Poolbar Blog

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Woche #4: Archive, Felix da Housecat, The Incredible Staggers, The Strange Boys & Nada Surf

Nach einer sehr erfolgreichen dritten Woche – Flogging Molly, The Hidden Cameras und Moonbootica sorgten für volles Haus bzw. „Ausverkauft!“-Schilder am Eingang – startet das poolbar-Festival voller Elan die nächste Runde.

Lachmuskeltraining gibt’s am Dienstag (20. Juli): Der Koschuh präsentiert „Unter uns gesagt“. Der Tiroler Kabarettist zeigt sich nach seinem Auftritt beim poolbar-Festival 2009 politischer denn je: Wie lautet etwa die Steigerungsform des Wortes „krass“? Mit welch unlauteren Mitteln lässt sich auch die härteste Dancing-Stars-Jury überzeugen? Und wie geht es auf Parteitagen vor und hinter den Kulissen zu? Unter uns gesagt: Es ist alles sehr kompliziert – und dabei sehr politisch, skurril und witzig.

Portishead und Radiohead – diese beiden Kaliber werden oft herangezogen, um Archive, die am Mittwoch (21. Juli) beim poolbar-Festival zu sehen sein werden, einigermaßen zu beschreiben. Reste von TripHop sind tatsächlich noch zu finden, viel Melancholie gehört zum Sound der Briten. Archives Support: Everything But Giants.

Der König des Dancefloors – Felix da Housecat – lädt am Donnerstag (22. Juli) zum stundenlangen, schweißtreibenden Tanz. In den über 20 Jahren seiner Karriere wurden Produktionen für Britney Spears, Madonna und andere große Namen zur Housecat-Routine, der Amerikaner versorgte die internationalen Dancefloors immer wieder mit modernen Klassikern zwischen Techno und House mit unwiderstehlichen Hooks und Vocals.
Zuvor wird ein ungewöhnliches, da digitales, Buchprojekt vorgestellt: „Ethify yourself – das Online Buch auf ethify.org“. Roland Alton, Dozent, Herausgeber und Moderator, liest aus „Ethify yourself“. Der Vorstand der creativwirtschaft Austria steht am Donnerstag natürlich auch für Diskussionen zur Verfügung.

Dreckig und rockig – so wird der Freitag (23. Juli). Die österreichischen The Incredible Staggers und die gehypten The Strange Boys aus Texas sowie der Support Batman & Robin and the Prisoners Combo feiern den Garage-, Surf- und klassischen Rock’n’Roll. Das wird räudig, das wird Party!

Im Vorfeld geht einmal mehr in Woche vier der Vorhang für die Literatur auf: the gap präsentiert Illbilly the K.I.T.T. (seines Zeichens Kolumnist bei the gap), der aus seiner „Know-Nothing-Gesellschaft“ liest. Zitat the gap: „Wer wissen will, was Besuche beim Urologen mit Charles Darwin zu tun haben, wird am Ende dieser halbstündigen Lesung zwar auch nicht schlauer sein, braucht aber auch kein Kolumnenkompendium in Buchform zum Nachlesen zu kaufen. Eine halbstündige Sitzperformance im Zeichen der Gürtelschnalle und Alltagsgrind aus dem Wortabort.“

Am Samstag (24. Juli) schließlich geben sich Nada Surf die Ehre. „Proppenvoll ist es auf ihren Konzerten, Wellen der Begeisterung sind Standard“, liest man im poolbar-Magazin. Zu Recht – Nada Surf ist eine exzellente Live-Band. Im Repertoire haben sie neben ihren zahlreichen Hits auch das aktuelle Album, „If I Had A Hi-Fi“. Dazu als ziemlich außergewöhnlicher Support: Fucoustic feat. Joe Lally. Fucoustic widmen sich seit Jahren dem unvergleichlichen Fugazi-Sound – ausschließlich unplugged. Und das gefällt Joe Lally, Bassist eben jener großen Fugazi. Deshalb mischt er sich ein – und das Publikum auf: Joe Lally wird beim Live-Auftritt im Pool zum Teil der Band.

Mit einem ziemlich sinnlichen Jazzfrühstück wird der Sonntag (25. Juli) eingeläutet: Ossi & The Sexual Chocolates begleiten die Gaumenfreuden ab elf Uhr vormittags im Reichenfeldpark. Es wird empfohlen, sich im Hinblick auf das abendliche Kinoprogramm gut zu stärken, denn „Precious – Das Leben ist kostbar“ (Originalfassung ohne Untertitel!) ist nichts für schwache Nerven. Lee Daniels’ bewegendes Drama erhielt u.a. den Special Jury Price des Sundance Filmfestivals, zwei Oscars und einen Golden Globe. Titelheldin Precious träumt sich aus ihrem unsäglichen Alltag – zum zweiten Mal schwanger vom eigenen Vater, das erste Kind betroffen von Trisomie 21, von der Mutter gedemütigt, stark übergewichtig – fort, hinein in eine wunderbare Phantasiewelt.

Kein Angriff auf poolbar-Website

Es ist nicht alles so, wie es scheint. Die Website des poolbar-Festivals ist nicht kaputt. Sie ist nicht tot. Sie lebt. Mehr denn je. Es waren auch keine digitalen Wühlmäuse, die ihren Weg durch die Serverschluchten suchten. Es ist Kunst. Diese kann manchmal wehtun, zerstören. Aber auch aufbauen, umbauen, transformieren. Diese HACK ATTACK ist nicht mehr und nicht weniger als ein Siegerprojekt des diesjährigen poolbar-Kunstwettbewerbs und Antwort auf die Frage, wie „Das Gegenteil einer sachdienlichen Transformation“ aussehen könnte. Mehr hier oder hier.


An alle Punkte- & Saisonkarten- sowie Volksbank-Sommertickets-BesitzerInnen:

Sind Veranstaltungen ausverkauft, braucht ihr euch keine Sorgen um eure Tickets zu machen – sofern ihr uns wissen lasst, dass ihr gerne kommen möchtet. Reserviert bitte bis zum Vortag unter ahoi@poolbar.at euer Ticket und holt die Eintrittsbänder bis 20 Uhr am Tag des Events ab. So können wir euch den Einlass garantieren.

Das komplette, laufend aktualisierte Programm und alle Informationen finden sich wie gewohnt auf www.poolbar.at.

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