Poolbar Blog

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Pop & Nischen

„Musik und Kultur von Nischen bis Pop". So lautet der zum poolbar-Festival gestellte Beisatz (Early adopters dürfen „claim" dazu sagen). Ob Beisatz oder Claim: Die Verbindung von Populärem mit Unentdecktem und teilweise nicht so leicht Zugänglichem wird auf möglichst allen Ebenen des Festivals versucht. Diese Hassliebe zwischen Nischen & Pop wurde letztes Jahr in der Mode-Musik-Performance „I've seen it all in a small town" großartig dargestellt (s. Bild und siehe 31.7.08, poolbar-Festival)
Pop hat viele Bewunderer, die Nische jedoch führt ein Schattendasein. Beim poolbar-Festival werden beide möglichst gleichberechtigt präsentiert, und es wird auch immer wieder mal die Nische in den Pop geschmuggelt. Unser plakativstes Beispiel dafür: Die Midi Marschmusikkapelle - ein 10-köpfiges Künstlerkollektiv, das mit Laptops je ein traditionelles Blasinstrument darstellt - schmuggelt sich heuer mitten in das Programm des Feldkircher Weinfestes und wird für manches Nasenrümpfen oder Schmunzeln, jedenfalls aber für Gesprächsstoff sorgen.
Neu ist auch der „brutkasten" , den wir als die räumliche Etablierung der kulturellen Nische sehen. Vor der Terrasse, mitten im Getümmel, installieren wir eine Black Box, die Platz für Experimentelles, aber auch Spontanes & Ungezwungenes für kleine Menschengruppen schafft. Nischenprogramm ohne Quotendruck ist hier parallel zum popkulturellen Programm möglich.
Aber den Quotendruck werden wir insgesamt natürlich nicht los - all unsere Bemühungen fressen nicht nur viel Zeit und wollen mit viel Liebe des poolbar-Teams verwöhnt werden, sondern sie kosten auch so richtig viel Geld.
Das heißt einerseits: Wir sind schlicht und ergreifend von der Gunst des großartigen, treuen poolbar-Publikums abhängig und müssen ordentlich was bieten und das auch gut bewerben. Genau diesen Zweck erfüllt unsere neue Homepage www.poolbar.at gleich doppelt: Sie bewirbt nicht nur Termine bekannter Superstars, sondern man kann sich so richtig in die Tiefe des gesamten Festivalprogrammes von Architektur über Mode bis hin zur Kunst wühlen. Man kann sich Schicht für Schicht ins Programm bohren, Songs anhören, Videos genießen - und eben genau die phantastischen Perlen entdecken, von denen man davor noch nie etwas gehört hat, die man aber nicht mehr missen will, wenn man mit ihnen Freundschaft geschlossen hat.
Im Vorfeld des poolbar-Festivals hatte ich ein Treffen mit einer Marketingverantwortlichen der Fa. NEUTRIK, einem Sponsor des poolbar-Festivals. Ihre Aussage direkt vor der Vertragsunterzeichnung hat dieses Vertrauen in die poolbar-Qualität perfekt auf den Punkt gebracht: „Wir haben uns das Lineup angeschaut und kennen keine einzige Band - wo muss ich unterschreiben?".

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