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Vertrauen ist oft mehr wert, als das große Geld.

http://poolbar.at/system/asset/filename/22338/crop/13_Holzbaupreis_BY_MATTHIAS_RHOMBERG_058.jpg Festivalgelände 2015 // Foto: Matthias Rhomberg

Ein Interview von baeckstage.ch – Über zwei Jahrzehnte gibt es das poolbar//festival in Feldkirch bereits. Da es nahe der Schweizer Grenze liegt, ist das Festival auch für das junge Schweizer Kulturmagazin Bäckstage interessant. Bäckstage nutzte die Chance und befragten den einen Geschäftsführer Herwig Bauer zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Festivals. Er spricht offen aus dem Nähkästchen und gibt interessante Einblicke.


baeckstage.ch: Als Einstieg würde ich gerne wissen, was für euch das poolbar//festival besonders macht?

Herwig Bauer: Das Zusammenspiel vieler Dinge: Ein vielseitiges und ausgesuchtes Programm zwischen «Nischen und Pop», das auch Kabarett, Literatur, Tanz oder Film berücksichtigt. Die einzigartige Location eines stilvollen, alten Hallenbades – und das mitten in einem Park gleich beim Stadtzentrum. Die liebevolle Gestaltung auf allen Ebenen – von der Grafik über Mode bis hin zur jährlich neuen architektonischen Gestaltung des Geländes.

Und: Das Festival dauert einen Sommer lang und die Leute kommen gezielt zu ihren Lieblingsbands – dementsprechend gut ist die Stimmung und das Verständnis zwischen KünstlerInnen und Publikum. Bei großen Festivals ist das ja oft anders: da stehen 20.000 vor der Bühne, und 15.000 warten hauptsächlich auf die Band danach oder reden über die Band davor. Ah, und das bunt gemischte Publikum aus allen Szenen, allen Ländern, allen Schichten, aller Altersgruppen

 

baeckstage.ch: Das Festival besticht durch ein sehr vielseitiges Programm. Wie entscheidet ihr, was ins Programm aufgenommen wird? Worauf wird der Fokus gelegt?

Herwig Bauer: Große Namen sind uns generell natürlich herzlich willkommen, wenn das, was sie machen, in unseren Augen richtig gut ist. Wir wollen aber v.a. dafür stehen, dass man zum poolbar//festival kommen kann, auch ohne die Bands zu kennen – dass man darauf vertrauen kann, dass man bei uns Großartiges entdecken kann, manchmal auch die Stars von morgen.
In der Programmgruppe wird viel diskutiert, wir sind uns nicht immer einig – und genau diese vielfältigen Interessen einiger Musik-Nerds machen es dann wohl auch aus.

 

baeckstage.ch: Wie wertvoll sind  Kontakte, die über die Jahre entstanden sind, wenn es darum geht, einen Act zu bekommen?

Herwig Bauer: Vertrauen ist oft mehr wert als das große Geld. Letzteres haben wir nicht, daher ist unsere Hauptwährung Vertrauen, dass die Agenturen und Bands über die Jahre zu uns aufgebaut haben. Wir versuchen die Acts technisch, gastronomisch und menschlich hervorragend zu betreuen und ihnen perfekte Rahmenbedingungen und ein enthusiastisches Publikum zu bieten. Wenn das zuverlässig gelingt, schicken die Agenturen ihre besten Pferde zu uns.

DAS GANZE INTERVIEW BEI BÄCKSTAGE.CH ZUM NACHLESEN.

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„Perlen“ der Acts – eine Playlist

Das Line-Up für das Poolbar Festival steht fest. Aloe Blacc komplettiert neben Pusha T, Patrice, Wanda, William Fitzsimmons, Charlie Winston und Kele als letzter Headliner das Lineup.

Elektro Guzzi, HVOB, M185, The Pains of Being Pure at Heart sowie zahlreiche DJs, Filme und Präsentationen vervollständigen außerdem das Programm. Aus diesem Grund fragte Wann & Wo bei Poolbar-Macher Herwig Bauer nach und erkundigte sich nach den „Perlen“ der heurigen Acts.

„Lässigkeit bis zum Exzess

Wir möchten die Playlist hier mit euch teilen. Sie ist ein schöner Mix aus allen Musikrichtungen, ist lässig, ist exzessiv, macht Laune und neugierig auf das kommende poolbar//festival. So vielseitige wie Herwigs aktuelle Playlist ist, wird sich auch das Festival zeigen. Für jeden Geschmack ist was mit dabei – viel Spaß damit. //liebe Grüße aus der Poolbar-Redaktion

Playlist zum Reinhören

Aloe Blacc – Wake me Up // Ja, die Avicii-Version mit den darüber gelegten Beats verkauft sich besser (knapp eine Milliarde Views auf Youtube), aber das Original geht tief unter die Haut, das Video macht betroffen, traurig, wütend – und es motiviert.


  

Kele – Tenderoni // Der Sänger von Bloc Party kommt mit mit seinem Live-Projekt samt Visual-Show auch zu uns in den pool. Bewusst in den pool – denn diese treibenden Beats gehören in einen Club, hier muss getanzt werden.



Darwin Deez – Radar Detector // So muss Indie: Musikalisch großartig und verspielt, sich selber nicht ernst nehmend und augenzwinkernd grandiose synchron-Moves auf die Bühne choreografieren. Das Darwin Deez poolbar-Konzert wird ein rauschendes Fest.



Etienne de Crécy feat. Madeline Follin – You // Plötzlich ist der Urvater des French House / Frech Touch wieder in den Charts.



Pusha T ft. Tyler, The Creator - Trouble On My Mind // Ich bin definitiv kein HipHopper. Aber wenn sich einer jenseits von BlingBling und Gewalt mit Intelligenz seinen Platz neben den ganz großen US-Rap-Stars wie Pharell Williams oder Kanye West erobert, verdient das Respekt.



Dillon - Thirteen Thirtyfive // Ein wunderschöner Song, um sich mit dem eigenen Weltschmerz hinterm Ofen zu verkriechen. Verträumtes Klavier, im Hintergrund James-Blake-Elekronik und eine zerbrechliche Stimme, die über Liebe, Trauer, Sehnsucht, Vergänglichkeit  singt...mehr als 20 Millionen Views auf Youtube zeigen, dass die Welt nicht nur Party will. Einige Views davon habe ich beigesteuert.

 
Robb – fourbyfour // Ein unglaublich entspannter, zurückgelehnter Sommersong mit souliger Stimme. Passt perfekt ins „Freibad“ beim poolbar//festival: Hier haben wir jeden Samstag um halb Acht Open Air Konzerte bei freiem Eintritt.


Colour Haze – Inside // Hier darf man ausnahmsweise „Kultband“ sagen. Sie führen  - als Eröffnungsact des poolbar//festivals am 10.Juli - das Beste der alten Black Sabbath mit der Schwere von Kyuss zusammen. Stonerrock de Luxe.

 

Gewinnspiel: Tickets für Aloe Blacc und Wanda!

Als besonderen Anreiz verlost WANN & WO jeweils 2x2 Tickets für die Poolbar-Konzerte von Aloe Blacc (22. Juli) und Wanda (16. Juli). Das Konzert der österreichischen Schartstürmer Wanda ist bereits komplett ausverkauft! Wer mitmachen möchte, schreibt einfach eine E-Mail mit dem Wunschkonzert an wannundwo@poolbar.at

Text: WANN & WO, Herwig Bauer, Poolbar Redaktion

 

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poolbar ganz privat

Die Vorarlberger Nachrichten haben Herwig Bauer  - gemeinsam mit Heike Kaufmann ist er Geschäftsführer der poolbar GmbH - zur Geschichte und der aktuellen Entwicklung des Festivals befragt. Er verrät im Interview, wie er den Spagat zwischen Kultur und Wirtschaftlichkeit schafft, wie wichtig Sponsoren sind, und wie das poolbar-Festival immer am Puls der Zeit bleibt.

 

Sie sind vor 21 Jahren mit einer Kursreihe gestartet. Heute ist die Poolbar eine der größten Kulturveranstaltungen im Land. War der Erfolg absehbar?

Bauer: Es steckte damals eigentlich eine egoistische Ambition dahinter. Ich habe mich selbst künstlerisch betätigt und an verschiedenen Kursen teilgenommen. Da habe ich gedacht, so etwas könnte ich selber auch organisieren. Zum Festival hat es sich dann im Laufe der Zeit gewandelt. Bei vielen Dingen haben wir aus dem Bauch heraus agiert und das hat nach wie vor hohe Priorität. Man spürt, dass wir nicht im Auftrag der Gewinnmaximierung arbeiten. Wir machen Dinge, die uns selber auch gefallen.

http://poolbar.at/system/asset/filename/19630/herwig-bauer-poolbar-vn_by_lerch.jpgHerwig Bauer mit einem der neuen poolbar-Möbel. Das Konzept zur Neu-Nutzung der Becher wurde an der HTL Rankweil (Kolleg für Holztechnik und Innenraumgestaltung) von Student Thomas Nagel entwickelt. Fotos: Lerch

 

Inwieweit hat sich das Festival über die Jahre verändert?

Im ersten Jahr gab es eine Abendveranstaltung und in Folge ein Konzert. Da hat sich herausgestellt, dass das mehr Spaß macht als die Workshop-Sache. Wir haben verschiedene Varianten ausprobiert, wie man die Workshops anders gestalten kann und sind dann bei den Wettbewerben gelandet. Denn wir wollten das klassische Schüler-Lehrer-System durchbrechen und stattdessen Leute einladen, mitzugestalten. Diese Wettbewerbe sind nun die Methode, wie man das ursprüngliche Gedankengut der Workshops in eine passendere Variante umwandeln kann.

Bei der Poolbar gibt es einen Architekturwettbewerb, Musik, Kino und einen Ableger in Wien. Verzettelt man sich da nicht?

Eigentlich überhaupt nicht. Dass wir eine ganz große Bandbreite anbieten, war immer das Spezielle an der Poolbar. Wenn man zu uns kommt, wird man programmtechnisch mit viel Unerwartetem konfrontiert und auch beim Ambiente stößt man auf gute Gestaltung.

Verliert man bei der Planung nicht mit den Jahren das Gespür dafür, was ein junges Publikum will?

Wir haben das große Glück, dass wir nicht nur für das junge Publikum interessant sind, sondern auch junge Menschen im Team haben, mit denen wir uns absprechen. Man kann natürlich auch über die Medien selber verfolgen, was gerade angesagt ist, aber es ist immer gut und wichtig, dass man mit den Jungen direkt Kontakt hat und sich austauscht. Wir stimmen uns also mit dem personifizierten Puls der Zeit in Form von jungen Menschen ab.

 

Wie viel Zeit nimmt das Festival in Anspruch?

Jede verfügbare Sekunde. Parallel arbeite ich für einen Verlag in Wien, das ist allerdings eine sehr flexible Geschichte. In Zeiten wie jetzt ist der Anteil am Wien-Job quasi nicht vorhanden. Unterm Strich habe ich aber immer zu wenig Zeit.

Beim Festival treten Stars auf, überhaupt muss ein mehrwöchiges Festival finanziert werden. Welche Rolle spielen dabei Sponsorengelder?

Bauer: 18 Prozent sind öffentliche Förderungen, 32 Prozent Sponsoren, 30 Prozent Gastronomie-Einnahmen und 20 Prozent Ticket-Verkäufe. Wir haben das Glück, dass wir mittlerweile einen großen Namen haben. Wenn österreichweit agierende Unternehmen im Westen etwas suchen, stoßen sie auf uns, wenn es um ein junges Publikum geht. Das macht es leichter, aber dennoch ist es eine Wahnsinns-Arbeit. Denn der Leistung der Sponsoren muss eine zählbare Gegenleistung gegenüberstehen, sonst finden wir niemanden.

Sie sind inzwischen einer der größten Kulturveranstalter Vorarlbergs. Wie gehen Sie persönlich mit der wirtschaftlichen Verantwortung um?

Es ist immer das große Zittern, wenn der Steuerberater Heike und mir die Bilanz übermittelt, und man steht mächtig unter Druck. Momentan sind wir finanziell etwas ins Eck gedrängt, aber der Optimismus war und ist immer Teil unserer Grundeinstellung. Dieser ist nach wie vor ungebrochen und ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind, um uns finanziell auf soliden Füßen zu halten.

http://poolbar.at/system/asset/filename/19631/herwig-bauer-im-gespraech-mit-den-vn.jpgHerwig Bauer im Gespräch mit den VN in der HTL Rankweil. Hier werden gerade die Möbel fürs Festival gefertigt.

 

Müssen Sie künstlerisch Kompromisse eingehen um dem Anspruch an Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden?

Definitiv. Es wäre naiv zu glauben, es wäre nicht so. Es gibt viele Dinge, die wir gern hätten, aber die nicht leistbar sind. Gerade heuer haben wir ein Jahr, in dem wir das machen, was wir uns leisten können. Das bedeutet auch, dass wir anstelle von zwei Vorgruppen nur eine haben. Dabei geht es aber nicht nur um die Wirtschaftlichkeit, sondern auch darum, die Belastbarkeit des Teams in Grenzen zu halten. Denn nur wenn das Team mit Freude und Energie bei der Sache ist, funktioniert das Festival. Daher an dieser Stelle ein großes Dankeschön von Heike Kaufmann und mir an alle, die gemeinsam helfen, das Festival umzusetzen.

 

Der vollständige Artikel ist auf der Homepage der Vorarlberger Nachrichten nachzulesen.

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FM4 Amadeus Award 2014 goes to Bilderbuch

Das Geheimnis ist gelüftet: Letzte Woche wurden die Gewinner_innen der diesjährigen Amadeus Austrian Music Awards bekanntgegeben und die Trophäen bei einer fulminaten Show im Wiener Volkstheater vergeben. Unter den prämierten Acts finden sich auch Bilderbuch, die am 4. Juli das poolbar-Festival 2014 eröffnen werden.

 

In insgesamt 15 Kategorien wurden am 6. Mai die begehrten Trophäen, die Amadeus Awards, bei einer großen Gala im Wiener Volkstheater verliehen. Viele Künstler_innen und Bands strahlten über ihre gewonnen Preise, u.a. zählten auch Bilderbuch zu den Gewinner_innen des Abends, denn sie konnten in der Kategorie "FM4 Award" das Rennen für sich entscheiden und performten ihre Hit-Single "Maschin" auch live vor Publikum, das ihnen mit Standing Ovations zu ihrem Preis gratulierte.

http://poolbar.at/system/asset/filename/19448/bilderbuch-amadeus_2014.jpg

and the Amadeus goes to ...

Auch das restliche Show-Programm punktete mit tollen Live-Acts, hohem Unterhaltungswert und prominenten Laudatoren, wie HIER in der Videoaufzeichnung zu sehen ist: LINK

 

Bilderbuch werden am 4. Juli 2014 bei der Eröffnung des diesjährigen poolbar-Festivals im Alten Hallenbad in Feldkirch auftreten. Tickets HIER

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Vice launcht Noisey Alps

Nach zahlreichen Ankündigungen macht Vice Media sein unter Noisey publiziertes Musikprogramm nun auch für Österreich und die Schweiz offiziell auf - der Start von Noisey Alps wird u.a. mit einer großen Party in Wien gefeiert.

 

Das Verhältnis von Vice Germany und Vice Austria ist ja legendär schlecht. Da ist es nur konsequent, dass man die internationalen Struktur von Vice – mittlerweile gibt es ja einige Submarken, für News, Schlägersport, Tech oder Mode – auch so nachbaut, wie man sich in den einzelnen Ländern aufgestellt hat. Also bekommt Österreich eine eigene Vice-Musikecke, einen Noisey Kanal, getrennt vom bereits bestehenden Noisey Germany. Seit Anfang 2014 wird Noisey Österreich konsequent aufgebaut, gelauncht wurde das neue Musikportal Anfang März. 

Dadurch kann die fröhlich polternde, nationale Szene nur profitieren. Nachdem sich in den letzten Jahren viele gedruckte Musikmagazine schleichend verabschiedeten und sich eigentlich keine bleibenden Blogs etabliert haben, kommt mit Noisey nun ein Meinnungsmultiplikator nach Österreich, der einigermassen unabhängig mit einem eigenem Blickwinkel und einer eigenen Sprache über Musik berichten wird (nur einigermassen unabhängig, weil Vice eben auch eine Agentur ist, die Acts bezahlterweise vermarktet und dafür dann praktischerweise auch gleich die glaubhafte Medienpower im eigenen Haus hat). Unterm Strich bedeutet das wieder mehr Vielfalt, mehr unterschiedliche Ansätze, die der cooleren Musik hierzulande dabei nur gut tun können. Und genau dafür wird es bei Noisey ein ehrliches Interesse geben.

Natürlich werden nebenbei auch so wie bei Vice Austria internationale, englische Artikel angeliefert werden, die dann übersetzt und ausgespielt werden. Man wird dort gut an internationale Kampagnen angebunden sein. Ätzereien gegen den Kanal wird es genauso geben. Das ist bei Vice so, das ist bei The Gap so, und sogar bei Volume, das gehört dazu. Musik ist eben etwas Höchstpersönliches. Da lässt sich niemand gern in die Suppe spucken. Und Noice und Visey tun das ja besonders gern. Wenn sie nicht gerade Haftbefehl hypen.

http://noisey.vice.com/alps/

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Erika Kronabitter - Nora. X.

Erika Kronabitter ist österreichische Schriftstellerin und Künstlerin mit Lebensschwerpunkt Feldkirch und leitet (gemeinsam mit der Band Sofa Surfers) bei der Workshopreihe poolbar/generator den Workshop "Text". Wir stellen ihren 2013 erschienenen Roman "Nora. X." vor.
 
 
Erika Kronabitter, geboren 1959 in Hartberg/Steiermark, arbeitet nach ihren Studien der Germanistik, Vergleichenden Literaturwissenschaft und Kunst- geschichte interdisziplinär in den Bereichen Literatur und Kunst und lebt seit 1965 als Autorin und bildende Künstlerin in Feldkirch.
Sie hat zahlreiche Preise erhalten, unter anderem den Theodor-Körner-Förderungs- preis (2001) und den Prosapreis Brixen/Hall (2001). Neben "Nora. X." sind einige ihrer weiteren Veröffentlichungen die Romane "Mona Liza" (2007) und "Viktor" (2009) und der Lyrikband "Einen Herzschlag nur bist du entfernt" (2010). Sie ist außerdem Initiatorin und Organisatorin des Feldkircher Lyrikpreises.
 
http://poolbar.at/system/asset/filename/18173/Erika_Kronabitter_Portrait.jpg
 
In dem zuletzt erschienenen Roman "Nora. X." erzählt Erika Kronabitter ihre mit "Mona Liza" begonnene und mit "Viktor" fortgeführte Familiengeschichte weiter. Dass sie auch Lyrik schreibt, lässt sich dabei nicht leugnen, die einzelnen Kapitel wirken teilweise wie immer neue Strophengebilde. Trotz dieses Potpourris an kapitelhaften Gedanken, Reflexionen und Erzählungen ist daraus ein Roman geworden.
 
Die Vorarlberger Autorin schreibt die Geschichte einer jungen Frau, die in Spanien landet, um mehr vom Leben zu haben, als es irgendwo an einem tristen Ort in Österreich möglich wäre. Bevor sich jedoch eine Klischeefalle auch nur auftun könnte, lässt Kronabitter die Szenerie kippen.
Nicht einer Schwermut der Romanfigur oder einer Belehrigkeit der Autorin ver- danken wir die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Landes, mit der Diktatur, mit Garcia Lorca – die Verweise auf ein Zeitkolorit, das Zitieren von frag- würdigen Behauptungen, an denen Menschen ihre Lebensentwürfe verankern, hat Methode. Bezüge zu den Figuren aus Kronabitters früheren Werken, wie "Mona Liza" und "Viktor", werden klar.
Mit der Erzählung von Nora und ihrem Bruder X rückt die Autorin die Loslösungs- thematik, das Hinterfragen des Fremdbestimmtseins in ein – auch formal – sprachlich spannendes Licht.
 
(Buchrezension von Christa Dietrich, 14. September 2013, Vorarlberger Nachrichten)
 
http://poolbar.at/system/asset/filename/18174/Kronabitter_NoraX_Cover.jpg
 
 
Liebe passiert, so wie einem ein Regentag passieren kann, genauso aber, wie die Wolken den Himmel passieren, vorüberziehen, zieht sie bei vielen wieder vorbei, passiert die Liebe den Lebensweg der Liebenden, ein Vorüberziehen, Vorbeigehen, man entlässt den Geliebten, lässt ihn los, lässt die Geliebte weiterziehen – im besten Falle ein glückliches Abschiednehmen. Jenen, die lebendig genug sind, ideenreich, beziehungsvoll oder was immer es ist, jenen gelingt es dann und wann und eher selten, die Liebe zum Bleiben zu animieren.
Es ist nicht leicht, junge Frau zu sein, denkt Nora. Die Mädchen träumen von Taylor Lautner und stellen ihre privaten Filme auf YouTube. Insgeheim träumt jede davon, ein Star zu werden. Die jungen Frauen essen Chicken Wings und Spicy Noodles, albern herum und necken sich. Die Liebe ist kein Irrtum. Sie ist lediglich kurzfristig. Manchmal kurzfristiger als angenommen. Kommt und geht. Die meisten glauben nur an das „kommt“.
 
Erika Kronebitter - Nora. X.
Roman, 184 Seiten.
2013, Limbus Verlag. Reihe Zeitgenossen.
 
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"Mut ist nur ein Anagramm von Glück"

Poetry Slam reloaded: Mit ihrem letztjährigen Auftritt bei einem Poetry Slam Wettbewerb in Bielefeld avanciert die Schauspielerin Julia Engelmann derzeit zu einer Internet-Sensation und trifft mit ihren wortgewandten Gedanken den Nerv der Zeit.

 

Eigentlich kennt man Julia Engelmann als Schauspielerin aus der Serie "Alles was zählt", doch seit kurzem macht sie in einer ganz anderen Rolle Furore. Die 21-jährige gebürtige Bremerin trat im vergangenen Mai 2013 beim "5. Hörsaal-Slam der Universität Bielefeld" an und präsentierte dort einen eigenen Text, der an Brisanz und Aktualität seither nicht verloren hat. Dass sie mit ihrem gesellschaftskritischen Rap den Zeitgeist einer ganzen Generation getroffen hat, zeigt sich daran, dass der Mitschnitt ihres Auftritts auf Youtube (erst jetzt bzw. noch immer!) boomt und zum ersten Internet-Phänomen 2014 zu werden vermag.

"Meine Liste ist so lang, aber ich werde eh nie alles schaffen – also fang ich gar nicht an. Stattdessen hänge ich planlos vorm Smartphone, warte bloß auf den nächsten Freitag."

In Anlehnung an das Lied "One Day / Reckoning Song" von Asaf Avidan ruft sie dazu auf, sich nicht der allgemeinen Lethargie hinzugeben, sondern sein Leben zu leben: "Lass uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen."

Ihr großer Appell am Schluss der Rede: "Das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen – also los, schreiben wir Geschichten, die wir später gerne erzählen, und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein, und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind."

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poolbar reloaded 2013

Auch im neuen Jahr versorgt uns Radio Proton mit Rückblicken auf das vergangene poolbar-Festival und füttert euch fleißig mit Infos zum bevorstehenden Festival 2014 und dem neuen Projekt poolbar/generator.

Um euch dafür richtig in Stimmung zu bringen, lohnt es sich, das offizielle poolbar #20 Aftermovie anzusehen: Publikumsstimmung, Poetryslam-Einlagen, Konzertmitschnitte, Laufstegmode, Interviewsequenzen, Openair-Atmosphäre und jede Menge Diskolichter - was will man mehr!

 

Radio Proton sendet den großen Rückblick am

Donnerstag, 2. Jänner 2014
20 bis 22 Uhr
Radio Proton
radioproton.at

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poolbar-Festival #20: In Höchstform

Mit einem spektakulären Auftritt von Casper wurde das diesjährige poolbar-Festival im Alten Hallenbad in Feldkirch am Donnerstag, den 15. August beendet.
erschienen auf vol.at



Der deutsche Intelligenz-Rapper sorgte abschließend für eine volle Halle und einen hochkarätigen Ausklang der gut sechs Wochen dauernden Veranstaltung. Mit 166 Programmpunkten, vom Popkonzert über Filmabende bis zur Lesung, schaffte es das poolbar-Festival, seinem Credo “Kulturelles von Nischen bis Pop” gerecht zu werden. Über mehrere Wettbewerbe wurde zur Ideenfindung in den Bereichen Kunst, Mode/Design und Architektur geladen. Die poolbar-Architektur und die Festival-Grafik widmeten sich heuer erstmals gemeinsam einem Thema, dem Dadaismus. Die Geschäftsführung (Heike Kaufmann, Herwig Bauer) freut sich gemeinsam mit dem mehr als 100-köpfigen Team des poolbar-Festivals über knapp 20.000 Gäste aus dem In- und Ausland. Vor allem aber darüber, dass das poolbar-Festival mit seinem speziellen Ambiente für Begeisterung sorgte.

Das musikalische Programm beim poolbar-Festival in Feldkirch umfasste internationale Headliner wie MY BLOODY VALENTINE, LITTLE BOOTS, KATE NASH, FRANK TURNER & THE SLEEPING SOULS, VISTA CHINO, PATRICK WOLF, DONAVON FRANKENREITER, TOCOTRONIC, GOLDIE, BAD RELIGION, JAMES, MONSTER MAGNET, SHOUT OUT LOUDS, CASPER oder auch in den einschlägigen Blogs und Magazinen abgefeierte Hipster, die sämtliche Erwartungen übertrafen, so etwa SOHN, LE1F, YARAH BRAVO, CATASTROPHE & CURE, JAPANDROIDS, AUSTRA, RANGLEKLODS oder DRY THE RIVER. Gepaart wurden die internationalen Acts immer wieder mit lokalen und regionalen Bands, die häufig die hoch gelegte Qualitätslatte mühelos überwanden.

Das Spezielle des poolbar-Festivals

Zahlreiche ausverkaufte Konzerte und spannende Neuentdeckungen sind für die Veranstalter natürlich erfreulich, oft aber sind es die weniger breitenwirksamen Erfolge, die – neben dem besonderen Ambiente und der beinahe intimen Atmosphäre – die Besonderheit des Festivals ausmachen: Die im Vorjahr eingeführten neuen Formate wie die “polymorphe Liechtensteiniade”, die die schräge Liechtensteiner Szenekultur über die Grenze schwappen ließ, die “lebende Kunstinstallation” des Düsseldorfer Künstlers Christian Jendreiko, die teilweise in Feldkirch, teilweise im Kunstmuseum Liechtenstein stattgefunden hatte oder die “Ticketliteratur” – Literatur und Illustrationen waren integrierter Bestandteil der e-Tickets für die Konzerte – fanden allesamt 2013 ihre Fortsetzung.

Die spektakulärste Neuerung war sicherlich die Premiere des “poolbar auf der Wiese”-Open Airs, das im Feldkircher Reichenfeldpark eine Mischung aus Picknick- und Rockfestival-Ambiente schaffte. Großartige Stimmung bei idealen Wetterbedingungen.
Ebenfalls außergewöhnlich: Das 5-tägige Kino-Open-Air, das gemeinsam mit dem Rio-Kino in der Feldkircher Innenstadt veranstaltet wurde. Die Besonderheit: Der Projektor wurde mit Strom gespeist, der über fünf Fahrradgeneratoren vom Publikum selbst produziert wurde. Der Ton war nur über Funkkopfhörer zu hören.

Die wichtigste Neuerung jedoch war sicherlich der Erwerb des “Green Event”-Labels für das poolbar-Festival durch besondere Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit – unter anderem galten Festivaltickets als Freifahrschein in öffentlichen Verkehrsmitteln und es wurde ein Fahrrad-Rikschataxi zum und vom Festival angeboten.

Mehr & bessere Luft für die Gäste

Die Stadt Feldkirch als Eigentümerin des Alten Hallenbades hat pünktlich zum Festivalstart eine komplett neue, zusätzliche Lüftungsanlage fertiggestellt; Frostige Temperaturen waren natürlich angesichts des Tropensommers nicht zu erwarten, aber das Kulturvergnügen war deutlich versüßt – und der Sauerstoffgehalt in der Luft spürbar höher.
Als Anerkennung für 20 Jahre kultureller Schwerstarbeit hat Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold im Namen der Stadt Feldkirch dem poolbar-Team darüber hinaus den mit EUR 7.300.- dotierten Feldkircher Kulturpreis überreicht.

Organisatorische und finanzielle Herausforderungen

Knapp 20.000 Besucherinnen und Besucher, aber kein gröberer Zwischenfall beim Sanitätsdienst – das ist die aus organisatorischer Sicht besonders erfreuliche Bilanz. Trotz zufriedenstellender Besucherzahlen stehen in den kommenden Jahren einige finanzielle Herausforderungen an – nicht zuletzt legen die Veranstalter Wert darauf, dass die mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausnahmslos nicht ehrenamtlich arbeiten, sondern fair bezahlt werden.

poolbar-Architektur wird verkauft – Platz für 2014!

2014 wird dringend Platz für die neue poolbar-Architektur benötigt – ein Teil der Rikschas sowie Elemente der diesjährigen poolbar Architektur werden daher via poolbar.at/shop verkauft. Eine weitere Gelegenheit dazu bietet sich aber auch beim Messestand des poolbar-Festivals bei der Artdesign in Feldkirch im Oktober.

Das poolbar-Festival 2014 – die Nummer 21 – findet vom 4. Juli bis 17. August statt. Die kleine Schwester des poolbar-Festivals, poolbar mit pratersauna in Wien, wird in der Bundeshauptstadt wie gewohnt Mitte Mai über die Bühne laufen. 

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Breit aufgestellt in die Pedale treten

Kaum ist das poolbar-Festival vorbei – und uns schwirrt der Kopf nach wie vor nach dieser tollen Ausgabe – muss man auch schon an die Zukunft denken. Die VN haben dazu Herwig Bauer interviewt. Das Programmteam um Heike Kaufmann wird nach einer kurzen Pause gleich wieder mit dem Programmieren loslegen und aus der aktuellen Ausgabe allerlei Input mitnehmen...



Zur großen Ansicht geht es HIER!

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