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Die Vamummtn Backstage

Geschrieben von: daniel
20. Oktober 2010

Am 10. Oktober drehten die Vamummtn im Wiener Loft das Video zu ihrer demnächst erscheinenden Single - Titel noch unbekannt. Wir waren für euch dabei um darüber zu berichten und ein Interview mit den Slangstas zu führen.

Als Musikjournalist hat man's nicht leicht. Da kann es schon mal passieren, dass man mit blutendem Finger, völlig betrunken um 20:00 Uhr ins Bett fällt. Vor allem wenn man von einem Videodreh der VAMUMMTN kommt.

Nach einer kurzen Nacht waren wir bereits um 12:00 Uhr vor Ort. Voller Gastfreundschaft wurde uns Bier angeboten. Alkohol statt Mittagessen - wer kann da schon Nein sagen? Zehn Paletten Bier standen als Vorrat bereit. „Des wiad scho reichn", erklärte uns Ansa lachend. Wie dem auch sei, wir gingen zum Set und schauten den Jungs zu, die gerade ihre Rap-Parts aufnahmen. „Geiles Licht, bin schon gespannt, wie das auf Band aussieht", dachte ich mir.

Einige Bier und Stunden später war der nächste Teil an der Reihe. Dafür wurden die drei Slangstas mit Helmkameras ausgestattet, um Szenen aus der Ich-Perspektive zu drehen. Im Vorfeld über's Internet angeworbene Statisten wurden benötigt. Wir mischten uns darunter - wie soll man sonst anständiger darüber berichten? „Mittendrin statt nur dabei... Oh mein Gott - Werbung wirkt", ging mir durch den Kopf.

Eigentlich sollte für den Dreh Party gespielt werden. Das „So tun als ob" war jedoch nicht nötig, da mittlerweile tatsächlich alle in Partystimmung waren. Zu VAMUS Tracks wurde getanzt und getrunken. Schwabs weg. Die Grenzen zwischen Illusion und Realität waren mittlerweile so verschwommen wie mein Blick. Hätte man zwischendurch die Musik nicht abgedreht, um die Szenen noch einmal zu filmen, wäre es eine echtes „Festl" gewesen.

Immer mehr Szenen wurden gedreht. Mal mit, mal ohne uns als Statisten. Das Backstagebier hatte eine ungemeine Anziehungskraft entwickelt. Irgendwann dazwischen führten wir unser Interview mit den VAMUMMTN. Die waren ihrerseits auch nicht mehr ganz nüchtern und so wunderten wir uns gemeinsam, dass es erst 17:00 Uhr war, obwohl wir schon ziemlich betrunken waren. Es fühlte sich eher wie 5:00 Uhr früh an.

Danach tranken wir noch ein paar Bier und machten uns auf den Heimweg. Ich entdeckte, dass mein Finger einen Schnitt hatte und komplett voller Blut war. Woher? - Keine Ahnung. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mal mehr, wie wir nach Hause gekommen sind. Aber so ist das nun mal. Als guter Journalist muss man Opfer bringen. Auch wenn man dafür um 20:00 Uhr betrunken ins Bett wackelt. Schwabs weg! Ein gelungener Nachmittag.

Erschienen auf enemy.at, wo's auch die Fotos zur Geschichte anzusehen gibt!.
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