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Neutrik sei Dank ...

... konnten zahlreiche Acts – darunter Lola Marsh, Rival Sons, The Weight, Allah Las, Get Well Soon, Architects – nicht nur mit Glücksgefühlen und Eindrücken vom poolbar-Festival 2017 nach Hause gehen, sondern auch mit speziell angefertigten Connectors von Neutrik – als Belohnung sozusagen. Danke Neutrik!

=> GALLERY: Danke Neutrik, Übergabe der Connectors

www.neutrik.com



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Allah Las und ihre neuen Neutrik-Connectors.

 

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Get Well Soon x Neutrik

 

 

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Happy Rival Sons

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Reale Kunst in der Öffentlichkeit

 

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Bei den poolbar-Generator Workshops im Bregenzer Magazin 4 wurden Architektur, Produktdesign, Visuals/New Media, Grafik, Street Art - und Public Art für das poolbar-Festival entwickelt.

Unter der Leitung von Manuel Gorkiewicz fanden die Inspirationen der sechs teilnehmenden Künstler_innen zum Thema „Zeit“ großteils ihren Weg in die Umsetzung. Interdisziplinär natürlich. Und ganz ehrlich.

Sechs Künstler_innen waren es, die eingeladen wurden, weil das, was sie in der Bewerbung vorlegten, dafür sprach, dass sie das können, was es braucht, um aus den Workshopeinheiten und Korrekturschleifen das zu entnehmen, was zur Entfaltung hilft. Johannes Felder, Lara Friesz, Lisa Großkopf, Natalie Kusche, Luca Mikitz und Richard Schwarz heißen die Talente. Eine erste Begegnung war der Anfang vieler ersten Male. Erster Austausch, erste Ideen, erster Abend, erstes Erwachen mit dem Wissen, dass man erst an der Oberfläche des Inspirationsgeistes angelangt war. So öffneten und eröffneten das Magazin4, diversee Mittagessen, Feierabend-Momente, Zugzeiten, Exkursionen, Ausstellungen und einfachste Impulstaten, wie der Einkauf von Käse, das Ihre an Impulsen. Nahmen Einfluss auf die Teilnehmer_innen und ihre Bilder von dem, was die Öffentlichkeit später als Auszug der vielen Denk- und Fühlmomente erhalten würde. Gaben ihnen Bilder, die, einmal in ihrer Lebendigkeit angekommen, aufblühen ließen. Begleitet von Gesprächen, Recherche und Diskussionen wurde von den Teilnehmer_innenn weitergearbeitet, wurden die Ideen zu Konzepten, welche in Form, Farbe und Realität fassen würden, was das Thema „Zeit” des poolbar-Generators 2017 so vorgibt. Die Konzepte wiederum wurden durch eine Mischung aus selbständiger Arbeit, Mithilfe anderer Workshopleiter und Input der poolbar-Verantwortenden zu fünf realen Projekten. Real im Sinne von ausgearbeitet, gründlich erarbeitet und fließend zur Verständlichkeit visualisiert, einfach in Vorbereitung auf die folgende Zusammenarbeit mit dem poolbar-Team. Auch das Drumherum, alles, was über den eigentlichen Akt der Schöpfung hinausgeht, erfordert Umsetzung. Denn es hängt an diesem und jenem Umstand, wenn es darum geht, Kunst im öffentlichen Raum zu installieren. Es geht um Genehmigungen, budgetäre Limits, hohe Sicherheitsauflagen, genaue Planung, Teamarbeit und viel Eigenengagement. (sb)

 

ALLE PROJEKTE . FOTOS

 

Die Public Art Projekte mit Beschreibungen der jeweiligen KünstlerInnen:

 

„im takt_los / am tropf

Sitzmöbel mit 'flüssigen' Eigenschaften“

Richard Schwaz

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Eine Reihe an Hockern – baugleich jenen des Festivals – ist entlang einer Linie zufällig auf der Grünfläche vor dem Monforthaus in Feldkirch verteilt. Im eingebauten Holzkörper befinden sich Lautsprecher, die Tropfgeräusche wiedergeben. Der 'Normalzustand' ist Gleichklang: Alle Tropfen erklingen synchron zentral gesteuert im Sekundentakt; doch jeder einzelne Tropfen kann aus dem Takt gebracht werden.

Dazu ist vor Ort ein lokales WLAN-Netz eingerichtet, über das eine Website zur Steuerung der Tropfen abgerufen werden kann. Per Smartphone kann so die Dauer zwischen zwei Tropfen je Hocker

geändert werden – als Abweichung plus/minus vom Sekundentakt. Durch die so versetzte Wiedergabe der Tropfgeräusche entstehen Rhythmen. Geschehen längere Zeit keine Taktänderungen, pendeln sich die Tropfen wieder auf den Sekundentakt ein – bis wieder Rhythmen per Zufall erzeugt werden.

 Zu finden am Montfortplatz in Feldkirch

 

„Das Fotostudio“

Lisa Großkopf

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Mit dem Projekt „Das Fotostudio“ möchte Lisa Großkopf gängige Geschlechterklischees hinterfragen und durchkreuzen. Dazu hat sie das Schaufenster der Wexelstube in ein vermeintliches Fotostudio verwandeln. Die Auslage soll durch die Gestaltung an ein herkömmliches Fotostudio erinnern, aber ungewöhnliche Bilder zeigen. So sind in diesem Schaufenster zum Beispiel weibliche Bodybuilderinnen, Männer in weiblich konnotierten Posen oder Regenbogenfamilien zu sehen.

Zu sehen in der Wexelstube in Feldkirch.

www.wexelstube.at

 

„Momos Schaukel“

Luca Mikitz & Lisa Großkopf

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Im Feldkircher Reichenfeld, quasi als Teil der poolbar-Architektur im Außenraum, soll zu Ehren von Momo (Michael Ende‘s gleichnamige Erzählung) ein Denkmal in Form einer Schaukel errichtet werden. Konzipiert als eine Schaukel für Erwachsene: die Maße der Sitzfläche sind größer als die von herkömmlichen Schaukeln und die etwas höhere Hängung soll speziell Erwachsene Menschen zum Schaukeln einladen. Die Schaukel soll neben dem konsumorientierten, hektischen Alltag einen Ort des Müßiggangs schaffen.

Das Projekt gelangte - vorerst - aufgrund behördlicher Vorschriften leider nicht zu Umsetzung.

 

 „LuftRaum“

Lara Friesz

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Mit der temporären Installation in der großen Halle im Obergeschoss des Alten Hallenbades in Feldkirch veranschaulichte Lara Friesz die Beziehung zwischen Raum und Hindurchgehenden

Anhand einer Plastikfolie, die beim kleinsten Luftzug in Bewegung gerät und so die verdrängte, in Bewegung versetzte Luft sichtbar macht. Der oder die Hindurchschreitende macht die Erfahrung “Körper” zu sein und mit seiner oder ihrer Bewegung jedes Mal wieder neuen Raum zu erschaffen.

Die Installation war während des poolbar-Festivals im Alten Hallenbad zu sehen.

 

 

„Fischtreppentheater“

Luca Mikitz

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Vor dem Fenster der Fischtreppe beim Wasserwerk Hochwuhr (Illschlucht oberhalb der Feldkircher Altstadt) wurde ein Teppich ausgelegt , welcher auf diesen speziellen Ort aufmerksam macht und zum Hinsetzen einlädt. Hinter dem Fenster wurden 5–7 Kunststoffbälle unterschiedlicher Größe und Dichte mit Nylonschnüren befestigt, welche die verschiedenen Strömungen innerhalb des Beckens annehmen und sich in eigenen Rhythmen bewegen.

 

Zu sehen beim Kraftwerk Hochwuhr in Feldkirch.

 

 

 

 

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Eine Schlussoffensive, die es in sich hat

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poolbar-Festival Woche #6


Was für ein Feuerwerk – im bildlichen Sinne gesprochen – bei den Pixies am Montag! Und die vorletzte Konzertwoche steht schon in den Startlöchern: Den Anfang macht bereits heute Montag Conor Oberst, weiter geht es mit Get Well Soon, Allah-Las, Lola Marsh, Fenech Soler, MOTSA und vielen, vielen mehr.

Was für ein Feuerwerk, was für eine Nacht, was für „Good Vibes“ beim poolbar Auswärtsspiel mit den legendären Pixies. Ein prallgefülltes Montforthaus erwartete die Kultband aus Boston. Genauso zur Sache ging es am Freitagabend mit Rival Sons. Die nächste Woche ist die wohl intensivste des poolbar-Festivals 2017: Conor Oberst gastiert bereits morgen Montag beim poolbar-Festival, und es folgt in dieser „Schlussoffensive“ ein Kapazunder dem nächsten – Karten sichern wärmstens empfohlen.

Fotos . Pixies
Fotos . Rival Sons



Festival Woche #6

Conor Oberst zelebriert am Montag mit seiner Band (mit Musikern von Bright Eyes) zerbrechlichen Indie-Folk-Songs. Unterstütztung bekommt er dabei von Prinz Grizzley and his Beargaroos. Blues, Country, Americana-Music, gefiltert und genährt durch den Boden auf dem Prinz Grizzley: Bregenzerwälder Boden. Gefühlsbetonten Indie-Art-Pop bringen Get Well Soon am 9. August nach Feldkirch. Mehr Retro geht nicht: die Rede ist von den Allah-Las. Ihr Sound besteht gleichermaßen aus Neo-Psychedelia, 60’s Beat-Bewegung und Post-Byrdsianischem Janglepop – diese ganz besondere Mischung macht die Band aus Los Angeles zum poolbar-Geheimtipp...wobei „geheim“ relativ ist: Aufgrund der großen Ticketnachfrage musste das Konzert vom pool in die große Halle hochverlegt werden.

Folk-Pop aus Israel, der verzaubert: das erwartet die poolbar-Besucher am 11. August, wenn Lola Marsh die Bühne betreten. Elektro-Pop in seiner schönsten Art wird am Samstag, 12. August, zu hören sein. mit Fenech-Soler, Flut und MOTSA gastieren gleich drei Band mit Tanzbeinmuskelkatergarantie im pool. Den Abschluss der Woche macht das phantastische Projekt „Grand Delusion featuring Matt Boroff & the Mirrors (live)“: Sound mit Kino, Kino mit Sound.

Termin-Aviso: Schlussfeuerwerk

Am 14. Und 15. August geht es beim poolbar-Festival in die Zielgerade: Am Montag gastieren Architects, While She Sleeps und Defeater in der großen Halle, am finalen Dienstag, dem letzten Festival-Tag werden The Naked and Famous aus Neuseeland die vollbesetzte Halle ein letzten Mal ins Schwitzen bringen.


7.8. – 13.8: Die sechste Woche – alles auf einen Blick

Montag, 7. August: Conor Oberst + Support: Prinz Grizzley | Freibad: Philipp Spiegl | Wohnzimmer: Kabab FM (hosted by Palace St. Gallen)

Mittwoch, 9. August: Get Well Soon + Support: Inner Tongue | Freibad: Nial Murray | Wohnzimmer: Michael Punch

Donnerstag, 10. August: Allah-Las + Support: The Holy Spirit of Nothing | Wohnzimmer: DJ Hirti

Freitag, 11. August: Lola Marsh + Support: Catastrophe & Cure | Freibad: Next Step on Ice | Wohnzimmer: Phunkfaders | DJ Parade: Malen nach Zahlen (Mann&Klamm)

Samstag, 12. August: Fenech Soler, MOTSA + Support: Flut

Sonntag, 13. August: Jazzbrunch mit PRALLfatal + Zirkus-Werkstatt | Pool: Grand Delusion featuring Matt Boroff & the Mirrors





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Hier spielt die Musik!

 

 

… und mehr. Das poolbar-Festival lockt auch in diesem Jahr wieder nicht nur als Musikfestival, sondern mit Atmosphäre. Teil des Konzeptes ist ein jährlich neu entworfenes Freiluft- Wohnzimmer. Leben & Wohnen – Immobilienbeilage der VN,

 

 

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Fotos der poolbar-Architektur: Matthias Rhomberg, Matthias Dietrich und Natali Glisic

 

Fotos: poolbar-Architektur 2017

Nicht alles ist von Dauer. Temporäre Architektur nennt man Architekturkonzepte für Bauten, die es nur kurzzeitig braucht. Manchmal weil sie als Übergangslösungen dienen, manchmal um einen akuten Bedarf zu stillen, manchmal weil die Nutzungsdauer von vornherein beschränkt ist. So im Fall der Poolbar- Architektur im Reichenfeld, einem Areal in Feldkirch, das nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt auf der südlichen Seite der Ill liegt und sowohl Naherholungsraum wie auch Kulturquartier ist. Letztere Bezeichnung verdankt es engagierten Institutionen und Initiativen, die sich historisch wie aktuell der kulturellen und geistigen Produktion widmen – das Vorarlberger Landeskonservatorium, das Pförtnerhaus und das Alte Hallenbad sind durch ihre Nutzungsgeschichte mehr als nur Gebäude. Das Alte Hallenbad ist auch Namensgeber für das poolbar-Festival. Rund um die Infrastuktur der stillgelegten Badeanstalt hat sich seit 1994 aus Workshops ein lebendiges und spartenreiches Festival entwickelt. Rund 23.000 Besucher(innen) kommen jeden Sommer für Acts und Rahmenprogramm von Musik über Architektur, Film, Tanz bis Literatur.

 

Festivalarchitekturen gehören zu diesen „temporären Architekturen“. Erfordert ist Infrastruktur, Aufenthaltsqualität und Wohlfühlatmosphäre für viele Menschen, meist nur wenige Tage oder Wochen lang. Nicht selten ist das Budget knapp, Ressourcen ebenso. Jede Entscheidung will daher sorgfältig vorbereitet sein. Herwig Bauer leitet das poolbar-Festival seit seiner Gründung vor 24 Jahren. 2016 hat das Festival den Staatspreis Kunst in der Sparte Kulturinitiativen erhalten. Wohl auch wegen des breiten und gesellschaftlich relevanten Ansatzes, den er und seine Partnerin in der Geschäftsführung, Heike Kaufmann, verfolgen.

In den letzten Jahren kam das Festival über kleine Architekturwettbewerbe zu Entwürfen, um sich immer in neuem Kleid zu zeigen und sich auch ein Stück weit gestalterisch neu zu erfinden. Seit drei Jahren wird nun wieder in kleinen Teams an Konzepten gearbeitet. Der „Poolbar-Generator“ wurde als Ideenschmiede etabliert – nicht nur für den Bereich Architektur. Auch Bühnenbild, Produktdesign, Grafik, Visuals, Public- und Street Art werden als umfassende gestalterische Komponenten im „Generator“ als Entwicklungslabor jährlich von Grund auf neu erarbeitet. Angeleitet werden die Teams von projekterfahrenen Kolleg(inn)en, um die Ideen möglichst umsetzbar zu entwickeln. Kooperation bleibt dabei wichtig. Zahlreiche Ausbildungsstätten wie Universitäten, Akademien und Fachhochschulen unterstützen das Format durch die Integrierung der Workshops in ihre Lehrgänge. Win-win für beide Seiten. Die Poolbar bekommt Ideen und Arbeitskräfte, Studierende und Teilnehmer(innen) üben sich in der Praxis.

Jährliche Neuentwicklung: Das bedeutet auch Reibungsverlust – Ideen und Material betreffend. Der sinnvolle Einsatz von Ressourcen steht daher auf der Prioriätenliste des poolbar-Festivals ganz oben. So wurden große Teile des Materials, das bereits letztes und vorletztes Jahr verwendet wurde, auch diesmal wieder eingesetzt. Und auch die Köpfe, die sich im Generator und bei der Umsetzung stark machen, sind gleich geblieben. Mit Robert Zanona und Michael Amann, beide Studierende an der Technischen Universtität in Wien, hat sich das poolbar-Festival motivierte, junge Partner geholt. Das Bauingenieurbüro Merz Kley Partner hat (bau-)kulturaffin das Projekt durch Expertise und Planungsleistung unterstützt. Zahlreiche ausführende Betriebe aus der Branche ebenso. Generell basiert die Umsetzung der Poolbar-Architektur auf der Unterstützung durch ein über Jahre entwickeltes und behutsam aufgebautes Netzwerk von Industriebetrieben (Zumtobel, Bertsch) bis hin zum Kleinbetrieb.

 

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Wer das Festival heuer besucht, findet wie schon in den Jahren zuvor ein räumliches Szenario aus teilweise überdachten Aufenthaltsflächen mit verschiedenen Sitzgelegenheiten vor – einfach gemacht, in vielem auf das Nötigste beschränkt und dennoch funktional, wirkungsvoll und alltagstauglich, denn hier verbringen viele Menschen in diesen Tagen viele Stunden nicht nur feiernd, sondern bei zahlreichen Veranstaltungen und wollen all das geboten bekommen, was öffentliche Räume auszeichnet – Platz, klar definierte Zugänglichkeiten, ein erkennbares Leitsystem und Versorgung.

Was das Festival deutlich von anderen unterscheidet, zeigt sich nicht nur in seinem Programm, sondern vor allem in seinem Willen zur Gestaltung. Gestaltung ist ein kreativer Schaffens-prozess, bei dem eine Sache, ein Gegenstand aber auch ein Phänomen Veränderung erfährt. Wer sich in diesem Sinn auf das Leben einlässt, verändert sich auch selbst. Ein gutes Motto für ein Festival, das schon mehrfach bewiesen hat, das es sich vor allem für eines engagiert: das gute Leben.

 

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Daten und Fakten

Objekt: Temporäre Architektur, Feldkirch

Bauherr: poolbar Kultur gemeinnützige GmbH, www.poolbar.at

Architektur: Konzeptarbeit beim poolbar-Generator (Workshopreihe) in Bregenz mit Studierenden der TU Wien, Universität Liechtenstein, Akademie der bildenden Künste, New Design University, Universität für Bodenkultur. Einbeziehung von Ergebnissen weiterer Workshops (Produktdesign, Visuals , Grafik, Street Art, Public Art) in ein architektonisches Gesamtkonzept Ausführungs- Michael Amann, Victor Dölle, planung Robert Zanona, atelier west68 Wien/Feldkirch www.west68.at Statik Merz Kley Partner, Dornbirn www.mkp-ing.com

Planung: 2/2017–6/2017

Ausführung: 6/2017–7/2017

Grundstücksgröße: 1500 m²

Terrassenfläche: 700 m²

Wohnzimmer: 150 m²

Foyer & Café: 70 m²

Bauweise: Außenbereich: Nivellierter Palettenboden , Holzkonstruktion Fichte mit Bolzen-Scheibendübel-Verbindungen und gefrästen Holzfundamenten; hinterleuchtete Holzfassade mit Bühnengaze bespannt; Flach- und Wellbahndächer aus glasfaserverstärktem Kunststoff; Möbel: Fichtenholz, Stahlhohlprofile und Feuerwehrschläuche; Innenwände: Holzrahmen, Grobspanplatten mit appliziertem Effektgewebe; abgehängte Decke aus bespannten Holzrahmenwürfeln mit integrierten Leuchtpixeln

Besonderheiten: großer Anteil Eigenarbeit (davon viele poolbar-Generator-Teilnehmende); nachhaltiger Material-einsatz durch mehrjährige Verwendung des Holzes

Ausführung: Bautenteam poolbar-Festival; Möbel: Integra, Bregenz; Schlosser: Bertsch, Nüziders; Holzbau: Berchtold, Wolfurt; Holz: Fritsche, Bürserberg und Mayr-Melnhof, Reuthe; Bauleitung: Planer und Felix Langer

Leben & Wohnen – Immobilienbeilage der VN

Für den Inhalt verantwortlich:
vai Vorarlberger Architektur Institut
Mehr unter architektur vorORT auf v-a-i.at

Mit freundlicher Unterstützung durch Arch+Ing

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Zwei Wochen Endspurt – beginnend mit den Pixies

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Eine großartige Woche mit Element of Crime (ausverkauft), HVOB, Crack Ignaz und vielen mehr geht zu Ende – und die nächste lässt nicht lange auf sich warten: Die Pixies stehen bereits am Dienstag im Montforthaus auf der Bühne, der Countdown zum poolbar-Festival-Ende läuft.

Junge Vorarlberger Talente, echte Musiker-Legenden, Elektromusik-Durchstarter, ein Alpenkönig und viele mehr haben die vergangene Woche beim poolbar-Festival für gute Stimmung, unvergessliche Momente, „Golden Days“ und eine ausverkaufte Halle gesorgt. Die nächste poolbar-Festival Woche startet bereits am Dienstag – mit den einzigartigen Pixies.

Fotos . Crack Ignaz | Fotos . HVOB (live) | Fotos . Element of Crime (ausvekauft) | Fotos . v:tunes:night

 

Auswärtsspiel im Montforthaus: Pixies am 1.August
Darauf haben viele gewartet: Die Pixies, die Indie-Kultband aus Boston, gastieren am Dienstag, 1.August, im Rahmen eines poolbar-Auswärtsspiels im Feldkircher Montforthaus. Es ist heuer ihr einziger Auftritt in Österreich. In der Schweiz ist gar kein Auftritt geplant. Alle ihre Studioalben sind mittlerweile zu Klassikern geworden, dementsprechend groß wird der BesucherInnenansturm sein. Noch gibt es Tickets, ein baldiger Kauf aber ist empfehlenswert. Es ist das erste Stehkonzert im neuen Montforthaus – und ab 18 Uhr werden Drinks und Sound auf dem Montforthausvorplatz im poolbar- Village geboten....und auch gut zu wissen: Rockkonzertfeeling garantiert, denn der kühle Drink kann auch in den Saal mitgenommen werden.

 

Festival-Woche #5
Mit Komot und Crosswise stehen am Mittwoch zwei Bands auf der Bühne, die Entspannung und Energie zugleich auf den Punkt bringen. Gleichzeitig laden FM4 und Ben & Jerry´s zum Gratis-FM4-Kino im Park, gezeigt wird Café Belgica, kredenzt wird auch Gratis-Eis. Am Donnerstag laden Rosi Spezial - nach einem Kinofilm („Get The Sounf“) bei freiem Eintritt im pool - zu experimenteller Popmusik ins alte Hallenbad. Rock in seiner schönsten und reinsten Form dürfen Freunde des poolbar-Festivals am Freitag erwarten, wenn Rival Sons die Bühne betreten. Unterstützung bekommen die Musiker von The Weight. Ein Abend ganz im Stil der 70er-Jahre. Am Samstag gibt es für alle und jeden etwas: Fußball Invitational auf dem Reichenfeld, Live-Auftritte von Kontaktchor und Cia Alegria im Freibad, Show.bee und Wohnzimmer und – wie immer – DJ Parade im Pool, dieses mal mit dem Mountain Reggae Radio Soundsystem & Max RubaDub. Beim wöchentlichen Jazzbrunch dieses Mal zu hören: die Sandro Pallua Group. Ein weiteres Highlight wartet am Sonntag Abend: Der Tagebuch Slam – Texte aus alten Tagebuch-Einträgen. Ein   Ohrenschmaus, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Und dann startet bereits die letzte poolbar-Woche mit dem kultisch verehrten Conor Oberst am Montag.

 

1.8. - : Die fünfte Woche – alles auf einen Blick
/ Dienstag, 1. August: Pixies (Montforthaus) + Support: The Boys You Know
/ Mittwoch, 2. August: Komot, Crosswise | Freibad: FM F4IR MOVIE TOUR (presented by Ben & Jerry`s): "Café Belgica": Der Untergang des tollsten Clubs der Stadt
/ Donnerstag, 3. August: Rosi Spezial | Freibad: Ticketliteratur-Lesung mit Maria Fliri und Peter Bocek / 20:30 Uhr: Kino (Get the Sound - Is there more than just teenbeat?) – Eintritt frei
/ Freitag, 4. August: Rival Sons + Support: The Weight | Freibad: Mr Slipper & his lazy Cats | Wohnzimmer: die alten jungen – mit hr.rossi und schnoafer (hosted by WestPoint) | DJ Parade: Fresh Meat (Neba, Mercedes Bounce, Serval)
/ Samstag, 5. August: 15 Uhr: Fußball Invitational | Freibad, 20:30 Uhr: Everybody’s Welcome! Hallo FreundInnen!: Live: Kontaktchor | Cia Alegria // Wohnzimmer: Show.bee | DJ Parade: Mountain Reggae Radio Soundsystem & Max RubaDub
/ Sonntag, 6. August: Jazzbrunch mit Sandro Pallua Group + Zirkus Werkstatt | Pool, 20:30 Uhr: Tagebuch Slam

 

Headlinervorschau:
/das ganze Programm

/ Montag, 7. August 2017: Conor Oberst, Prinz Grizzley
/ Mittwoch, 9. August 2017: Get Well Soon, Inner Tongue
/ Donnerstag, 10. August 2017: Allah-las, The Holy Spirit of Nothing
/ Freitag, 11. August 2017: Lola Marsh, Catastrophe & Cure
/ Samstag, 12. August 2017: Fenech-Soler, Flut, MOTSA
/ Montag, 14. August 2017: Architects, Defeater, While She Sleeps
/ Dienstag, 15. August 2017: The Naked And Famous
u.v.a.

 

poolbar-Festival / Alena Bereuter

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Überzeugende Newcomer

Das Poolbar-Festival in Feldkirch ist in der Halbzeit angelangt. Nach den ersten drei Wochen zählten die Veranstalter 10 000 Gäste und freuen sich über eine äusserst gute Atmosphäre auf dem Festivalgelände.

 

«Bisher ist das Festival sehr gut gelaufen, wir sind total zufrieden», gibt Bauer bekannt. Bereits letztes Jahr seien sie mit dem Vorverkauf sehr zufrieden gewesen und dieses Jahr sei er sogar nochmals deutlich besser gelaufen. «Grund dafür ist sicher eine gute Basis mit der grossen Programmvielfalt und der Gestaltung des Geländes sowohl im Innen- wie auch Aussenraum», mutmasst Bauer. «Das wissen die Leute zu schätzen. Daher haben wir bisher auch fast nur euphorische Rückmeldungen erhalten.» Das Poolbar-Team bemüht sich, jedes Jahr einen Musikmix von Nischen bis Pop anzubieten. Dieses Jahr lockte und lockt das Festival vom 7. Juli bis 15. August mit grossen Namen wie den Pixies, Cat Power, Jake Bugg, Conor Oberst oder Element of Crime. «Mein Highlight war ganz eindeutig The Notwist», sagt Bauer. «Aber auch Voodoo Jürgens war als Eröffnungsact perfekt.» Oftmals seien es aber auch die kleinen Bands, die positiv überraschen. Beispielsweise hätte Kari Kari als Support von Cat Power für mehr Gesprächsstoff gesorgt wie der Hauptact. Vier Konzerte waren bisher restlos ausverkauft, « ... und wenn man den völlig gestürmten Jazzbrunch mit John Megill dazuzählt, waren es 5». Auch allgemein blickt Herwig Bauer stolz auf eine sehr gute Auslastung. (Liechtensteiner Vaterland / mk)

Ganzen Bericht hier lesen.

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Wo ist die Blumenwiese?

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Reichenfeld soll Wildblütenwiese erhalten

Feldkirch – (VN, 14. Juli 2017) Im vergangenen Jahr gab es auf zwei Teilflächen des Reichenfelds in Zusammenarbeit von Aqua Mühle und Poolbar Festival eine Blumenwiese. Diese Idee wird nun weiterentwickelt und es soll eine ökologisch wertvollere, artenreichere und vor allem dauerhafte Wildblumenwiese entstehen. Auf dem Areal wächst nun aber erst einmal vor allem Unkraut. Damit dieses nach und nach weniger wird, müssen auf der Fläche bis zu fünf Säuberungsschnitte durchgeführt werden. Und die Wiesen sollten im Ansaatjahr nicht betreten werden. Deshalb hat die Stadt auch einen Zaun angebracht und bittet die Besucher des Reichenfelds um Rücksicht.

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„Mit der vollen Kompanie“

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Voodoo Jürgens eröffnet am Freitag das Poolbar Festival – W&W sprach mit dem Wiener Barden im „Strizzi-Look“ und verlost 2×2 Tickets.

WANN & WO: Erfolgreiches Jahr für dich – inwiefern hat dich dein Erfolg verändert? Legst du schon divenhafte Star-Allüren an den Tag?

Voodoo Jürgens: In der Regel verändert sich das Umfeld mehr als man selbst. Auf einmal hat man ganz viele Freunde. Diva werde ich erst nach der nächsten Platte.

WANN & WO: Wie viel Wiener Schmäh steckt in einem Tullner? Und wann hat es sich für dich herauskristallisiert, dass du im Wiener Dialekt singen möchtest?

Voodoo Jürgens: Ich hab Wien immer als einen Ort wahrgenommen, wo Leute von überall herkommen. Dieses „Echter Wiener“-Ding geht mir immer ein bissl auf die Nerven. Die Stadt hat eine Aura. Wer lang dort ist, saugt sie auf. Die Idee, im Dialekt zu singen, hat man gleich mal, seine Form zu finden und sich damit wohl zu fühlen, ist da schon schwieriger. Ich hab bis 30 gebraucht, bis ich mir gedacht hab, so geht sich das aus.

WANN & WO: Wie lässt sich das Wiener Lied ins 21. Jahrhundert transportieren?

Voodoo Jürgens: Die Tragödien bleiben die gleichen, die musikalische Untermalung verändert sich mit der Zeit. Andererseits leben wir in einer Zeit, in der wir uns von allen musikalischen Epochen bedienen können. So kommt dann wieder etwas Neues raus.

WANN & WO: Du eröffnest ja das Poolbar Festival. Welche Verbindungen hast du zu Vorarlberg bzw. wie planst du, die Dialektbarriere zu überwinden?

Voodoo Jürgens: Ich hab ja schon mal in Vorarlberg gespielt. Ist also kein Neuland für mich. Der Text wird der Gleiche bleiben, ob Wien, Hamburg oder Vorarlberg. Ich hab bis jetzt immer das Gefühl gehabt, dass ich verstanden werde.

WANN & WO: „Bänkelsänger im Strizzi-Look“, „Austro-Pop-Hype der Stunde“, „Anti-Folk fürs Beisl“ – wie würdest du dich und deinen Stil selbst am ehesten charakterisieren?

Voodoo Jürgens: Mit dem Austro Pop-Begriff kann ich am wenigsten anfangen. Über so etwas mache ich mir aber eher keine Gedanken. Wenn jemand meine Arbeit so zusammenfasst, dass man sich ein Bild machen kann, ist das in Ordnung für mich.

WANN & WO: Du bist ja aktuell auf Tour unterwegs – wie reagieren die „Deitschn“ auf deinen Sound?

Voodoo Jürgens: Ich glaube, wenn man etwas rüber bringt mit Musik, und eine Stimmung erzeuget – dann fällt die Sprachbarriere ein bissl weg. In Deutschland ist es exotisch, was ich da mache und trotzdem kann man Wortfetzen verstehen

WANN & WO: Wie wirst du das Poolbar Festival eröffnen?

Voodoo Jürgens: Ich komm mit der vollen Kompanie, den Rest müsst ihr euch ansehen. Wir freuen uns!

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Hier wird man sehr gern nass

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Herwig Bauer hilft beim Aufbau des Fahrrad-Brunnens – VN/Hofmeister.

 

Feldkirch. (VN-mir) Eine bunte Wildblumenwiese, leises Vogelgezwitscher und vielfältige Events erwarten die Gäste im Feldkircher Reichenfeld-Areal. Die Poolbar möchte mehr als nur ein Musikfestival sein, neben kulturellen Veranstaltungen, können die Besucher auch Kunstinstallationen und Architektur hautnah erleben.

Eine klug umgesetzte architektonische Gestaltung des Areals, mit einem besonderen Lichtkonzept und Möblierung, kann von den Besuchern facettenreich genutzt werden. Im Rahmen von Workshops entwickelten Studenten gemeinsam mit den Workshop-Leitern Michael Amann und Robert Zanona eine allumfassende inhaltlich durchzogene Gestaltung. Unter dem Arbeitstitel „Zeit“ sind Pavillons und Überbauungen entstanden, die modularen Varianten lassen sich zu verschiedenen Konstruktionen zusammenstellen. Um unterschiedliche Lichtstimmungen zu ermöglichen, wurden im Innenbereich Deckeninstallationen mit programmierten Leuchtpixeln angebracht. Die Wände wurden mit einer speziellen Holzkonstruktion verkleidet.

 

Verschiedene Orte beeinflussen uns, sie bestimmen und strukturieren soziales Handeln. – Alex Mohr

Zeitlose Kunstprojekte


Alex Mohr, ehemaliger Vorkurs-Schüler der Kunstschule Liechtenstein und jetziger Student an der Akademie für bildende Künste in Wien, gestaltete den Eingangsbereich des Alten Hallenbads. „Bei diesem Projekt arbeitete ich mit verschiedenen Materialien und Techniken, wie zum Beispiel Videos, Abgüssen oder auch Tiefziehfolien. Das Verwischen, Verschmieren und Verzerren hilft mir dabei Grenzen zu erforschen, sowohl körperlich als auch gesellschaftlich. Verschiedene Orte beeinflussen uns, sie bestimmen und strukturieren soziales Handeln“, erklärt Alex Mohr.


Lara Friesz veranschaulicht in ihrem Kunstprojekt „Luftraum“ die Beziehung zwischen Raum und Hindurchgehen mithilfe einer Plastikfolie. Die temporäre Installation in der großen Halle im Obergeschoß zeigt auf wie in Bewegung versetzte Luft durch den kleinsten Luftzug in Bewegung gerät und verdrängt wird. Das Projekt „Das Fotostudio“ von Lisa Großkopf beschäftigt sich mit gängigen Geschlechterklischees. Beim Wasserwerk Hochwuhr oberhalb der Feldkircher Altstadt wurde ein „Fischtreppen-Theater“ aufgebaut. Mit Nylonschnüren angebrachte Kunststoffbälle bewegen sich zu den Strömungen des Wassers.

 

Vorarlberg schmecken


Den Organisatoren ist es nicht nur gelungen, internationale Musiktalente nach Feldkirch zu holen, sondern auch Kooperationen mit heimischen Unternehmen in die Wege zu leiten. Das Sunnahof-Team, das seit 2000 zur Lebenshilfe Vorarlberg gehört, wird gemeinsam mit Mitarbeitern des Gasthauses „Stern“ aus Bangs die Besucher mit kulinarischen Leckereien aus eigenen Bioprodukten verwöhnen. Besondere Eiskreationen werden von einer Eismanufaktur in Vorarlberg hergestellt. In Zusammenarbeit mit der Landesberufsschule Lochau wurde ein Vorarlberger Cocktail entwickelt, als Basis für dieses Getränk dient Vorarlberger Apfelsaft.

 

Fahrradpedale


Um den Besuchern den sorgsamen Umgang mit Wasser näher zu bringen, wurde ein Fahrrad-Brunnen entworfen. Wer bei diesem kräftig in die Pedale tritt, bringt das Wasser zum Sprudeln. Da sich die Organisatoren vorgenommen haben, das Fahrrad im Rahmen des Festivals in Ehren zu halten, wird den Besuchern sogar ein beleuchteter Bike-Abstellplatz geboten.

Der österreichische Musiker David Öllerer alias Voodoo Jürgens wird den Festivalsommer mit seinen schwarzhumorigen Texten im Wiener Dialekt eröffnen. Das Festival bereichern in den nächsten Wochen nicht nur Element of Crime oder Sohn, sondern auch die israelische Indie-Pop Gruppe Lola Marsh und die neuseeländische Elektropop-Band The Naked and Famous.

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Ein Club im Wohnzimmer

 

 

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Robert Zanona – VN, Dominik Heinzle

 

 

Feldkirch. (VN-doh) Eigentlich studiert Robert Zanona Architektur in Wien, doch seit Monaten dreht sich beim 26-Jährigen alles nur noch um das Poolbar Festival im Feldkircher Reichenfeld. Was 1994 als reine Workshopreihe begann, entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Popkulturfestivals in Österreich. Mit dem Poolbar-Generator kehren Festival-Chef Herwig Bauer und sein Team zu ihren Ursprüngen zurück. Der Reiz der Poolbar liegt nicht zuletzt in der alljährlich neu erfundenen Architektur und der detailreichen Gestaltung der Räumlichkeiten, die dem Festival seine besondere Atmosphäre verleihen. „2015 waren wir selbst noch als Teilnehmer beim Poolbar-Generator in Dornbirn dabei. Die Zusammenarbeit mit dem Team war von Anfang an super – mit der Zeit wurden wir dann auch Teil des Teams und verantwortlich für den Bereich Architektur und Bauten“, erklärt Zanona.

 

Wir haben viel Zeit investiert und freuen uns auf den Festival-Start. – Robert Zanona


Bei der Workshopreihe 2016 und 2017 übernahmen er und Michael Amann die Leitung im Bereich Architektur. Der Poolbar-Generator bietet jungen Talenten die Chance, das Festival im Alten Hallenbad in Feldkirch aktiv mitzugestalten. „Die Aufgabenstellungen reichen von der Außen- und Innenraumgestaltung bis hin zu Möbeldesign“, erklärt Zanona.

Im Fokus standen heuer die Bereiche Architektur, Grafik und Visuals, New Media, Street Art, Licht und Produktdesign und erstmals auch Public Art. Das gemeinsame Motto: die Zeit. Entstanden sind verschiedenste geometrische Elemente, die als Sitzgelegenheit oder Stehtische genutzt werden können. Für die Innengestaltung sei die Herausforderung, eine Wohnzimmeratmosphäre zu schaffen, die bei den Konzerten, aber auch einem Club gerecht wird und zum Tanzen einlädt. Dafür werden Deckenelemente sorgen, die durch eingebaute Leuchtmittel die passende Stimmung erzeugen.

 

Programm bis 15. August


Nach dem Workshop mit rund 40 Teilnehmern arbeitete der gebürtige Feldkircher gemeinsam mit Michael Amann das Konzept weiter aus, und seit rund zwei Wochen werden die Entwürfe im Alten Hallenbad in Feldkirch aufgebaut. „Das Festival in Feldkirch ist für uns etwas sehr Spezielles, weil es über einen so langen Zeitraum andauert. Dadurch können wir auch jedes Jahr mit großem Aufwand die Architektur neu erfinden“, freut sich Zanona.

 

„Festival genießen“


Noch wird am Aufbau im und um das Alte Hallenbad gearbeitet. Morgen, Freitag, wird zur Eröffnung des Poolbar-Festivals aber alles fertig sein, denn derzeit laufe alles noch nach Plan. Den Auftakt des diesjährigen Festivals macht mit Voodoo Jürgens ein Künstler, der mit pechschwarzem Wiener Humor in der Tradition des Austro-Pop punktet und im vergangenen Jahr die österreichische Musikszene ordentlich aufmischte. Dass das Festival auch dieses Jahr internationale Größen im Programm hat, beweist dann der Headliner des Samstags, Cat Power aus dem Süden der USA. Und auf diesen Auftritt freut sich Zanona besonders. Einen ganz großen Auftritt werden die Indie-Legenden Pixies am ersten August im Montforthaus in Feldkirch liefern.

Für den Architekturstudenten Robert Zanona ist am Freitag die größte Arbeit für das Festival vorbei. Aber auch während der sechs Wochen ist er im Alten Hallenbad tätig und kümmert sich tagsüber um die Haustechnik. Und am Abend bleibt dann Zeit, um die neu geschaffenen Möbel ausgiebig zu testen und die Konzerte zu genießen.

Zur Person
Robert Zanona
Leitet den Poolbar-Generator und setzt das Architektur-Konzept für das Festival um.
Geboren: 21. Dezember 1990
Ausbildung: Studium Architektur an der TU Wien
Wohnort: Feldkirch, Wien

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