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Eastpak Antidote Tour - unter anderem mit Anti-Flag

Wenn von den Bands The Ghost of a Thousand, Four Year Strong, Alexisonfire und Anti Flag die Rede ist, kann es sich nur um Eines handeln - und zwar um die lang ersehnte Eastpak Antidote Tour, die wie jedes Jahr auch nach Wien gekommen ist.

Den Anfang des Wien-Auftritts der Eastpack Antidote Tour machten The Ghost of a Thousand, die mit gekonnt eingesetzten Screams und engem Kontakt zum Publikum die Menge in die richtige Stimmung brachten. Auch was die Kleidung betraf hat sich die Band ganz ihrem Namen angepasst. Sie kamen geschlossen in weiß gekleidet. Einen Blick wert war auch der Vokuhila des Drummers, der scheinbar noch in der Mitte der 90er hängen geblieben ist, was allerdings nichts über sein Können aussagte, denn er wusste genau wie er sein Schlagzeug zu behandeln hatte.

Aber nun weg von den modischen No go's - widmen wir uns einer Band die auf ganzer Linie beeindruckte und die Leute zum tanzen brachte. Die Rede ist natürlich von Four Year Strong. Die Band rund um die beiden Sänger und Gitarristen Alan Day und Dan O'Conner zeichnete sich vor allem durch ihr technisches können an der Gitarre aus. Mit ihrem zweiten Album Rise or Die Trying machten sie sich sofort bei ihren Fans beliebt, da sie ausschließlich Lieder aus diesem Album spielten. Aber ab hier teilten sich auch die Meinungen der Fans: Die einen meinten, dass es besser  nicht hätte sein können, andere vermissten Lieder aus ihrem Cover-Album Explains it All, wo Songs wie "Ironic" und "Semi- Charmed Life" zu finden sind. Das Schöne an der Band war dennoch, dass sie trotz ihres plötzlichen Erfolges mehr als auf dem Boden geblieben sind. Sie machten Fotos, unterschrieben Merch und tratschten mit Fans.
Einziger Makel an diesem Auftritt war, dass man die Synthesizer nicht hörte, die die Band zum Teil ausmacht.

Alexis rockten das Gasometer

Da sind wir auch schon bei einer Band angelangt, die ihren Namen in einem Freudenhaus von einer netten Dame mit dem wunderschönen Namen Alexis bekommen haben. Die Rede ist von der Band Alexisonfire. Mit ihrem Album Crisis schafften sie es auch hier zu Lande recht bekannt zu werden und mittlerweile gibt es auf der ganzen Welt Bands, die dieser in allem nacheifern. Auch sie ließen es sich nicht nehmen das Gasometer mit Liedern wie "Boiled Frogs" und "Drunks, Lovers, Sinners and Saints" zu rocken. Außerdem stellten sie uns auch ihr neues Album Old Crows/Young Cardinals vor, welches leider nur mäßig beim Publikum ankam.

Anti Flag besetzten das Audimax

Zu guter Letzt kommen wir zu Anti Flag, deren anstrengender Tag bei ihrer nachmittägigen Secret Show in den Katakomben des Wiener Sportklubs begann, bei der sie The Clash geehrt und gecovert haben und damit einen kleinen Vorgeschmack auf das lieferten, was später am Abend noch kommen sollte. Nach dem Auftritt legten sie einen kleinen Zwischenstopp in unserer Uni im Audimax ein, in der sie unsere Studenten in einer Rede lobten und sich solidarisch mit ihren Protesten zeigten.

Anti Flag-Bassist Chris#2 kam schon bei Alexisonfire auf die Bühne und sang kurz mit, bevor seine Band als die Letzten des Abends der Menge noch einmal einheizte. Und so konnten sie mit ihren Punkhymnen überzeugen und das, obwohl das Publikum Großteils schon heimwärts gewandert war. Alles in allem ein toller Abend der mit einem würdigen Headliner beendet wurde und vielen noch länger in Erinnerung bleiben wird.

Text von Niki Pitlik. Erschienen auf www.fm5.at.

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