Poolbar Blog

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EEK! Comic Art Reloaded0

Seit genau vier Tagen ist sie eröffnet, die neue Ausstellung bei Advanced Minority, die in den letzten zwei Jahren für hübsche Designs der poolbar-Shirts zeichnen. Der österreichische Fotograf Georg Schnellnberger und sein Team präsentieren erstmals den einzigartigen Fotocomic EEK! und laden gemeinsam mit Advanced Minority zu einer Premierenfeier der etwas anderen Art: im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung taucht der Besucher in die düstere Welt von EEK! ein, lernt Haupt- und Nebendarsteller kennen und ist mitten drin statt nur dabei.

Irgendwo zwischen Werbeplakaten und Foodpics stellt sich der Berufsfotograf Georg Schnellnberger die Frage, warum Comics nur Illustratoren vorbehalten sein sollen. Eine Antwort darauf findet er nicht. Noch viel weniger kann er sich erklären, warum sich bisher noch kein anderer Fotograf an dieses Thema herangewagt hat. Schon seit längerem reizen ihn die Inszenierung verschrobener Charaktere, die lustvolle Mystifikation und deren Umsetzung und so kam es, dass Georg Schnellnberger als Meister der fotografischen Formvollendung es schaffte, zwei ursprünglich fremde Disziplinen zu einem fulminanten Spektakel zu fusionieren.

Jonglierend zwischen klassischem Comic und hochkarätiger fotografischer Praxis besticht EEK! durch eine einzigartige Bildsprache und eine bemerkenswerte, weil außergewöhnliche Bildästhetik. Ungewohnt wagemutige Perspektiven, atmosphärische Lichtszenerien und erotisierende Inszenierungen verführen den Leser und lassen ihn in eine andere Welt eintauchen. Barrieren werden bewusst überschritten, gängige Klischees überdacht und die Kunst des Comics neu interpretiert. EEK! zeigt, wie weit man heute mit Fotografie und Bildbearbeitung gehen kann, wie man mit ein wenig Fantasie die Grenzen der Realität ausweiten, verwischen und neu setzen kann.

… Und da Georg Schnellnberger wusste, dass solch ein umfangreiches Projekt alleine nicht zu bewältigen ist, suchte er eine Gruppe Engagierter für das Projekt zu gewinnen, mit der überhaupt erst an eine Umsetzung zu denken ist. Die freiwilligen Helfer wie Texterin Sandra Stuhlhofer, Art Director Thorsten Beham, Bildbearbeiterin Julia Müller-Maenher, 3D Artist Roman Saravia (Friendly Fire), Make-up Artists Anna Anyikude und Maria Becker sowie Theaterausstatterin Bianca Fladerer waren sofort von der Idee begeistert. Und so werkten sie gemeinsam rund ein Jahr zwischen Arbeit und Schlafenszeit, um eine mit Action angereicherte Story in epische, sehenswerte Bilder zu gießen.

So führt uns Georg Schnellnberger durch eine dunkle, nebulöse Stadt namens Ebonyfields, eine ungemütliche Zuflucht für jede Art von Ganoven und Verbrechern. Die persönlichen Geschichten der Bewohner verdichten sich und führen zu einem emotional ergreifenden Show-Down. Moral oder Gewissensbisse sucht man in seinen Bildern vergebens. Umso besser für den Betrachter, denn dieser wird als Mitwisser in den Kreis der Eingeweihten integriert und umso direkter erlebt er die windigen Gestalten und deren zwiespältigen Auseinandersetzungen. Als Zeuge steht man direkt neben, über oder hinter dem Opfer, das gerade seine letzte Lebensenergie in ein Schallwort haucht. Trotz all der Brutalität, der bestialischen Grausamkeit und der spürbaren Aggression wirken die Bilder weniger grausam und abschreckend als faszinierend, fesselnd schön und überraschend kunstvoll … und genau aus diesem Grund durfte es nicht alleinig auf eine müde Comicpräsentation hinauslaufen. Advanced Minority erkannte das außergewöhnliche Potential von EEK! und erarbeitete gemeinsam mit Georg Schnellnberger eine lässige Ausstellung in der sowohl Comic-Liebhaber als auch Kunstinteressierte auf ihre Kosten kommen.

EEK! opens at ADVANCED MINORITY CUBICLE – Contemporary Artspace
Westbahnstraße 22, 1070 Wien
von 26. November 2009 bis 8. Jänner 2010
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 13-18 Uhr
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Eastpak Antidote Tour - unter anderem mit Anti-Flag0

Wenn von den Bands The Ghost of a Thousand, Four Year Strong, Alexisonfire und Anti Flag die Rede ist, kann es sich nur um Eines handeln - und zwar um die lang ersehnte Eastpak Antidote Tour, die wie jedes Jahr auch nach Wien gekommen ist.

Den Anfang des Wien-Auftritts der Eastpack Antidote Tour machten The Ghost of a Thousand, die mit gekonnt eingesetzten Screams und engem Kontakt zum Publikum die Menge in die richtige Stimmung brachten. Auch was die Kleidung betraf hat sich die Band ganz ihrem Namen angepasst. Sie kamen geschlossen in weiß gekleidet. Einen Blick wert war auch der Vokuhila des Drummers, der scheinbar noch in der Mitte der 90er hängen geblieben ist, was allerdings nichts über sein Können aussagte, denn er wusste genau wie er sein Schlagzeug zu behandeln hatte.

Aber nun weg von den modischen No go's - widmen wir uns einer Band die auf ganzer Linie beeindruckte und die Leute zum tanzen brachte. Die Rede ist natürlich von Four Year Strong. Die Band rund um die beiden Sänger und Gitarristen Alan Day und Dan O'Conner zeichnete sich vor allem durch ihr technisches können an der Gitarre aus. Mit ihrem zweiten Album Rise or Die Trying machten sie sich sofort bei ihren Fans beliebt, da sie ausschließlich Lieder aus diesem Album spielten. Aber ab hier teilten sich auch die Meinungen der Fans: Die einen meinten, dass es besser  nicht hätte sein können, andere vermissten Lieder aus ihrem Cover-Album Explains it All, wo Songs wie "Ironic" und "Semi- Charmed Life" zu finden sind. Das Schöne an der Band war dennoch, dass sie trotz ihres plötzlichen Erfolges mehr als auf dem Boden geblieben sind. Sie machten Fotos, unterschrieben Merch und tratschten mit Fans.
Einziger Makel an diesem Auftritt war, dass man die Synthesizer nicht hörte, die die Band zum Teil ausmacht.

Alexis rockten das Gasometer

Da sind wir auch schon bei einer Band angelangt, die ihren Namen in einem Freudenhaus von einer netten Dame mit dem wunderschönen Namen Alexis bekommen haben. Die Rede ist von der Band Alexisonfire. Mit ihrem Album Crisis schafften sie es auch hier zu Lande recht bekannt zu werden und mittlerweile gibt es auf der ganzen Welt Bands, die dieser in allem nacheifern. Auch sie ließen es sich nicht nehmen das Gasometer mit Liedern wie "Boiled Frogs" und "Drunks, Lovers, Sinners and Saints" zu rocken. Außerdem stellten sie uns auch ihr neues Album Old Crows/Young Cardinals vor, welches leider nur mäßig beim Publikum ankam.

Anti Flag besetzten das Audimax

Zu guter Letzt kommen wir zu Anti Flag, deren anstrengender Tag bei ihrer nachmittägigen Secret Show in den Katakomben des Wiener Sportklubs begann, bei der sie The Clash geehrt und gecovert haben und damit einen kleinen Vorgeschmack auf das lieferten, was später am Abend noch kommen sollte. Nach dem Auftritt legten sie einen kleinen Zwischenstopp in unserer Uni im Audimax ein, in der sie unsere Studenten in einer Rede lobten und sich solidarisch mit ihren Protesten zeigten.

Anti Flag-Bassist Chris#2 kam schon bei Alexisonfire auf die Bühne und sang kurz mit, bevor seine Band als die Letzten des Abends der Menge noch einmal einheizte. Und so konnten sie mit ihren Punkhymnen überzeugen und das, obwohl das Publikum Großteils schon heimwärts gewandert war. Alles in allem ein toller Abend der mit einem würdigen Headliner beendet wurde und vielen noch länger in Erinnerung bleiben wird.

Text von Niki Pitlik. Erschienen auf www.fm5.at.

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Architektur-Wettbewerb: Gebäude besichtigen0

Liebe poolar-Architektur-Wettbewerbsinteressenten!

Wir können nun doch relativ kurzfristig eine Gebäudebesichtigung anbieten - und zwar am 19.12., 14:00 Uhr.

Bei Interesse bitten wir um Anmeldung bis 12.12. an bauer@poolbar.at

Mehr zum poolbar architektur Wettbewerb

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Das waren Friska Viljor in Konstanz0

Und laut.de war vorort mit dabei!

Im Anschluss an ihr Konstanzer Konzert spielten Friska Viljor im Foyer des Clubs spontan einen weiteren Gig - mit ihren Fans

Konstanz - Sie bekamen einfach nicht genug: Begeisterte Friska Viljor-Fans versammelten sich nach dem Konzert im Konstanzer Kulturladen im Foyer des Clubs. Ihrer Band zu Ehren hatte einer eine Ukulele mitgebracht. Und so begann anfangs noch eine relativ kleine Gruppe, Friska Viljor-Songs zum Besten zu geben.

Immer mehr Besucher stimmten mit ein, und bis in den Backstagebereich muss das Gegröle geklungen sein. Denn die Tür öffnete sich – und die Band trat für ein kleines Spontankonzert heraus.

Das Auftritt fand im Rahmen ihrer Deutschland-Tour am vergangenen Donnerstag statt. Die schwedische Band war erst aus Köln angereist und dementsprechend müde – gab auf der Bühne aber wie gewohnt alles.

Nach mehreren Zugaben hatten die Musiker verschwitzt die Stage verlassen, bevor das feiernde und singende Publikum in der Vorhalle des Ladens Friska Viljor veranlasste, unter tosendem Applaus hinzuzuzstoßen.

"Das hätten wir in Konstanz nicht erwartet"

Gemeinsam sang man unter anderem "Shotgun Sister". Im Anschluss an das "Privatkonzert" bedankte sich Sänger Daniel Johansson mit einer Umarmung beim Ukulelen-Spieler. Daniel gab laut.de gegenüber zu: "So etwas hätten wir in Konstanz nicht erwartet. Schließlich haben wir hier vorher erst einmal gespielt."

Wie eine große Familie

Auf Tour erscheint der Schweden-Tross wie eine große Familie. So tritt im Vorprogramm der Schlagzeuger von Friska Viljor unter dem Namen William The Contractor als Sänger, Gitarrist und Mädchenschwarm auf. Stimmwunder Lena Malmborg verzaubert nicht nur die Zuschauer: mit Johansson hat sie einen neuneinhalb Monate alten Sohn.



Von deutschen Biersorten

laut.de traf die beiden Friska Viljor-Hauptakteure Johansson und Joakim Sveningsson noch vor dem Konzert zum Interview. Angst vor dem Scheitern in Deutschland hätten sie nicht mehr, gaben sie u.a. zu.

"Aber alles hat irgendwann ein Ende", äußerten die Multiinstrumentalisten weiter – in Sicht ist dies zum Glück noch lange nicht. Weiter sprachen sie über den Neid untereinander, die besten deutschen Biersorten und ihr Image als Saufnasen. Das vollständige Interview lest Ihr demnächst auf laut.de. (und dann natürlich auch hier auf poolbar.at)
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The Hidden Cameras - Origin:Orphan0

2007 muss es gewesen sein, als die Hidden Cameras beim poolbar-Festival zu Gast waren. Jetzt erschien ihre neue Platte Origin:Orphan und laut.de nahm sie positivst unter die Lupe:

"Forget what you know / leave your home", singt Joel Gibb, der selbst vor Jahren schon von Toronto nach Berlin gezogen ist, im programmatischen Opener "Ratify The New". Auf dem fünften Album seiner Hidden Cameras herrscht zunächst tatsächlich so etwas wie Aufbruchstimmung. Als extrovertiertes Gay-Church-Folk-Kollektiv gestartet, hatte Gibb bereits auf dem Vorgänger "Awoo" eine Kurskorrektur hin zu einem eingängigeren, aber auch verschulteren Ansatz eingeleitet.

In Berlin hat Gibb auch angefangen, sich für europäische Avantgarde zu interessieren. Er studierte deutsche Klassik, die mit einem grollenden Grundton aus Wagners Oper "Das Rheingold" in den Epilog des Openers Einzug hält, ehe Gibbs kehliger Gesang einsetzt und orientalisch anmutende Streicherarrangments in eine flirrende Skizze barocken Pops einmünden.
 
Bei aller Anmut, die "Ratify The New" ausstrahlt: dieses Niveau hält Gibb nicht durch, auch wenn es mit "Walk On" noch so eine orchestrale Nummer mit pompösen Bläsern auf das Album geschafft hat. Er will es auch nicht, schließlich ist er kein Drama-Boy wie Antony Hegarty. Gibb orientiert sich auf "Origin:Orphan" da schon eher an dem geigenden Folk-Akademiker Andrew Bird, dem verschwurbelter und dennoch süßlicher Lo-Fi-Bastel-Pop wie "In The NA" aber nur einmal herausrutschen würde.

Abwechslungsreich geht es weiter: "He Falls To Me" ist dynamischer, falsettierender Indie-Pop im Stil von The Shins, das anschließende "Ballad Of A Man" glasklare Pop-Folklore mit Geigen, Klavier und großer Geste. Wer sich nun etwas verwundert fragt, ob dem bekennenden Homosexuellen Gibb ausgerechnet im wilden Berlin die früheren Anzüglichkeiten ausgetrieben wurden, soll sich nur "Underage" anhören.

Der Song könnte als ABBA-esker Synthie-Pop mit harmonischen Männerchorälen auch glatt bei "Wetten, dass..?" aufgeführt werden, wäre da nicht dieser explizite Text: "Let's do it like we're underage / I'll pretend you're seven, you'll pretend I'm eight". Ein bisschen Spaß an sexueller Provokation hat Gibb bei allem neuerdings ernsthaften musikalischen Anspruchsdenken immer noch.

Wie hat man nicht einst in der Arena des FC Bayern geschaut, als die Hidden Cameras zu Mehmet Scholls Abschiedsspiel ihr queeres Lederhosen-Theater aufführten. Würde man den gleichen Leuten heute das schöne "Do I Belong?" mit seinem trendigen 8-Bit-Disco-Vibe vorspielen, sie würden es nicht mögen. Aber die alten Soft Cell, die würden sie hören. So ist das nun einmal, wird sich Fußballrentner Scholl gelassen denken und zu "Origin:Orphan" im Wohnzimmer tanzen.

Erschienen auf laut.de.

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