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Shizoey: Lineaments

von Daniel Furxer

Das Debüt-Album von Shizoey ist mit einem Wort: räudig. Live eingespielt kracht es von Anfang an ordentlich in den Boxen, und das ist gut so. Harter Noiserock, Psychedelic-Rock und Stoner-Rock Einflüsse treffen da aufeinander. Geschickt verstehen es die drei Mannen zwischen den unterschiedlichen Genres hin und her zu switchen. Mit dem Song „Diving for something" präsentieren sie gleich zu Beginn einen eingängigen Psycho-Kracher der mit einem gelungenen stimmlichen Melodiebogen glänzt. Für mich einer der Höhepunkte des Albums.

Besonders bemerkenswert auch der Instrumentaltrack „Oriental Dream", bei dem, der Name verrät es schon, Shizoey ungewohnte, orientalische Akzente setzen. Bernd Wehinger (Gitarre) und Daniel Vonbun (Bass) wechseln sich beim Singen ab und bereichern so das Spektrum, Marcel Bell drischt stellenweise auf das Drum ein, als ob es kein Morgen gäbe. Mit „St Anton" ist wohl nicht das Skigebiet gemeint, und wenn doch erinnert die Melodie eher nicht an einen gemütlichen Pflugsstil, sondern an einen sehr steilen Skihang, Schuss hinuntergefahren. Der Song „Shizoey" birgt schließlich im rockigen Schunkelton einiges an Unterhaltung. Bei so viel krachenden Gitarren wünscht man sich, die Band auch live zu hören, was ich nur wärmstens empfehlen kann.

Das Debüt überzeugt, die Vielfalt der unterschiedlichen Stile ist dabei eines der herausragenden Merkmale.

Artist: Shizoey Album: Lineaments Release: 2010 Label: World in Sound

Erschienen auf minemusig.at.
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