Poolbar Blog

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Danke an Eizo

Was ist heute Abend beim poolbar-Festival los? Wer spielt wo? Wo find ich was? Alles Fragen, die die Firma Eizo mit der Bereitstellung von vier Monitoren auf einen Streich geschlagen hat. Ein großes Plus für die Orientierung der poolbar-Gäste und die Stimmen der MitarbeiterInnen, die natürlich trotzdem für alle Fragen zur Verfügung standen.

http://poolbar.at/system/asset/filename/6694/Ieizomonitor.jpg
Dankeschön also und wer das auch so toll findet, wie wir, der hat HIER auf Facebook die Möglichkeit, es uns gleich zu tun!
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poolbar-Film online!

Jedes Jahr wird das poolbar-Festival von Bernhard Samson, David Buchrainer und Team Konzert für Konzert, Abend für Abend mitgeschnitten und daraus neben Einzelvideos mit Stimmungsaufnahmen der allseits vielerwartete poolbar-Film gebastelt. Endlich ist er auch online zu sehen - nämlich hier und Weiterposten sehr erwünscht!

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OK Go und die Muppets

Vorhang auf zu einem der sensationellsten Videos des Jahres: das Musikvideo zum Key-Track „Die Muppet Show" aus dem sehnlichst erwarteten Tribut-Gesamtwerk „Muppets: The Green Album". Die weltweit gefeierten Grammy-Gewinner OK Go, die derzeit auch den Rekord als Band mit den meisten Video-Downloads aller Zeiten halten, haben den Anfang- und Abschluss-Song der „Muppet Show" neu aufgenommen, und der Showmaster ist entzückt:

„Die Muppets haben diesen Song schon zahlreiche Male aufgeführt", so Kermit, der Frosch. „Aber noch nie auf diese Art und Weise. OK Go erschaffen immer etwas Unerwartetes. Ich denke, dass sie in einem früheren Leben selbst Muppets waren." Ein größeres Kompliment kann es für die Vollblut-Musiker derzeit wohl kaum geben.

Für die Video-Umsetzung selbst holte sich die Band ein echtes Muppets-Urgestein ins Boot: Kirk Thatcher, der bereits bei den legendären Muppet-Clips „Ode to Joy" (über 15 Millionen YouTube-Klicks) und „Muppet Bohemian Rhapsody" (über 21 Millionen YouTube-Klicks) Regie geführt hatte. Am 31. August 2011 werden OK Go den Song erstmals live in der Tonight Show mit Jay Leno aufführen - natürlich mit den Muppets zusammen! „Muppets: The Green Album" erscheint in Österreich am 28.10.2011.

Zu sehen dezeit auf der Homepage von DISNEY.
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Herwig_bauer_foto_th_wunderlich1___2_
gesperrt auf YouTube - dann eben hier: http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/08/23/ok-go-muppet-theme/
bauer, 29.08. 20:13 h

Ländle-Nachwuchs @ poolbar-Festival

Alljährlich wird beim poolbar-Festival fast jede Woche die Bühne einmal für Ländle-Nachwuchs reserviert, der vor Fans und Neugierigen Einblicke in die sehr aktive Vorarlberger Musiklandschaft bietet. Fire Licks Dynamite waren zum Beispiel 2011 mit dabei und haben ein kleines Video dazu online gestellt:



MusikerInnen 2012 also aufgepasst und rechtzeitig von sich Hören machen!
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Austria 9 sucht Kurzfilme

AUSTRIA 9 bietet jungen österreichischen FilmemacherInnen die Aufmerksamkeit, die sie sich als aufstrebende Talente verdienen:

Die Prime-Time um 20:15 Uhr,
direkt vor dem Hauptspielfilm.

20 selektierte Kurzfilme werden ab Ende September wöchentlich zur besten Sendezeit auf AUSTRIA 9 ausgestrahlt. In ca. 5-minütigen, ungeschnittenen Interviews - den Talks Uncut - hat jede Produktion die Möglichkeit, Hintergrundinformationen zu ihrem Film zu liefern.

Zum Abschluss der Ausstrahlungsreihe wird eine Fachjury die Filme begutachten. Auch das Publikum wird die Möglichkeit haben, seine Stimme abzugeben. In einer Preisverleihung werden die ausgewählten Siegerfilme prämiert und der Publikumspreis vergeben.

Wenn dein Film

- max. 15 Minuten lang ist
- max. 2 Jahre alt ist
- einen Österreich-Bezug aufweist
- dialogfrei oder in deutscher Sprache ist

und wenn du

- nicht älter als 30 Jahre alt bist
- alle Rechte (inkl. Musik) an dem Film hast

dann reiche deinen Film bis 31. August 2011 zum AUSTRIA 9 SHORTS Kurzfilmfestival ein! Sende dein vollständig ausgefülltes Einreichformular und Sichtungs-DVD an:

AUSTRIA 9 TV GmbH
Kennwort: AUSTRIA 9 SHORTS Kurzfilmfestival
Speisingerstraße 121 - 127
A - 1230 Wien

http://www.atmedia.at/red/dateien/23530_A9_SHORTS_FINAL-01_400x400.jpg
Genaue Angaben zur Einreichung, Teilnahmebedingungen, technische Richtlinien und das Formular sind HIER zu finden.

austria9.at/shorts

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Festivaltour-Abschluss in der poolbar

von Juliane Fischer, thegap.at
15. August 2011


Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut. Selbst die schönsten Dinge müssen irgendwann zu Ende gehen. Leider ist es auch um die Festivaltour 2011 so bestellt.

Mit der Poolbar hats begonnen (in der Pratersauna), in der Poolbar geht´s zu Ende. Wir blicken auf eine fantastische Sammlung aus den unterschiedlichsten Festivals zurück und lassen euch mit jenen bewegten Bilder vom letzten Stop an unserer Freunde teilhaben.  Als Poolbar Schlussacts genoß man vergangenes Wochenende Simian Mobile Disco, The Sonic Cubes, The Thermals, Gurlfriend und Kaizers Orchestra.

Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende - und meistens hat das, was ein Ende hat, auch eine Fortsetzung. In diesem Sinne freuen wir uns schon auf eine Festivaltour 2012.

Und die Fotostrecke von Florian Auer gibt es HIER zu sehen!

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FM5 Klangbad

FM5 Badespaß mit F.I.A., Bensh, uvm.

Raus aus der Stadt, hinein ins Grüne, rein ins Kühle. Am Freitag, den 26. August, bietet das Freie Magazin 5 eine Abkühlung der besonderen Art: Das „FM5 - Klangbad", ein Kulturevent im bestechenden Ambiente eines Jahrhundertwende Freibades.

Einen ganzen Tag lang wird diese reizvolle Kulisse, die vor allem durch ihr optisches Flair der K&K Monarchie besticht, von sechs aufstrebenden heimischen Künstlern in ein musikalisches Klangbad getaucht und stellt somit die gelunge Synergie aus Musik und Abkühlung, aus Kultur und Entspannung dar. Die Gäste haben die Gelegenheit, die Location den ganzen Tag für sich zu nützen, da in der Konzertkarte der Eintrittspreis für das Bad bereits inkludiert ist. Ob ihr mit einem Cocktail in der Hand, auf einer Luftmatratze treibend den Klängen von Francis International Airport lauscht oder euch zu den Folksongs von A Life A Song A Cigarette den Rücken eincremt, bleibt ganz euch überlassen. Mit dabei sind die verheißungsvollen Newcomer Bensh und Love & Fist. Im Raum Niederösterreich stellt das FM5 Klangbad ein bisher einzigartiges Ereignis dar. Baden war noch nie so schön.

Line Up:
Francis International Airport
Bensh
Love & Fist
Renato Unterberg
A Life A Song A Cigarette
Intakt

Dj Patera (StruttinBeats)


Wann: 26. August 2011
Wo: Thermalbad Bad Fischau, Hauptstasse 10, 2721 Bad Fischau
Einlass: 08.00 Uhr
Bands on Stage: 16.00 Uhr
Eintritt: 16 € (12€ beim Besitz einer Saisonkarte)
Tickets: bei Jugendinfo und in allen Vorverkaufsstellen von Oeticket sowie im Thermalbad Bad Fischau.



klangbad.fm5.at

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Gürtelnightwalk, Ausgabe XIV

Von: Jonas Vogt
Erschienen auf tba.cc

Lang, lang ist's her: 1998 fand der erste Gürtelnightwalk statt. Mit der diesjährigen 14. Ausgabe und einem ausgezeichneten heimischen Line-up beweist die Ausgehmeile erneut ihren betonierten Charme.

Das Gebiet um die Stadtbahnbögen war vor mehr als zehn Jahren noch ein relativ tristes Rotlichtgebiet, und die Lokalmeile zwischen Thaliastraße und Ottakringerstraße gerade erst im Entstehen. Seitdem hat sich viel getan. „Der Gürtel" ist von den Wiener akzeptiert und wird als selbstverständlicher Teil des Nachtlebens angesehen. Im Prinzip ist dort auch zwischen Indierock und elektronischer DJ-Kultur für jeden etwas dabei: Das Chelsea als der Platzhirsch der Indie- und 80er-Partys gleichermaßen; das B72 als Ort der jungen Bands und des jungen Publikums; das Rhiz für den Freund anspruchsvoller und versponnener Elektronik. Dazu kamen in den letzten Jahren das Werk, The Loft, der Ragnarhof und etliche andere Locations. Und wenn alles Mist ist oder es wieder ein Bier zuviel geworden ist, versackt man einfach im Cafe Concerto oder Carina.
Der Gürtel ist letztlich wie ein alter Schulfreund: Nicht jeder Abend mit ihm mag aufregend oder neu sein, und manchmal denkt man, man habe nichts mehr gemeinsam. Trotzdem trifft man sich immer wieder. Und das wird auch so bleiben.
Hier - etwas ausführlicher, aber trotzdem nur auszugweise- das Programm des XIV. Gürtelnightwalks.


HAUPTBÜCHEREI
Ab 18 Uhr spielen Aber das Leben lebt und Tanz, Baby!. Aber das Leben lebt pendeln seit 1996 zwischen Todescountry und lupenreinem Pop und liefern souveräne Songkunst zwischen „weird Americana" und kosmisch europäischer Musik. Das Wiener Duo Tanz, Baby! Hingegen macht etwas, wovor die heimische Musik mitunter zurückschreckt: Spaß! Ungehemmt streifen TANZ, BABY! beim Schlager und der NDW an und bringen ihren Pop mit dem nötigen Glamour zum Glänzen.

Hauptbücherei
Urban-Loritz-Platz 2, 1070 Wien
aberdaslebenlebt.com
tanzbaby.com

CHELSEA
Ab 20 Uhr spielen auf der Open-Air-Bühne Bensh und Black Shampoo, im Club spielen DJ Elk und DJ Sheepy. An seinem Debütalbum „Clues" hat der Innsbrucker Musiker und Produzent BENSH sieben Jahre gearbeitet. In der Zeit hat er nicht nur mehrere perfekte Indie-Noise-Pop-Songs gefunden und geformt, sondern auch kongeniale Partner, um diese mit Nachdruck live auf die Bühnen zu zaubern.
Black Shampoo wurden im Im November 2008 wurden gegründet. Ein Trio, das altvordere Musikverrückte nicht selten an die CRAMPS und andere Garagen-Wüstlinge gemahnt. Wobei, wir dürfen hier auch an Wüstenrock im Sinne von Queens Of The Stone Age denken.

Chelsea
U-Bahn-Bögen 29-32, 1080 Wien
chelsea.co.at
benshmusic.com
blackshampoomusic.com

RHIZ
Auf der Open-Air-Bühne spielen ab 20 Uhr erst Fugu And The Cosmic Mumu, danach Marilies Jagsch & Band. Im Rhiz legt der großartige Phillip L'Heritier auf, unterbrochen von Hermann Schnur&Band. Fugu And The Cosmic Mumu sind eine Supergroup, deren Sound sich genauso wie ihr Bandname nicht kategorisieren lässt. Einfach anhören. Die im Innviertel geborene Musikerin Marilies Jagsch legt dem großen Publikums- und Medienerfolg ihres Debütalbums „Obituary For A Lost Mind" mit „From Ice To Water To Nothing" nach. Mit Band, mit der sie seither auch ihre Liveauftritte bestreitet, brach sie noch radikaler mit allfälligen klassischen Singer/Songwriter-Versatzstücken.

Rhiz
U-Bahn-Bogen 37, 1080 Wien
rhiz.org

myspace.com/marilies
bernhardschnur.net

B72

Ab 20 Uhr auf der Open-Air-Bühne: zuerst Effi und dann Kommando Elefant. Im B72 DJ Alfi. Langsam dringt ohnehin selbst in wienzentrischte Wahrnehmungen die Tatsache vor, dass es etwa in Graz einen Haufen großartige Musik gibt. Wie die von Effi, eines Singer/Songwriters, der - ganz am dem Puls der Zeit - akustische und elektronische Instrumente für die Umsetzung seiner Musik verwendet.
Kommando Elefant bemühen sich seit Herbst 2007 in Wien um eine Popmusik, die das Versprechen von Spaß unmittelbar einlöst. Dabei fühlen sich Kommando Elefant, die ein gekonntes, ebenso amüsantes, wie kluges Spiel mit Worten und Sounds treiben, im Uneindeutigen pudelwohl.

B72
U-Bahn Bögen 72-73, 1080 Wien
b72.at
myspace.com/effimusic
kommandoelefant.com

Das vollständige Programm aller Locations ist unter guertelnightwalk.at zu finden.

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Kultur österreichweit

Tagtäglich und brandaktuell trägt Creative Austria das Kulturgeschehen Österreichs zusammen und bietet somit einen Überblick der heimischen Kreativszene. In Bundesländer und verschiedene Sparten aufgegliedert finden der und die Kulturbegeisterte regional oder nach Gusto interessantes von Musik über Kabarett bis zu Architektur, Shopping- oder NachtschwärmerInnentipps und verlost auch immer wieder Tickets für sonst schwer ergatterbare Events. Hineinschauen oder sich gar zum Newsletter anmelden lohnt sich!






creativeaustria.at
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bis zum speiben

In der poolbar waren sie schon letztes Jahr. Aber heuer sind sie die Coverband einschlägiger Magazine und es scheint, als nähme der Hype um den "erfolgreichsten HipHop-Act Österreichs" auch gar nicht mehr so schnell ein Ende. Die Rede ist von den Vamummten. Und deren Strategie ist denkbar schlicht und undenkbar wirkungsvoll. 

Nachzulesen in "The Gap", August 2011:

 

Vamummtn: Austropop bis zum Speiben

von Klaus Buchholz

Die Vamummtn sind momentan der erfolgreichste HipHop-Act Österreichs. Ihre Konzerte sind ausverkauft, landesweit grölen Teenager ihre Dialekt-Hymnen. Sie feiern, saufen, bumsen, verarschen und beherrschen ihr Internet. Erstmals erreicht österreichischer Rap den kleinen Mann, aber nicht nur den. Am Establishment vorbei frischen sie Austropop von unten her auf. Eine Erfolgsgeschichte, geboren im Rausch.

Salzburg hat kein Ghetto. Oder zumindest keines, das groß genug wäre, um auch nur annähernd mit Orten wie Compton (Los Angeles) oder dem Märkischen Viertel (Berlin) verglichen zu werden. Diese Orte waren etwa die Brutstätten für den Gangsta-Rap von N.W.A. oder dem Straßenrap von Sido. Aus Salzburg kamen 2006 nur eine Handvoll junger Männer in XXL-Kleidung, die sich SBG Hot Boys nannten und in HipHop-Kostümen das Ghetto für sich behaupteten. Sie eiferten US-Vorbildern nach – was absurd aussah und lächerlich klang. Wenig später kam dafür eine deftige Videowatschn aus Wien und tausende User waren begeistert von einem vermummten Trio, das die SBG Hot Boys mit Dialekt-Rap durchs digitale Dorf trieb. Die Vamummtn waren geboren.

Sie gründeten sich in Abgrenzung zu den zahlreichen deutschsprachigen Youtube-Gangstern, die sich seit Aggro Berlin im Internet breit machten. Die drei wollten sich nicht dafür genieren müssen, dass Halbstarke ihren HipHop kaputtmachten. Also feuerten sie mit Diss-Tracks zurück und rappten dagegen. Ihre Antworten waren in derbem Dialekt, aber mit den bisher kantigsten Punchlines Österreichs. Die Rap-Szene hatte endlich ihren ersten, wirklichen Beef und alle konnten zuschauen. Während sich die Vamummtn als talentierte Großmäuler mit Witz erwiesen, blieben die SBG Hot Boys in der Bedeutungslosigkeit zurück.

Die Auffetter

Der Bauweise nach ist ein Sprachrohr ein Trichter. Ein solcher lässt sich sehr einfach umdrehen: am unteren Ende einen Gummischlauch befestigen, das Ende des Schlauches in den Mund stecken und oben in den Trichter massig Alkohol schütten. Das Ergebnis ist ein modifiziertes Sprachrohr, eine selbstgebaute Saufmaschine und ein ordentlicher Rausch. Ähnlich funktioniert es bei den Vamummtn, ihrem Verhältnis zu Rap und ihrem Verständnis von HipHop als lokal verankertes Entertainment nach US-Vorbild.

Sie behaupten, dass sie in ihren Raps das aussprechen, was jeder denkt, aber niemand sagt. Oder dass sie einen Großteil ihrer Songs bisher im Suff aufgenommen haben und verpacken das ganze als technoides Volksfest. Wenn Rap in Wien nicht von der Straße kommen kann, weil es nicht genug Ghetto gibt, dann muss er sich seine Authentizität eben woanders abholen. Und betrunken ist man der Wahrheit bekanntlich am nächsten.

»Wir san de fetten Rapper, die immer in da Fettn rappen« heißt es dann auch schon richtungweisend auf ihrem ersten Mixtape »Geht’s Brunzn« von 2007. Mit ironischem Schmäh erzählen sie davon, wie sie ihre Konkurrenz am Mikrofon zerfetzen. Dazwischen drängen feuchtfröhliche Party-Hymnen, überzogene Sex-Rap-Nummern oder Motorsportballaden. Sie feiern, saufen, bumsen, fahren in großen Autos herum und machen sich über Hurenkinder lustig. So angriffslustig, laut und lüstern kannte man das bisher nur aus den USA oder aus Berlin.

Schwanz in der Hand, Fuß in der Tür

»Rap bleibt ein Hahnenkampf«, erklären K.I.Z. im gleichen Jahr. Es stimmt, nicht nur in dieser Hinsicht scheinen sich die Vamummtn von Beginn an etwas an den Berliner Punk-Rappern zu orientieren – auch wenn sich die feine Ironie-Klinge aus Berlin bei den Wienern in einen groben Hobel verwandelt. So gehört seit jeher derber Dialekt genauso zu den »Vamus« wie gesteigerter Sexismus und ein Spiel mit der Political Correctness – oder was davon eben nicht überbleibt. Sie sagen, was andere nur denken. Genau hier verbrüdern sie sich mit dem kleinen Mann und schleppen so immer mehr Fans ab. Hinzu kommt, dass – ähnlich wie bei K.I.Z. – auf hymnische Hooklines und Covers gesetzt wird. Auf dickem Bass und vollen Beats poltern sie zu den Melodien gängiger Pop-Hits und fetten sie entsprechend auf. Der 80er-Schlager »Ohne dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)« von der Münchner Freiheit wird im Refrain dann schon mal mit Textzeilen wie »Ohne Bitch konn i heit Nocht ned sei / ohne Bitch führ i eam heit ned ei« umgemodelt.

Genau dieser deftige Pop-Zugang unterscheidet die Vamummtn auch von anderen Dialekt-Rappern in Österreich. Sie machen Party-Rap, der nichts mit DJ Ötzi zu tun haben will, der aber genauso wenig so geschmeidig klingt wie »Kabinenparty« von Skero. Eher sind sie die bisher räudigsten Erben der Proto-Rapper Falco und EAV. Ihre Tabu-Brüche gehen weiter als andere. Anfangs sind die Reaktionen der wohlerzogenen Rap-Szene dementsprechend noch verhalten. Doch im Rausch verbrüdert man sich gern, noch mehr, wenn man auf Anhieb mitsingen kann.

Schamlos und chauvinistisch über Sex zu rappen wird von da an mehrheitsfähig, gerade weil es derartigen HipHop in Österreich zuvor immer nur als Importware gab. Die Leidtragenden bleiben natürlich die Bitches und alle, die HipHop als Peace, Love & Unity verstehen. Wenn der kleine Mann feiert, müssen Augen zugedrückt werden. Der im Untergrund seit Jahren wuchernde Dialekt-Rap wird nun populär, weil er pubertär bis provokant klingt, trotzdem Skills vorweisen kann und schon bald zu einer Art Austropop 2.0 mutiert.

Im Kollektiv feiern

Die Vamummtn sind in Österreich auch die ersten, die ihre Musik mit Mixtapes und Free Tracks im Netz konsequent und mit durchschlagendem Erfolg verbreiten. Auf billig produzierten CDs werden zu bekannten Beats veränderte Textversionen gerappt und mit eigenen Tracks gemischt. So landen die Vamummtn letzten Endes auch bei Supercity, der Label-Plattform aus dem Dunstkreis der Wiener Waxolutionists und Manuva (Total Chaos/ FM4/ Runvie), nachdem sie um einen Gastbeitrag von Manuva anfragen. Dort veröffentlichen sie ihre beiden weiteren Mixtapes »Free HipHop« (2008) und »Runde 3« (2009).

Zeitgleich legen sich die Vamummtn außerdem mit der kurzlebigen Wiener Jugendkultur der Krocha an. Sie verkleiden sich für ihr Homevideo in Neonfarben, hampeln zu billigem Techno herum und rappen über verbrannte Gesichter, Ed Hardy und Vokuhilas. Sie lästern derart gelungen über diesen Trend, dass sogar die Krocha selbst dabei lachen und die »Krocha Hymne« in Großraumdiskotheken zum Hit wird. Das Major-Label Universal wird aufmerksam und veröffentlicht die »Krocha Hymne« als Single. 2009 werden sie deshalb prompt für den Amadeus Award nominiert, stehen bei der Verleihung ganz vorn, mitten auf dem Treppchen, in typischer Vermummung als die Grätzn im Business, noch bevor sie überhaupt ihren ersten Live-Gig spielen. Nebenbei werden die Vamummtn zunehmend zum erfolgreichsten Youtube-Phänomen Österreichs.

Seit der Zusammenarbeit mit Supercity klingen die Vamummtn professioneller, die Gruppe ist auch um ein Mitglied angewachsen. Zu den MCs Ansa, Zwara und Dreia kommt mit dem Viera ein DJ und Produzent dazu, der das Geschäft gut kennt. Die Vamummtn spielen jetzt regelmäßig Shows und immer regelmäßiger sind sie randvoll. Im Frühjahr 2010 füllen sie bereits den Gasometer Wien oder verkaufen ein halbes Jahr später das Backstage in München aus. Und das alles noch ganz ohne Album, das es normalerweise braucht, damit Medien auf den Zug aufspringen können.

Auf Gigs drängen sich feiernde Teenager mit vermummten Gesichtern, danach feiert die Band gemeinsam mit ihnen. Die Vamus signieren Brüste, posieren für Fotos. Feiern funktioniert im Kollektiv, man versteht sich, grenzt sich von Pop-Importen ab und wirkt trotzdem universell. Über Alters-, Klassen- und Geschlechtergrenzen hinweg können sich viele auf die Vamummtn einigen. Gerade im Netz ist die Band ganz nah bei ihren Fans, die Vamus setzen Social Media dabei wie aus dem Lehrbuch ein. Das geht so weit, dass die Band, als sie sich eigene Turnschuhe bei Nike verzieren lässt, die Community nach den richtigen Farben befragt. Obendrauf gibt es als Merchandise T-Shirts mit Sätzen wie »Hure I bin zua Oida« oder Vodka-Flaschen mit Vamummtn-Etiketten, dazupassende Logo-Kappen und Halstücher in bunten Farben. So schicken sie die Maturareise konsequent noch einen Stock tiefer.

»Wir san radiotauglich, du Hurensohn!«

2011 haben Die Vamummtn bereits über 80.000 Fans auf Facebook und Klick-Zahlen auf Youtube, die weit in die Hunderttausende gehen. Vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk fühlen sie sich aber seit jeher vernachlässigt. Erst kürzlich kritisierte MC Ansa auf FM4, dass sie kaum im Radio gespielt werden: »Ich will eine Zeile von K.I.Z. zitieren: Wir san radiotauglich, du Hurensohn!«. Aber auch schon 2009 fuhren sie im Video zu »Vamummtn Slangmania« Angriffe gegen den »Oaschloch-Rundfunk« und seine Casting-Shows. Auch Lukas Plöchl von den Trackshittaz widmeten sie einen Song. Plöchl landete über die ORF-Show »Helden von morgen« mit selbstgeschriebenem Dialekt-Rap mehrere Ö3-Nummer-Eins-Hits. Von den Vamummtn wird er in »Hawara schleich di« zum Beat von Duck Sauce’s »Barbra Streisand« als hilfloses Opfer der ORF-Maschinerie hingestellt. Und während die Trackshittaz einen ihrer Songs »Guugarutz« nennen, aber damit Penisse meinen, rappen die Vamummtn über dasselbe und nennen das dann ganz unverhohlen »Mei Schwonz«. Diese Direktheit ist ein Teil des Vamus-Rezepts: Tabus nicht umschiffen, sondern mit voller Fahrt durch.

Im September veröffentlichen die Vamummtn ihr neues Album, für November sind sie bereits für eine Tour durch Bayern gebucht. Das Feedback aus Deutschland und der Schweiz ist bisher sehr gut. Dort ist das Publikum eine gröbere Gangart bei HipHop und technoidem Party-Rap schon länger gewohnt. Die Atzen, Deichkind oder K.I.Z. stürmen dort ja bereits seit einigen Jahren die Charts. Österreich wird dagegen gerade erst entjungfert. Die Vamummtn sprechen die Sprache von Proleten, überzeugen aber nicht nur diese, sondern schaffen es, ihren Mundart-Rap auf breiter Basis salonfähig zu machen.

Ihre Hymnen sind eine angriffige Mischung aus stilechtem HipHop und abgedroschenem Pop. Das funktioniert auf HipHop-Jams genauso gut wie in Großraumdiskotheken. Auf Konzerten und im Netz pflegen sie den Kontakt zu ihren Fans, dafür werden sie als angreifbare Schmäh-Führer gefeiert. Während ihr Entertainment simpel und inhaltlich streitbar bleibt, bleiben sie unbestreitbar das erfolgreichste Youtube-Phänomen Österreichs. Als Pioniere haben sie letztlich auch das Potenzial, anspruchsvolleren Dialekt-Rap aus dem Schatten des Untergrunds treten zu lassen.

Bis es soweit ist, sind die Vamummtn originell und massentauglich genug, um auch jenseits der engen Landesgrenzen mit tiefer gelegtem Austropop oder aufgefettetem HipHop Stimmung zu machen. The show must go on. Gerade wegen des Dialekts. In Österreich und darüber hinaus. Auch, wenn es derzeit um gar nicht viel mehr geht als den gemeinsamen Spaß in der Fettn.

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