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Kunst: Die Siegerprojekte 2010 stehen fest!

Offener Kunstwettbewerb poolbar 2010: Die Siegerprojekte 2010 stehen fest!
 
Das poolbar-Festival schreibt alljährlich in Kooperation mit der IG Bildenende Kunst Österreich einen Wettbwewerb für mehrere künstlerische Interventionen in das poolbar-Festival oder den öffentlichen Raum aus. Die Jury (Roland Adlassnigg, Bildhauer, Künstler, IG Bildende Kunst - kurzfristig eingesprungen für die erkrankte Kirsten Helfrich / Winfried Nussbaummüller, Kunsthaus Bregenz / Herwig Bauer, poolbar-Festival) hat in einer öffentlichen Jurysitzung (am 8.3. im Kunsthaus Bregenz) über die Gewinner entschieden:

Die Projekte „Hack Attack" (Tobias Maximilian Schnell), „Ruf an!" (Gerald Zahn, Anita Land) und „eingespielt" wurden zu den Gewinnerprojeten erklärt...
Das Publikum war ausgesprochen engagiert und hat durch kritische Wortmeldungen wesentlich zu einer lebendigen Diskussion beigetragenalle zugelassenen Einreichungen und natürlich die Gewinnerprojekte 2010 sind in der poolbar Kunst Galerie zu sehen

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Zu den Projekten:

„Hack Attack" (Tobias Maximilian Schnell)

Das Gegenteil einer sachdienlichen Transformation kann nur in einer Transformation zu finden sein, die der Sache nicht dient. Zumindest nicht vordergründig. HACK ATTACK transformiert das Objekt, mit dem das Poolbar Festival stark in die Öffentlichkeit tritt, das wohl als das Herz zu betrachten ist: www.poolbar.at. Transformiert wird die schriftliche Komponente des Inhalts auf eine Art die wohl kaum jemand zu dienen scheint. Braille kommt zum Einsatz. Schrift für Sehbehinderte, die fühlend Inhalte erkennen. Aber wie interessant fühlt sich wohl ein Monitor an, oder ein I-Phone. Die Information scheint verloren zu gehen. Sie wird aber nur anders gewichtet. Geplant ist die Transformation der Startseite von www.poolbar.at
http://www.tobiasmaximilian.cc

Ruf an! (Gerald Zahn, Anita Land)

Eine zweckdienliche Information (Telefonnummern) wird durch eine Kontextverschiebung völlig zweckentfremdet, dient nur noch der Suggestion:
Aus den verschiedensten Erotik-Spots aus Werbepausen werden die einzelnen Zahlen der sinnlich gehauchten Telefonnummern extrahiert und zu einer endlos langen Telefonnummer addiert. Es entsteht eine Toninstallation, die im öffentlichen Raum - ganz ohne Bildunterstützung - ihre volle - andere - Wirkung entfaltet.
http://www.geraldzahn.tk

Eingespielt (Ingrid Pröller)

Das Projekt "eingespielt" für die poolbar 2010 verweist auf die ursprüngliche Funktion
des Sportbaus von Walter Bosshart, dessen Gebäude in erster Linie für Schwimmund
Leibesübungen konzipiert war. Das Hallenbad in der ersten Etage und die großflächige
Turnhalle in der zweiten Etage, sowie ein nahegelegener kleiner Fußballplatz
dienten als Sport- und Spielraum für Jugendliche.
Mittels farbiger Klebebänder werden Fragmente von Spielfeldmarkierungen
(Schwimmen, Völkerball, Basketball, Volleyball, Handball, Badminton, Fußball)
gleichsam wie Erinnerungsspuren über die zur Verfügung gestellten „sachdienlichen
Architekturen und Spielstätten" gezogen. Die buntfarbigen Linien und Akzentuierungen
weichen von der Orthogonalität der Räume ab, sie überspielen Winkel,
Kanten und Zwischenräume und legen sich wie eine aus dem Lot verschobene
Projektion über Wände, Decken und Böden. Es entstehen bewusste Raum- und Bedeutungsirritationen.
Die Farb- und Raummarkierungen sind abstraktes Muster und
funktionales Zeichen- bzw. Regelsystem gleichermaßen. Sie schmücken die Räume
nicht einfach nur malerisch aus, sondern paraphrasieren die eigenen baulichen
Strukturen, welche spezifischen (Spiel-)regeln folgen.
Ausgehend von der ursprünglichen zweckdienlichen Architektur für Sport und Spiel
spannt das Konzept eingespielt einen historischen, ästhetischen und spielerischen
Bogen zur aktuellen (zweckverfremdeten) Räumlichkeit der poolbar - ganz im Sinne
des „Gegenteils von Sachdienlicher Transformation".
www.ingridproeller.at.gg

 

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