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Verena Roßbacher - "Schwätzen und Schlachten"

Die Vorarlberger Autorin Verena Roßbacher bringt dieser Tage ihr neuestes Werk auf den Markt. Der 640-Seiten-Roman nennt sich "Schwätzen und Schlachten" und erzählt von drei jungen Helden, einem Mordfall und einem Versagen auf ganzen Linie. Die Autorin kommt für eine Lesung am 6. März ins Theater am Saumarkt nach Feldkirch.


"Roßbacher glänzt mit intellektuellem Anspruch und Sinn für Komik" (Die Presse) – auch in ihrem zweiten Roman

Ihr Debüt war ein Paukenschlag: "Verlangen nach Drachen" hob sich "als buntschillernder Exot aus dem Grau deutschsprachiger Erstlinge hervor" (SZ) – dank glänzender Adaption des altwienerischen Tons, skurriler Figuren, hanebüchener Handlung und derb-komischer Sprache. "Schwätzen und Schlachten" treibt das alles auf die Spitze.

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Diesmal also Berlin, diesmal drei junge Helden, ein Mordfall und ein Versagen auf ganzer Linie. Dazu eine Erzählerin, die Teil des Geschehens ist und sich nach Kräften bemüht, den Überblick zu behalten, ein Kaffeehaus im Prenzlauer Berg, in dem in einem fort geredet wird, während Mehlspeisen verzehrt werden, ein Hausmusiktrio, jede Menge Ungereimtheiten und ein Muster aus Raute, Fliege, Sechseck, Fünfeck, Zehneck, das den Schlüssel zu allem bilden könnte, wenn …
Ja, wenn Stanjic, der Österreichflüchtling, Glaser, der Mann aus den neuen Medien, und von Sydow, der sich nach den Frauen verzehrt, ohne je eine zu bekommen, sich nur ein bisschen besser als Detektive eigneten – und eins und eins zusammengezählt hätten.

Verena Roßbacher erschafft einen ganz eigenen Kosmos, in dem ihre monomanischen Figuren darum ringen, ihre Sicht der Dinge mit der allgemeinen Verfasstheit der Welt zusammenzubringen. Voller Komik, Skurrilität und Lust an der zielführenden Abschweifung wird hier erzählt, und etwas Großes entsteht: der Diskurs- und Gesellschaftsroman unserer Zeit! Ein Lesevergnügen, das dem Leser die Augen öffnet und übergehen lässt.

 

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Verena Roßbacher wurde 1979 in Bludenz geboren, ist in Österreich und der Schweiz aufgewachsen, studierte einige Semester Philosophie, Germanistik und Theologie in Zürich, dann am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihr Debütroman "Verlangen nach Drachen" erschien 2009 bei Kiepenheuer & Witsch, weitere Veröffentlichungen wurden in Zeitschriften (EDIT, allmende, miromente, flair) und Anthologien (Tippgemeinschaft, Zeit der Witze, Pfeile und Bogen) abgedruckt. Außerdem schreibt sie Theaterstücke und szenische Lesungen, wie z.B. die Texte für das Theaterprojekt "Mord am Popcatepetl oder Genug Gelitten!". Verena Rossbacher lebt derzeit als freischaffende Autorin in Berlin. 

 

Verena Roßbacher - "Schwätzen und Schlachten"

Roman, 640 Seiten

Kiepenheuer & Witsch, 2014

 

6. März 2014 - 20:15

Theater am Saumarkt, Mühletorplatz 1, Feldkirch

Kartenbestellung: per E-Mail an office@saumarkt.at oder telefonisch unter 0043 (0)5522 72895

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Austrian Heartbeats - Buch und CD #01

Es tut sich was in der heimischen Musikszene, das ist nicht zuletzt am diesjährigen Eurosonic Noorderslag Festival deutlich geworden, als Österreich zum Schwerpunktland für 2014 erhoben wurde. Nun beschäftigt sich auch das Buch "Austrian Heartbeats - Reiseführer für aktuelle Musik aus Österreich" mit der momentanen österreichischen Musikszene abseits von Klassik und Schlager.



Die verborgene Stärke der aktuellen Musiklandschaft Österreichs liegt in den Nischen, sei es der Popkultur, der experimentellen Musik, des Jazz oder der Elektronik. Wie in anderen Kunstsparten auch (siehe Michael Haneke oder Elfriede Jelinek), bieten Österreichs Musiker_innen nicht immer einfach Zugängliches – vielleicht auch weil die Distanz zum schlagerdominierten Mainstream so groß ist, dass bewusste Abgrenzung attraktiver erscheint als Anbiederung. Die "Austrian Heartbeats" stehen somit für einen sturen aber gesunden Hang zur Idiosynkrasie. Manche haben damit international erst recht Erfolg, wie etwa Soap&Skin, Elektro Guzzi oder Dorian Concept, viele werden noch in den nächsten Jahren folgen – der Schwerpunkt auf Österreich beim Eurosonic Noorderslag Festival 2014 ist dafür ein gutes Indiz.

In diesem Land gibt es eine Reihe hervorragend programmierter Clubs und Festivals von internationaler Relevanz, gute Plattenläden und eine wunderbare Offenheit zwischen den Musikszenen. Die Musikschaffenden wie auch ihr Umfeld, die Labels, Booking-Agenturen, Veranstalter_innen, Manager_innen etc. leben für die Musik, wenngleich zumeist erschreckend schlecht von ihr. "Austrian Heartbeats" steht also auch für die Hingabe und Liebe der österreichischen Musikszenen zur Kunst.

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BUCH: "AUSTRIAN HEARTBEATS - REISEFÜHRER FÜR AKTUELLE MUSIK AUS ÖSTERREICH" (Verlag für moderne Kunst)

Wo entdeckt Parov Stelar in Oberösterreich spannende Sounds? Was zeigt Patrick Pulsinger seinen Freund_innen aus dem Ausland, wenn sie nach Wien kommen? Welche Radiosendungen empfiehlt uns Gustav? Auf welchem Friedhof möchte Austrofred einmal begraben werden?

"Austrian Heartbeats" liefert Antworten auf all diese Fragen sowie jede Menge nützlicher Adressen, Hinweise und Ratschläge, Interviews und Essays, sowie informative Texte zur aktuellen Musiklandschaft Österreichs, von Elektronik über Pop und Metal bis Neue Musik.

Enthalten sind Interviews mit Attwenger, Bauchklang, Bensh, Der Nino aus Wien, Veronika Eberhart (Plaided, Tirana), Effi, Fuzzman, Gustav, HMBC, Mel, Wolfgang Möstl (Mile Me Deaf, Sex Jams, Killed By 9V Batteries), Ogris Debris, Maja Osojnik, Thomas Pronai (Bo Candy & His Broken Hearts), Parov Stelar und Patrick Pulsinger.
 
Mit Beiträgen von Austrofred, Thomas Edlinger, Rainer Elstner, Sebastian Fasthuber, Andreas Felber, Robert Fröwein, Franz Hergovich, Rainer Krispel, Johannes Luxner, Robert Rotifer, Stefan Trischler, Doris Weberberger und Franz Wenzl.

Als Herausgeber zeichnet Austrian Music Export (eine gemeinsame Initiative von mica – music austria und dem Österreichischen Musikfonds) verantwortlich.

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CD: "AUSTRIAN HEARTBEATS #01 SELECTED BY PATRICK PULSINGER" (col legno)

mica - music austria und col legno haben eine neue CD-Edition ins Leben gerufen: Austrian Heartbeats. In vorerst drei Ausgaben soll die Vielfalt an qualitativ hochwertiger Musik aus Österreich aufgezeigt werden. Persönlichkeiten, die selbst als Komponist_in oder Musiker_in tätig sind, wählen junge, aufstrebende Musikschaffende diverser Genres aus und stellen deren Werke zu einer vielfältigen Kombination zusammen. Für die vorliegende Nummer #01 der Reihe zeichnet sich Patrick Pulsinger verantwortlich. Es ist eine wunderbar poppige Platte geworden!

Als federführende Figur der österreichischen Elektronik-Szene, die enge Verbindungen zur Welt von Jazz und Improvisation pflegt und dazu noch eine Zweitkarriere als Produzent in den unterschiedlichsten Genres bis hin zum Indie-Rock unterhält, ist Patrick Pulsinger wohl ideal platziert, um früher als andere heranwachsende Talente zu erspähen. Kein Wunder, dass er 2013 zum Kurator des Wiener Popfests berufen wurde und jetzt auch zur Zusammenstellung dieser außergewöhnlichen Kollektion. Wie von einem vielseitigen musikalischen Geist wie ihm nicht anders zu erwarten, vereint Pulsinger hier vier völlig unterschiedliche, aber jeweils von einer eigenständigen Pop-Vision ausgezeichnete Acts und gönnt ihnen genug Raum, ihr Schaffen ausgewogen darzustellen. Die jeweils drei Songs von den vier auf der CD vertretenen Acts Arktis/Air, Fijuka, Mimu und Wandl wurden von den Künstler_innen selbst gewählt.

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ARKTIS/AIR
Arktis/Air widmen sich der gnadenlosen Überdehnung aus jener falschen Scham resultierender Genre-Hilfsbezeichnungen wie Avant Rock, Math Rock oder Post-Rock. Als aufmüpfige Bande Purismus-resistenter Jazzer operieren sie dabei am »härteren« Ende des Spektrums, wo die Improvisationsoption Lärm dem Skalendreschen vorgezogen wird und ansonsten wenig andere Regeln als deren strikte Missachtung gelten.
 
FIJUKA
Man muss nicht erst bis zu Lennon und McCartney zurückblättern, um zu wissen, dass es immer zu einfachist, die Chemie eines erfolgreichen Duos auf die Zutaten zweier klar definierter Persönlichkeiten zu reduzieren. im Fall von Fijuka lässt sich allerdings schon eine ziemlich überzeugende Yin-und-Yang- These vorbringen. Sie entwickeln eine erstaunliche Reichweite von glitzernd elektrischer Tanzbarkeit bis zu feingliedrig-akustischer Kargheit.

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MIMU
Jene Geschichten, die Mimu Merz alias MIMU mit gefundenen Geräuschen von der Straße oder aus der Natur bzw. mit mikroskopisch nah ans Ohr herangeholten akustischen Instrumenten illustriert, vereint eine ausgeprägte Tendenz zum Blutvergießen unter der lieblichen Oberfläche. Ans Kunstlied erinnernde Agogik bricht mit den Erwartungen gängiger Tempo-Konventionen. Aber das erstaunlichste Ausdrucksmittel der zwischen Wien und Paris pendelnden Steirerin bleibt immer noch ihre außergewöhnlich expressive Stimme.
 
WANDL
Musik oft weit jenseits der Grenze zum weißen Rauschen, weit hinein ins Land einer wummrigen Psychedelik, wie sie auch Menschen unter zwanzig verstehen. Die unbesorgte Lockerheit, mit der Wandl seine tracks baut, die gänzlich unangestrengte Emotionalität seines Gesangs, der sich mitunter ganz im Stil eines Soul-Sängers an ein nie vollständig realisiertes, melodisches Motiv schmiegt, sind Kennzeichen diesen jungen Mannes.

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Anti-Musikfilm über Ja, Panik

Regisseur Georg Tiller hat sich den Titel von Ja, Paniks viertem Studioalbum und dem darauf befindlichen Titeltrack "DMD KIU LIDT" geschnappt und einen gleichnamigen Film mit dokumentarischem Charakter über die österreichische Indie-Band gemacht. Letzte Woche hatte sein Anti-Musikfilm "DMD KIU LIDT" auf der Berlinale seine Uraufführung, im März ist der Streifen auch in Wien zu sehen.

 

"DMD KIU LIDT" ist ein Anti-Musikfilm, in dem Regisseur Georg Tiller die in Berlin lebende österreichische Indie-Pop/Rock-Band Ja, Panik und ihr soziales Umfeld begleitet und ihre Interaktion mit befreundeten Musiker_innen zeigt. Vielmehr als ein gewöhnlicher Musikfilm ist "DMD KIU LIDT" eine Chronik über eine Gruppe, die sich in den Bedingungen des Musikmachens auf einen Zustand der durch die Nachwehen einer permanenten Krise des Kapitalismus dominierten Trauer zentriert.

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"Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit"

Die aus Österreich stammende Band Ja, Panik lebt und arbeitet seit Jahren in der Wahlheimat Berlin. Doch im Film "DMD KIU LIDT" geht es nicht um die Musik und das Musikerleben per se - man sieht die Musiker abseits jeglicher Klischees, die man von einer Rock-Band erwarten könnte. Keine Musik, keine Eskapaden, meist nur Ruhe und gediegene Melancholie. Der Sommerwind trägt die jungen Männer durch die deutsche Hauptstadt und nie ist man sicher, wohin der Tag die Gruppe führen wird und was ihr Ziel ist.

Georg Tillers Werk verweigert sich jeglichen Konventionen eines traditionellen Musikfilms, was zu der einzigartigen Atmosphäre des Films beiträgt. Der Regisseur selbst nennt "DMD KU LIDT" einen Anti-Musikfilm. Nie sieht man die Gruppe live spielen. Die Musiker hängen vor dem Auftritt in einer verrauchten Bar ab, packen ihre Instrumente nach einer Probe zusammen, trinken gemächlich Kaffee oder rauchen eine Zigarette, während sich das Schilfgras irgendwo neben verlassenen Bahngleisen in einer leichten Brise wiegt. Die beirrend friedlichen Bilder lassen den Gedanken freien Lauf, ihr ruhiger Fluss endet irgendwann unter Bäumen im Grunewald, am Grab von Nico. Erst da erklingt mit "DMD KIU LIDT" das einzige Lied des Films.

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Vergeblichkeit, Traurigkeit, das Unwohlsein im Kapitalismus – so viel Weltschmerz sieht man Georg Tillers in lyrischem Schwarz-Weiß gedrehten, aus wenigen langen Einstellungen bestehenden Film über die Band nicht gleich an. Doch in manch einer Einstellung oder einem Gespräch kommt die Essenz des Werkes zur Geltung, etwa wenn Ex-Lassie Singer Christiane Rösinger am Steuer eines Autos im Gespräch mit Andreas Spechtl von Ja, Panik "ein großes Vergeblichkeitspotential" in Liedern über das Unterwegssein, das Reisen und Wandern sieht.

 

DMD KIU LIDT

A Film by Georg Tiller.

55 min, Österreich / Deutschland 2014.

Starring Ja, Panik, Christiane Rösinger, Hans Unstern, Chris Imler, Maurice Summen.

 

TIPP: Screening im Rahmen der Poolinale 2014 - Music Film Festival Vienna: 25. - 30. März 2014

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Heaven is a Halfpipe

Ganz Wien ist nicht nur so herrlich hin, hin, hin, sondern auch geprägt durch eine tief verwurzelte Skater-Szene. Einen Überblick über eben diese hat der Fotograf, Filmer und Skateboard-Urgestein Johannes Wahl in seiner Doku "Ganz Wien - Ein Wiener Skateboardfilm" filmisch dargestellt. Ein Non-Profit-Projekt der besonderen Art.

 

In Reminiszenz an Falco's morbides aber auch gleichzeitig imperiales Wien, begibt sich Johannes Wahl in seinem Skateboard-Film "Ganz Wien" auf einen Streifzug durch die Wiener Skater-Szene. Er wird auch teilweise auf die Skateboard-Geschichte aus den früheren 80ern und 90er Jahren eingegangen und soll so ein ungefähres Gesamtbild der Szene geben. "Ganz Wien", ein Skateboardfilm, der versucht die Ambivalenz seiner Stadt und deren Skateboardfahrer zu zeigen.

Full Parts haben Elias Assmuth, Georg Staudenmaier, Florian Erkinger, Andi Luger, Frido Fiebinger und Mario Wirnsberger mit Ante Ailello. Es werden auch die "Passionate"-Crew als auch die "Yama"-Gang in Montagen gezeigt. Internationale Größen wie Philipp Schuster oder Rodrigo Leal sind auch zu sehen.

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Der folgende Artikel von Autor Franz Lichtenegger ist auf thegap.at erschienen.

 

Ein waschechter Wiener Skateboardfilm mit dokumentarischem Charakter, das ist "Ganz Wien". Eine gute Stunde lang ist man Zeuge bei einem Streifzug durch die Skater-Szene von Österreichs Hauptstadt. Bekannte Namen – darunter Andi Luger, Frido Fiebinger und Mario Wirnsberger – erzählen Johannes Wahl ihre ganz persönliche Lovestory, die sie mit dem Brettl verbindet. Aber auch internationale Größen wie Philipp Schuster oder Rodrigo Leal sind zu sehen. Dazwischen gibt’s astreine Mitschnitte von städtischen Ausflügen der Profis. Wer früher seine Freizeit damit verbracht hat "Tony Hawk’s Pro Skater" auf der PlayStation zu zocken, wird beim Anblick des Bildmaterials erst mal instinktiv Kreuz und Pfeil-nach-oben drücken wollen. Sieht so geschmeidig aus, ist aber alles andere als einfach (sowohl auf der PlayStation als auch im real life).

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Wie stark die Skater-Szene in der Wiener Kultur bereits verankert ist, beweisen die kleinen Anekdoten der alteingesessenen Boarder aus den 80ern und den frühen 90ern. Da wird von den Zeiten der Donauinsel schwadroniert und mit wehmütigem, aber auch stolzem Auge zurückgeblickt. Und dann ist da ein Nackerter, dessen Auftritt nicht ganz geklärt wird, aber nichtsdestotrotz amüsiert und somit wohl seinen Zweck erfüllt.

"Das nächste Mal überlegen’s, wo Sie hin urinieren!"

Skater sind laut allgemeiner Öffentlichkeitswahrnehmung meist Störenfriede oder Bad Boys, die man in Parks einsperren muss. So ein Klischee muss natürlich aufs Korn genommen werden. Also brunzt man halt ganz traditionell mal irgendwo hin, nur um danach einen Strafzettel von einer feschen Politesse zu bekommen. "Nailed it", würde man da heutzutage sagen.

Die Skatervideos sind wirklich beachtlich und optimal eingefangen. Bei der musikalischen Unterlegung bewegt man sich hierbei quer durch den Genre-Gemüsegarten, von Kenny Loggins’ "Danger Zone" über "Da Graveyard" von Big L bis hin zum titelgebenden Falco-Song ist echt alles dabei. Währenddessen hofft man immer ein bisschen, dass bei dem Backflip nichts schiefgeht und es niemanden auf die Fresse haut. Bleibende Verletzungen und einen Auftritt bei MTV Scarred will man ja eher vermeiden. Ansonsten: "at least in heaven they can skate".

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"Ganz Wien – Ein Wiener Skateboardfilm" ist ein Non-Profit-Projekt und auf Johannes Wahls Vimeo-Page zu bestaunen.

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Über die Hohenemser Vergangenheit

In seinem berührenden Debütroman "Link und Lerke" setzt sich der Tiroler Schriftsteller Bernd Schuchter mit der jüdischen Geschichte von Hohenems auseinander – eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.

Angela Heide hat die folgende Rezension von "Link und Lerke" im Wina Magazin, dem jüdischen Stadtmagazin Wiens, Nr.10 (2013) veröffentlicht.

 

Bernd Schuchter wurde 1977 in Innsbruck geboren. Er studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Innsbruck und ist seit 2006 Verleger des in Innsbruck beheimateten Limbus Verlages. 2008 erschien der Erzählband "Jene Dinge" im eigenen Verlag, 2013 folgte sein Debütroman "Link und Lerke" im Innsbrucker Verlag Edition Laurin.

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"Link und Lerke" endet mit dem Kapitel "Quellen". Und diese sind auch Ausgangs- und Angelpunkt des knapp 150-seitigen Debütromans des jungen Innsbrucker Autors und Verlegers (Limbus Verlag) Bernd Schuchter. Denn Schuchter unternimmt nichts weniger als eine Spurensuche. Eine Spurensuche, die seinen Protagonisten Ariel Link von Zürich nach Hohenems führt, das für ihn zu Beginn gänzlich fremd scheint, für dessen Vater Ludi der Ort jedoch von großer, vor allem persönlicher, Bedeutung gewesen war. Und eine Spurensuche, die Link – etwa auf seiner Tour durch das Jüdische Museum der Stadt – und die Leser in die Geschichte des jüdischen Hohenems eintauchen lässt. Vielfach gekonnt, hie und da zu bemüht, verwebt Schuchter diese mit der persönlichen Geschichte seines Prota­gonisten, der in Lerke Wolfgang einer Frau begegnet, von deren Nähe er, zum ersten Mal in seinem Leben, wie ihm schmerzlich-dankbar bewusst wird, zutiefst berührt wird, deren Vergangenheit er kennen lernen, vor allem aber deren Zukunft er teilen will. Es wird anders kommen.

 

Gesammelte Episoden

Denn die Geschichte hatte Links Vater nicht nur über den Rhein in die kleine Vorarlberger Grenzstadt geführt, um Geschäfte zu machen: Sein Leben scheint auch mit einer Reihe – jüdischer – Leben in Hohenems auf das Engste verbunden. Dieses verschollene, vergessene und verschüttete Leben der einst größten jüdischen Gemeinde Westösterreichs rückt von Seite zu Seite in den Fokus des Buches. Hier treffen die von Schuchter in den zitierten Quellen gesammelten Episoden jüdischer Schicksale vor und nach 1938 auf die persönliche Geschichte seines Protagonisten.

Vielfach gekonnt verwebt Schuchter die Geschichte des jüdischen Hohenems mit der persönlichen Geschichte seines Protagonisten.

Hier werden, in zum Teil kurzen historischen Momentaufnahmen, dann wieder in biografischen Skizzen – etwa zu Paul Grüninger (1891–1972), Gertrud Kantorowicz (1876–1945), Hans Erkan (1900–1944) oder Clara Sara Heymann (1866–1942) –, anhand von Orten (neben dem "nahen Rhein" das für den Roman zentrale Elkan-Haus, das Gasthaus Zur frohen Aussicht oder eben das Jüdische Museum, die ehemalige Villa Heimann-Rosenthal) und Ereignissen die Biografien einer Stadt und ihrer jüdischen Bewohner auf das Engste verwoben, bleiben dennoch Fragmente, Möglichkeiten, sich der Vergangenheit zu nähern: "Das hatte Link in der Zeitung gelesen, das war keine bloße Vorstellung oder Erinnerung", heißt es etwa an einer Stelle. Und: "So könnte es sein. So hätte es sein können."

"Nach und nach würden sich die Hohenemser ihrer Vergangenheit bewusst werden und sich eingestehen, dass da Unrecht passiert ist." Ariel Link

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Ariel Links Suche wird zu einer Suche nach der "Eigentlichkeit". Diese sieht er in der Begegnung mit der Geschichte des jüdischen Hohenems ebenso wie in der Begegnung mit Lerke. Und am Ende des Romans in einer reflektierten persönlichen Auseinandersetzung mit dem "verloren gegangene[n] Leben in Hohenems".

"Nach und nach würden sich die Hohenemser ihrer Vergangenheit bewusst werden und sich eingestehen, dass da Unrecht passiert ist. [...] Und Link würde zum ersten Mal in seinem Leben nicht ein Geschäft wittern, sondern etwas Sinnvolles machen." Doch am Ende führt Links Weg nicht in die Biografien so vieler Menschen, "in die er sich einlesen wollte", nicht in die "Eigenlichkeit". Die so schicksalhaft mit Hohenems verwobene Biografie des eigenen Vaters wird dies alles verunmöglichen. "Das Letzte, was er dachte, war einfach. Da wird dann kein Schweigen sein. Kein Schweigen."

 

 


Bernd Schuchter - Link und Lerke
Roman, 160 Seiten.
2013, Edition Laurin.

Eine Leseprobe von "Link und Lerke" gibt es HIER.

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Erika Kronabitter - Nora. X.

Erika Kronabitter ist österreichische Schriftstellerin und Künstlerin mit Lebensschwerpunkt Feldkirch und leitet (gemeinsam mit der Band Sofa Surfers) bei der Workshopreihe poolbar/generator den Workshop "Text". Wir stellen ihren 2013 erschienenen Roman "Nora. X." vor.
 
 
Erika Kronabitter, geboren 1959 in Hartberg/Steiermark, arbeitet nach ihren Studien der Germanistik, Vergleichenden Literaturwissenschaft und Kunst- geschichte interdisziplinär in den Bereichen Literatur und Kunst und lebt seit 1965 als Autorin und bildende Künstlerin in Feldkirch.
Sie hat zahlreiche Preise erhalten, unter anderem den Theodor-Körner-Förderungs- preis (2001) und den Prosapreis Brixen/Hall (2001). Neben "Nora. X." sind einige ihrer weiteren Veröffentlichungen die Romane "Mona Liza" (2007) und "Viktor" (2009) und der Lyrikband "Einen Herzschlag nur bist du entfernt" (2010). Sie ist außerdem Initiatorin und Organisatorin des Feldkircher Lyrikpreises.
 
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In dem zuletzt erschienenen Roman "Nora. X." erzählt Erika Kronabitter ihre mit "Mona Liza" begonnene und mit "Viktor" fortgeführte Familiengeschichte weiter. Dass sie auch Lyrik schreibt, lässt sich dabei nicht leugnen, die einzelnen Kapitel wirken teilweise wie immer neue Strophengebilde. Trotz dieses Potpourris an kapitelhaften Gedanken, Reflexionen und Erzählungen ist daraus ein Roman geworden.
 
Die Vorarlberger Autorin schreibt die Geschichte einer jungen Frau, die in Spanien landet, um mehr vom Leben zu haben, als es irgendwo an einem tristen Ort in Österreich möglich wäre. Bevor sich jedoch eine Klischeefalle auch nur auftun könnte, lässt Kronabitter die Szenerie kippen.
Nicht einer Schwermut der Romanfigur oder einer Belehrigkeit der Autorin ver- danken wir die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Landes, mit der Diktatur, mit Garcia Lorca – die Verweise auf ein Zeitkolorit, das Zitieren von frag- würdigen Behauptungen, an denen Menschen ihre Lebensentwürfe verankern, hat Methode. Bezüge zu den Figuren aus Kronabitters früheren Werken, wie "Mona Liza" und "Viktor", werden klar.
Mit der Erzählung von Nora und ihrem Bruder X rückt die Autorin die Loslösungs- thematik, das Hinterfragen des Fremdbestimmtseins in ein – auch formal – sprachlich spannendes Licht.
 
(Buchrezension von Christa Dietrich, 14. September 2013, Vorarlberger Nachrichten)
 
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Liebe passiert, so wie einem ein Regentag passieren kann, genauso aber, wie die Wolken den Himmel passieren, vorüberziehen, zieht sie bei vielen wieder vorbei, passiert die Liebe den Lebensweg der Liebenden, ein Vorüberziehen, Vorbeigehen, man entlässt den Geliebten, lässt ihn los, lässt die Geliebte weiterziehen – im besten Falle ein glückliches Abschiednehmen. Jenen, die lebendig genug sind, ideenreich, beziehungsvoll oder was immer es ist, jenen gelingt es dann und wann und eher selten, die Liebe zum Bleiben zu animieren.
Es ist nicht leicht, junge Frau zu sein, denkt Nora. Die Mädchen träumen von Taylor Lautner und stellen ihre privaten Filme auf YouTube. Insgeheim träumt jede davon, ein Star zu werden. Die jungen Frauen essen Chicken Wings und Spicy Noodles, albern herum und necken sich. Die Liebe ist kein Irrtum. Sie ist lediglich kurzfristig. Manchmal kurzfristiger als angenommen. Kommt und geht. Die meisten glauben nur an das „kommt“.
 
Erika Kronebitter - Nora. X.
Roman, 184 Seiten.
2013, Limbus Verlag. Reihe Zeitgenossen.
 
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"und immer wieder leben"

In seinem Gedichtband „und immer wieder leben“ verwebt der Autor Alexander Jehle geschickt Beobachtungen und Traumbilder zu einer Reise durch ein Leben im Wandel. Ein Plädoyer für das Leben in seinen verschiedensten Facetten, in dem die Grenze zwischen Wachstum und Vergänglichkeit verschwimmt.

Am 11. Jänner wird der Nenzinger Rechtsanwalt und Autor Alexander Jehle in Nenzing aus seinem neuen Buch lesen, Katrin Schurti und Patrick Honeck werden zu den Worten ihre Musik erklingen lassen. Für die Zuhörer_innen wird Zeit sein zum Innehalten, zum Nachdenken und Sich-inspirieren-Lassen.

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Alexander Jehle, Katrin Schurti und Patrick Honeck entführen uns eine Stunde lang in eine uns fremde und letztlich doch bekannte Welt. Worte und Musik schenken uns eine Atempause, eröffnen Raum für Gefühle, verweben das Endliche mit dem Unendlichen und regen zum Nachdenken an.


„und immer wieder leben“ - Alexander Jehle

Buchpräsentation

Musik: Katrin Schurti und Patrick Honeck

Samstag, 11. Jänner 2014

20.00 Uhr / Ramschwagsaal, Ramschwagplatz 1, 6710 Nenzing

Freier Eintritt

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SLAM B - The Slam To Be

Auch für Poetry Slam-Fans rückt Weihnachten immer näher: Wer sich lieber mit Texten beschäftigt, anstatt sich auf die Suche nach dem besten Punsch zu begeben, sollte zwei Termine in Wien im Auge behalten, die die moderne Textdichtung ins Rampenlicht bringen: Slam B (13.12.) und TAGebuch Slam (15.12.).

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SLAM B - The Slam To Be

Ein Poetry Slam ist keine klassische Lesung, sondern es handelt sich hierbei um einen literarischen Wettkampf, vor allem um die Gunst des Publikums.

Es darf jeder mitmachen, der sich vor Ort bei der Slammoderatorin, -organisatorin und - veranstalterin Diana Köhle anmeldet, mindestens zwei selbstverfasste Texte dabei hat und sich bereit erklärt, auf einer Bühne seine Performance (nicht länger als 5 Minuten) vor dem Publikum durch Applaus bewerten zu lassen. Die Reihenfolge der Auftretenden wird gelost, die Höchstteilnehmer_innenzahl wird auf 12 Slammer_innen beschränkt. Es sind keine Hilfsmittel (außer dem Blatt Papier mit dem eigenen Text), sowie sonstige Accessoires und Gesangseinlagen erlaubt. Nach jeweils 3 Teilnehmer_innen ist das Publikum aufgefordert, ihre Favorit_in fürs Finale durch lautstarken Applaus zu bestimmen. Ein Applausometer ist der Moderatorin Diana Köhle bei der Entscheidung behilflich. Die 4 Finalist_innen kämpfen im Finale um die Stockerlplätze, viel Ruhm und natürlich auch kleine Anerkennungspreise.

Slam B ist ein abwechslungsreicher Abend, bei dem das Publikum nicht nur mitbestimmen kann, sondern dazu aufgefordert wird.

Slam B

Freitag, 13. Dezember 2013

Einlass 19:00 Uhr, Beginn 20:00 Uhr

Literaturhaus Wien, Zieglergasse 26a, 1070 Wien

Eintritt frei, begrenzte Zuschauer_innen-Zahl

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TAGebuch Slam statt Tatort schauen

Süße Fremdscham: Wer kennt sie nicht? Die glorios peinlichen und umso erheiternden Tagebuch-Ergüsse aus Teenagerzeiten. In anderen Städten schon erfolgreich gibt es seit November 2013 nun regelmäßig im TAG - Theater an der Gumpendorfer Straße in Wien beim TAGebuch Slam Gelegenheit, die eigenen peinlichsten, depressivsten und schrägsten Einträge aus der Jugend dem Publikum zu präsentieren!

Also einfach die alten Tagebücher raussuchen, das Material durchstöbern und zwei Textpassagen zu je 5 Minuten wählen. Zuhörer_innen wie Texter_innen warten gespannt auf diverse Episoden von Weltschmerz, Liebeskummer, Schulproblemen, Elternkonflikte und sonstigen Probleme von damals. Für die Sieger_in gibt es eine Taschengeld-Erhöhung (Preisgeld natürlich in Schilling).

TAGebuch Slam im TAG

Sonntag, 15. Dezember 2013

19:00 Uhr

TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße, Gumpendorfer Straße 67, 1060 Wien

Eintritt: VVK 8 € (Karten am besten gleich online sichern)


Als kleiner Hinweis darauf, was eine_n erwartet, hier ein kleiner Vorgeschmack auf den TAGebuch Slam:

Samstag, 5. Juli 1997

„Auf einmal hatte ich einen kompletten Wixer und war volle überdreht. Das war noch ganz in Ordnung, aber mir war dann so schlecht und ich musste kotzen. Bernhard fand mich in diesem Zustand und transportierte mich natürlich gegen meinen Willen nach Haus ins Bett.“

Den Nachbericht und Fotos vom letzten Mal findet ihr auf der Website.

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Literatur- Wettbewerb für junge Leute

Das Feldkircher Theater am Saumarkt veranstaltet im März 2014 "Literaturtage für junge Leute" zum Thema Glück. Eine Reihe von Veranstaltungen, Lesungen, Filmen, Workshops und Ausstellungen nähern sich diesem Thema an. Daher folgt nun der Call for Entries für den Literaturwettbewerb - junge Leute sollen sich mit der Frage "Was ist Glück?" beschäftigen und sich mit ihren persönlichen Glücksmomenten auseinandersetzen.

 

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Der Literaturwettbewerb richtet sich an junge Leute zwischen 10 und 20 Jahren, die Textform wird vollkommen offen gelassen: von kurzen Texten, Statements, über Gedichte bis hin zu Kurzgeschichten (bis 2500 Zeichen) sind alle Formen erlaubt. Nach der Einreichung beim Theater am Saumarkt wählt eine Jury die beeindruckendsten Texte aus, vergibt Preise und lädt die jungen Autor_innen zu einem "glücklichen Abend" mit Musik, Gästen und Buffet ins Theater am Saumarkt ein.

 
Einreichbedingungen:
 
Alter: 10 bis 20 Jahre (die Jury beurteilt in der jeweiligen Altersklasse)

Format: DIN A 4-Seiten, maximal 2500 Zeichen (ohne Leerzeichen)

Einsendeschluss: Freitag, 21. Februar 2014    

Einreichungen entweder postalisch oder per Mail:

Theater am Saumarkt, Mühletorplatz 1, 6800 Feldkirch oder office@saumarkt.at      

 

Einladung zum "Glücklichen Abend":
Fr. 14. März 2014, Theater am Saumarkt

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Das große Elefanten-Lesebuch

Kommando Elefant sind alteingesessene Hasen beim poolbar Festival - was ihre musikalischen Performances betrifft. Mit "Das große Elefanten-Lesebuch" erschien vor kurzem das literarische Debüt der beiden Elefanten-Köpfe Alf Peherstofer und Bernhard "Luis" Pasching. Nicht nur Rocko Schamoni und Heinz Strunk hätten ihre Freude mit diesem Ausbruch der puren Lust an Kreativität.

 

Die Indie-/Elektro-Pop-Band Kommando Elefant wurde 2007 von Alf Peherstorfer und Bernhard "Luis" Pasching gegründet. Nach drei Studioalben und unzähligen Live-Konzerten im In- und Ausland zählt die Band mittlerweile zu einem der bekanntesten Aushängeschilder der österreichischen Musikszene.

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In ihrem literarischen Debütwerk "Das große Elefanten-Lesebuch" ist das Universum ein Elefant. Peherstorfer und Pasching laden in die verschrobene, anarchistische und unkonventionelle Welt von Kommando Elefant ein.
Einerseits begleiten sie den verrückten Paranormalitätsforscher Pater Peter Puter auf seinen wahnwitzigen Abenteuern, andererseits stellen sie den Leser_innen die Krawallkünstler "Zwillinge Wurst" vor. Einmal darf man über die miserablen Ermittlungserfolge des Kriminalkommissars Karl Knacker staunen, ein anderes Mal lässt man sich mit dem Pizzaraumschiff durch LSD-Träume teleportieren.

Es offenbart sich ein Panoptikum aus Wahnwitz, schrägen Seitenlagen und clownesk-philosophischen Betrachtungen als ein stetes augenzwinkerndes Wandeln am schmalen Grat des guten Geschmacks. Songtexte reihen sich an Tourblogeinträge. Seltsam-humorvolle Zeichnungen wechseln sich mit schrägen Kurzgeschichten ab. Absurde Kochrezepte treffen auf den Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb.

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Kommando Elefant - Das große Elefanten-Lesebuch

223 Seiten, Broschur

ISBN 978-3-85286-241-5

erschienen im Milena Verlag

 

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