Poolbar Blog

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Willkommen, Herr Kulturamtsleiter!

Petermichl wird Feldkircher Kulturamtsleiter


Harald Petermichl, der frühere Intendant des Vorarlberger Landestheaters, wird neuer Feldkircher Kulturamtsleiter. Er folgt im März Albert Ruetz nach, der in Pension geht.


Gegen 21 Bewerber durchgesetzt


Petermichl hat sich gegen 21 Bewerber durchgesetzt. Für ihn hätten seine breitgefächterte Kompetenz und seine Kenntnisse der Vorarlberger Kulturszene gesprochen, heißt es von Seiten der Stadt. Petermichl war bis zum Frühjahr Intendant des Vorarlberger Landestheaters.


Positives Echo von Kulturschaffenden

Positiv ist das Echo von Seiten der Feldkircher Kulturschaffenden. Jörg Maria-Ortwein, Direktor des Vorarlberger Landeskonservatoriums, hofft auf die Ausarbeitung eines schärferen Profils des Bildungsstandortes Feldkirch.

Als freundlich, unterstützend und bereichernd hat die Geschäftsführerin des "Theaters am Saumarkt" in Feldkirch, Sabine Benzer, frühere Kooperationen mit Petermichl erlebt.

Für Herwig Bauer, den Leiter des "poolbar"- Festivals war ein Wechsel an der Spitze des Kulturamtes an der Zeit. Der Kulturbetrieb in der Montfortstadt müsse strukturell neu überdacht werden, vieles sei doch deutlich "angestaubt".

Johannes Rausch, Leiter des "Luaga und Losna"-Festivals, das seit letztem Jahr neben Nenzing auch in Feldkirch stattfindet, hofft darauf, dass Petermichl gerade die Anliegen freier Theaterschaffender berücksichtigen werde. Schließlich sei er ursprünglich auch in der freien Szene tätig gewesen.

Quelle orf.at

An dieser Stelle wollen wir uns sehr herzlich bei Mag. Albert Ruetz für die Jahre lange gute Zusammenarbeit bedanken - alleine, dass er im allerersten poolbar-Jahr angeboten hat, seine privaten Räumlichkeiten für die damaligen "KreAktiv-Wochen" (aus denen das poolbar-Festival hervorgegangen ist), zu nutzen, zeugt von seinem Engagement und seiner Bereitschaft, Neues zu ermöglichen. Albert Ruetz war uns immer ein geradliniger, präzisionsbewusster Ansprechpartner.

Wenn ich im ORF-Beitrag damit zitiert werde, dass ein "Wechsel an der Spitze des Kulturamtes an der Zeit" sei und der  Feldkircher Kulturbetrieb "angestaubt" sei, so sei dazu erläutert, wie das gemeint war und was nicht zitiert wurde: Die pensionsbedingte Nachbesetzung eines Postens wird per se keine Revolutionen bewirken. Aber personelle Veränderungen ermöglichen eine Analyse des Status Quo mit einem distanzierteren, unbefangenen Blick von Außen. Und natürlich ermöglichen personelle Änderungen Neuerungen - eine dringende Notwendigkeit in einem florierenden Kulturleben. Wir freuen uns auf offene, kritische Auseinandersetzungen und ein permanentes Infrage stellen...Staubschichten sind ja nicht zu leugnen, und auch beim poolbar-Festival versuchen wir durch jährliche inhaltliche und personelle Änderungen möglichst staubfrei zu bleiben...eine permanente Herausforderung.

Im Volksblatt steht zu Petermichls Kür: "Maßgeblich (...) waren dabei insbesondere die breitgefächerte kulturelle Kompetenz und die fundierten Kenntnisse der Vorarlberger Kulturszene, jahrelange Erfahrung im Kulturmanagement, gute wirtschaftliche Vorkenntnisse sowie ausgeprägte Sozialkompetenz." Das deckt sich mit der Einschätzung von Dietmar Nigsch vom Projekttheater. Das klingt vielversprechend. Also wohl eine gute Wahl des Gremiums bzw. der Stadt Feldkirch.

Danke, Albert Ruetz! Willkommen, Harald Petermichl!

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