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poolbar ganz privat

Die Vorarlberger Nachrichten haben Herwig Bauer  - gemeinsam mit Heike Kaufmann ist er Geschäftsführer der poolbar GmbH - zur Geschichte und der aktuellen Entwicklung des Festivals befragt. Er verrät im Interview, wie er den Spagat zwischen Kultur und Wirtschaftlichkeit schafft, wie wichtig Sponsoren sind, und wie das poolbar-Festival immer am Puls der Zeit bleibt.

 

Sie sind vor 21 Jahren mit einer Kursreihe gestartet. Heute ist die Poolbar eine der größten Kulturveranstaltungen im Land. War der Erfolg absehbar?

Bauer: Es steckte damals eigentlich eine egoistische Ambition dahinter. Ich habe mich selbst künstlerisch betätigt und an verschiedenen Kursen teilgenommen. Da habe ich gedacht, so etwas könnte ich selber auch organisieren. Zum Festival hat es sich dann im Laufe der Zeit gewandelt. Bei vielen Dingen haben wir aus dem Bauch heraus agiert und das hat nach wie vor hohe Priorität. Man spürt, dass wir nicht im Auftrag der Gewinnmaximierung arbeiten. Wir machen Dinge, die uns selber auch gefallen.

http://poolbar.at/system/asset/filename/19630/herwig-bauer-poolbar-vn_by_lerch.jpgHerwig Bauer mit einem der neuen poolbar-Möbel. Das Konzept zur Neu-Nutzung der Becher wurde an der HTL Rankweil (Kolleg für Holztechnik und Innenraumgestaltung) von Student Thomas Nagel entwickelt. Fotos: Lerch

 

Inwieweit hat sich das Festival über die Jahre verändert?

Im ersten Jahr gab es eine Abendveranstaltung und in Folge ein Konzert. Da hat sich herausgestellt, dass das mehr Spaß macht als die Workshop-Sache. Wir haben verschiedene Varianten ausprobiert, wie man die Workshops anders gestalten kann und sind dann bei den Wettbewerben gelandet. Denn wir wollten das klassische Schüler-Lehrer-System durchbrechen und stattdessen Leute einladen, mitzugestalten. Diese Wettbewerbe sind nun die Methode, wie man das ursprüngliche Gedankengut der Workshops in eine passendere Variante umwandeln kann.

Bei der Poolbar gibt es einen Architekturwettbewerb, Musik, Kino und einen Ableger in Wien. Verzettelt man sich da nicht?

Eigentlich überhaupt nicht. Dass wir eine ganz große Bandbreite anbieten, war immer das Spezielle an der Poolbar. Wenn man zu uns kommt, wird man programmtechnisch mit viel Unerwartetem konfrontiert und auch beim Ambiente stößt man auf gute Gestaltung.

Verliert man bei der Planung nicht mit den Jahren das Gespür dafür, was ein junges Publikum will?

Wir haben das große Glück, dass wir nicht nur für das junge Publikum interessant sind, sondern auch junge Menschen im Team haben, mit denen wir uns absprechen. Man kann natürlich auch über die Medien selber verfolgen, was gerade angesagt ist, aber es ist immer gut und wichtig, dass man mit den Jungen direkt Kontakt hat und sich austauscht. Wir stimmen uns also mit dem personifizierten Puls der Zeit in Form von jungen Menschen ab.

 

Wie viel Zeit nimmt das Festival in Anspruch?

Jede verfügbare Sekunde. Parallel arbeite ich für einen Verlag in Wien, das ist allerdings eine sehr flexible Geschichte. In Zeiten wie jetzt ist der Anteil am Wien-Job quasi nicht vorhanden. Unterm Strich habe ich aber immer zu wenig Zeit.

Beim Festival treten Stars auf, überhaupt muss ein mehrwöchiges Festival finanziert werden. Welche Rolle spielen dabei Sponsorengelder?

Bauer: 18 Prozent sind öffentliche Förderungen, 32 Prozent Sponsoren, 30 Prozent Gastronomie-Einnahmen und 20 Prozent Ticket-Verkäufe. Wir haben das Glück, dass wir mittlerweile einen großen Namen haben. Wenn österreichweit agierende Unternehmen im Westen etwas suchen, stoßen sie auf uns, wenn es um ein junges Publikum geht. Das macht es leichter, aber dennoch ist es eine Wahnsinns-Arbeit. Denn der Leistung der Sponsoren muss eine zählbare Gegenleistung gegenüberstehen, sonst finden wir niemanden.

Sie sind inzwischen einer der größten Kulturveranstalter Vorarlbergs. Wie gehen Sie persönlich mit der wirtschaftlichen Verantwortung um?

Es ist immer das große Zittern, wenn der Steuerberater Heike und mir die Bilanz übermittelt, und man steht mächtig unter Druck. Momentan sind wir finanziell etwas ins Eck gedrängt, aber der Optimismus war und ist immer Teil unserer Grundeinstellung. Dieser ist nach wie vor ungebrochen und ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind, um uns finanziell auf soliden Füßen zu halten.

http://poolbar.at/system/asset/filename/19631/herwig-bauer-im-gespraech-mit-den-vn.jpgHerwig Bauer im Gespräch mit den VN in der HTL Rankweil. Hier werden gerade die Möbel fürs Festival gefertigt.

 

Müssen Sie künstlerisch Kompromisse eingehen um dem Anspruch an Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden?

Definitiv. Es wäre naiv zu glauben, es wäre nicht so. Es gibt viele Dinge, die wir gern hätten, aber die nicht leistbar sind. Gerade heuer haben wir ein Jahr, in dem wir das machen, was wir uns leisten können. Das bedeutet auch, dass wir anstelle von zwei Vorgruppen nur eine haben. Dabei geht es aber nicht nur um die Wirtschaftlichkeit, sondern auch darum, die Belastbarkeit des Teams in Grenzen zu halten. Denn nur wenn das Team mit Freude und Energie bei der Sache ist, funktioniert das Festival. Daher an dieser Stelle ein großes Dankeschön von Heike Kaufmann und mir an alle, die gemeinsam helfen, das Festival umzusetzen.

 

Der vollständige Artikel ist auf der Homepage der Vorarlberger Nachrichten nachzulesen.

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Zwei Tage lang Bonaparty

Schminke, Tiermasken und Spaß, Spaß, Spaß - danach und nach vielem mehr klingen Bonaparte. Bevor die deutsche Trash-Pop-Band am 19. Juli im Reichenfeld beim poolbar-Festival Station macht, hat sie erstmal ihre neue Bühnenshow geprobt. Das deutsche Magazin INTRO war exklusiv mittendrin dabei in Bonapartes Generalproben und hat eine kleine Videodokumentation von hinter/vor/auf der Bühne und von im Kopf von Bonaparte gedreht.

 

Geht man zu einem Bonaparte-Konzert, kann es passieren, dass man danach nicht mehr man selbst ist. Nicht etwa im psychologischen Sinn, sondern ganz plastisch gedacht. Vielleicht hat man plötzlich Glitzer im Bart, eine Pferdemaske auf dem Kopf, oder die Wimperntusche wurde ohne eigenes Zutun über die Maßen verwischt. Da passiert es dann: Man bemerkt, dass man eh immer noch man selbst ist, nur ganz wenig anders. Und das tut gar nicht weh, sondern macht sogar noch Spaß. Und plötzlich ist die Veränderung doch auch eine im Kopf.

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Sich zu verkleiden liegt den Herren und Damen von Bonaparte sehr am Herzen, nicht etwa, weil sie damit ihre echten Persönlichkeiten zu Hause lassen können, sondern weil sie so noch mehr sie selbst sind. Das spürt man bei ihren Konzerten sofort – hier wirkt nichts aufgesetzt, hier ist alles echt. Man muss nur die Bildersuche im Internet anwerfen und staunen, was da beim Suchbegriff „Bonaparte live“ alles auftaucht: übergroße Babyköpfe, nicht minder gruselige Eichhörnchen-Kostüme, Fernseher als Kopfbedeckung – und das Ganze mit sehr viel bunt. Die Musik passt dazu auch noch fantastisch. Bei Bonaparte geht es nämlich um die kleinen Dinge des Lebens, die aber – wenn wir uns ehrlich sind – eh die Großen sind: Was passiert, wenn man zwei Freundinnen auf einmal hat? Wie geht man mit jemandem um, der ein Klugscheißer ist? Und wie sagt man der ganzen Welt, dass man einfach nur dagegen ist? Antworten auf diese Fragen liefert die Musik von Bonaparte.

Bei Konzerten sammelt Sänger Tobias Jundt bis zu zwanzig Ensemble-Mitglieder um sich, von denen viele aber nur zum Anheizen des Publikums auf Tour mitgenommen werden. Das aber völlig zu Recht, denn ihren Job machen sie gut, die Bonapartes. Und da wird man auch sicher beim poolbar-Festival nicht enttäuscht nach Hause düsen müssen. (Christian Pausch)

 

Am 19. Juli 2014 werden Bonparte im Rahmen der zweitägigen Open Air-Veranstaltung "poolbar auf der Wiese" auf großer Bühne am Reichenfeld-Areal beim poolbar-Festival in Feldkirch live auftreten, Tickets gibt es HIER.

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Bilderbuch im Interview

Mit ihrer EP "Feinste Seide" (2013) und den Hits "Plansch" und "Maschin" erobern Bilderbuch auch weiterhin die Massen und nicht zuletzt auch den FM4 Amadeus Award 2014. Bevor wir am 4. Juli mit ihnen gemeinsam die diesjährige poolbar-Eröffnung begehen, erzählt Gitarrist Michael Krammer noch über ihren sensationellen Erfolg und die Hintergründe.

 

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Philipp Heinkel und Franziska Tschinderle von VOLUME.at haben das folgende Interview mit Michael Krammer (Bilderbuch) geführt:

Halleluja: Wird Bilderbuch den Rock wiederbeleben?

Michael Krammer: Was mich persönlich betrifft: Unsere Bandfamilie Bilderbuch belebt immer wieder das Verlangen in mir, etwas Eigenständiges zu schaffen und mich nicht unreflektiert zu wiederholen. Wenn sich durch uns in Zukunft manche Leute der Rockmusik wieder näher fühlen, dann ist das großartig. Wir sehen uns aber nicht als die Botschafter des Rock’n’Roll. Falls aber doch kein anderer den großen Genrekampf übernehmen will und es hart auf hart kommt, ziehen wir uns natürlich gerne Vatis bestickte Lederjacke mit dem AC/DC-Logo über.

"Österreicher machen bessere Popmusik als Deutsche" haben Musikexperten von der Süddeutschen Zeitung nach eurem Song "Maschin" geschrieben. Welche Künstler aus Deutschland haben euren Werdegang geprägt?

Für mich die letzte und einzige deutsche Band in diesem Fragenzusammenhang: Madsen – damals 2005, beim ersten Album. Danach gab es nichts mehr, das ich als wirklich prägend empfinde. Bei Maurice und Peter war es ebenfalls Madsen, auch die Jungs von Anajo aus Augsburg haben bleibenden Eindruck hinterlassen.

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Seit der EP "Feinste Seide" klingt Bilderbuch anders als davor! Was ist im Sommer 2013 mit euch und eurem Sound passiert?

Diese Entwicklung hat schon Ende 2012 begonnen, als unser früherer Drummer Andreas Födinger ausgestiegen ist. Eine Band ist wie drei Beziehungen auf einmal zu führen. Umso schwieriger, wenn jemand aufhört, an all das zu glauben, was einem selbst im Leben heilig ist. Da beginnt das Grübeln über sein oder nicht sein. Wir haben dann irgendwann gecheckt, dass nicht nur zählt, was man sagt, sondern vor allem, was man tut. Darum haben wir damit angefangen, was wir schon lange machen wollten - frische, feinste Seide. Wir haben den venezianischen Spiegel abgeschraubt, um eine mit Graffiti besprühte Glasplatte einzubauen. Soll heißen: Musikalisch sowie textlich sind viele Elemente vereinfacht und auf den Punkt gebracht worden. Das Album „Die Pest im Piemont “ war 2011 eine Ausgeburt unserer damaligen Künstleregos, aber absolut notwendig, um heute mit einer gehörigen Portion Eier in der Hose das sein zu dürfen, was wir sind.

Hip Hop! Wie viel hat der frische Schlagzeuger Philipp Scheibl zu eurer musikalischen Weiterentwicklung beigetragen?

Er ist zu uns gekommen, als wir halbfertige Ideen hatten – aber keine ausgereiften oder zufriedenstellende Songs. Ohne Philipp „Pille“ Scheibl hätten wir diese Ideen nie auf den Punkt gebracht. Mit ihm kamen Hip Hop, Frauen, Party und Arbeitsmoral. Wir lieben ihn!

Bilderbuch steht auf den Jahresbestenlisten diverser, renommierter Musikmedien ganz oben. Wie wollt ihr 2014 das Ganze toppen?

Alles geht sich aus! Da gibt es noch den ein oder anderen Glückskeks, der von uns noch nicht geöffnet wurde. Im Notfall stellen wir 2014 unsere Lamborghinis auf eBay und nutzen das verdiente Geld, um uns in die "Austria Top 40" einzukaufen.

Anders gefragt: Wann kommt ein neues Album von euch und was steht dieses Jahr ganz weit oben auf eurer To-do-Liste?

Es gibt noch keine Erscheinungstermine für neue Songs - ist auch besser so, da sich der ohnehin schon relativ große Druck dann in Grenzen hält. Wir sehen diese Nachfrage eher als großes Kompliment, dass sich die Leute jetzt, drei Monate nach "Feinster Seide", schon wieder fragen, wann denn da was Neues kommt. Und das steht wohl auch - neben Dingen wie Festivals, Merchandising und unseren Solokonzerten – ganz oben auf der To-do Liste: Songs!

Welche Songs bzw. Künstler stehen in eurer persönlichen Hitparade auf den Spitzenplätzen?

Kendrick Lamar "Bitch, Don't Kill My Vibe", Big Sean "Guap", Drake "Over My Dead Body" oder Solange "Losing You". Deutschsprachige Musik empfinden wir in letzter Zeit leider als Enttäuschung, deshalb spielen auch im Moment hauptsächlich Amerikaner in unserer Hitparade. Das liegt jedoch nicht an der Sprache - es ist leider selten geworden, dass uns etwas total vom Hocker reißt bzw. uns ein Gefühl von Zeitlosigkeit und purer Coolness gibt.

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Keine Frage: Das Interesse an Bilderbuch und euren Personen ist in den vergangenen Monaten wieder enorm gestiegen. Wie schützt ihr euch vor Arschkriechern, Trittbrettfahrern, falschen Freunden und akuter Abhebegefahr?

Wir widmen unser Leben gerade ausschließlich der Band. Dadurch hatten wir in den vergangenen Monaten fast gar keine Zeit für Freunde - schon gar nicht für falsche. Ich habe auch nicht das Gefühl, Angst vor Arschkriechern und Trittbrettfahrern haben zu müssen. Es gibt genügend andere Ärsche, in die sich das Reinkriechen mehr lohnt. Außerdem ein weiterer Vorteil unseres vierer Gespanns: Das Abheben ist nahezu unmöglich, da es immer jemanden geben wird, der dir mitten ins Gesicht sagt, wie lächerlich du dich gerade aufführst.

Angeblich seid ihr die einzigen Musiker neben Kanye West, die Autotune verwenden können, ohne absolut beschissen zu klingen. Kompliment, Fluch oder Segen?

Kompliment! Die Welt wäre ein besserer Ort, gäbe es mehr Autotune – zum Beispiel auf der Zahnbürste, im Fernseher, in den Moon Boots. Autotune - Heals The World, Makes It A Better Place!

Wie ölt Bilderbuch seine "Machin"?

Früher wurde die Maschin ausschließlich mit Spiritus geölt, heute passiert das in Ausnahmefällen auch schon einmal mit einer guten Flasche Wein bei Kerzenschein. Am Ende bleibt es dann aber doch meistens beim Spiritus.

Wo Planschen die Jungs von Bilderbuch im Sommer 2014?

Wir sind sehr privilegiert, im Sommer 2014 auf einigen der großartigsten Festivals spielen zu dürfen, die der deutschsprachige Raum so zu bieten hat – Southside, Hurricane und Melt! Festival beispielsweise. Eigentlich wollten wir uns dafür bis 2020 Zeit nehmen. Umso besser, so können wir uns endlich mit vollster Konzentration und Hingabe unserem eigentlichen und primärsten aller Lebensziele widmen - dem Amadeus Austrian Music Award. Gepriesen sei der Herr!

Amen und bis bald!

 

Am 4. Juli 2014 werden Bilderbuch das diesjährige poolbar-Festival im Alten Hallenbad in Feldkirch eröffnen, Tickets gibt es HIER.

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Kadavar: knallharte Bärte

Black Sabbath, Pentagram und Hawkwind: Drei Bands, die im Leben des Retro-Trios Kadavar eine größere Rolle spielen als fließend Wasser und Vitamine. Die deutsche Progressive-, Psychedelic-, Stoner-Rock-Band mit ihrem 70er-Style ist drauf und dran, das Vintage-Rock-Genre zu revolutionieren. Live am 13. August beim poolbar-Festival!

 

Als sich die drei Wahl-Berliner Tiger, Lupus und Dragon alias Kadavar im Sommer 2012, wenige Wochen vor der Veröffentlichung ihres selbstbetitelten Debütalbums, mit ihren Label-Verantwortlichen zum Plausch treffen, haben diese unglaubliche Kunde zu vermelden. Lindemann erinnert sich: "Wir bekamen die Nachricht, dass die Erstauflage schon vor dem Veröffentlichungstermin vergriffen war. Damit hatte niemand gerechnet."

Mit ihrem Vintage-lastigen Mix aus Stoner-Rock, 70s-Bombast und blubberndem Noise treffen die drei Berliner direkt ins Schwarze und können sich nach dem Release des Albums im Juni 2012 vor Schulterklopfern und Händedrückern kaum mehr retten. Die Maschinerie kommt ins Rollen.

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Direkt im Anschluss folgen diverse Konzertreisen mit Sleep, Saint Vitus, Pentagram und Electric Wizard, die das Bandgefüge richtig zusammenschweißen: "Ich denke, dass wir mit dem überwältigenden Feedback während der Zeit auf Tour selbst gewachsen sind. Die Leute, die unsere Platte gekauft haben und auf unsere Konzerte gekommen sind, haben uns die Chance gegeben, härter zu arbeiten und besser zu werden, und das haben wir versucht", sagt Tiger.

Mit dem Erfolg kommt der Druck. Während Kadavar für die Produktion ihres Debütalbums noch gute zwölf Monate in Anspruch nahmen, drückt der Schuh beim Songwriting für den Nachfolger bereits nach wenigen Wochen. Das ändert aber nichts an der Qualität des Endproduktes.

Im April 2013 veröffentlichen Kadavar ihr zweites Studioalbum mit dem Titel "Abra Kadavar", das ähnlich euphorisch gefeiert wird wie das Debüt. Da springt sogar Classic-Rock-Veteran Henning Richter vor Freude im Dreieck: "Aus dem tiefsten und kreativsten Keller der Hauptstadt steigen drei Bärte, um einen erstaunlich frischen Mix aus Stoner-, Hard- und Psychedlic Rock der strahlenden Sonne entgegen zu halten."

Abermals ringen die Verantwortlichen um Fassung. Man stehe doch schließlich erst am Beginn eines hoffentlich langen Weges: "Uns ist wichtig, weiterhin kühlen Kopf zu bewahren und nicht abzuheben. Wir haben einen hohen Anspruch an uns selbst. Und ich selbst bin nur schwer zufrieden zu stellen. Das kann andere nerven, aber für uns ist es einfach die Art zu arbeiten. Gut ist eben nicht immer gut genug", so Sänger und Gitarrist Lupus.

(Text von laut.de)

 

Am 13. August 2014 werden Kadavar beim poolbar-Festival im Alten Hallenbad in Feldkirch live auftreten, Tickets gibt es HIER.

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Booka Shade - "Eve"

Walter Merziger und Arno Kammermeier drängen sich nicht in den Vordergrund. Viel lieber ziehen sie sich in die Abgeschiedenheit ihres Studios zurück und tüfteln an Sounds oder hecken neue Grooves aus. Ab und an findet die Arbeit der beiden Produzenten auch den Weg an die Öffentlichkeit. Als Booka Shade treten sie vorzugsweise in Erscheinung und gehören zu den Vorzeige-Acts der House-Szene. Am 18. Juli treten sie mit einem Live-Set beim "poolbar auf der Wiese"-Open Air auf.

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Review von Daniel Straub (laut.de)

Auf die Jungs von Booka Shade ist Verlass. Mit beständiger Regelmäßigkeit releasen sie feine elektronische Musik, zumindest seit ihrer Renaissance 2004, das sei als kleine Einschränkung hinzugefügt. Mit ihrem nunmehr sechsten Album "Eve" perfektionieren Walter Merziger und Arno Kammermeier die von ihnen so sehr geliebte Fusion aus Beats und Melodien.

Klar eigentlich, dass dabei auch einige Stücke rauskommen müssen, die das Zeug zum Clubhit haben. Eines davon kommt direkt nach dem Opener "Many Rivers" und trägt den Titel "Love Inc". Vorab schon als Single im wunderschönen Booka's Deep Inc Mix veröffentlicht, sticht der Track aus dem Album weit heraus. Eingängig, aber nicht anbiedernd, für den großen Auftritt, aber nicht Bigroom gibt er die Marschrichtung für die weiteren Tracks vor.

Denen hört man durchaus an, dass Booka Shade nur noch selten in kleinen Clubs spielen. Zwar haben sie sich die Leichtigkeit bewahrt, mit denen sich die Grooves entfalten. Strömen diese aber erst mal aus den Boxen und verlangen nach Raum zur Entfaltung, dann werden die Unterschiede zu frühen, ein bisschen schmalbrüstiger produzierten Clubhits wie "In White Rooms" deutlich.

"Eve" setzt jedoch nicht nur auf die überwältigende Wirkung von hervorragend produzierter elektronischer Musik, die einen aus einer großen Anlage umspült. Booka Shade lassen sich viel Raum für Variationen. Das zweiminütige Intermezzo gehört genauso zum Konzept wie die großen Clubber oder die ein oder andere Vocal-Nummer.

Ganz besondere Erwähnung verdient hier "Crossing Borders" mit Fritz Kalkbrenner am Mikrofon. Mit ein wenig schmalziger Soft Cell-Melancholie in den ersten Takten ist das Stück das eigentliche Highlight eines rundum gelungenen Albums.

 

Am 18. Juli 2014 werden Booka Shade im Rahmen der zweitägigen Open Air-Veranstaltung "poolbar auf der Wiese" auf großer Bühne am Reichenfeld-Areal beim poolbar-Festival in Feldkirch live auftreten, Tickets gibt es HIER.

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Anna Calvi: schüchtern & extrovertiert

Anna Calvi erzählt im Interview über ihr aktuelles Album "One Breath", Schüchternheit und wie ihr Edith Piaf beim Singenlernen geholfen hat. Ihr mit Spannung erwartetes Konzert beim poolbar-Festival 2014 findet am 22. Juli im Alten Hallenbad statt.

 

Martin Riedl hat Anna Calvi für thegap.at interviewt:

Brian Eno, Nick Cave... die Riege der Musiker, mit denen die Britin Anna Calvi verkehrt, ist eine sehr exklusive. Es kann nicht zu ihrem Schaden gewesen sein: Nach dem vielseitig bejubelten selbstbetitelten Debütalbum gelingt mit "One Breath" ein eindrucksvolles Follow-Up.

Zwischen wüstem Telecaster und Streicherbetten tönt die selbstbewusste Flamenco-Rampensau Calvi; Ironie freilich ist es, dass sie beim Skype-Interview dann zu schüchtern ist, das Video anzumachen.

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The Gap: Ein signifikanter Punkt, den ich ansprechen will, ist: Du hast erst relativ spät überhaupt mit dem Singen angefangen. Was hat dich so lange davon abgehalten?

Anna Calvi: Ich war ein wenig schüchtern, deshalb hatte ich es sein lassen. Später habe ich dann realisiert, dass das albern ist. Wenn du Songs schreibst, dann solltest du die auch singen. Also habe ich sehr hart daran gearbeitet, bis ich das Gefühl hatte dass ich mich verbessere und auch selbst zufriedener damit bin.

Wieviel musstest du da üben?

Mehrere Stunden jeden Tag. Etwa vier oder fünf Stunden.

Nur du und deine Gitarre?

Ich habe die Musik von Sängerinnen und Sängern angehört, die mir gefielen, etwa Edith Piaf oder Elvis, und dabei versucht herauszufinden, wie die zu ihrem Sound kommen.

Aber du hast nie Gesangsstunden genommen?

Nein.

Wenn man so will hat dir also Edith Piaf das Singen beigebracht?

Eigentlich schon.

Wenn du dich für eines entscheiden müsstest: Was magst du lieber - Gitarre spielen oder singen?

Ich denke, dass das inzwischen eher das Singen ist, weil ich mich als Sängerin sehr wohl fühle. Es ist eine schwierige Entscheidung, weil ich beides sehr gerne habe. Singen ist noch etwas neuer für mich, es ist eher noch so wie die Anfänge einer Beziehung – einer Beziehung mit meiner eigenen Stimme.

Warst du immer schon die musikalische Nonkonformistin, die du jetzt bist? Emo und/oder Punkphasen als Kind? Welche Musik hat dich dort hingebracht, wo du heute stehst?

Meine Eltern hatten eine große Plattensammlung, weshalb ich viel von ihrer Musik angehört habe. Als Teenager hatte ich eine Phase, in der mir Grunge gut gefiel, wahrscheinlich weil das zu der Zeit gerade aktuell war. Klassische Musik hat mir aber auch gefallen.

Zum Beispiel?

Débussy und Ravel waren die ersten beiden Komponisten, mit denen ich mich beschäftigt habe. Dann fing ich auch an, auch minimalistische Komponisten zu hören, wie zum Beispiel Steve Reich oder Philip Glass.

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Brian Eno spielt eine entscheidende Rolle in deiner Karriere. Wie ist das passiert? Es ist ja nun nicht gerade so, dass man ihn einfach in einer Bar trifft, um ihm dort über die eigene Musik zu erzählen...

Stimmt. Der Besitzer eines Veranstaltungsorts war ein Freund von ihm. Er erzählte Brian von mir, und ich gab ihm dann meine EP, die ihm sehr gefiel. Er hat mich dann sehr dazu ermutigt, das zu tun.

Wie funktioniert das Songwriting bei dir? Musst du für dich allein sein, oder brauchst du Leute um dich herum?

Ich bin gern allein, wenn ich schreibe, und brauche einen Raum, wo mich keiner hören kann. Wenn die Songs fertig sind gehe ich damit zu meiner Band. Sehr oft ist das dann schon komplett arrangiert, es kommt aber auch vor, dass wir zusammen an den Arrangements arbeiten.

Das Tour-Lineup von Anna Calvi ist sehr klein. Außer dir sind das nur Daniel Maiden-Wood und Mally Harpaz. Never change a winning team? Oder hast du dir auch schon mal überlegt, etwa ein Orchester mit auf die Bühne zu setzen?

(lacht) Es funktioniert sehr gut mit diesen Musikern, und es ist auch gut eine Band zu haben, anstatt Session-Musiker anrufen zu müssen. Ich genieße es, mit den beiden zu arbeiten.

Du hast also noch nie darüber nachgedacht, auch auf der Bühne noch mehrere Musiker dabeizuhaben? Oder ist es so wie es jetzt ist genau richtig?

Bei diesem Album werde ich vielleicht einen Keyboarder mit auf der Bühne haben, aber ich will es eigentlich klein halten. Ich mag es, der Musik Raum zu geben. Je mehr man anfüllt, desto weniger bleibt einem dann letztendlich übrig.

Verstehe ich das richtig: Du meinst dass man vieles auslassen sollte, sodass die Dinge, die man stehenlässt, stärker wirken?

Dann ist es einfacher, Dynamiken zu erzeugen. So kannst du eine Leere erzeugen, die expressiv und explosiv wirkt. Das ist einfacher, wenn man plötzlich aufhört und stillhält.

Ich habe gelesen, dass dir Ehrlichkeit bei den Auftritten besonders wichtig ist, Ehrlichkeit dem Publikum gegenüber. Wie könntest du überhaupt unehrlich zu deinem Publikum sein?

Wenn du die Dinge aus den falschen Gründen tust. Wenn du Musik machst, weil du glaubst dass es das ist, was die Leute hören wollen, obwohl es nicht wirklich dein Ding ist.

Die extrovertierte Bühnenpersönlichkeit Anna Calvi mit ihren androgynen Flamenco-Kostümen steht in starkem Kontrast zu der sanft-schüchternen Stimme, mit der du mir jetzt begegnest. Wie erklärst du diese Ambivalenz anderen Menschen?

Wenn ich auf der Bühne stehe und Musik mache, kann ich eine stärkere und furchtlosere Seite von mir zeigen.

Als du mit dem Singen angefangen hast, wusstest du da schon, dass du eine so extrovertierte Person sein kannst?

Das ist sehr natürlich, ich fühle mich eigentlich recht entspannt in dem Zustand, und dann fühle ich mich auch stark. Ich hatte auch noch nie Bühnenangst, habe das nie als furchteinflößend empfunden. Je mehr ich [aufgetreten bin], desto selbstbewusster habe ich mich gefühlt.

 

Am 22. Juli 2014 wird Anna Calvi beim poolbar-Festival im Alten Hallenbad in Feldkirch live auftreten, Tickets gibt es HIER.

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DENA - Flash

Die deutsch-bulgarische Hipster-Rapperin Dena macht keine halben Sachen. Auf ihrem im März erschienenen Debütalbum "Flash" fährt sie das volle Programm - Cash, Diamond Rings, Swimming Pools. Was sie live drauf hat, werden wir bei ihrem Konzert am 26. Juli im Alten Hallenbad beim poolbar-Festival sehen!

 

Franz Lichtenegger hat folgenden Review für thegap.at verfasst:

Pinker Oversize-Pulli samt Basecap und Proll-Goldkette, Old-School-Fahrräder, Zeitlupen-Zoom – das Video zu "Cash, Diamond Rings, Swimming Pools" soll angeblich die Ironie der Songthematik unterstreichen und wirkt dabei auf den ersten Blick ein bisschen thrift shoppig. Tatsächlich fand Dena aber zuerst statt und kann auch viel mehr. Ein schwerer Akzent, der charmant wirkt, eine eingängige Hook und eine Prise M.I.A. machen deutlich, warum die Klicks auf Youtube seit Hochladedatum im Sommer 2012 inzwischen an der Millionenmarke kratzen. Ganz abgesehen von ihrer übelst lässigen Fresse, die richtig badass rüberkommt. Berliner Schnauze mal auf Englisch, gesungen sowie gerappt.

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Dena from the block

Denitza Torodrova, so ihr bürgerlicher Name, mag jetzt zwar Internet-Phänomen und vielversprechender Newcomer sein, aber don’t be fooled by the rocks that she’s got: Im Herzen ist sie immer noch das Mädel, das in Bulgarien aufwuchs und jetzt in Kreuzberg lebt. Ihre Inspiration zieht sie aus Hip-Hop und R&B-Mucke der 90er, gibt Destiny’s Child als Lieblingsband an und beschreibt ihren eigenen musikalischen Output als schlichtweg "fett".

Einen Namen als Sängerin hat sie sich bereits als weibliche Stimme auf den letzten The Whitest Boy Alive-Platten gemacht, jetzt geht’s an die allseits gefürchtete Solokarriere. Unschön anzusehen ist sie übrigens auch nicht gerade, nebenher arbeitet sie als Model und posiert da für namhafte Firmen wie Carhartt. Sollte es mit der Musik also nichts werden, hat sie immer noch die Möglichkeit von Plakatwänden zu lächeln. Gibt wahrscheinlich auch Schlimmeres.

Flash Flasht

Mittlerweile ist also mehr als ein Jahr vergangen seitdem sich Dena über Geld, Diamantringe und Swimmingpools ausließ während sie durch einen Berliner Flohmarkt swaggte. Nun fühlt sie sich wohl zu Höherem berufen und legt ihren ersten eigenen Longplayer "Flash" vor. Den "Next Big Thing"-Stempel bekommt sie schon seit Ewigkeiten von der Blogosphäre aufgedrückt, Geheimtipp ist Dena aber schon die längste Zeit keiner mehr. Auf Albumlänge wird schnell klar dass die omnipräsenten M.I.A.-Vergleiche ihr nicht wirklich gerecht werden und mit den vorab veröffentlichten Songs auch nicht gleich das ganze Hit-Pulver verschossen wurde. Hier ist ganz schön was los, und davon nicht zu wenig.

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Die besagten 90er-Einflüsse sind auf jeden Fall vorhanden, in Kombination mit abwechselnd gesungenen und gerappten Parts, den zugegebenermaßen recht unterhaltsamen Lyrics und dem bereits erwähnten Akzent macht das Album riesengroßen Spaß. An sowas wie Street Credibility fehlt es der Dame jedenfalls nicht. Zwischen den ausgeklügelten Beats und markanten Synths finden sich One-Liner, für die Kesha töten würde. „What’s the deal here? Why am I supposed to be your cheerleader?“ Dena selbst hört man förmlich an, wie geil sie das alles findet. Ziemlich ansteckend.

 

Am 26. Juli 2014 wird Dena beim poolbar-Festival im Alten Hallenbad in Feldkirch zu Gast sein, Tickets gibt es HIER.
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Raketkanon - RKTKN 1

Die belgische Mathrock-Band Raketkanon liefert auf ihrem durchgeknallten Debüt "RKTKN 1" zehn Noiserock-Songs mit flirrenden Fuzzgitarren und nervenzerfetzendem Gesang. Live verfügt das spielwütige belgische Quartett über eine enorme Präsenz und wird von massiven Instrumentalsongs noch verstärkt - so auch am 6. August beim poolbar-Festival!

 

Mathias Freiesleben hat folgenden Review für das Online-Magazin powermetal.de verfasst:

Das gesamte Album "RKTKN 1" mit Vornamen zu füllen, ist ein außergewöhnliches Konzept. "Herman" und "Louis" brennen die Sicherungen durch, es geht im Rahmen von jeweils zwei Minuten durchs Unterholz des Punkrocks. Schön laut und schön schnell dazu schön sludgig. Was dann aber schon mit "Judith" passiert, die zwischen einem Doom und Mathrock zermalmt wird, ist durchgeknallt, ungebremst wie auch massig schwer.

Und spätestens jetzt hat dieses spielwütige belgische Quartett die Aufmerksamkeit erregt, die ihm ohne Zweifel zusteht. "Henri" nämlich ist ein instrumentaler Frontalangriff, in dessen Zentrum sich verzerrte Digitaldaten gehörig auskotzen dürfen. Aber es gibt bei allen Beiträgen eine sehr präsente und metallene Fuzzgitarre, die das flandrische Gebräu nicht allzu abheben oder verkopft werden lässt. Eher ist hier eine überbordende Spielfreude quer durch den Hoppegarten zu erleben. Queer geht übrigens auch, da es für Raketkanon verbindlich ist, sich auch als vollbärtiger Indierocker ganz unbefangen und unfestgelegt mit seinen Bandkollegen herumzuknutschen. So gesehen im Video zu "Anna", welches auch optisch wie eine gelungene Version von "November Rain" der glücklicherweise verblichenen Guns'n'Roses daherkommt.
 
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 Schon an diesem hochunterhaltsamen Kurzfilmchen wird offensichtlich, wie breit sowohl das optische und das musikalische Weltverständnis der Band gewachsen ist. Was "Eva" betrifft: Doomsterrock aus der obersten Liga. Und "Laura" darf gleich hinterherlärmen. Womit die kargen Räume des Noiserocks betreten werden. Aber keine Angst: das ist vollkommen modern durch-designet. Folgt besagte "Anna". Das eine traurige Tröpflein trifft ein weiteres Tränlein, sie verbinden sich zu einem Fluss, der sich immer wütender dahinschlängelt.
 
 
Letztendlich ist "Anna" zu einer Tröpfcheninfektion geworden, denn der Song infiziert durch seine sehr einnehmende Grundidee. Und wieder stand er Pate, der Onkel Doom. Umklammert die unterschwellige positive Stimmung mit seinen garstigen Tönen und erdrückt die Freude. Sehr schön. "Helen" ist ähnlich getroffen, nur viel hässlicher. "Pjotr" dagegen ist ein Math Rock Bastard, der sich besonders beunruhigend von den anderen Teilnehmern abhebt. Letzendlich mutiert der Typ zu einem Hardcore. Dafür ist dann wieder "Lena" ganz besonders hübsch und einnehmend. Nein, diese Belgier sind nicht nicht zurechnungsfähig, die sind zukünftig sehr ernst zu nehmen.
 
Am 6. August 2014 werden Raketkanon als Support von The Subways das Alte Hallenbad in Feldkirch bespielen, Tickets gibt es HIER.
 
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Gewinnspiel: The Subways in eurem Wohnzimmer

Die britische Indierock-Band The Subways ist am 6. August im Alten Hallenbad Feldkirch zu Gast, die Vorfreude auf dieses Festival-Highlight ist nicht nur bei uns rießig, sondern auch bei der Band selbst. Um das potentielle Publikum in Stimmung zu bringen, geht das britische Trio von 17. bis 19. Juni auf eine intime Tour durch österreichische Wohnzimmer - vielleicht auch durch eures!

 

„Rock'n'Roll Queen“ ist einer dieser Hits, die auf keiner Party oder Gute-Laune-Playlist fehlen dürfen, schließlich war die Single einer der prägendsten Indierock-Songs der Nullerjahre. The Subways haben dem Hit zwar ihren Durchbruch zu verdanken, aber die beispiellose Karriere des britischen Indierock-Trios rührt auch von ihren intensiven Live-Shows her: Die Punk-Attitüde trifft auf Grunge-Gitarren, die ziemlich britische, raue Rocker-Pose wird versetzt mit Unbekümmertheit und jeder Menge Bühnen-Euphorie.

Für alle, die The Subways gerne einmal nicht auf einer großen Bühne ihre fulminante Liveshow abziehen sehen wollen, oder für jene, die nicht bis zur Festivalsaison warten wollen und das britische Indierock-Trio schon demnächst live erleben wollen, haben sich das FM4 Frequency Festival und Volume.at eine ganz besondere Aktion ausgedacht:

Zu gewinnen gibt es drei Wohnzimmerkonzerte mit The Subways. Die Band besucht dabei die Gewinner_innen einfach zuhause im ganz privaten Wohnzimmer, im Garten, auf der (Dach-)Terrasse oder wo auch immer sonst eine geeignete Location aufgeboten wird.

Die exklusiven Konzerte sollen im privaten Rahmen mit etwa 30 Personen stattfinden. Das Konzert findet jeweils am Abend ab ca. 20 Uhr in den jeweiligen Gewinner_innen-Räumlichkeiten statt! Händeschütteln, Selfies und Meet & Greet sind inbegriffen.

An folgenden drei Tagen werden The Subways von Wohnzimmer zu Wohnzimmer touren:

  • 17.06. Wien, Burgenland oder Niederösterreich
  • 18.06. Steiermark, Oberösterreich oder Kärnten
  • 19.06. Salzburg, Tirol oder Vorarlberg

 http://poolbar.at/system/asset/filename/19372/The_Subways_big_465.jpg

Teilnehmen und gewinnen

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr einfach ein Foto von eurem Locationvorschlag per Mail an game.fm4@orf.at schicken - also von eurem Wohnzimmer, WG-Küche, Garten, Terrasse bzw. von dem Ort, wo das Konzert im Fall des Falles bei euch stattfinden würde. Und falls ihr an eine Freiluftveranstaltung denkt: einfach auch eine eine Indoor-Alternative mitschicken, sollte es schlechtes Wetter geben. Euren Namen, eure Adresse und Telefonnummer nicht vergessen!

Einsendeschluss ist der 9. Juni um 13 Uhr.

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Euphorie! Gratis Download von Madsen

Am 13. Juni 2014 erscheint anlässlich des zehnjährigen Bandbestehens der deutschen Indie-Rock-Gruppe Madsen ihr Doppel-Live-Album "10 Jahre Madsen Live". Schon vorab verschenkt die Band mit "Euphorie" nun einen ersten Vorgeschmack.

 

"Hier kommt ein Stück, das wir sehr lange nicht mehr gespielt haben. Schön, dass es mal wieder so weit ist: Hier kommt die 'Euphorie'", sagt Sänger Sebastian Madsen zu Beginn der Live-Aufnahme vom Madsen-Song "Euphorie". Und es ist tatsächlich schon acht Jahre her, dass Madsen ihr zweites Album "Goodbye Logik" veröffentlichten, auf dem das Lied zu hören ist, das nun kostenlos heruntergeladen werden kann. Textsicher sind Band und Fans immer noch.

 http://poolbar.at/system/asset/filename/19523/10jahre_madsen.png

Um das runde Band-Jubiläum zu feiern, hatten Madsen im vergangenen Jahr fünf exklusive Konzerte in fünf unterschiedlichen Hamburger Clubs gespielt, an jedem Abend widmete sich die Band ganz einem ihrer fünf Studioalben. Am 13. Juni erscheinen nun die Höhepunkte dieser besonderen Auftritte auf dem Doppel-Album "10 Jahre Madsen Live". Klar, dass da nicht jeder Song der Band vertreten sein kann. Dafür bietet die Band nun die Live-Version von "Euphorie" zum kostenlosen Download an, nicht zuletzt um bei Fans vor lauter Vorfreude selbige auszulösen.

 

Zum Download von "Euphorie" gelangt man HIER.

Im Sommer sind Madsen auf einigen Festivals zu sehen, u.a. am 11. Juni im burgenländischen Wiesen als Support für Kings Of Leon.

 

Obiger Artikel stammt von Julian May-Johann und erschien auf visions.de

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