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MTKs "Einer muss in Führung gehen"

Mit dem Untertitel "Noch näher am Dancefloor" eröffnet laut.de seine Rezension über das jüngste Album von Mediengruppe Telekommander. Vier von fünf Punkten gibt die LeserInnenschaft dem deutsch-österreichischen Duo und die Redaktion sagt Folgendes dazu:

Der Promozettel spricht öfter von "beißen", etwa von "ins Gehör beißen". Das Verb taugt durchaus, um den dritten Streich der deutsch-österreichischen Freundschaft zu charakterisieren.

Beißen ist hier weniger im Sinne smarter Parolen gemeint, die früher "Kommanda" oder "Trend" hießen. Eher beißt sich die um Drummer Nico Friedrich erweiterte Mediengruppe Telekommander aggressiv im Tanzbein fest.

Viele haben Florian Zwietnig und Gerald Mandl schon seit dem zweiten Album nicht mehr ganz so lieb wie zu Debützeiten - angesichts eingängiger Gröler wie "Bild Dir Deine Meinung" oder "Sprengkörper" zu Unrecht. Platte Nummer drei wird daran wenig ändern.

"Der Teufel sitzt auf unsrer Rückbank", schreit es im Opener "Dunkelziffer". Das heraufbeschworene Bild eines in der Nacht immer schneller ziellos dahin rasenden Autos passt nicht nur perfekt zum nachfolgenden "Einer Muss In Führung", sondern zur Platte insgesamt.

Die Unterschiede zu den Vorgängeralben sind marginal: Als Grundkoordinaten fungieren die markanten Doppelvocals, der Sound gebärt sich allerdings düsterer und weniger melodiös. Die Stücke rücken noch näher an den Dancefloor heran, die Livedrums machen sie gleichzeitig krachiger und ironisch eingängige Mitsingslogans gilt es sich heuer selbst zu erarbeiten ("Endlosrille" wäre ein Kandidat).

Irgendwie scheint das plakative Interesse der Mediengruppe an größeren Einheiten - man denke an markige Ansagen wie "Die ganze Kraft einer Kultur" - auf Albumlänge ein wenig in den Hintergrund zu treten: "Auf große Worte keine Taten / einfach nur Sprüche an der Wand" unterstreicht man in "Dunkelziffer".

"Einer Muss In Führung Gehen" nimmt noch mehr die Wirkung auf den Einzelnen, auf das Private ins Visier ("Es Gibt Immer Was Zu Tun"). Diesmal mehr Sound als Parole.

Nachzulesen HIER.

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