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Eine Soireé Brut im Conrad Sohm

Ein exzentrischer Abend im „Conrad Sohm"

Am 25. November 2010 gibt es im „Conrad Sohm" in Dornbirn gleich drei Premieren an einem Abend. Die Gemeinsamkeit der Ereignisse ist die Exzentrizität der Akteure.
Die Veranstaltung heißt „Caro Curtzio! Mon cher Paul!" und das ist auch der Titel eines Buches aus dem Dornbirner Unart-Verlag, das an diesem Abend präsentiert wird. Es handelt sich dabei um das erste Jahr des Mail-Wechsels zwischen dem Künstler Paul Renner und dem Schriftsteller Kurt Bracharz, der sich hauptsächlich um Renners Ausstellungs-Aktivitäten zu jener Zeit dreht. Da beide Mail-Schreiber nicht gerade dem Typus Otto Normalverbraucher angehören und sich auch kein Blatt vor den Mund nehmen, wird der von Franz-Paul Hammling und Kurt Bracharz gelesene Auszug des Mail-Dialogs zu einem amüsanten Hörerlebnis werden. Optisch hinterlegt ist es mit einer Fotoschau, deren Bilder Paul Renner für diesen Anlass ausgesucht hat.

Das musikalische Highlight des Abends ist der exklusive Auftritt von Brownbird Rudy. Der derzeit in der New Yorker Lower East Side lebende Latino ist Veganer und klingt manchmal auch, als käme er von der Wega im Sternbild Leier. Sein Debutalbum bei Reltone Records heißt „Anti-Stereo Acustic Holler Blues", eine mittlerweile allerdings vergriffene Single daraus kündigt an: „The Juke Shall Rise Again". Wer sich einen ersten Eindruck von diesem mexikanischen Brooklyn-Country-Blues-Musiker verschaffen will, kann sich eines seiner zahlreichen Videos im Internet ansehen, aber die Live-Show im „Conrad Sohm" wird von einem anderen Kaliber sein, denn Brownbird Rudy ist live ein ganz besonderes Erlebnis. Der Musiker ist zwar schon in London aufgetreten, für Kontinentaleuropa ist aber die Performance im „Conrad Sohm" eine absolute Premiere.

Die dritte Premiere des Abends ist die Erstaufführung von „Feng Huang Metamorphoses", der Film, der von Roland Adlassnig und Paul Renner bei Renners Ausstellung und Auftritt an der EXPO 2010 in Shanghai gedreht worden ist.

Weiters mit von der Partie am 25. 11. sind der verstorbene Groß-Exzentriker Klaus Kinski und der höchst lebendige FM4-Mann Fritz Ostermayer, der die Moderation übernommen hat und auflegt. Der Film „Kinski in Ekstase" ist ein Zusammenschnitt aus allen seinen meistens komplett durchgedreht klingenden Beschimpfungen. Die ca. 10 Minuten Material stammen von Werner Herzog, Paul Winter spielt dazu live am Piano.

Und weil bei Renner-Veranstaltungen immer alle Sinne bedient werden, hat Bernhard Böhler seine speziellen Sandwiches auf die Abendkarte gesetzt. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro.

conradsohm.com
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