Poolbar Blog

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Illbilly The K.I.T.T.: Bullshit-Bingo0

Und wieder mal eine neue Folge der Know-Nothing-Gesellschaft von Illbilly The K.I.T.T., der am 23. Juli beim poolbar-Festival gratis aus seinen gesammelten Kolumnen lesen wird.

Bullshit-Bingo

Ein weitschichtiger Bekannter hat seine Schildkröte Dichand getauft. „Der überlebt uns alle", sagt er immer zweideutig. Über eine Katze namens Kennedy, verflossene Liebschaften und lyrisches Damen-Tennis.

Sie lispelte. Und das „R" rollte sie auch noch. Höchststrafe, da kann man durchaus verstehen, dass man gerne den Mund lieber geschlossen hält. Kein Wunder, dass der Twenty-Something nur widerwillig meine Frage nach dem Weg beantwortet hat. Vielleicht hat sie sich auch gepflanzt gefühlt, weil ich fast direkt vorm Haus stand, das ich suchte. „Daf ift gleich dorrt drrrüben" hat sie leicht angezwidert gesagt. Aber ich kann nichts für meinen schlechten Orientierungssinn und auch nichts dafür, dass ich Sachen nicht sehe, die direkt vor meiner Nase sind. Ich wunderte mich aber ein wenig über die Person, denn hätte ich nämlich so ein logopädisches Problem, ein lakonisches „da" mit Fingerzeig in die richtige Richtung, wäre meine Antwort gewesen.
Was soll's. Jedenfalls erinnerte sie mich an eine Ex-Freundin, die unter einem leichten Sigmatismus litt. Ich ergriff damals recht uncharmant die Flucht vor ihr, als mir ihr Sprachfehler, den ich anfangs irgendwie charmant fand, immer mehr auf die Nerven ging. Aber auch sonst war alles ein wenig komisch an ihr. Pudern nannte sie „sich aufführen" und Geschlechtsteile firmierten bei ihr niemals unter ihren richtigen Namen oder Spitznamen, sondern wurden mit „dort unten" umschrieben. Außerdem hatte sie am Klo ein Poster von Marilyn Monroe hängen und ihre Katze hieß Kennedy. Das ergab zwar einen Sinn, ich fand das aber nur mäßig originell. Total lame. Ich schrieb damals dann eine nicht besonders gute Kurzgeschichte, um das zu verarbeiten. Wäre ich musisch begabt oder könnte mit dem Computer umgehen, ich hätte auch einen Klangteppich gewebt. So aber musste ich schreiben. Die Geschichte hieß „Schöne neue Tiernamen-Welt" und ich fand, dass der Titel recht frech daherkam. Es ging darum, dass ich Menschen hasse, die ihren Haustieren Politikernamen geben. So etwas gilt es gemeinhin ja zu vermeiden. Auch wenn es eine Zeit lang modisch war, Hamster, Meerschweinchen oder Hunde Lenin, Mao und Goebbels zu nennen. Aber das ist doch total Neunziger bitteschön! Heute liegen andere Namen im Trend. Ich kenne ein Hausschwein namens „Herr Oberschulrat" und ein weitschichtiger Bekannter hat seine Schildkröte Dichand getauft. „Der überlebt uns alle", sagt er dann immer zweideutig, wenn ihn wieder der gerechte Medienlandschaftszorn packt, er den Panzer des hässlichen Viechs streichelt und das Tier mit Nachhaltigkeitsfressen füttert.
Ganz zufällig legte ich jedenfalls die selbst verfasste Geschichte in den Zeitungsständer auf meinem Lokus, wo sich damals Bücher mit mehr oder weniger subtilen Hinweisen auf die stille Örtlichkeit befanden. Ein Brecht-Lyrikbändchen mit dem Titel „Der Schnaps ist in die Toilette geflossen", das ich einst beim Libro gestohlen habe und eine Borchert-Text-Sammlung namens „Geschichten aus dem Nachlass" fanden sich etwa darunter. Wobei, das war auch nur mäßig originell. So wie der Anfang der Nullerjahre.
Den Wink mit dem Zaunpfahl verstand die gute Dame jedenfalls, sie war ja nicht ganz blöd. Auch wenn sie mir ohne Umschweife glaubte, als ich erzählte, dass Peter Handke in der Schule mein Deutschprofessor war. Ohne viel Aufsehen zu machen, ließen wir die Sache also nach und nach verebben. Aber der Reihe nach ...
Bullshit-Bingo! Es gibt einige Phrasen und Worte, die man einfach nicht mehr verwenden darf. „Aber der Reihe nach" mit den obligatorischen drei Punkten hinten dran gehört dazu. Üblicherweise hör ich sofort zu lesen auf, wenn ich so etwas sehe. Ebenfalls verboten: lame, bitteschön, Satzkonstruktionen mit gilt, daherkommen, TwentyThirtyForty-Something, nachhaltig, Nullerjahre, Klangteppich, im Trend liegen, sich die Ehre geben, der Autor dieser Zeilen und Überschriften, die Aldous Huxley zitieren. Der geneigte Leser soll also bitte tunlichst das oben Gelesene wieder vergessen.
Allerdings kann man, wenn man es geschickt variiert, damit so ziemlich alles rezensieren, was es gibt. Musik, Live-Konzerte, Bücher, sogar ein Tennismatch zwischen den russischen Spielerinnen Daniela Hantuchova und Vera Dushevina kriegt man damit hin, ohne auch nur von Tennis die geringste Ahnung zu haben. Nicht?

Schöne neue Damentennis-Welt
Eines gleich vorweg. Kalauer - auch wenn sie sich anbieten - gilt es bitteschön zu vermeiden, wenn sich die beiden russischen Tennis-Pin-ups Daniela Hantuchova und Vera Dushevina am Court die Ehre geben. Runter mit dem Handtuch, rein in die Dusche. Geschenkt. Aber schön der Reihe nach jetzt ...
Die beiden lang gewachsenen Twenty-Somethings treffen seit den Nullerjahren regelmäßig aufeinander. Matchausgang? Gleichgültig. Wenn die Beautys gegeneinander antreten, und einen bunten Klangteppich aus Sportgeräuschen malen, schaut niemand auf die gelbe Filzkugel, die sie sich unter lautem Stöhnen vor den Latz knallen. Das bleibt mitunter nachhaltig in Erinnerung. Vor allem, weil der Zuschauer immer der Gewinner ist.

Das geht auch mit Lyrik. Online findet sich demnächst eine Rezension - auf thegap.at - zu Georg Kreislers „Zufällig in San Francisco - Unbeabsichtigte Gedichte". Denn der Eighty-Something hat sich die Ehre gegeben und die Latte ziemlich hoch gelegt. Sag der Autor dieser Zeilen jetzt einfach einmal so.

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dampfender Dancefloor und kühlender Wohlklang0

Dampfender Dancefloor

Was immer schon Teil des Festivals war, wird heuer ebenfalls weiter ausgebaut: der Dancefloor, immer donnerstags, freitags, samstags. Von Kalibern wie Felix da Housecat, Carl Craig und Pantha du Prince über Dorian Concept, Ogris Debris, Moonbootica, Qemists oder die fantastischen The Very Best bis hin zu regionalen Kapazundern wie die derzeit alles nieder reißenden Neonix oder Kompal und Noem Nova: Im pool wird heftig abgetanzt, sehr oft bei freiem Eintritt.
Die Visuals stammen wieder von den poolbar-Residents Montage Sauvage, aber auch viele andere zaubern bewegte Lichtkunst an die Wände.

Kühlender Wohlklang, Essen im Trockenen

Bei aller Euphorie gab es immer wieder Kritik an der Hitze im Gebäude - und manchmal an der Akustik in der Halle. An beidem wird ständig gearbeitet. Die Akustik in der Halle wird durch unsere aufwändigen Einbauten und Verhängungen massiv verbessert sein. Eine Kühlanlage, wie eigentlich geplant, hat die Stadt Feldkirch als Eigentümerin des Alten Hallenbades heuer (noch) nicht einbauen lassen. Intensive Messungen und Simulationen haben ergeben, dass die Kosten für eine effiziente Kühlung (und v.a. Senkung der Luftfeuchtigkeit) derzeit nicht finanzierbar sind. Aber: Es wurde rechtzeitig für das poolbar-Festival eine „kubanische Lösung" installiert: Ventilatoren in Halle, pool und Wohnzimmer sorgen für eine angenehme Brise.
Apropos angenehm: Auf der Terrasse werden großzügige Segel Schutz vor Hitze und Nässe bieten. Direkt darunter agiert das Team von Urban Swimming: Es bietet den poolbar-Festival-Gästen speziell am Wochenende eine hervorragende kulinarische Verpflegung. Gekocht wird mit Freude, guten Ideen und meist mit Produkten aus der Region.

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Aufbau in vollem Gange0

In vier Tagen ist es ja so weit und das poolbar-Festival 2010 öffnet seine Pforten. Fix und fertig muss bis dahin Technik, Gastro und Architektur gezimmert werden, was viele helfende Hände möglich machen. Und so sieht es bisher aus - work in progress:

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The Incredible Staggers beim DiF0

DiF? Ja, ab 20.50 Uhr auf der Planet TT Bühne beim Donausinselfest und das heißt somit: gratis! Und die Incredible Staggers sind nicht die einzigen der diesjährigen poolbar-Gäste (Incredible Staggers 23. Juli), die sich am Donausinselfest blicken lassen. Auch The Very Best gaben gestern ein Stelldichein und einen Vorgeschmack auf ihren poolbar-Auftritt am 14. August.

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Flogging Molly im Interview1

Am 13. Juli werden Flogging Molly gemeinsam mit Igel Vs. Shark die Herzen der Fans irishen Folk-Punks höher schlagen lassen und die Halle zum Beben bringen. Das Wann&Wo hat die Herren aus LA vorab zum Interview und zu ihrem aktuellen Album "Live at the Greek Theatre", ihren Einflüssen und dem bevorstehenden Konzert befragt.http://poolbar.at/system/asset/filename/2565/FloggingMolly_ww160610.jpg

Und hier als PDF zum Herunterladen.
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poolbar auf GoTV0

Nämlich mit GoTv Scout Michi bei poolbar mit pratersauna. "Party Enough" heißt das Format und da passt das kleine Schwesterfestival der poolbar doch bestens hinein. Ausschnitte aus dem Volksbank Festivalbus, der Party in der Sauna und Interviewschnippsel mit Radio Slave sowie Herwig Bauer machen Lust auf eine Fortsetzung ab 2. Juli beim 17. poolbar-Festival in Feldkirch. Be part of it - sozusagen.

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Große Namen beim Poetry Slam0

Am 3. August steigt auch dieses Jahr der wiederholt veranstaltete und lange bewährte Poetry Slam beim poolbar-Festival. Wortspielereien - von Spoken Word über Mundart bis zu Kabarett und wie jeden Sommer stellen sich auch heuer wieder zahlreiche SprachkünstlerInnen aus dem Dreiländereck dem gnadenlosen Urteil des Publikums. Fünf Minuten komprimierter Wortwitz, ausgeklügelte Sprachstrategie. Durch Applaus wird entschieden, welche KandidatInnen ins große Finale einziehen.

Und jetzt steht auch das Line Up der geladenen Gäste fest. Das sind der unvergleichliche Andy Strauß aus Münster, die amtierende U-20 Championess aus Wien Yasmin Hafedh, der Ö-Slam-Vize Paul Pizzera aus Graz, die Titelverteidigerin Franziska Holzheimer aus München, der Schweizer Seriensieger Kilian Ziegler aus Olten und eine Überraschung, die noch nicht verraten wird. An den Turntables steht Mize Medusa und moderiert wird wie immer von Markus Köhle.

Wer sich in die Reihe der klingenden Namen einreihen möchte, der/die melde sich unter slam@poolbar.at.

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Vuvuzelas? Schlachthof- bronx!0

"EVVVVVRYBODY is talkin about vuvuzelas right now (vuvuzela hero, iphone apps, tracks etc...). here's a lil reminder who had em first!" mokieren Schlachthofbronx auf ihrer Facebookseite. Und nicht nur Vuvuzelas kommen beim Münchner Duo zum Einsatz: Druckluftfanfaren und Trillerpfeifen sind bei Konzerten herzlich willkommen - da kann das WM-Getöse daneben gleich einpacken. Und hier noch der Beweis für die gewagte Behauptung, den Schlachthofbronx gleich selbst erbringen:



Schlachthofbronx am 10. Juli beim poolbar-Festival!

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Kommando Elefant: "Keine Granaten..."0

Keine Granaten, aber mehr vom Leben

Das zweite Kommando Elefant Album Kommt wir hauen Granaten rein. Das kleine bisschen Leben explodiert zwar nicht, hinterlässt aber einen leisen Knall.

So circa alle zwei Jahre sollte eine Band ein neues Album herausbringen, das stilistisch am Vorgänger angelehnt ist, sich aber davon leicht abgrenzen lässt, oder? Eine Binsenweisheit, die bei Kommando Elefant nur zum Teil zutrifft. Gut so.

Rotz und Tränen

Den Opener bereitet "Favoriten", ein schönes Liebeslied, mehr noch: eine Ode an eine geliebte Person. Viel zu schnulzig eigentlich um ein Album einzuleiten, denn man läuft Gefahr ein wenig das Gesicht zu verziehen bei derart sentimentalen Zeilen:
„Denn wir sind unsere Favoriten/Mit uns ist alles klar und leicht/Durch uns, da sind wir das, was wir sind/Und ich lieb‘ dich seit Anbeginn aller Zeit/Denn wir sind unsere Favoriten/Du bist mein Herz und das, wofür ich leb‘/Bei dir kann ich so sein wie ich bin/Und ich hoff‘, dass das mit uns ein Leben lang geht."

Kurzzeitig können die Taschentücher dann wieder beiseite gelegt werden, wenn Kommando Elefant einen in Feierlaune bringen mit "Party Party". Denn was folgt, sind ruhige und nachdenkliche, aber überaus schöne Lieder. Vor allem das Video zu "In all den Jahren" unterstreicht noch einmal mehr den Charakter dieses Songs.

Das Highlight des Albums ist eindeutig "Alaska", das verdient immer weiter die Top-10 der FM4 Charts hinauf klettert und zu groben Abnutzungserscheinungen der Repeat-Taste führt. Dennoch, nicht unerwähnt bleiben darf "Wien frisst" - eine durchaus gelungene Illustration der Bundeshauptstadt - und "Highway der Schmerzen", das in Kooperation mit dem Stimmgewitter Augustin entstand und einen schönen Ausklang aus dem Album bildet.

Kein Trauerspiel

Erst nach genauerer Betrachtung entwickelt sich aus der anfänglichen Tristesse von Kommt wir hauen Granaten rein. Das kleine bisschen Leben ein angenehm schönes und stimmiges Album, das über die vielen Seiten des Lebens zu berichten weiß. Bestimmt nichts für Vorglüh-Abende, aber umso mehr für verregnete Nachmittage. Davon gibt es ja zurzeit genug.



Text von Linda Schürer-Waldheim. Erschienen auf fm5.at.

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poolbarmagazin (fast) da!0

Heute ging es in Druck, das 96 Seiten starke BigMag, das das gesamte Programm des poolbar-Festivals 2010 beinhalten wird. Ganz im Stil der diesjährigen Grafiklinie darf man sich auf viele Vögel freuen - genauer gesagt freie Vogelflächen, die wie bei den derzeit angesagten WM-Panini-Alben darauf warten, mit den Pickerl der Plakate gefüllt zu werden. Am Wochenende wird das Magazin im Großraum Feldkirch den VN und in ganz Vorarlberg dem W&W beigelegt und wer keins bekommen hat, der/die kann das Magazin HIER bestellen, das dann kostenlos in ganz Europa ins Haus geliefert wird. Und auch das kleine Schwesterchen, das MiniMag, wartet schon freudig auf seine LeserInnen. Nur halb so groß und ein Drittel so umfangreich beinhaltet es die wichtigsten Informationen und Appetizer, die hoffentlich Lust auf Mehr aufkommen lassen.

Und so sieht es aus, das Ergebnis intensiver Redaktionsarbeit:

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