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Oscar-Rennen für "Ein Augenblick Freiheit"

Österreicher Arash T. Riahi im Oscar-Rennen
02. September 2009, 09:11
Österreichisch-iranischer Regisseur darf auf Nachfolge von Ruzowitzky und Spielmann hoffen

Wien - Positiv überrascht zeigte sich der österreichische Regisseur Arash T. Riahi (37) von der Entscheidung der Austrian Film Commission (AFC), sein Spielfilmdebüt "Ein Augenblick Freiheit" ins Oscar-Rennen um den besten nicht-englischsprachigen Film zu schicken. "Sehr cool, ich freue mich voll", sagte Riahi, "weil es dem Film mehr Beachtung schenkt und weil es auch ein wichtiges Thema ist." Der im Iran geborene Filmemacher, der selbst im Kindesalter geflüchtet ist, erzählt in seinem Film von der Odyssee dreier iranisch-kurdischer Flüchtlingspaare.

"Ein Augenblick Freiheit", der seit seiner Premiere bei der vergangenen Viennale weltweit 22 Auszeichnungen gewann, hatte gerade seinen Kinostart in Deutschland. Die Aufmerksamkeit rund um die Oscar-Einreichung könne dort nicht schaden, gleichzeitig aber vielleicht auch helfen, die Demokratisierung im Iran voranzutreiben, hofft Riahi. Für ihn sei es "eine Ehre", ursprünglich habe er natürlich auf Michael Hanekes "Das weiße Band" für diese Entscheidung getippt. Der Gewinner der Goldenen Palme in Cannes war jedoch vor einer Woche vom majoritär produzierenden Deutschland ins Rennen geschickt worden.

Mehr als 60 Länder weltweit reichen Filme für den Auslands-Oscar ein, Ende des Jahres wird von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences eine Longlist von neun Filmen bekanntgegeben. "Da ist viel Politik dahinter, ich habe keine große Lobby", gibt sich Riahi bescheiden, "es wäre ein Wunder, wenn ich nominiert würde." Die Nominierungen der letzten fünf Teilnehmer werden am 2. Februar 2010 verkündet. "Der erste Schritt ist jetzt mal getan - und Wunder können auch passieren", so der Regisseur. "Letztes Jahr hätte auch niemand gedacht, dass 'Revanche' nominiert wird."

Den gesamten Text nachzulesen auf derstandard.at.

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