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Ein Club im Wohnzimmer

 

 

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Robert Zanona – VN, Dominik Heinzle

 

 

Feldkirch. (VN-doh) Eigentlich studiert Robert Zanona Architektur in Wien, doch seit Monaten dreht sich beim 26-Jährigen alles nur noch um das Poolbar Festival im Feldkircher Reichenfeld. Was 1994 als reine Workshopreihe begann, entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Popkulturfestivals in Österreich. Mit dem Poolbar-Generator kehren Festival-Chef Herwig Bauer und sein Team zu ihren Ursprüngen zurück. Der Reiz der Poolbar liegt nicht zuletzt in der alljährlich neu erfundenen Architektur und der detailreichen Gestaltung der Räumlichkeiten, die dem Festival seine besondere Atmosphäre verleihen. „2015 waren wir selbst noch als Teilnehmer beim Poolbar-Generator in Dornbirn dabei. Die Zusammenarbeit mit dem Team war von Anfang an super – mit der Zeit wurden wir dann auch Teil des Teams und verantwortlich für den Bereich Architektur und Bauten“, erklärt Zanona.

 

Wir haben viel Zeit investiert und freuen uns auf den Festival-Start. – Robert Zanona


Bei der Workshopreihe 2016 und 2017 übernahmen er und Michael Amann die Leitung im Bereich Architektur. Der Poolbar-Generator bietet jungen Talenten die Chance, das Festival im Alten Hallenbad in Feldkirch aktiv mitzugestalten. „Die Aufgabenstellungen reichen von der Außen- und Innenraumgestaltung bis hin zu Möbeldesign“, erklärt Zanona.

Im Fokus standen heuer die Bereiche Architektur, Grafik und Visuals, New Media, Street Art, Licht und Produktdesign und erstmals auch Public Art. Das gemeinsame Motto: die Zeit. Entstanden sind verschiedenste geometrische Elemente, die als Sitzgelegenheit oder Stehtische genutzt werden können. Für die Innengestaltung sei die Herausforderung, eine Wohnzimmeratmosphäre zu schaffen, die bei den Konzerten, aber auch einem Club gerecht wird und zum Tanzen einlädt. Dafür werden Deckenelemente sorgen, die durch eingebaute Leuchtmittel die passende Stimmung erzeugen.

 

Programm bis 15. August


Nach dem Workshop mit rund 40 Teilnehmern arbeitete der gebürtige Feldkircher gemeinsam mit Michael Amann das Konzept weiter aus, und seit rund zwei Wochen werden die Entwürfe im Alten Hallenbad in Feldkirch aufgebaut. „Das Festival in Feldkirch ist für uns etwas sehr Spezielles, weil es über einen so langen Zeitraum andauert. Dadurch können wir auch jedes Jahr mit großem Aufwand die Architektur neu erfinden“, freut sich Zanona.

 

„Festival genießen“


Noch wird am Aufbau im und um das Alte Hallenbad gearbeitet. Morgen, Freitag, wird zur Eröffnung des Poolbar-Festivals aber alles fertig sein, denn derzeit laufe alles noch nach Plan. Den Auftakt des diesjährigen Festivals macht mit Voodoo Jürgens ein Künstler, der mit pechschwarzem Wiener Humor in der Tradition des Austro-Pop punktet und im vergangenen Jahr die österreichische Musikszene ordentlich aufmischte. Dass das Festival auch dieses Jahr internationale Größen im Programm hat, beweist dann der Headliner des Samstags, Cat Power aus dem Süden der USA. Und auf diesen Auftritt freut sich Zanona besonders. Einen ganz großen Auftritt werden die Indie-Legenden Pixies am ersten August im Montforthaus in Feldkirch liefern.

Für den Architekturstudenten Robert Zanona ist am Freitag die größte Arbeit für das Festival vorbei. Aber auch während der sechs Wochen ist er im Alten Hallenbad tätig und kümmert sich tagsüber um die Haustechnik. Und am Abend bleibt dann Zeit, um die neu geschaffenen Möbel ausgiebig zu testen und die Konzerte zu genießen.

Zur Person
Robert Zanona
Leitet den Poolbar-Generator und setzt das Architektur-Konzept für das Festival um.
Geboren: 21. Dezember 1990
Ausbildung: Studium Architektur an der TU Wien
Wohnort: Feldkirch, Wien

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