Poolbar Blog

2017


2016


2015


2014


2013


2012


2011


2010


2009


2008


Shout Out Louds im Radiokulturhaus

Anfang April hatten einige Auserwählte das Glück, Shout Out Louds im Wiener Radiokulturhaus zu bewundern. Seitdem wissen wir, dass auch eine FM4 Radiosession zum Tanzen verleiten kann.

Nachdem Martin Blumenau die Bedeutung des Artikels ("The", "Die") vor einem Bandnamen erklärt hatte und sein Publikum damit eher verstört zurückließ, betraten fünf Schweden unter großem Beifall die Bühne des Radiokulturhauses.

Die Stimmung der BesucherInnen verriet, dass wir es mit einem besonderen Konzert zu tun hatten. So handelte es sich um den einzigen Wien-Auftritt der Band in diesem Jahr und dann noch im Zuge einer nicht öffentlich zugänglichen Radiosession. Spannung und Vorfreude lagen in der (Saal)-Luft.

Gelungener Einstieg

Gestartet wurde das Set mit dem Opener "1999" des neuen Albums Work.
Bereits im Anschluss verirrte sich der erste "alte Gauner" - wie es wohl Andreas Spechtl ausdrücken würde - der 2007er-Hit der Band "Impossible", in die Argentinierstraße. Das Saalpublikum honorierte freudig.

Es bedurfte keines mühsamen Einstiegs. Die Band konnte von Beginn an auf ein begeisterungswilliges Publikum zählen. Einige Songs vom neuen Album folgten, wie das 80er-lastige "The Candle Burned Out" oder die Hit-Single "Fall Hard".

Die Stücke wurden in einem durchwegs originellen Live-Gewand, keinem "Eins-zu-Eins-Studioversion-herunterspielen", präsentiert. Sänger und Gitarrist Adam Olenius, der eindeutig im Mittelpunkt stand, wartete öfters mit überraschenden Gitarren-Intros auf.
Amüsant, als er gegen Ende des älteren Stückes "Very Loud" plötzlich das Gitarrenriff von "Walk Like An Egyptian", einem Bangles-Hit, markierte.

Durchwegs Abwechslung


Adam Olenius war öfters darauf aus, Keyboarderin Bebban Stenborg stärker miteinzubeziehen. Bei "Go Sadness" standen die beiden alleine auf der Bühne bis Olenius mit dem Rücken zum Publikum von der Bühne hinabstieg, um Stenberg beim Spielen zusehen zu können, wie er meinte.
Trotz seiner Versuche zielte das Interesse der Leute vor allem auf ihn ab, was auch an seinen humorvollen Zwischenansagen lag.

Der letzte Song des regulären Sets war "Walls", das von Shout Out Louds äußerst brachial gebracht wurde.

Life's too short, concerts are sometimes too

Es musste eine Zugabe geben. Die Leute begleiteten die Band dafür extra mit stehenden Ovationen. Was konnte anderes kommen als "Please, Please, Please", dem größten Shout Out Louds-Hit? Es kam.
So wurde das Konzert der Band mit einem vor den Sitzen tanzenden Publikum beendet. Gut so!

Leider war dies die einzige Zugabe der Band. Noch die drei (!) Zugaben von Tocotronic in der Wiener Arena im Kopf habend, muss ganz klar gesagt werden: Das war an diesem Abend zu wenig!

Shout Out Louds spielten eine flotte, musikalisch abwechslungsreiche FM4-Radiosession, die sich für mich, eben aufgrund ihrer Varianz, vom (guten) Album der Band abhebt.

Text von Daniel Roy. Erschienen auf fm5.at.

Shout Out Louds am 18. August beim poolbar-Festival!
0 Kommentare
Anmelden zum Kommentieren