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“Wir wollen mehr in die Öffentlichkeit treten”

http://poolbar.at/system/asset/filename/25954/robert-zanona-und-michael_poolbar.jpg Robert Zanona und Michael Amann (c) poolbar Festival.

 

 

Workshopleiter Robert Zanona und Michael Amann sprechen im Interview mit den Vorarlberger Nachrichten über den Poolbar-Generator. Erschienen am 29. Dezember 2016.

 
Welche Beziehungen habt ihr zur Poolbar?

Zanona: 2015 waren wir selbst noch als Teilnehmer beim Poolbar-Generator in Dornbirn dabei. Wir waren danach intensiv mit der Ausarbeitung der temporären Architektur für den Außenbereich beschäftigt und haben bei der Umsetzung mitgewirkt. Die Zusammenarbeit mit dem Team war von Anfang an super – mit der Zeit wurden wir dann auch Teil des Teams und verantwortlich für den Bereich Architektur und Bauten. Bei der Workshopreihe 2016 übernahmen wir zusammen mit Massimo Nardiello die Workshopleitung im Bereich Architektur.   


 
Wie lange beschäftigt ihr euch schon mit Architektur?

Amann: Wir studieren seit fünf Jahren an der Technischen Universität in Wien. Aufgrund des mangelnden Platzangebotes von Arbeitsräumen an der Uni haben wir uns sehr bald ein gemeinsames Atelier mit anderen Studienkollegen eingerichtet. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Austausch und die Zusammenarbeit mit jungen Kollegen ein wichtiger Aspekt für die Ausbildung ist und stetig neue Inspirationen mit sich bringt.

Zanona: Ob in verschiedenen Praktika in Architekturbüros oder als Mitarbeiter in einer Modellbauwerkstatt – uns war es immer wichtig, neben dem Studium praktische Erfahrungen zu sammeln. Derzeit erarbeiten wir kleinere Projekte in Wien und Vorarlberg und sind seit Oktober dieses Jahres mit Poolbar-Geschäftsführer Herwig Bauer mit der Organisation des Poolbar-Generators beschäftigt.

 


Die Architektur ist ein wesentlicher Bestandteil des Festivals. Jedes Jahr wird sie anders gestaltet. Wie entstehen die Ideen dafür?

Amann: Bis vor vier Jahren wurde für die temporäre Gestaltung jährlich ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Der Umstieg auf die Workshopreihe mit den Bereichen Architektur, Grafik und Visuals, Produktdesign, Street Art und Public Art hatte den Hintergrund, ein gesamtheitliches Gestaltungskonzept in einer Zeitdauer von etwa zwei Wochen gemeinsam im Team zu erarbeiten. Im Vordergrund steht der spartenübergreifende Austausch unter jungen Kreativen.

 

 

Welches sind eure Workshop-Ziele?

Zanona: Das Ziel der Workshopreihe ist die Erarbeitung von Ideen und Konzepten für die temporäre Gestaltung des Poolbar-Festivals 2017. Die Aufgabenstellungen reichen von der Außen- und Innenraumgestaltung bis hin zu Möbeldesign. Es gilt eine atmosphärische und spannende Architektur zu entwerfen. Berücksichtigt werden müssen neben den infrastrukturellen Abläufen eines Festivalbetriebs auch die knappen Auf- und Abbauzeiten.

Amann: Nach den Workshops in Bregenz haben Teilnehmer etwa einen Monat Zeit, selbstständig oder in kleineren Gruppen die erarbeiteten Konzepte zu schärfen und zu konkretisieren. Im März werden in einem Nachbearbeitungsworkshop in Wien die konkreten Entwürfe ausgearbeitet und erste Prototypen erstellt.

 

 

Worauf legt ihr in diesem Jahr den Fokus?

Zanona: Im Fokus des Poolbar-Generators liegt die Intensivierung des Austausches unter den einzelnen Workshopbereichen, um ein harmonisches sowie nachhaltiges Gestaltungskonzept zu erarbeiten. Im kommenden Jahr wird das erste Mal der Workshop „Public Art“ unter der Leitung des Wiener Künstlers Manuel Gorkiewicz angeboten. Es sollen künstlerische Installationen und skulpturale Arbeiten am Festivalgelände und im öffentlichen Raum umgesetzt werden. Das Publikum besteht also nicht nur aus Festivalbesuchern, sondern auch aus der Lokalbevölkerung.   

 

 

Heuer findet der Poolbar-Generator in Bregenz statt.

Amann: Den Teilnehmern soll eine angenehme Arbeitsatmosphäre geboten werden – letztes Jahr haben wir uns für eine abgeschiedene Location in Ebnit entschieden. Dieses Jahr sind wir im urbaneren Bregenz, mit dem Ziel, mehr in die Öffentlichkeit zu treten. Zusätzlich wird eine öffentliche Vortragsreihe angeboten, am 17. Februar im KUB zum Thema Kunst & Architektur und am 21. Februar im Vorarlberg Museum zum Thema Grafik & Design.

 


Was könnt ihr von den vergangenen Workshops für den nächsten Poolbar-Generator mitnehmen?

Zanona: Die bewusste und ökonomische Wahl der eingesetzten Materialen hat sich bewährt und ist ein wesentlicher Bestandteil für die jährlich neue temporäre Architektur beim Festival. Die wichtigen Aspekte der Wiederverwendbarkeit und der Lagerung dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Da es wichtig ist, solche Aspekte schon beim Entwurf mitzudenken und das Team von Beginn an miteinzubeziehen, ist der Umstieg von den Wettbewerben hin zum gemeinsamen Erarbeiten in einer Workshopreihe sinnvoll und nachhaltig.

 
Zur Person

Michael Amann
Geboren: 21. April 1992 in Feldkirch
Ausbildung: Architekturstudent
Hobby: Musik

Robert Zanona
Geboren: 21. Dezember 1990 in Feldkirch
Ausbildung: Architekturstudent
Hobby: Fotografie

 

 

 

 

 

 

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