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Nasty Peaches

Die Red Bull Music Academy Night hatte es in sich – aber so richtig. Ein DJ-Set von DjPHILIPS brachte ein heißes Warm up in den pool und bereitete das Publikum gut auf Peaches vor. Neugierde machte sich breit und die Show wurde sehnsüchtig erwartet. DJ B.Visible (Duzz Down San) gabs zum Schluss als Sahnehäubchen oben drauf.


Are you nasty Feldkirch?
Mit wahnsinnigen Kostümen und einer heißen Akrobatik überzeugte Peaches gemeinsam mit ihren beiden Tänzern. Sie thronte auf einem Podest und gab eine überzeugende Performance ab. Der Bass und die Beats wurden bis an die Spitze getrieben. Und Peaches hat gemerkt, dass die Menge auch nasty ist.

Peaches hatte keine Scheu und bewegte sich zu ihren psychedelischen Sounds bewusst körperbezogen und lasziv in einer Weise, wie es wahrscheinlich nur Peaches kann. Sie schlängelte sich durch die Menge, klaute hier und da einen Schluck von dem Einen oder der Anderen. Sehr sympathisch und offen mit Bewegungen heißer denn je.

Anrüchig, genial und heiß
Peaches nutzte die Dynamik und lief über das Publikum. Ihre Tänzer und auch sie selbst zogen sich ständig wieder um und es ging heiß her. Befreite Sexualität in authentischer Form mit einem Publikum das auch noch Balls, Balls and dick auf Deutsch mitsang. Sekt wurde über das Publikum versprüht, Trockenübungen wurden exzessiv vorgeführt und die Kostüme wurden immer noch fantastischer. Am Schluss leuchteten dann noch LEDs, die die weiblichen und männlichen Geschlechtsteile beleuchteten – der Höhepunkt am Schluss, sozusagen. (lh)

Mehr zu Peaches, wer auf dem Laufenden bleiben möchte:

Peaches online

Peaches Facebook

Red Bull Music Academy Peaches Lecture

 

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Herz über Kopf mit Joris

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Joris ließ die Augen der Mädchen glitzern und Männer lautstark mitsingen. Mit viel Gefühl, Herz und einer guten Portion Optimismus lieferten Joris und seine Band eine ehrliche, nahbare Show ab.

Gallery: Joris x Jo Stöckholzer

Mittendrin statt nur dabei
Langsame, stile Nummern wechselten sich mit beatreichen, bassgetränkten Songs ab. Ein eingespieltes Team hatte Joris da dabei – mittlerweile sind sie schon seit einem Jahr in ihrem Tourbus unterwegs und sind noch immer dankbar, wenn sie vor  Publikum stehen und spielen können.

Wie die Weltmeister
Joris zeigte seine vielen Talente, wechselte oft die Gitarren, hüpfte auch mal ans Klavier und brachte viel gute Laune mit. Alle sangen mit und Joris erkor die Feldkircher zu den Weltmeistern unter den Mitsingern. Joris hat Texte, die Mut machen und das Leben an sich feiern sollen. Manchmal leicht und manchmal verkopft. Der Widerspruch in seinen Lyrics findet sich oft, bestimmt mit ein Grund warum seine Songs voller Kraft stecken.

 

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Herzerwärmende Special Effects
Joris war sichtlich bemüht eine tolle Show abzuliefern. Special Effects gabs auch noch. Die Lichter wurden alle ausgeschaltet und eine Trommel von innen beleuchtet, die dann von den Bandmitgliedern bespielt wurde. Und dann gab es ein Luftballon-Herz welches ganz plötzlich aus einem Koffer schwebte. Ein schöner Moment für so viele Fans unter dem Publikum, der begeistert bejubelt wurde.

Joris überraschte mit gekonnt punktgenauen Übergängen und Genrewechseln. Ein musikalisches Multitalent, das sichtlich viel Spass hatte und das mit viel Herz geteilt hat. (lh)

mehr zu Joris online

 

Support: Jo Stöckholzer mitten im Publikum

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Starke Vibes: Nneka x Miss Weirdy

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Geballte Frauenpower mit Miss Weirdy und Nneka am poolbar-Festival. Ein rauschendes Fest mit guten Messages und Vibes wurde geboten, wie es besser nicht hätte sein können. »How can you be an artist and not reflect the times?«  – fragte schon Nina Simone vor Ewigkeiten. Aktueller denn je ist diese Aussage und genau das, was Nneka mit ihrem ganzen Dasein tut.


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Grandiose Miss Weirdy
Die Vorarlbergerin mit jamaikanischen Wurzeln wärmte das Publikum schon in bester Weise auf. Respekt hoch zehn für die 22-Jährige, die schon jetzt die perfekten Ambitionen zur Reaggae-Künstlerin hat. Ein Support Act der mit einem guten Mix aus HipHop-Beats, Soul-Elementen und herrlichen Reaggae-Klängen überzeugte. Eine Musikerin, die man im Auge behalten sollte und bestimmt noch einiges Großartiges fabrizieren wird.


Mehr zu Miss Weirdy auf facebook


Starkes Temperament gepaart mit sanfter Wildheit
Nneka ist die ultimative, wandelbare Künstlerin. Vielschichtig überzeugte sie mit unglaublicher Kraft und Können. Die Allrounderin legte eine wahnsinns Show hin, die mitriss, begeisterte und ihren Schmerz fühlen ließ. Sie gab explosivste Beats mit authentischen Texten und genialen Mimik von sich. Fein abgestimmte Nuancen, sanfte Beats und eine stimmlich farbenfrohe Palette ließen keinen stillstehen.

Leidenschaft mit Wut kann was
Nneka ist Leidenschaft gepaart mit Wut – das kann was. Gemeinsam mit ihrer Band formte sie eine überzeugende Performance, die wie angegossen zu ihrer Stimme passte. Eine Musikerin mit viel Herz, deren Gefühle aufs Publikum überschwappte. Von leuchtenden Gitarrensaiten, Reaggae-Sound deluxe, HipHop-Beats und Herzzereißendes war alles dabei – die richtige Mischung eben.

Unglaubliche Wucht
Nneka brillierte mit ungewöhnlich facettenreicher Stimme. Sie ging in ihrer Rolle als Künstlerin vollends auf und entlockte ihrem Gefühlsleben starke Statements und großartige Töne die mal laut, wehmütig, kräftig, still und fröhlich sein konnte. »I am a woman« – zum Schluss gab es noch gute Ratschläge von ihr:»Love yourself, share love not keep it for yourself, share the positive energy«. Nneka und ihre grandiose Band wurde mit tosendem Applaus nach zwei Zugaben verabschiedet. Nneka hatte ihre Freude, die zu spüren war: »You guys are amazing! The good ones!« Besser kann eine neue poolbar-Woche gar nicht starten (lh).


Die Welt von Nneka

 

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Fotos (c) Matthias Rhomberg x Matthias Dietrich

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Verzauberter Roadtrip deluxe

 

Alle Fotos zum Nachschauen.

Unendlich viele Gründe gab es an diesem Abend zum Jubeln. Der fünfte ausverkaufte Konzertabend beim diesjährigen poolbar-Festival war der 4.8. AVEC und Lola Marsh gaben eine sensationelle Show und der wohl bestgehütete Geheimtipp dieses Festivalsommers begeisterte mit leichtfüßiger Eleganz. Ein Sturm bahnte sich an, die Lindenblütenblätter tanzten in der Luft. Kein Wunder, die Vorfreude war sichtlich zu spüren.

Mystisch schön und voller Herz
AVEC verzauberte mit ihren herzzerreißenden und wehmütigen Balladen, gepaart mit ihren gewohnt samtigen Texten. Die noch sehr junge Künstlerin begeisterte und ließ die Vorfreude auf den Hauptact in schöner Art und Weise noch auf sich warten. Nach ihr wurde es hektisch auf der Bühne, mit Blumen reich verzierte Mikrofonständer wurden aufgestellt und Lola Marsh trat unverblümt auf die Bühne.

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Ein Duo das es in sich hatte
Yael Shoshana Cohen und Gil Landau merkte man die unglaublich energiegeladene Seelenfreundschaft im wahrsten Sinne des Wortes an. Das Publikum wurde mitgenommen auf eine Reise in klanglich neue Welten. Mit unglaublicher Kraft und Energie gab Yael eine bezaubernde Show und wurde von Gil und den Bandmitgliedern in bester Manier unterstützt. Ein herrlicher Roadtrip, der besser nicht arrangiert hätte sein können.

Quirlig und temporeich
Das Leben kann so unglaublich schön sein, wenn die Musik schon im Kopf Bilder erzeugen kann und vor lauter Farben nur so sprüht. Diesen gewaltigen Balanceakt haben sie im pool geschafft. Ständige Instrumentenwechsel, die fließend waren und Pfeiftöne von Yael brachten nur noch mehr Freude in das Publikum. Glöckchen wurden geschwingt, die Ukulele wurde gerockt und das Tamburin brachte noch folkähnliche Elemente dazu.

Would you walk with me with a smile
Der Name Lola »Marsh« war gestern Programm. Beide marschierten schon fast mit getakteten Klatschsound vom Publikum und chorähnlichem Mitsingen beschwingt durch ihre Songs. Es wurde getanzt, mitgesungen und Freude verbreitet. Ein fantastisch leichtes Konzert, das wirklich ans Überirdische herankam. Yael und Gil waren wohl genauso glücklich wie ihre Zuschauer und sie bedankten sich, für dieses schöne, intime Konzert. Wenn sich Seelenfreundschaft so magisch anfühlt, dann läuft man gerne mit einem Lächeln auf dem Gesicht mit. Bleibt zu hoffen, dass es bald Lola Marsh auf Vinyl gibt und noch viele fantastische, kraftvolle Songs entstehen werden (lh).

Wer nicht genug kriegen konnte, hier gibt es Neuigkeiten zu Lola Marsh:
Bandcamp LOLA MARSH

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Manege frei für ...

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... Familienfreuden und Tauschglück mit Suchtfaktor.

Sonntagvormittag startete das Jazzfrühstück mit Freiluft-Live-Musik und dem Kleidertausch, der im pool allerhand Tauschfreudigen anzog. Trotz des unberechenbaren Wetters kamen zahlreiche neugierige Mädels, Familien und Interessierte, die in ihrem Kleiderschrank Platz gemacht haben. Familienfreundlich mit dem Zack und Poing! Programm, großartigen Singer/Songwriter und vielem mehr verschönerten sie sich den Sonntag.

 

Konzertfreuden für Groß und Klein
Sarah Lesch lieferte trotz wenig Schlaf eine amüsante Show und erzählte Geschichten von ihrer Konzerttour und bespaßte mit ihrem großartigem Witz alle Frühstücker auf der Terrasse. Die Protestsongcontest-Gewinnerin überzeugte mit viel Herz und Leidenschaft und brachte gute Stimmung bis zur Bienenblumenwiese mit. Die Zirkus-Werkstatt Zack und Poing! glaubte immer noch an den echten Sommer und experimentierte eifrigst mit allerlei tollem Zirkus-Equipment und begeisterte Groß und Klein.

Guter Sound und Frühstück ist eine geniale Kombination und zog auch ganz viele Familien an. Konrad Bönig überraschte die Allerkleinsten wohl am meisten an diesem feinen Sonntagnachnmittag. Ein stolzer Kinderliedermacher, der sichtlich erfreut war und alles gab, auf der Terrasse am poolbar-Festival – sein erster poolbar-Auftritt der auch gut ankam. Die Kinder kamen auch zuhauf, wie er sich das wohl gewünscht hatte und der kleine Konrad wurde auf der Bühne ganz groß. Eifrige kleine Tänzer und Anhängerinnen, Prinzessinnen und Piraten fanden sich unter seinem gespannt zuhörendem Publikum. Da wurde ordentlich gehüpft und getanzt – die Kleinsten hatten es faustdick hinter den Ohren.

 

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Kleider tauschen macht glücklich
Das Kleidertausch-Happening im pool waren dann noch die Schokostreusel. Für all diejenigen, bei denen dieses geniale Konzept immer noch nicht auf dem Radar vorbeigetänzelt ist, gab es am Sonntag die Chance beim Kleidertausch-Happening dabei zu sein. 3 Kleidungsstücke und schon konnte man frisch und fröhlich den eigenen Kleiderschrank umgestalten. Natürlich gab es Kleidungsstücke für Frauen, Männer und Kinder. Es wurde eifrig getauscht und viel Freude kam dabei auf.


Entertainmentfaktor hoch zehn gemischt mit Zirkuslaune
Das Schöne am Tauschen ist wohl der gute Zweck dahinter – Kleider bekommen einen neuen Platz und eine neue glückliche Besitzerin oder auch Besitzer. Eben genau das richtige in Wegwerfzeiten wie diesen. Diese geniale Idee verdanken wir den tatkräftigen Kleiderzirkusdirektorinnen vom Kleidertausch Reh & Veronika. Mit viel Arbeit, Liebe und einem Rahmenprogramm, das sich gewaschen hatte, luden sie ein in die Manege. Da gab es die Akro-Yoga Künstler »3 Punkt und Freunde«, die akrobatisch einfach schön zum anschauen waren. Die Singer/Songwriter Philip Spiegel und CAPP gaben sich ebenfalls die Ehre und begeisterten die Tauschfreudigen.

Die Kleinsten konnten von der Schminkfee noch zauberhafte Kinderschminke bekommen, HulaHoop Reifen von der Reifenfabrik konnten gehoopt werden, Suppe von der Suppenpuppe gab es auch noch, einen Upprint Stand für Kleidungsstücke die zum Unikat auserkoren wurden und dann noch Gedichte zum Mitnehmen die in Echtzeit entstanden von Cansu Bukowski (lh).

 

So vieles und dann noch so viel Schönes.
Perfekt für einen Sonntag und drum einfach nur ein Dankeschön!

Wer schon nach dem nächsten Kleidertausch lechzt, kann hier Ausschau halten und verfolgen, wann dieser sein wird. Die Zirkusdirektorinnen geben immer früh genug Bescheid:

Kleiderzirkus auf facebook

 

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Wortgewaltige Festreden

Sonntagabend fand der 15. Poetry Slam am poolbar-Festival statt, zahlreiche Festivalgänger kamen und ließen so das Wochenende angenehm ausklingen. Mieze Medusa und Markus Köhle luden aufs Herzlichste ein und führten durch einen spannenden, wortreichen Abend. Die SlammerInnen, die die Bühne betraten, kamen von allen möglichen Ecken her (aus Wien, Deutschland, Schweiz, viele auch aus dem Ländle) ein bunt gemischter Strauß im wahrsten Sinne des Wortes.

Gallery: Der wortgewandte Abend in Bildern.

Der Wettkampf der DichterInnen hatte dieses Mal 10 MitstreiterInnen, die unterschiedlicher nicht sein konnten. In höchster Qualität und alle möglichen Themen ansprechend wurde es spaßig, hasserfüllt, ernst und dann wieder urkomisch. Mieze Medusa und Markus Köhle gaben eine tolle Moderation, verteilten großzügig Schokolade an das aktive Publikum und schenkten jedem Poeten Blumen von der Blumenwiese vor der poolbar.

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Folgende SlammerInnen gaben sich die Ehre:

• Vorjahressiegerin Lisa Eckhart
• Käthl
Fabian Navarro
• Simon Tomaz
Jonas Scheiner
Stefan Abermann
• Alan Waffelmann
• Charlotte
• Nina
Sara

Lebe während du schläfst
Die Slammerin Käthl aus Innsbruck übersetzte für die Zuschauer die allgemein bekannte Weisheit »Lebe deinen Traum«. Diese habe ja die Bedeutung »Lebe während du schläfst« und damit auch die für sie eigentliche Unsinnigkeit dieser Lebensphrasen. Da gab es unter anderem die Rede über Pixelschwuchteln, Lösegeldkompromissler, einer WG mit Hitler, Darth Vader und Sido, einem globalen Uno-Spiel das uns die momentane Weltordnung sinnbildlich mit Kindern erklärte, Thesen zum klugen Egoismus, Selbstmitleids-Parodien auf sympathische Weise und eine bewegte Jugend gespickt mit einem sympathischen Sprachfehler. Aber auch wortkarg funktionierte, einzig und allein mit jooo und naaa und das momentan allseitsbekannte Thema über das Wetterle. Manche redeten am liebsten über sich oder prangerten die Lebensweisheiten, die doch immer mehr zunehmen, an. Zum Schluss der ersten Runde brachte Sara noch eine geniale Rede zur Wortverarmung der doch so schönen deutschen Sprache auf den Punkt – in der Hoffnung den Punkt mitgeben zu können und diesen auch für gute Standpunkte einzusetzen.

 

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"#poolbar #slam #bistdudeppat Mit Wehmut sitze ich im Zug zurück nach Wien. Mir gegenüber Fabian Navarro, einer der neun fantastischen Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich gestern Abend die Bühne beim Poolbar Poetry Slam teilen durfte. Wir schwelgen. Ein Clubsandwich und einen frisch gepressten Orangensaft im Magen. Das Aftershowbier in den Knochen. Und noch immer ein Publikum in den Ohren, dessen Euphorie einen bis in das Hotelzimmer zu tragen weiß. Es gibt diese Tage, die dich daran erinnern, warum du für fünf Minuten Bühnenzeit sechs Stunden Zug fährst. Gestern war so ein Tag. Oarschgeile Texte. Flawless Hosts. Die Crowd hat Bock. Was soll man da noch sagen? Ich helfe mir an dieser Stelle mit einem gern zitierten Mantra der 'Slamily' und nehme mir die Freiheit, es etwas anzugleichen: "The point ist not the points. The point is poolbar!" Feldkirch, du bist eine Instanz. Danke." – Jonas Scheiner



Der längste Satz gepaart mit Ritterspielen und IS-Prävention
Die vier Finalistinnen Fabian, Simon, Lisa und Jonas gaben in der zweiten Runde dann noch das i-Tüpfchelen des Abends. Fabian gab eine witzige, ritterliche Satire mit eingebauten, zeitgemäßen Wörtern von sich. Simon befasste sich mit den unterschiedlichen Satzformen in pikant genauer Manier – natürlich in grammatikalisch überkorrekter Form und hatte wahrhaftig den längsten Satz mit gefühlten 40 Verschachtelungen dabei. Die Vorjahressiegerin Lisa wollte für das gespaltene Österreich was Gutes tun und hatte eine neue radikale und ehrliche Hymne dabei und gab diese zum Besten. Jonas schloss die finale Runde mit einem Drama in fünf Akten über das friedvolle Dörfchen Friedstadt und wie schnell doch das Chaos ausbrechen kann.

Ein Poetry Slam auf höchstem Niveau der begeistert gefeiert wurde. Am Ende gab es dann zwei Sieger – die Entscheidung fiel einfach zu schwer. Beide hatten trotz Klatschmarathon einfach zu viele Anhänger. Lisa und Jonas machten das Rennen und teilten sich dann gerne die Flasche und das T-Shirt. Gefeiert wurden alle SlammerInnen für den Mut, dass sie diese Bühne für fünf Minuten ihr eigen nennen konnten und ihre Darbietungen vorgeführt haben (lh).

 

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Stille und leise Töne

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Es ist schon ein Weilchen her als Dan Mangan in den letzten Jahren in Feldkirch gesichtet worden war. Donnerstag morgens konnten sich allerdings einige Fans freuen als sie ein Instagram-Bild von Dan Mangans Frühstück in Feldkirch entdeckten. In diesem Moment stieg die Vorfreude schon ins Unermessliche. Stille und leise Töne gemischt mit dieser angenehm warmen Stimme und einer schüchtern, charmanten Art ergaben die alten und neuen Songs ein bunt gemischtes Sammelsurium von Dan Mangans Kunst, die Dinge zu benennen.

Drei Gitarren, Paddles und eine starke Stimme
Gemeinsam mit einem wahnsinnig genialen Gitarristen gelang es ihm, das was er alles zu sagen hat auch zu erzählen. Leise Töne. Starke Stimme. Zwischendurch gab es immer wieder mal Anekdoten, die zum Schmunzeln anregten und ihm noch mehr Wirkung mit Nachdruck verlieh. Paddles kamen auch in unterschiedlichster Art und Weise zum einsatz und brachten noch zusätzlich so einiges an Kraft mit sich.

Manchmal ist mehr gar nicht nötig und genau deswegen ist Dan Mangan auch so unverkennbar. Einige Songs konnten die leisen, stillen Plätze im Herzen berühren. Er machte sich Gedanken, wie klein wir doch sind und was alles um uns herum passiert. Und was er zu sagen hat, schafft er mit einer Leichtigkeit, die manchmal bedrückt und manchmal einfach herrlich amüsant ist und Glück erzeugen kann. Und die natürlich auch melancholisch sein kann.

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Fotos: Dan Mangan x Moreeats

Großartige Geschichten
Viele seiner Songs haben mit politischen Themen zu tun. Er will nicht wegschauen und darüber singen, was ihn beschäftigt. Dan Mangan erzählte auch von guten Büchern die man lesen sollte (A handmaids tale von der kanadischen Autorin Margaret Atwood – das 1984er Buch für Frauen, Männer können es aber auch lesen). Auch ein schöner Gedanke von Dan Mangan war, wie wichtig doch die eigene Base ist und das man sich gut um sein Netzwerk und seine Liebsten in unmittelbarer Nähe kümmern sollte.

Zwischendurch gab es auch schon fast slapstickartige Einlagen wie beim Song Indiequeens, bei der die beiden bei der Songzeile »Are we cool now?« die Handys aus den Hosentaschen gezogen wurde und so getan wurde als ob sie zu cool wären, die schöne Indiequeen zu beachten.


Wunschkonzert für alle Fans
Dan Mangan wollte dass alle glücklich aus dem pool gehen und fragte die Fans, welche Songs sie gerne hören möchten und nahm die Vorschläge auch dankend an. Bekannte Lieder wie Sold, Robots, Indiequeens und viele mehr wurden schon fast synchron von dem herausragend guten Gitarristen und von Dan Mangan gespielt. Robots wurde zusammen mit dem Publikum gesungen, wobei Dan Mangan das Singen und den Chor das Publikum übernahm und der Refrain wurde schon fast in Endlosschleife gesungen. Warum auch aufhören, wenn es grad am Schönsten ist?

Getoppt wurde das geniale Schauspiel noch von einer Akkustik-Session, die er mitten im pool umringt von allen auf einem Stuhl stehend performt hatte. Natürlich mit der tatkräftigen Unterstützung des Publikums, ein berührender Moment. Dan Mangan erhebt das Singer/Songwriter Genre zur Königsdisziplin.

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Wir sind eben alle Elementarteilchen. Schöne Sache.


Wer noch mehr über Dan Mangan wissen möchte, dem sei wärmstens die Website von ihm empfohlen, gespickt mit News, Blogeinträgen, seinen Gedanken und vielen weiteren spannenden Dingen:

Dan Mangan Website

 

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Klanglich karibische Höhenflüge

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Quantic bringt zusamnen was zusammen gehören sollte – und das immer! So auch am Mittwoch im pool, indem heiße, sexy Beats um die Wette tanzten. Der pool hatte sich an diesem schwülen Mittwoch Abend in eine globale Drehscheibe mit feinster irdischer Musik verwandelt und brachte so einige grenzgeniale, elektronische Hochgenüsse zum Vorschein.

Erika Fatnas gelungenes Set
Dieser Abend entführte zu Beginn in urbane Clubs, die nicht von hier sein konnten. Clubsound der elektrisierte und in geschickter Form abgemischt wurde, gab die Wienerin Erika Fatna zum Besten. Sie sang alle Tracks mit, ließ sich von den Rhythmen mitreißen und verschwand oft unter ihrem Tisch um neue Scheiben aus ihrem Repertoire hervorzuzaubern. Der sorgsame Umgang mit ihren Schallplatten machte sie nur noch sympathischer. Diese Liebe für Vinyl verband förmlich, denn jede Platte wurde nach Verwendung gleich wieder fein säuberlich eingetütet.

Wer noch mehr von Erika Fatna hören möchte:
soundcloud

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Alle Fotos: Quantic (live) x Erika Fatnas

Urlaubsfeeling im Partnerlook
Der Wechsel funktionierte fließend. Vom Club- zum Karibik-Sound, gemischt mit Reaggae-Beats in feinster Manier. Will Holland alias Quantic betrat die Bühne gemeinsam mit legendären Musikern, die ihr Handwerk nur zu gut verstanden. Alle vier hatten das gleiche Tropical-Hemd an. Das Muster erinnerte auch an das Plattencover, sehr coole Sache. Gleich zu Beginn legten sie die Latte schon sehr hoch an. Christopher Ellis und Hollie Cook unterstützten sie dabei stimmlich.

Tropische Höhenflüge mit Hollie Cook
Der legendäre pool tauchte ein in karibische Welten. Die herrlich heroinenhafte Sängerin Hollie Cook machte das ganze noch komplett. So schnell ist flüchten in andere Welten möglich. Die richtigen Moves, elektronische Beats und eine bestimmt sehr sorgfältige Auswahl an Musikern erstrahlte in warmen Lichttönen und regte die Zuhörer zu leicht beschwingten Bewegungen und unzählig freudigen Arschwacklern an. Kolumbianische Klänge, spannende Beats und rassige Rhythmen wurden lebendig. Die Sängerin hatte die kolumbianische Sonne dabei. Hollie Cook überzeugte nicht nur durch ihre Stimme, sondern auch durch ihre rassigen Bewegungen, die wohl nicht heißer sein konnten. Eine Kombination die keinen kalt ließ.

Reaggae-Freuden mit Christopher Ellis
Es blieb karibisch, heiß und sommerlich mit einem Abstecher nach Jamaika. Gute-Laune Reaggae-Beats und dem Sänger Christopher Ellis füllten den pool. 1.000 Watts oder doch ein bißchen mehr? Der legendäre Track vom Reaggae-Meister Alton Ellis »I’m still in Love with you Girl« wurde lautstark mit dem Publikum gemeinsam gesungen. Christopher Ellis ist ein geborener Entertainer, der kräftig einheizte und gute Laune verteilte.

Quantic hatte die schönsten musikalischen Welten im Gepäck dabei, die man sich nur vorstellen konnte. Wahrlich ein Meister im Verbinden von guten Beats. Urlaubsfeeling am poolbar-Festival – traumhafte Sache. Jeder Song ein bisschen anders, versprach noch zusätzliche Stimmung. Es glich einer Zaubershow, in der immer mehr Instrumente in spannenden Kombinationen und neu interprietiert aus dem Hut gezogen wurde und zum Vorschein kamen – von der Ziehharmonika, Querflöte, Saxophon, verschiedenste Trommeln und natürlich Elektrobeats von Quantic bis keiner mehr stillstehen konnte. Ein gelungener Abend mit feinstem Sound, die selbst Fernweh nach tropischen Gewässern lindern konnte.

Wer nicht genug davon bekommen konnte:
Bandcamp quanticmusic

Meine Feelgood-Vinylscheibe ist noch in der Nacht auf dem Plattenspieler gelandet.
Einfach viel zu gut für einen Mittwoch abend.

 Fotos: (c) Matthias Rhomberg und Matthias Dietrich


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Bock auf Party und Beats

Der zweite Samstag am poolbar-Festival stellte sich als energiegeladen heraus. OK Kid lieferten mit Mavi Phoenix, Panda Lux und Richard Jugde ordentlich ab und begeisterten.

Vorbands mit tollen Beats und genialen Texten
Panda Lux brachte, als Geheimtipp-Vorband, schon den richtigen Beat auf die Bühne und heizte im freien Fall die neugierigen Fans an. »Seid ihr bereit für Eskalation?« – die Schweizer Band sorgte für eine starke Show. Wer noch mehr von Panda Lux hören möchte, darf gespannt sein – nächste Woche erscheint ihr neuer Song »Hong Kong«. Mavi Phoenix setzte nahtlos an die vorangegangene Band an, überraschte und überzeugte mit geballter Energie und Kraft. Ihr perfekt abgemischter und sehr punktueller Hiphop war einfach zu gut. Auch bei ihr kann man sich in naher Zukunft freuen. Der neue Song »Aventura« müsste ebenfalls demnächst erscheinen.

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Mavi Phoenix (c) Matthias Dietrich

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Panda Lux (c) Matthias Dietrich

Fotos: OK Kid x Mavi Phoenix x Panda Lux x Richard Judge x Faber

Genauso so soll es sein
Dann war es endlich soweit. Der Hauptakt OK Kid betrat die Bühne und steigerte die energiegeladene Stimmung noch ein Stückchen weiter. Melodisch, elektronisch luden sie in ihre Klangwelten ein – gemischt mit guten Beats und Texten, die eine Wucht waren. Frontmann Jonas Schubert ließ es krachen und hatte eine geniale Bühnenpräsenz. Cheers an die Fans und bekannte Gesichter begrüßte er sogar persönlich.

Bock auf Party Turn up Tunes mit fetten Beats? Moritz hat die Tasten extra fein geputzt. Neue Songs und altbekannte Lieder brachten noch mehr Energie und Jonas ließ es sich nicht nehmen, Stagediving auszuprobieren – was auch sehr gut klappte dank der tollen Mädels, die laut Jonas wegen der guten Alpenluft soviel Kraft hatten. Einige Songs wurden mit dem Publikum gesungen und natürlich auch getanzt.


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OK Kid (c) Matthias Dietrich

Zugaben deluxe
Am Ende ihrer fantastischen Show angelangt, gaben OK Kid noch drei großartige Zugaben, bei denen die Menge nur zu gerne mitgespielt hatte. Und das letzte Lied »Schlaf« wurde mit geschlossenen Augen und Händen, die nach oben gingen von der Menge mitgetanzt. OK Kid bedankten sich beim Publikum und waren seit langem wieder das erste Mal in Österreich. Schöne Sache. Badehosen hatten sie anscheinend auch dabei, sowie die Vorfreude auf die anstehende poolparty im Pool – ein gelungener Scherz, der OK Kid nur noch sympathischer macht. Bleibt zu hoffen, dass sie den pool grad auch noch gerockt haben.

 

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Travis brachte Freude mit

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Travis starteten am Freitagabend beim poolbar-Festival mit sichtlich guter Laune und einem der größten Hits aus vergangenen Zeiten. »Sing« wurde von der Menge – die Halle war restlos ausverkauft – angenommen und kräftig mitgesungen. Support-Act war die virtuose Schmieds Puls (Solo).

 

Alte und neue Lieder
Frontmann Fran Healy stellte sich höflich vor, erzählte zwischendurch herrliche Geschichten von der Tour, der größten Bar in Glasgow (die man mal gesehen haben sollte) und bedankten sich auch, dass so viele gekommen sind. Mit so einem Besuch auf einem Konzert könne man in Zeiten des Streamings die Lieblings-Bands unterstützen. Für hartgesottene Fans auch noch gut zu wissen, erzählten sie, welchen Song sie vor jedem Gig noch gemeinsam hörten – I am a Rocker von ACDC.

 

The best ten years
Unter anderem erklärte er auch was sie so die letzten zehn Jahre getrieben hatten. Nach Welttourneen und Charthits nutzten sie diese Zeit um ihr Vatersein voll auskosten zu können – und um durchzuatmen zu können. Wenn vier glückliche Väter zusammen eine Show abliefern, kann es nur gut werden. Das tat es auch. Die Band hatte ihren Spaß auf der Bühne und die Freude wirkte ansteckend auf das Publikum in der ausverkauften Halle.

 

Gut durchdachtes Set
Travis brachten eine gelungene Zusammenstellung aus alten und neuen Hits mit. Drei abwechslungsreiche Zugaben ließen keinen Travis-Fan unzufrieden zurück. Fran Healy performte unplugged, nur mit Gitarre und ohne Mikrofon und sang gemeinsam mit dem Publikum Flowers in the window – ein sehr schöner Moment, der einem wieder dran erinnerte wie großartig doch Travis war und immer noch ist. Der zweite Song Magnificient Time wurde von der Band noch mit einem Tanz erklärt, den alle bereitwillig versuchten, mitzumachen. Und am Schluss noch der Hit Why does it always rain on me? – besser ging es gar nicht. (lh)

 die Fotos des Abends: Travis x Schmieds Puls (Solo) x DJ Parade 

Wer den Tanz zu Magnificient Time für das nächste Mal üben möchte (Spassfaktor garantiert)

 

 

 

 

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