Besucherrekord und überraschende Höhepunkte.

Der Rückblick 2016

Kaum zu glauben 45 Tage poolbar-Festival sind vorüber. Ja – richtig gelesen. Vom 7.7. bis zum 20.8.2016 bot das alte Hallenbad in Feldkirch Entfaltungsfreiraum für das Festival mit Mehrwert. Über den ganzen Zeitraum hinweg wurde das Gebäude und dessen Umgebung von inter/nationalen Musikacts und Künstlern bespielt. Zeit um rückzublicken.

Konzert Höhepunkte
Das poolbar-Festival versteht sich als Konzept-Festival. Neben den Konzerten, die im Mittelpunkt stehen, ist das Programm mit unterschiedlichsten Veranstaltungs-Formaten bestückt. Da kommt eine ordentliche Anzahl mit satter Vielfalt zusammen. Die Geschäftsführer Heike Kaufmann und Herwig Bauer zeigen sich äußerst zufrieden mit der Bilanz.
Das heurige Programm lief so gut wie noch nie. Die stetige Entwicklung habe sich ausgezahlt. „In unserer 23-jährigen Geschichte hatten wir in dieser Saison die meisten ausverkauften Konzerte in der großen Halle. Da im Vorverkauf teils so ein starker Andrang war mussten Kartenkontingente – auch für spezielle Formate, wie den erst zum zweiten mal statt gefundenen Tagebuch Slam, hochverlegt werden.

Neuer Besucher-Rekord
Neben den erwartungsgemäß starken Konzerten der Großen Acts, wie Bilderbuch, Dispatch, Jurassic 5, Travis, Nneka und Walking On Cars – allesamt ausverkauft in der Halle – streicht Bauer Quantic, The Very Best, Lola Marsh und Dan Mangan in seinem Programmheft als Highlight an. Drei Acts, die eigentlich Support waren, jedoch Headlinerstatus verdienen würden seien Koenig, White Miles und Kytes, hält er fest. Ca. 25.000 BesucherInn wurden gezählt – ein neuer Rekord! Trotz erhöhtem Besucherandrang konnten Polizei, Sicherheitskräfte sowie Sanitäter nichts außergewöhnliches feststellen.

Wow-Effekt am Festivalgelände
Doch für ein gelungenes poolbar-Festival zählen nicht nur Ticketverkäufe, sondern eher auch die persönliche Resonanz des Publikums aus Vorarlberg und den Nachbarländern. Und diese sei überwältigend gewesen und lasse alle vergangenen Strapazen vergessen und motivieren gewaltig, so die Veranstalter. Oft konnte man staunende Gesichter am Festivalgelände entdecken, denn 2016 hat sich das Architektur- und Gestaltungsteam selbst übertroffen. Schon von der Illbrücke her eröffnete sich mit dem Weg, der sich durch die extra angelegte Blumenwiese schlängelte, der Blick auf das Gelände. Dort standen verschiedene neu angelegte Holzkonstrukionen, die die Vorarlberger Holzbaukunst hochleben ließen. Und bekam sogar einen eigenen Namen: „poolbar-Village“. Besonders an den lauen Sommernächten lud der Außenbereich zum Verweilen ein. Davon gab es einige, glücklicherweise.

Die fein konzipierte Architektur im Außenbereich wurde im Innenbereich weitergeführt. In diesem Jahr trug die ganze Gestaltung – Architektur, Grafik, Produktdesign, Visuals, Street Art und Style – das Überthema „Aufbruch“ und wurde zu Jahresbeginn bei der Workshopreihe „poolbar-Generator“ entwickelt. Über 50 kreative Köpfe generierten gemeinsam ein schlüssiges Konzept. Ein Experiment, das sich bewährt hat und 2017 auch wieder Platz findet oder besser gesagt Ursprung für die ganze Gestaltung sein wird. Jedes Jahr erfindet sich das poolbar-Festival neu, doch die Werte bleiben gleich.

Tag der Integration
Besonders hervorgehoben hat sich der Gsis welcome Integrationstag. Er begann mit einem Fußball Turnier, zu dem neben poolbar-Team, poolbar-Gästen und Kulturbetriebskollegen – u.a. die Wiener Symphoniker – auch zahlreiche Teams von Flüchtlingen zwischen Hohenweiler und Feldkirch angetreten waren. Nach vielen sportlichen und emotionalen Höhepunkten bei spannenden Elfmeterduellen wurde der Tag mit dem Kontaktchor und einer Tanzgruppe – in beiden Fällen zusammengesetzt aus Asylwerbern und Einheimischen – bei euphorischer Stimmung fortgesetzt, ehe zwei eigens für den Anlass von Flüchtlingen gestaltete Kurzfilme, im bis zum letzten Platz besetzten pool, für eine Nachdenkpause sorgten.
Die Zahlen sprechen für sich und machen alle Statistik-Liebhaber wuschig.

Programm:
1 Lesung
1 Liechtensteiniade
1 Fußball-Turnier
1 Integrationstag
1 Kleidertausch Happening (Kleiderzirkus)
2 Public Viewings
2 Slams (Poetry Slam und Tagebuchslam)
2 Kooperationsveranstaltungen: Feschmarkt und Craft Feld
3 Präsentationen/Galas
4 Tage poolTanz
6 Popquiz-Abende
6 Zirkusworkshops für Jung und Alt + Hochprima Yoga (beim Jazzbrunch)
6 Jazzbrunches
8 Filmvorführungen (von kleinen im Burtkasten bis zum Open Air Kino)
40 DJ Sets
61 Konzerte (Support-Acts, Headliner und Mini Open Airs im Brutkasten)

Allgemein (Zahlen sind als Richtwert zu sehen.):
20m3 heimisches Fichtenholz wurden verbaut
Über 50 Mitwirkende beim poolbar-Generator
130 Mitarbeiter. Alle fair entlohnt, kein Ehrenamt
25.000 BesucherInnen
47.000 Durstlöscher gingen über die Theke (Bier, Limo, Säfte und Mixgetränke uvm.)
860.000 Euro Budget. (incl. poolbar-Generator). Davon 81% Eigenleistung durch Gastro, Sponsoren und Eintritte

Was kommt als nächstes?
Das poolbar-Festival ist am 2. September wieder in Dornbirn zu Gast. Im Zuge des Urbikuss-Stadtfestes sorgt ein Bar-Container aus dem „poolbar-Village“ mitten auf dem Marktplatz für kühle Drinks. Direkt neben der Hauptbühne mit Fuzzman & The Singing Rebels. Dornbirn agiert seit Anbeginn des poolbar-Generators als Partner und unterstützt diesen. Mit der Vernetzung am Urbikuss kommt das Generierte nach Dornbirn. Zudem wird am Platz zwischen Inatura und Kunstraum eine kleine poolbar-Lounge eingerichtet. Mit poolcar, poolbar-Festival-Möbeln, Street Art, Sound von DJ Shneeblinksi sowie kühlen Drinks.

Ahoi 2017
Der nächsten Saison gehen die Veranstalter mit viel Motivation entgegen. Dankbar schauen sie auf das gesamte poolbar-Team, Mitwirkende, PartnerInnen, Musikacts und auf die treuen BesucherInnen. Sie alle machen das poolbar-Festival zu dem was es ist.

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