Poolbar Blog

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Roni Size ließ den Wolf raus

Und schon wieder hieß es: "ausverkauft" - dementsprechend gut gefüllt war der pool schon bei den Snitchbros, den Österreichischen Herzeige-Hype-D&B-DJs, deren Spezialität es ist, aus den unmöglichsten Herausforderungen grandiose Tracks zu basteln - auch deren Paradebeispiel dafür, Christl Stürmer auf Drum&Base, durfte natürlich nicht fehlen. Und es funktionierte ausgezeichnet. Die Snitchbros würden wir gerne mal wieder sehen, und zwar für ein längeres Set.

Die Live-Visuals von 4youreye halfen mit, einen würdigen und bombastischen Rahmen für den mit Spannung erwarteten Bühnenauftritt von Roni Size & MC Jakes zu schaffen. Eristoff Tracks hat den Auftritt ermöglicht, dementsprechend war der russische Wolf optisch omnipräsent, aber auch stimmungstechnisch entwickelte sich der Abend zum Heuler.

Natürlich drängte alles in den pool, aber jür jede und jeden blieb genug Platz zum Tanzen. MC Jakes, seit Jahren eine Institution dr D&B-Szene, aber nie so recht zum Superstar avanciert, war ein humorvoller, manchmal fast lustiger MC, der es verstand, routiniert, aber hochmotiviert mit dem Publikum zu kommunizieren. Und das Publikum ließ ebenso den Wolf raus wie die Herren auf der Bühne. Size ließ die Bässe wummern, brachte aber D&B, wie er heute klingen muss: Knochentrocken, aber sehr, sehr abwechslungsreich mit Verzögerungen und Breaks, mit Gefühl für das Zusammenspiel von laut und leise, mit einem Händchen dafür, wie man Euphorie- und Extaseschübe zielstrebig und wirksam aufbaut. Selbst auf den Galerien links und rechts wurde heftig getanzt - das beste Kompliment, dass das Publikum den Herren Size und Jakes (und wohl auch 4youreye) machen können. Nach der Show platzten Size & Jakes quasi aus dem dampfenden pool in den Freiluft-Backstagebereich, japsten nach Luft und waren erschöpft, aber glücklich.

Das Hillside Collective aus Vorarlberg übernahm im pool, aber wie lange das dann ging: Ich weiß es nicht. Die Tanzlaune blieb den Menschen jedenfalls offensichtlich erhalten. Als ich den Hut nahm, brodelte es noch heftig. Im Wohnzimmer verantworteten Nicodemus und HeavenSky die Beschallung - ebenso elektronisch, aber eher (progressive) housig. Die poolbarianer mochten es und wollten nicht méhr heim.

Bilder dazu: Hier.

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