Architektur
poolbar wird umgestülpt: inside out
insideout nennt sich das Siegerprojekt des diesjährigen poolbar-Architektur-Wettbewerbs
Der erste Headliner des poolbar-Line-Ups ist die Architektur des Trios Jonathan Banz, Beat Lüdi und Sandra Gehrig von der ETH in Zürich. Im Rahmen einer kleinen Feier in Feldkirch nahmen Sie von Vertretern der poolbar-Architektur-Partner, des vai (vorarlberger architektur institut) und der Wirtschaftskammer Vorarlberg, den von der Vorarlberger Wirtschaftskammer gestifteten Siegerscheck von EUR 2.200.- entgegen. Ihr Projekt „insideout“ wird nun in Kooperation mit der WKV und führenden Vorarlberger Unternehmen bis zum Sommer umgesetzt. Der erstmals vergebene Publikumspreis ging an das Projekt „pipe it like it´s hot“ (Wien).
Wesentliches Erkennungsmerkmal für das poolbar-Festival - neben dem Programm, Kunstinstallationen, Grafik und Produktgestaltung - ist die jährlich neue Ausgestaltung der Räumlichkeiten des alten Hallenbades in Feldkirch. Für das 17.poolbar-Festival (2.Juli bis 15. August) standen insgesamt 23 Projekte zur Auswahl. Die Jury, bestehend aus den beiden Architekten Philippp Berktold und Ulf Hiessberger, beide nominiert vom vai (vorarlberger architektur institut), sowie Günter Buschta (poolbar-Festival) und Otto Bechter (z-werkzeugbau.com / nominiert von der Wirtschaftskammer Vorarlberg), entschied sich für insideout, das v.a. durch eine wirkungsvolle und zugleich kontrastreiche Geste im Außenraum, welche sich im Inneren fortsetzt, zu überzeugen wusste: Die in der Vorarlberger Fassadenarchitektur nicht ohne Grund häufig eingesetzte Holzlattung entwickelt eine starke atmosphärische Wirkung am Vorplatz und im Innenraum.
Das glückliche Team im O-Ton: „insideout : wenn die Grenze zwischen Innen und Außen verschwindet, tritt Ungewohntes ein: Innenraum wird zu Außenraum, Außenraum wird zu Innenraum. Eine neue, ungewohnte Situation entsteht – eine Situation, die anders wahrnehmen lässt, die den Raumbegriff erweitert, vielleicht sogar neu definiert. Eine Situation, die zum bleibenden Erlebnis wird.“
Die Idee lässt sich mit einfachen Mitteln in alle Bereiche der Räumlichkeiten und des Geländes ausweiten und ist bei aller Flexibilität und Funktionalität auch optisch sehr attraktiv.
Den zweiten Preis errang das Projekt „stadt / land / meer“ von Ralph Büchel, Teresa von Einem und Steffen Blunk (Basel) vor „fadenlauf“ von Anne Martischnig und Sigrid Thallinger (Graz). Weitere drei Anerkennungspreise gingen an 3 Wiener Projekte: „poolbar_wechselbad ahoi“ von Daniela Preißegger, “octopus's garden“ von Martin Traunmüller und „pipe it like it's hot“ von Annegret Haider, Yijing Lu und Eva Allerstorfer. Letztere errangen im Publikumsvorting deutlich mehr als 70.000 Punkte und wurden Publikumssieger.
Das 17. poolbar-Festvial findet vom 2. Juli bis zum 15. August 2010 im Alten Hallenbad in Feldkirch statt. Die Einreichfrist für den poolbar Style Contest (für das design von poolbar-T-Shirts und Taschen) endet am 27. Februar 2010. Advanced Minority und die ArtDesign Feldkirch stiften hier die Preisgelder bzw. einen Stand für die Designer bei der Messe in Feldkirch.
1. Preis: „insideout“ /Jonathan Banz, Beat Lüdi; Sandra Gehrig (Zürich)
2. Preis: „stadt / land / meer“ / Ralph Büchel, Teresa von Einem, Steffen Blunk (Basel)
3. Preis: „fadenlauf“ / Anne Martischnig, Sigrid Thallinger (Graz)
Anerkennung: „poolbar_wechselbad ahoi“ / Daniela Preißegger (Wien)
Anerkennung “octopus's garden“ / Martin Traunmüller www.mavolio.at (Wien)
Anerkennung: „pipe it like it's hot“ / Annegret Haider, Yijing Lu, Eva Allerstorfer (Wien)
Die einzelnen Einreichungen sind Hier zu betrachten.
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poolbar architektur wettbewerb 2010: Ausschreibung online, Einreichungen ab sofort
Das poolbar-Festival beschränkt sich nicht auf ein anspruchs- und lustvolles Veranstaltungsprogramm, sondern präsentiert sich als gesamthaft zu verstehende kulturelle Kristallisation. Komprimiert auf ein Festival, gelebt im Alten Hallenbad. In Kooperation mit dem vai (vorarlberger architektur institut) und der WKV (Wirtschaftskammer Vorarlberg) schrieb das poolbar-Festival deshalb erneut den poolbar architektur wettbewerb zur temporären Gestaltung des Alten Hallenbades aus. Mitmachen kann jeder und jede. Neu: Es gibt auch einen Publikumspreis. Insgesamt warten Preisgelder in Höhe von EUR 3.300.-
Deadline für Einreichungen: 8.Jänner 2010.
Hier gehts zur Ausschreibung des poolbar architektur wettbewerbes 2010.
Hier zu den ergänzenden Unterlagen und Plänen (44 MB)
Das Tool für den upload der Projekte wird noch entwickelt...steht aber sicher rechtzeitig zur Verfügung.
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Rückblick 2009:
1. Preis: poolbar Lights (Linus Stolz, Deutschland)
Linus Stolz, 24-jähriger Industrial-Design-Student an der HSG Pforzheim (Deutschland), war schon nach der ersten Runde der erklärte Favorit der Jury; Die konzentrierte, reduzierte Gestaltung und der sorgsame Umgang mit der räumlichen und informativen Wirkung der Gestaltung entsprach dem Thema der Ausschreibung, „Freiraum schaffen", sehr gut:
Der räumliche Freiraum steht mit dem Alten Hallenbad ja zur Verfügung - es geht Stolz nun darum, die Räume nicht anzufüllen, sondern die Volumina möglichst voll zu nutzen bzw. imaginär zu erweitern: Diese Funktion übernehmen Vorhänge aus Industriefilz, die nicht etwa als Raumtrenner eingesetzt werden, sondern als Fake-Raum-Erweiterer: Ein Vorhang signalisiert gelernter Weise, dass sich dahinter ein Raum befindet...die Räumlichkeiten des Alten Hallenbades werden durch die Vorhänge also symbolisch „großgedacht".
Als Lichtquelle dienen dimmbare Strukturen aus konventionellen, nackten Glühbirnen, die sich den jeweiligen Räumen entsprechend anordnen: in der Konzerthalle formieren sie sich zu stilisierten, augenzwinkernd-feierlichen Lustern, auf der Terrasse zu pflanzlich anmutenden Lichtsprösslingen oder aber über dem ehemaligen pool zu dynamischen Wellenbewegungen.
Auch das Schaffen kulturellen, gesellschaftlichen Freiraums wird durch den Entwurf forciert: Die Oberflächen werden nicht mit Informationen/Texturen/Bildern überfrachtet, sondern dienen als Hintergrund für das kulturelle Leben, das den tatsächlichen Freiraum füllen soll;
darüber hinaus dienen die Oberflächen als Projektionsflächen für Besucher-Schatten oder aber als Leinwand für temporäre Visualisierungen.
Es entsteht ein schlichter, eleganter und dabei fast „kuscheliger" Raum, der seine Stärken final durch die poolbar-Festival-Belebung voll ausspielt: Er lässt Freiraum zu.
2. Preis: Irritationen (Sarah Hoffmann & Fisch, Linz)
Sarah Hoffmann und Fisch schaffen Freiräume durch gezielt eingesetzte Verspiegelungen an den Oberflächen: Trennende Elemente werden durch verspiegelte Oberflächen eliminiert und durch die Verdoppelung des kulturellen Lebens ersetzt. Die Verspiegelung an der Fassade bewirkt das teilweise Auflösen des Gebäudes bzw. dessen Verschmelzung mit der Umgebung. Irritierende Erlebnisse haben auch die geplanten entmaterialisierten Plexiglasmöbel zur Folge: Der vorhandene Freiraum bleibt zumindest optisch uneingeschränkt erhalten - die Besucherinnen scheinen sitzend zu schweben.
3. Preis: poolstar (Christoph Leitner, Marion Gruber, Peter Egelseer / Wien)
Das Projekt poolstar greift den Gedanken des roten Teppichs auf: Die poolbar-BesucherInnen werden zu den Stars. Der rote Teppich wird nicht (nur) vor den KünstlerInnen ausgerollt, sondern zieht sich durch alle Gebäudeteile - es entsteht eine durchgängige Formensprache, die als verbindendes Element zwischen der Räumen fungiert und gleichzeitig ein Kompliment an die BesucherInnen darstellt; Wer will, lässt sich am Eingang im Stile von Brangelina in Cannes fotografieren und findet sich als Projektion oder Ausdruck an den Oberflächen im Gebäude wieder...dieser Interaktionsgedanke und auch die Vernetzung mit der Stadt über den roten Teppich überzeugten die Jury.
Anerkennungen
poolbar loves alice (Sissy Hobiger, Inge Pohl)
Lasst das Grobe leuchten! (Thomas Niederberger, Thomas Bechtold, Ferdinand Fritz)
Im Sternenhimmel feiern (Megumi Komura, Guido Rumi)
POOLOOPO (Ivan Niedermair)
kEinwandfreiRaum (Florian Fend, Baptiste Jakob Bernard)
Die 3 erstgerreihten Projekte erhielten von der Wirtschaftskammer Vorarlberg Geldpreise in Höhe von insgesamt EUR 2.000.- und vom poolbar-Festival Sachpreise. 5 Anerkennungen wurden ebenfalls vergeben.
Dank der WKV wird bis zum Sommer das Sieger-Projekt vom Reißpapier in die Realität übertragen. In den kommenden Wochen werden zahlreiche Lehrlinge von Vorarlberger Unternehmen gemeinsam mit ihren Ausbildnern für die hochwertige Umsetzung des Siegerprojektes sorgen. Beste Werbung für jeden Lehrberuf: Im Sommer werden die engagierten Lehrlinge keine Gelegenheit auslassen, beim poolbar-Festival ihre Freundinnen und Freunde darauf aufmerksam zu machen, dass sie auf Objekten sitzen, die von ihnen selbst gefertigt wurden.
Am Freitag, dem 16.1., wurden im Alten Hallenbad im Reichenfeld alle Einreichungen präsentiert. Mit dem Auftritt der Band Alex Sutter & Friends konnte das Siegerprojekt ausgiebig gefeiert werden.
Ab 3.7. (bis 16.8.) kann das Ergebnis beim poolbar-Festival gesehen und genutzt werden. Mehr: www.poolbar.at Der vollständige Bericht zu allen Einreichungen steht HIER zum download bereit.
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poolbar architektur wettbewerb 2009: Ausschreibung online, Einreichungen ab sofort
Das poolbar-Festival beschränkt sich nicht auf ein anspruchs- und lustvolles Veranstaltungsprogramm, sondern präsentiert sich als gesamthaft zu verstehende kulturelle Kristallisation. Komprimiert auf ein Festival, gelebt im Alten Hallenbad.. In Kooperation mit dem vai (vorarlberger architektur institut) und der WKV (Wirtschaftskammer Vorarlberg) schrieb das poolbar-Festival deshalb erneut den poolbar architektur wettbewerb zur temporären Gestaltung des Alten Hallenbades aus.
Hier geht´s zur Ausschreibung 2009 . FAQs werden HIER beantwortet.
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Der Bericht zur poolbar architektur 2008:
Gib uns Deinen Stuhl!
Der poolbar architektur wettbewerb 2008 brachte ein erfrischend anderes Siegerprojekt: Die poolbar architektur 2008 bezieht die Gäste ein und spielt mit Vereinheitlichung ganz anders als im 08/15-Sinn.
1. Preis: stuhlbar
„Innovation statt Materialschlacht“ war eines der wesentlichen Kriterien der Ausschreibung, das sich Simone Harbert und Johannes Albert besonders zu Herzen genommen haben; Im Zentrum des Entwurfes steht eine einfache Idee, die mit einfachen Mitteln umgesetzt wird: Sie widmen die Gestaltung nicht einem „Motto“ oder einer Geschichte, die - so wie öfters in den Gestaltungen der vergangenen Jahre – phantasievoll und üppig illustriert wird, sondern am Beginn steht die Einbeziehung der poolbar-Besucher und der Wunsch nach Nachhaltigkeit: Im Vorfeld werden Menschen aufgefordert, ausgediente Möbelstücke zur Verfügung zu stellen. „Das Sammelsurium an individuellen Stühlen verschmilzt durch Einfärben der Stuhlbeine im gleichen belebenden Magenta-Ton mit dem Boden. Auch bestehende Möbel und Bars der Vorjahre werden so in das neue Gestaltungskonzept integriert.“ Dieses Einfärben nimmt auch Bezug auf den „Kopflosen“, eine Art Maskottchen und gleichzeitig Logo des poolbar-Festivals - das einzig über all die Jahre immer unverändert wiederkehrende Gestaltungselement des poolbar-Festivals. Auch das „heimliche Thema“ des Jubiläumsfestivals, „08/15“ (die Auseinandersetzung mit der Norm - siehe auch poolbar kunst wettbewerb) kann hier entdeckt werden: Das Einfärben höchst unterschiedlicher Elemente und persönlicher Beiträge ist als Normierung und Vereinheitlichung bzw. als verbindendes Element zu interpretieren. Ist es eine Warnung vor der Normierung oder ein Lob der Normierung?
Die Decken werden von abgehängten Stofflamellen ausgeblendet - dieser „Himmel“ beeinträchtigt das Raumvolumen nicht, gliedert (wo sinnvoll und erwünscht) im Zusammenspiel mit variabler Lichtgestaltung die Räume, schafft aber gleichzeitig homogene Räume und verbessert die Akustik. Dieser völlig neue Gestaltungsansatz - ausgehend von einem Nachhaltigkeitsgedanken, einer Interaktion mit dem Publikum und der Reduktion auf einfachste Mittel in Kombination mit bestens durchdachten Gestaltungselementen, die einen funktionellen Mehrwert bieten, überzeugte die Jury vollends.
2. Preis: die antichromophoben
Auch Sabine Gubi (Innsbruck) und Stephanie Engstler (Bürs) setzen auf Interaktion: Besucher hinterlassen Spuren, können mitgestalten. Die Räume selber werden jeweils von anderen „antichromophoben“ dominiert. Antichromophoben sind künstlich erschaffene, der Urwelt entstiegenen Fabeltiere. Märchenhaften Phantasiefiguren mit Bezug zur realen Welt. Bemerkenswert: die schöne grafische Umsetzung.
3. Preis: ein Satz heiße Ohren
Gugismus Grönland (Peter Griebel, Marc Ihle, Stefan Strappler, Michael Zopf, Innsbruck). Mit einem phantasievollen, rauchgeschwängerten Erzählstil wird zunächst der Einstieg in einen poolbar-Abend geschildert: die Möblierung der Stadt mit poolbar-beschrifteten Türen und dahinter liegenden Minioasen der Gemütlichkeit. Sehr schöne (und auch werbewirksame) Idee. Die Gruppe beeindruckte die Jury aber v.a. mit der Gestaltung des Wohnzimmers, das nicht mit einzelnen Möbelobjekten verstellt wird, sondern gestaltet eine fast organisch wuchernde Nutzobjektmasse, die sich an neuralgischen Punkten über die strenge Struktur des Alten Hallenbades legt. Sehr beeindruckend - leider aber wurde dieses Konzept nicht stringent auch in den anderen Räumen durchgezogen.
Anerkennung
...und wenn sie nicht gestorben sind...
Einreichende: Silvia Keckeis, Karoline Mühlburger (Röthis)
Für alle Bereiche werden wunderschöne Grafiken vorgeschlagen, die in jedem Raum in eine andere Märchenwelt entführen. „Überdimensionale Illustrationen, 3D Märchenwände und schwarze Luster unterstützen die märchenhafte Stimmung.“ Leider beschränkte sich der Gestaltungsvorschlag im Wesentlichen auf 2 Dimensionen.
Anerkennung
pixelpoolEinreichende: Ralph Buechel, Steffen Blunk (Biel)
„Die Bar steht als Bar im Zentrum des Hauses und dient dem pool. Die Zirkulation ist freier, die Spezialräume umso definierter.“ Ein großartiger Ansatz, mit dem die Einreichenden Mut und Intelligenz bewiesen, nicht nur oberflächlich, sondern auch raumgestalterisch-funktional einzugreifen. Das entstehende Restwohnzimmer allerdings wirkte ein wenig beengend, und die Gestaltung insgesamt hätte eines weiteren Entwicklungsschrittes bedurft.
Anerkennung
I don‘t wanna grow up
Einreichende: Gerhard Girsch, Denise Schulderbacher (Wien)
„Unser Entwurf sieht vor das Gebäude roh zu belassen und mit räumlichen Installationen zu arbeiten.“ Hier wird gemacht, was im Zuge des Erwachsenwerdens verpönt ist und verlernt wird: es wir gespielt – sehr wohltuende Idee. Die Jury war jedoch nicht überzeugt, ob die Idee und deren effektive Umsetzung den Ansprüchen über 6 Wochen gerecht werden kann.
Anerkennung
poolbar Aufgeschäumt
Einreichende: Nicole Heinzle (Feldkirch), Ulrike Gabriel (Graz)
Schlichte, elegante Schönheit machen die Faszination des Projektes aus: Speziell die Fassadenprojektion mit der Struktur fünfeckigen Elementen, abgewandelt von den Formen aneinanderhängener Schaumblasen, ist ein Eyecatcher ohne Ablaufdatum. Das Grundprinzip hätte aber wohl variiert gehört, um zu bestehen.
Anerkennung
Die Poolbar, ist es Liebe?
Einreichende: Katharina Weistroffer, Richard Fulton (Zürich)
„In allen Räumen sind – wild durcheinandergewürfelt – Zeugen früherer Festivals vertreten. Bewährtes soll erhalten, Vergessenes wieder aufgegriffen und Verlorenes teilweise rekonstruiert werden. Alle Einrichtungsgegenstände werden komplett vergoldet und mit ihrem Jahrgang beschriftet.“ in schönes Konzept, das die Vergangeheit elegant zusammenfasst und ins Jetzt transformiert, ohne peinlich nostalgisch zu wirken. Die Idee bietet auch genügend Flexibilität, um sie den jeweiligen Raumfunktionen anzupassen. Nur: Das Siegerprojekt – im Ansatz nicht unähnlich – war überzeugender und vielschichtiger.
Anerkennung
octopus´s garden
+Da die Beleuchtungskörper teilweise sehr niedrig hängen, bewegt sich der Besucher durch die "Beleuchtung" hindurch.
- Die räumliche Wirkung lässt erwarten, dass die vorangegangene Analyse ohne Erklärung nicht erkannt wird.
- das niedrige Anbringen der Beleuchtung ist problematisch bezüglich Genehmigung und Vandalismus.
Anerkennung
pipe it like its´s hot
+ einfache und Kostengünstige Herstellung der Installation
- Sitzqualität, Beleuchtungsqualität, Abstellmöglichkeit nur durch die Anbringung weiterer Elemente möglich.
- Schwächung des Konzepes durch ev. notwendiges Abhängen um die dargestellte Leichtigkeit erzeugen zu können.
Anerkennung
poolbar_wechselbad ahoi
+ konsequentes Konzept, welches sowohl für den Innenraum als auch für den Aussenraum geeignet ist.
+ Die Installation bietet die Möglichkeit einer veränderlichen Raumwirkung (Diaprojektor oder Beamer)
- Sowohl die Raumstruktur (Pfeiler, Nischen, Träger) als auch die in den Räumen sichtbar geführten Installationen (Lüftung, Kabeltrassen) erschweren die Bespielbarkeit und Wirkung.
- Es ist eine Vielzahl an Projektoren notwendig, damit keine Abschattung durch Strukturen und Personen entsteht und die Projektionen aus jedem Blickpunkt wahrnehmbar ist.
- entstehende Blendwirkung für die Besucher.
- Empfehlung der Jury: Sponsor für den Aussenraum-Projektor, damit dieser für das gesamte Festival zur Verfügung steht.
3. Preis
fadenlauf
+ schlüssiger Bezug zu Vorarlberg als Textilstandort
+ Raumbildende und Raumgestaltete Elemente in derselben Bauweise: Möbel, Wand, Beleuchtung, Baldachin
- Die Erfahrung zeigt, dass Textilien sowohl im Aussenbereich (Regen) als auch im Innenbereich als Sitzgelegenheit (Verschmutzung) problematisch sind. Das überziehen mit geeigneten Materialien (z.B. Planen, ...) schwächt den Bezug zu Vorarlberg als Textilstandort.
2. Preis
Stadt Land Meer
+ einfaches und wirkungsvolles Konzept für sämtliche Räumlichkeiten bestehend aus einem mehrfachen Passepartout: + Rahmung der Motive, Rahmung des Raumes
+ die umlaufende schwarze Wand blendet die Raumstrukturen und Installationen aus
+ Einfache Hinterleuchtung der Motive, Einfache Anbringung einer indirekten Beleuchtung für die Decke und den Boden.
- Die vollständige Auskleidung der Innenwände lässt einen Hohen Materialverbrauch erwarten.
- Die Motiv-Ausschnitte müssen mit einem Textil oder Plexiglas ausgearbeitet sein, da die zum Vorschein kommenden Stützen und Leitungen die Erkennbarkeit der Motive und die Raumwirkung beeinträchtigen.
1. Preis
inside out
+ wirkungsvolle und zugleich kontrastreiche Geste (Fremdkörper) im Außenraum, welche sich im Inneren fortsetzt.
+ atmosphärische Wirkung am Vorplatz und im Innenraum.
+ Objekthaftigkeit der Struktur im Aussenraum sollte beibehalten werden. (ev. noch stärker ausgearbeitet werden)
- Es ist ein hoher Aufwand an Materialien zu erwarten, diese sind jedoch aus Sicht der Jury einfach zu beschaffen und zu verarbeiten.
Empfehlung der Jury:
+ Ausarbeitung eines räumlichen Konzeptes für den Innenraum unter Einbeziehung des inneren Eingangbereiches und des Shops.
+ Neben der Decke sollten auch die Wände der Innenräume grossflächig mit in die Gestaltung aufgenommen werden.
+ Die Beleuchtung könnte auch an der Decke an den Wänden indirekt erfolgen.
+ Die Richtung und die Länge der Eingänge sollte im Zusammenhang mit der Breite des befestigten Vorplatzes überprüft werden.






