Poolbar Blog

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Indie Rock meets Akustik

Dienstag, 27. Juli 2010
Der Samstag in der Poolbar überraschte mit sehr unterschiedlichem Sound von Nada Surf, Velojet und Fucoustic.
von Daniel Furxer

Nada Surf wurde schon im Vorfeld als einer der großen Headliner des Poolbar Festivals gehandelt. Dementsprechend groß war der Ansturm der Musikfans und auch die Erwartungen dieser. Keine Frage, die New Yorker Nada Surf spielten schwungvollen und eingängigen Brit-Pop, ambitionierten Rock und konnten mit einigen schon zu Klassikern gewordenen Hymnen wie „Inside of Love" aufwarten. Gerade die etwas rockigeren Nummern entfachten ein Feuer, dass sonst aber nicht auf den Schreiber dieser Zeilen überspringen wollte. Nada Surf spielten zu geradlinig durch das Programm, kaum waren verschiedene Tempi und Dynamik auszumachen.

Ganz anders die kurzfristig als Vorband eingesprungene Wiener Band Velojet. Mitreißende Hooklines und griffige Gitarren begeisterten von Anfang an. Gerade Marlene Lacherstorfer am Bass und am Gesang und Elisabeth Neuhold am Keyboard brachten ordentlich Schwung in die Band. Indie-Rock-Pop der feinen Sorte mit kontrastreich komponierten Songs machen Velojet zu mehr als einem Geheimtipp in der österreichischen Bandlandschaft.

Zu später Stunde spielte die Vorarlberger Band Fucoustic gemeinsam mit Joe Lally von der amerikanischen Band Fugazi im Pool. Fucoustic interpretieren Songs der Hard Rock Band Fugazi, indem sie diese mit akustischen Gitarren und Chello übersetzen. David Reumüller vom Forum Stadtpark Graz arrangierte kürzlich eine Kooperation mit Joe Lally, die wirklich als kleine Sensation gehandelt werden kann. Gemeinsam komponierten Fucoustic und Joe Lally neue Songs, die sie nun auf einer Minitour dem Publikum vortrugen. Nach Graz und Wien beehrten sie so auch die Poolbar. Joe Lally am Gesang und auch am Bass überzeugte mit feinsinnigen Klängen, Christine Maier (Chello) Daniel Amann und Andreas Gantner (beide Gitarre) trugen zur perfekten Gesamtkomposition bei. Einziger Wermutstropfen blieb die etwas zu laute Atmosphäre im Pool. Ein Konzertsaal hätte die quasi klassische Musik noch besser zum Ausdruck bringen können.

Erschienen auf minemusig.at.

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