Alles neu im Jahr 2015: Die Wettbewerbe in den Bereichen Architektur, Kunst und Mode (poolbar/style) werden durch eine innovative Workshopreihe unter dem Titel poolbar/generator ersetzt.

Der poolbar/generator ist eine Workshopreihe im Vorfeld des poolbar-Festivals, bei der es nicht nur darum geht, in unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen von den Besten zu lernen, sondern es geht auch darum, genreübergreifend an konkreten Projekten zu arbeiten, die spätestens im Sommer zum realen Teil des poolbar-Festivals werden.

Alle Infos zum poolbar/generator

 

 

Kunst 2014

Der Wettbewerb 2014 ist abgeschlossen. Wir bedanken uns für 17 Einreichungen, viele davon sehr, sehr bereichernd und inspirierend:

Galerie der Einreichungen zu mind the gap (Ein ArtDesign Wettbewerb im Rahmen des poolbar-Festivals)

Die Jury mit Vertretern der ArtDesign Feldkirch (Maya Kleber), des Kunsthauses Bregenz (Scott Cameron Weaver und Kirsten Helfrich) und des poolbar-Festivals (Herwig Bauer) ist am 9.April im Kunsthaus Bregenz zur öffentlichen Jurysitzung zusammen getreten. Die Entscheidung wird am 21.April kommuniziert.

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mind the gap

Ein ArtDesign Wettbewerb im Rahmen des poolbar-Festivals


Zwei der wohl prägendsten Kulturinitiativen Feldkirchs nutzen gemeinsame Ideale, um dem Potential der kreativen Szene (Begegnungs)-Raum zu ermöglichen. So startet die ArtDesign Feldkirch im Rahmen des poolbar-Festivals 2014 erstmalig eine offene Ausschreibung und lädt Kulturschaffende aus den Bereichen Bildende und Angewandte Kunst, Design, Medien- und Performancekunst, Musik, Video/Visuals, Artistik, Bewegungskunst sowie angrenzender Gebiete ein, ihre Projektideen einzureichen.

 

Projekt 1

Gesucht werden künstlerische Interventionen und Projekte zum Thema "Schnittstelle".
Mit dem Thema "Schnittstelle" ist der Kreativität der Teilnehmer_nnen bewusst kaum eine Grenze gesetzt. Schnittstellen, welcher Art auch immer, sind omnipräsent, trennend und verbindend zugleich, Keimzelle für Ideen, Vermittlungsorte usw. Das Thema regt zur Auseinandersetzung mit den Elementen der Kunst und Kultur an und bietet genügend Raum für ein weites Betätigungsfeld.


Die tatsächliche Umsetzung der Gestaltung kann zum einen inszenierter Teil einer öffentlichen poolbar-Festival-Veranstaltung sein und/oder folgende Einsatzgebiete im Rahmen des Festivals nutzen:


Wien: poolbar mit pratersauna - Festivalzeitraum 08. – 10. Mai 2014, Pratersauna
Wiese - Terrassen - beliebiger öffentlich zugänglicher Innenraum

Feldkirch: poolbar-Festival - Festivalzeitraum 04. Juli – 17. August 2014, Altes Hallenbad im Reichenfeld
Wiese – Terrasse - Altes Hallenbad inkl. Eingangsbereich - Fassadenprojektionen



Projekt 2

Gesucht werden künstlerische Interventionen und Projekte, die das poolbar-Festival in der Stadt erlebbar machen und damit als Schnittstelle zwischen Festivalgelände/Reichenfeld-Areal und städtischem Raum (vorrangig Altstadt Feldkirch, aber auch Bahnhofs- und Stadteinfahrtsbereiche) fungieren.

 

http://poolbar.at/system/asset/filename/19020/2008_poolbar_Terrasse_F_Igy_at__7_.jpg

http://poolbar.at/system/asset/filename/19014/poolbar2010_proeller_spielfeldmarkierungen01.jpg

 

Auswahl & Honorierung

Voraussichtliche Auswahl von zwei Siegerprojekten - das Projekt 1 kann für Wien und Vorarlberg angedacht werden oder aber über den Festivalzeitraum hinaus bei der Pratersauna bleiben bzw. in ganz Vorarlberg auf Tour gehen. Das Projekt 2 konzentriert sich auf die Stadt Feldkirch.

Im Rahmen einer öffentlichen Diskussion im Kunsthaus Bregenz werden aus allen eingereichten Projekten voraussichtlich ZWEI Siegerprojekte (sowie jeweils ein nachgereihtes Projekt) ausgewählt und nominiert. Die Urheber_innen der erstgereihten Projekte erhalten unabhängig von der Realisierung jeweils ein Preisgeld von EUR 500,- und werden unmittelbar nach dem Jurybeschluss eingeladen, ihr Projekt zu konkretisieren. Erst nach Prüfung und Feststellung der Umsetzbarkeit werden die Siegerprojekte definitiv umgesetzt und ein entsprechendes Budget von in Summe bis zu EUR 3.000,- vergeben. (Andernfalls: evtl. Umsetzung des jeweils nachgereihten Projektes). Eine grobe Kostenschätzung für die Umsetzung (inkl. Umsetzungshonorar, Spesen, Reise- und Produktionskosten) ist der Einreichung beizufügen.

 

Teilnahme & Termine

  • Einreichfrist: 8. April 2014 (via Upload auf poolbar.at): Für den Upload ist es notwendig, sich einmalig auf der poolbar-Homepage zu registrieren: rechts oben auf "anmelden" klicken, dann den Link im Bestätigungsmail anklicken, nach dem Log-In (rechts oben den eigenen Namen anklicken) stehen im Bereich "Wettbewerbe" alle nötigen Upload-Felder zur Verfügung. Projektbeispiele von 2012 sind unter http://poolbar.at/competition_votings/list?id=13 einsehbar.
  • Öffentliche Jurysitzung im Kunsthaus Bregenz: 9. April 2014, 18:00 Uhr (Eintritt frei, ein Ottakringer Bier frei)
  • Bekanntgabe der ausgewählten Projekte voraussichtlich ab 21. April 2014 auf www.artdesignfeldkirch.at und poolbar.at
  • Umsetzung im Rahmen der poolbar mit pratersauna in Wien und im Rahmen des poolbar-Festivals in Feldkirch

 

 http://poolbar.at/system/asset/filename/19018/poolbar_2009_Kunst_Zweintopf_Foto_Herwig_Bauer__6_.jpg

 

Sonstige Leistungen

  • Die ArtDesign Feldkirch und das poolbar-Festival bemühen sich nötigenfalls und im Rahmen ihrer Möglichkeiten um zusätzliches Sachsponsoring.
  • Gratis Zugang zur ArtDesign Feldkirch (10. – 12. April 2014, Reichenfeld-Areal) an einem Messetag freier Wahl und kostenloser Eintritt zum poolbar-Festival für max. zwei ausführende Kulturschaffende der Siegerprojekte.
  • In allen Bereichen ist eine vorherige Absprache und Bestätigung durch die ArtDesign Feldkirch und das poolbar-Festival unbedingt notwendig.
  • Projekte, die zur Ausführung gelangen, werden in den Medien der ArtDesign Feldkirch und des poolbar-Festivals vorgestellt und beworben. Außerdem: Intensive Medien- und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen beider Veranstaltungen.

 

http://poolbar.at/system/asset/filename/19016/poolbar2009_Tortendiagramme_Helene_van_Duijne_Foto_vanDuijne__2_.jpg

 

ArtDesign Feldkirch – 100% Design, Kunst und Mode

Die ArtDesign Feldkirch ist das zeitgenössische Messeformat mit internationalem Renommee an der Schnittstelle von Design, Kunst und Mode und bietet eine genreübergreifende Plattform für avantgardistische Produktideen, für aktuelles Modedesign sowie zeitgenössische Kunst.

Die hohe Standortgunst der Messe im Vierländereck (Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein) zieht jährlich ein internationales, vielseitig oder ganz spezifisch interessiertes Publikum von rund 7.600 Besucher_innen an und garantiert seit Jahren als qualitätsbewusste Leistungsschau den erfolgreichen Messeauftritt von rund 110 nationalen und internationalen AusstellerInnen auf über 3.000 m2 Ausstellungsfläche. Die ArtDesign Feldkirch ist die erste Messe im Bereich Creative Industries in dieser Region und genießt von Beginn an im gesamten deutschsprachigen Raum Alleinstellung im Bereich der interdisziplinären Branchenzusammensetzung von Design, Kunst und Mode. Die Bespielung der Messelocation Reichenfeld-Areal schafft die idealen Räumlichkeiten für künstlerische Gestaltungskonzepte und zeitgenössisches Produktdesign zugleich.

ArtDesign Feldkirch – Messezeitraum 10. – 12. April 2014, Reichenfeld-Areal

www.artdesignfeldkirch.at

 

KONTAKT

Johanna Bernkopf // Projekt 1: 
Tel +43 5522 734 67 - 3432, 
johanna.bernkopf@feldkirch.at
Hannes Wolf // Projekt 2: 
Tel +43 5522 734 67 – 3413, hannes.wolf@feldkirch.at

 

poolbar-ArtDesign-Kunst-Wettbewerb 2014:
 
Für die Teilnahme an Wettbewerben ist es notwendig, sich einmalig auf der poolbar-Homepage zu registrieren:
  1. gehe auf poolbar.at
  2. rechts oben müsste ein Menüpunkt "anmelden" zu finden sein, den bitte anklicken (außer Du bist schon regstriert - dann bitte rechts oben Deinen Usernamen anklicken)
  3. es erscheint ein Popup, wo Du im unteren Bereich Deine Anmeldedaten eingeben solltest. Kurzer Sicherheitscheck - go!
  4. den unteren grünen Button drücken und du solltest in ein paar Minuten eine automatisierte Mail erhalten
  5. in dieser Mail gibt es einen Frigabe-Link, den du bitte klickst (sonst könnte Dich ja jeder anmelden)
  6. wenn du dich nun auf der Homepage mit diesen Daten einloggst ist rechts oben ein schwarzes Feld mit Deinem Namen, klicke darauf
  7. nun bist du in deinem Profil, dort gibt es einen Reiter "Wettbewerbe" -  dort kannst du mitmachen, hier stehen alle nötigen Upload-Felder zur Verfügung

Bitte pro Sujet/Projekt, über das abgestimmt werden soll, ein eigenes Projekt anlegen!

Am 9.April, 18 Uhr, findet im Untergeschoß des Kunsthauses Bregenz eine öffentliche Jurysitzung mit Vertretern von poolbar, Kunsthaus Bregenz und ArtDesign statt. Der Eintritt ist frei - und inkludiert sogar ein Ottakringer Bier.

 

Kunst 2013: Die Ausschreibung

Offene Ausschreibung: poolbar Kunst Projekte 2013 für Wien und Feldkirch:
„Vereinfachung und/oder dada poolbar"


Das poolbar-Festival veranstaltet im Zuge der poolbar-Festivals 2013 zum 9. Mal eine offene Kunstprojekt-Ausschreibung und ladet Kunst- und Kulturschaffende aus den Bereichen Bildende Kunst, Medien- und Performancekunst sowie angrenzender Gebiete ein, sich mit Projekten zu beteiligen.

Gesucht werden künstlerische Interventionen für folgende frei wählbaren Einsatzgebiete:

In Wien (poolbar mit pratersauna / Festivalzeitraum 8. - 11.5. / Pratersauna)

  1. Wiese
  2. Terrasse
  3. Beliebiger öffentlich zugänglicher Innenraum (unter Berücksichtigung des Veranstaltungsbetriebes)

In Feldkirch (poolbar-Festival / Festivalzeitraum 3.7. - 15.8. / Altes Hallenbad im Reichenfeld)

  1. Altes Hallenbad (unter Berücksichtigung der Notwendigkeiten des poolbar-Festivalbetriebes)
  2. Eingangsbereich zum Alten Hallenbad
  3. Oberflächen des Kassa- und Garderobencontainers (in unmittelbarer Nähe des Haupteingangs nordwestlich des Alten Hallenbades) und Oberflächen von 5 Lagercontainern (Seecontainer, ca. b=243cm, l=605cm, h=259cm), die den Abschluss der Terrasse in Richtung Wald bilden, sowie Oberfläche eines Paravents als Sichtschutz und Abschluss der Terrasse direkt am Gebäudeeck im Nord-Osten - Darstellungen siehe poolbar.at/downloads/Kunstorte_Fotos/ . Die tatsächliche Umsetzung der Gestaltung kann auch inszenierter Teil einer öffentlichen poolbar-Festival-Veranstaltung sein (z.B. nächtliches Bemalen/Besprühen als Teil einer Veranstaltung).
  4. Fassadenprojektionen. Darstellungen siehe poolbar.at/downloads/Kunstorte_Fotos/
  5. Verbindung von öffentlichem Raum (Parkanlage - Altstadt Feldkirch bzw. ) und Festivalgelände (vgl. 2008: MidiMarschMusik-Kapelle: Performance auf der Weinfest-Hauptbühne, Marsch mit Musik und Publikum zum Hallenbad, Performance beim poolbar-Festival).

Voraussichtliche Auswahl: 1 Projekt in Wien, 1 Projekt in Vorarlberg - evtl. kann das Projekt für Wien auch zusätzlich nach Vorarlberg transferiert werden oder aber über den Festivalzeitraum hinaus bei der Pratersauna bleiben.

Thema: „Vereinfachung" und /oder „Dada poolbar"

  1. Vereinfachung: Das Leben ist schon kompliziert genug
  2. Vereinfachung als Methode, um sich vom Vervielfachten, vom Üblichen abzuheben
  3. Dada poolbar: In Anlehnung an das Siegerprojekt des poolbar Architektur-Wettbewerbs: Projekte zur Bespielung der „raumhaltigen Fassade" werden gesucht (keine grafische Gestaltung der Fassade, sondern die Nutzung der Inszenierungsräume in ihr)

poolbar-Festival
Das poolbar-Festival ist nicht nur Festival, Wohnzimmer und Club, sondern auch ein Kristallisationspunkt für diverse "Austäuschungen". Kunst ist dabei integraler Teil der Alltagskultur. Neben z.B. Veranstaltungen, Architektur, Grafik, Mode, Diskussions- und Lebenslust stellt "die Kunst" somit eine selbstverständliche (nicht oktroyierte) Komponente des Festivals dar.
Der Wettbewerb soll u.a. auch den Effekt haben, Menschen, die (bisher) das poolbar-Festival nicht besucht haben, auf das Thema des Wettbewerbes, aber auch auf das poolbar-Festival selber aufmerksam zu machen - diese Funktion sollen logischerweise spezielle jene Projekte übernehmen, die in der Altstadt von Feldkirch eine "Brücke" zum Alten Hallenbad herstellen.
Informationen zu den Festivals und den örtlichen Gegebenheiten in Feldkirch und Wien unter poolbar.at/pages/wettbewerbe/architektur (Feldkirch und Wien) sowie poolbar.at/downloads/Kunstorte_Fotos/ (Feldkirch)

Auswahl
Im Rahmen einer öffentlichen Diskussion im Kunsthaus Bregenz werden aus allen eingereichten Projekten voraussichtlich ZWEI SiegerInnenprojekte (sowie zwei NachrückerInnen) ausgewählt und nominiert.
Die UrheberInnen der drei erstgereihten Projekte werden unmittelbar nach dem Jurybeschluss eingeladen, die Projekte zu konkretisieren. Erst nach Feststellung der Umsetzbarkeit werden die SiegerInnenprojekte definitiv gekürt und umgesetzt. (Andernfalls: Abschlagshonorar von 25% des Budgets und Umsetzung des NachrückerInnenprojektes.)

Termine

  • Einreichfrist: 23. April 2013 (Datum des Uploads)
  • Öffentliche Jurysitzung im Kunsthaus Bregenz: 30. April 2013, 17:00 Uhr (Eintritt frei, ein Ottakringer Bier frei)
  • Bekanntgabe des/der ausgewählten Projekt/e voraussichtlich ab 3.5.2013 auf www.poolbar.at.


Budget und sonstige Leistungen

  • Projektbudget: max. netto 2 x 1.000.- EUR für voraussichtlich max. 2 Projekte (je 1.000.- EUR, inkl. Honorar, Spesen, Reise- und Produktionskosten). Nicht-selbstausbeuterische Projekte werden bevorzugt (Die Verhältnismäßigkeit von Honorar zu Produktionskosten innerhalb des Gesamtbudgets ist selbst abzuwägen.)
  • Das poolbar-Festival bemüht sich nötigenfalls und im Rahmen des Möglichen um zusätzliches Sachsponsoring.
  • Kostenlose Nächtigung (für max. 2 Nächte) und für max. 2 ausführende Künstlerinnen und Künstler pro ausgewähltes Projekt während der Zeit des Projektauf- und Abbaues
  • gratis Zugang zum Festival für max. 2 ausführende Künstlerinnen und Künstler pro ausgewähltes Projekt während der Zeit des Projektauf- und Abbaues

Alles unter Bedingung der vorherigen Absprache und Bestätigung durch das poolbar-Festival.
Projekte, die zur Ausführung gelangen, werden in den Medien des poolbar-Festivals vorgestellt und beworben. Außerdem: Intensive Medien- und Öffentlichkeitsarbeit durch das poolbar-Festival.


Teilnahme

Upload ab sofort auf poolbar.at.
Für die Teilnahme an den poolbar-Wettbewerben ist es notwendig, sich einmalig auf der poolbar-Homepage zu registrieren (rechts oben auf „anmelden" klicken, dann den Link im Bestätigungsmail anklicken, nach dem Log-In (rechts oben den eigenen Namen anklicken) stehen im Bereich "Wettbewerbe" alle nötigen Upload-Felder zur Verfügung.

Kontakt: kunst@poolbar.at

Kunst 2012: Die Siegerprojekte

Galerie eingereichter Projekte zur poolbar Kunst 2012

Galerie eingereichter Projekte zur poolbar Kunst 2012


Zum 8. Mal veranstalteten das poolbar-Festival und die IG Bildende Kunst Österreich einen offenen Kunstwettbewerb und luden Kunst- und Kulturschaffende aus den Bereichen Bildende Kunst, Medien- und Performancekunst sowie angrenzender Gebiete ein, sich mit ihren Projekten daran zu beteiligen. Denn das poolbar-Festival ist nicht nur Festival, Wohnzimmer und Club, sondern auch ein Kristallisationspunkt für diverse „Austäuschungen". Kunst ist dabei integraler Teil der Alltagskultur. Neben Veranstaltungen, Architektur, Grafik, Mode, Diskussions- und Lebenslust stellt „die Kunst" eine selbstverständliche (nicht oktroyierte) Komponente des Festivals dar. Gesucht wurden künstlerische Interventionen für frei wählbare Einsatzgebiete im jeweiligen Festivalgelände und im öffentlichen Raum in Wien (poolbar mit pratersauna) und Vorarlberg (poolbar-Festival).


„Partizipation" als Thema

In der zeitgenössischen Kunst ist zunehmend von Partizipation die Rede. Gemeint sind damit prozessorientierte, künstlerische Projekte, die in kollaborativen Praxen entwickelt werden. Partizipation wird allerdings oft auch als Feigenblatt oder Manipulationswerkzeug missbraucht.
Denn auch in der Kunst lässt sich mittlerweile von einem „partizipatorischen Imperativ" sprechen, wie es die Künstlerin Kristina Leko für eine Tagung in Zagreb formuliert hat. Partizipative Kunst soll dabei Vieles leisten:

z.B. niederschwellige Kontakte zum Publikum herzustellen und Kommunikationen in Gang bringen
z.B. soziale Dimensionen verdeutlichen oder Identifikationen stiften
z.B. Netzwerke aufbauen und nutzen
z.B. kommunale Arbeitsleistungen kanalisieren und nutzen

Beim poolbar-Festival soll das Festivalpublikum partizipieren - oder die Allgemeinheit im Öffentlichen Raum, oder auch nur ausgesuchte Gruppen. Das Prinzip der Partizipation konnte durchaus auch in Frage oder bloß gestellt werden.

Bei der öffentlich zugänglichen Jurysitzung am 26. April im Kunsthaus Bregenz wurde über die besten Einreichungen diskutiert. Die Jury setzte sich aus Vertretern des poolbar-Festivals (Herwig Bauer), der IG Bildende Kunst (Elke Smodics, per schriftlicher Präferierung) und des Kunsthauses Bregenz (Winfried Nussbaummüller) sowie dem Künstler Tobias Maximilian Schnell zusammen. Die Juryentscheidung wurde in Zuge einer öffentlichen Podiumsdiskussion unter Einbeziehung des Publikums - darunter u.a. Olga Okunev vom BMUKK - im Kunsthaus Bregenz getroffen. Auffallend dabei war, dass es zwischen den Meinungen der im Kunsthaus Anwesenden und jener der „externen" Jurorin keinerlei Schnittmengen gab. Nach intensiver Diskussion entschied sich die Jury, aus den 16 zur Wahl stehenden Projekten die Projekte Mamihlapinatapai, Hochsitz und Chairman für eine Umsetzung zu empfehlen.

Mamihlapinatapai
Teresa Fellinger und Evalie Wagner (Kunstuniversität Linz) schreiben aus einem schmalen Leuchtkabel das exotische Wort Mamihlapinatapai und bringen es für einige Sekunden zu leuchten, wenn sich eine Person nähert. Das Wort umschreibt in der Sprache der Yaghan (ethnische Gruppe auf Feuerland bis ins 20. Jahrhundert) eine Situation von zwei Personen, die in Kontakt treten wollen, aber nicht den ersten Schritt machen wollen. Die Installation macht diesen Schritt immer zuverlässig. Das Projekt wurde im Rahmen des Festivals „poolbar mit pratersauna" in Wien bereits im Mai erstmalig umgesetzt und wird in Feldkirch erneut installiert.

Hochsitz
Astrid Kirchner und Felix Becker (sTudio 211, Stuttgart) regen mit einem Rettungsschwimmer Hochsitz mit Fernrohr und Megafon zum mehrfachen Perspektivwechsel an. Die Hilfsmittel der Macht werden scheinbar zur freien Verfügung gestellt, sind aber derart manipuliert, dass der Machthungrige doch wieder selbst zum Befehlsempfänger wird. „Eventuell findet man jedoch heraus, dass die eigene Botschaft wiederum an den nächsten gesendet wird, sodass der Einfluss in anderer Form plötzlich wieder da ist."
Expliziter Wunsch der Jury: Auf die visuelle Komponente soll verzichtet werden - die Fokussierung auf das Megafon stärkt die Projektidee.

Chairman
Unter dem Motto „GET THE LABELBOSS FEELING!" bietet Andreas Becker (Künstler, Kurator, Musiker / Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe) musikbegeisterten Besucher_innen die Möglichkeit, kurzzeitig in den Genuss eines Gefühls der Macht über den Musikmarkt zu kommen.
Andreas Becker wird über einen längeren Zeitraum anwesend sein und dem Projekt den nötigen Arroganz-Rückhalt geben.

Kirsten-Helfrich-Anerkennungs- und Gedächtnispreis für HippoAlpeAnalia
In der Hitze des Gefechtes der Diskutanten und im gefühlten Einvernehmen mit der Hamburger Jury-Außenstelle wurde spontan die „Kirsten-Helfrich-Stiftung für Kunst aus dem Bauch" ins Leben gerufen und das Projekt HippoAlpeAnalia der mulde_17 Fraktion Flusspferd (Akademie der Bildenden Künste, Wien) aufgrund der stilsicheren Videorecherche und der Inszenierung eines Flusspferdes als Vorboten einer paneuropäischen Sexualisierungswelle mit dem Kirsten-Helfrich-Anerkennungs- und Gedächtnispreis ausgezeichnet.

Kunst 2011: Die Siegerprojekte

poolbar kunst wettbewerb 2011

Zum Thema „Die Familie als die Wurzel allen Übels" hat das poolbar-Festival in Kooperation mit der IG Bildende Kunst einen offenen Kunstwettbewerb ausgeschrieben. Die Einreichungen wurden am Abend des 21.4. im Kunsthaus Bregenz im Rahmen einer öffentlichen Jurysitzung diskutiert.
Die Jurymitglieder waren Winfried Nussbaummüller, head of art education des Kunsthauses Bregenz, Petja Dimitrova, Vorsitzende der IG Bildende Kunst Österreich (per Videozuschaltung aus Wien) und Herwig Bauer, Geschäftsführer des poolbar-Festivals.

Die folgenden 3 Projekte wurden erstgereiht, die Umsetzungsmöglichkeiten werden in den kommenden Tagen ausgelotet:

determination by sience (Erik Norden, Akademie der Bildenden Künste, Wien)
Die Frontflächen der Lager-Container des poolbar-Festivals, die sich am Rande der poolbar-Gesellschaft (auf der belebten Terrasse) befinden, werden ein Gefängnis für den erziehungskritischen Comic.
Der Comic - pro Container hinter 4 Stangen, die die typischen Seecontainer einbruchsicher machen - beschreibt die bestimmenden Auswirkungen der Familie auf das Selbst aus dem Blickwinkel verschiedener Wissenschaften. Besondere Brisanz erhält die Intervention durch die örtliche Nähe der Feldkircher Justizanstalt in Sichtweite direkt am anderen Ende der großen Wiese im Reichenfeld.

http://poolbar.at/system/asset/filename/5496/pb_kunst2011_determination_by_scienceContainer_001KLEIN.jpg

Familiengruft (Severin Hagen, Pirmin Hagen, Dornbirn)

Im Inneren der kleinhäuslerischen Grabanlage im Reichenfeldpark findet ein unerhörtes soziales Experiment statt: Ein gruftartiger Bau mit spießiger Haustüre ist als Grabmal für die klassische Kleinfamilie zu verstehen. An der Rückseite des Baus ist durch ein Fenster ins Innere eine fantastische Stadtlandschaft aus Papier und Karton zu erkennen. In dieser tummelt sich eine wachsende Zahl an Mäusen, die die Stadtlandschaft allmählich in ein kuscheliges Nest umwandeln.
Dieser voyeuristische Vorgang - nicht unähnlich den Container-Reality-TV-Shows, die menschliches Familienleben zu zeigen vorgeben - kann permanent per Videoübertragung in das Alte Hallenbad (und ins www) während des poolbar-Festivals verfolgt werden. Die Jury erwartet sich durch die radikale Symbolik der Installation, die konventionelle Lebensentwürfe in Frage stellt, intensive Diskussionen zum Thema. Voraussetzung ist jedoch eine tiergerechte Umsetzung des Projektes - durch eine enge Kooperation mit dem Vorarlberger Tierheim, das die Patronanz und Überwachung übernehmen wird, ist das gewährleistet.

http://poolbar.at/system/asset/filename/5497/pb_kunst2011_Familiengruft_KLEIN.jpg

Some birds mothers are bigger than other birds mothers (Christian Desbonnets, Gaby Taplick, Berlin)
Das Projekt ist eine skulpturale Übertragung der Familie und des Heims in die Formen der Tierwelt, welche über den Köpfen der FestivalbesucherInnen in den Bäumen des Reichenfeldparks hängt. Wird die Familie als Schutzraum verstanden, könnte man das Nest als Symbol dessen festsetzen. Die Arbeit greift das Thema „Die Familie als Wurzel allen Übels" auf und hängt als sichtbares Ungleichgewicht im Baum, wobei der Baum metaphorisch als Gesellschaft verstanden werden darf. Die Nester werden aus Wohlstandsmüll gebaut. Es entsteht eine Mischung menschlicher und tierischer Architektur.

http://poolbar.at/system/asset/filename/5498/pb_Kunst2011_SOME_BIRDS__MontageKLEIN.jpg

Als Nachrückerprojekt wurde „aus_pixeln" (Richard Schwarz, Universität für angewandte Kunst, Wien) nominiert: eine Art programmierte Langzeitbelichtung versucht die Zeit ins Bild zu rücken.

Das poolbar-Festival startet am 1.Juli und bietet neben den genannten Kunstprojekten und weiteren Wettbewerben in den Bereichen Architektur, Mode und Design „Musik und Kultur von Nischen bis Pop" bis 15.August 2011.

Kunst 2011: Die Ausschreibung

Thema:„Die Familie als die Wurzel allen Übels"

Das poolbar-Festival und die IG BILDENDE KUNST veranstalten 2011 im Zuge des poolbar-Festivals zum siebten Mal einen offenen Kunstwettbewerb und laden Kunst- und Kulturschaffende aus den Bereichen Bildende Kunst, Medien- und Performancekunst sowie angrenzender Gebiete ein, sich mit Projekten zu beteiligen. Gesucht werden künstlerische Interventionen für folgende frei wählbare Einsatzgebiete, sachdienliche Architekturen und Spielstätten:

  1. Altes Hallenbad (unter Berücksichtigung der Notwendigkeiten des poolbar-Festivalbetriebes)
  2. Eingangsbereich zum Alten Hallenbad
  3. Oberflächen des Kassa- und Garderobencontainers (in unmittelbarer Nähe des Haupteingangs nordwestlich des Alten Hallenbades) und Oberflächen von 5 Lagercontainern (Seecontainer, ca. b=243cm, l=605cm, h=259cm), die den Abschluss der Terrasse in Richtung Wald bilden, sowie Oberfläche eines Paravents als Sichtschutz und Abschluss der Terrasse direkt am Gebäudeeck im Nord-Osten - Darstellungen siehe poolbar.at/downloads/Kunstorte_Fotos/ . Die tatsächliche Umsetzung der Gestaltung kann auch inszenierter Teil einer öffentlichen poolbar-Festival-Veranstaltung sein (z.B. nächtliches Bemalen/Besprühen als Teil einer Veranstaltung).
  4. Fassadenprojektionen. Darstellungen siehe http://www.poolbar.at/downloads/Kunstorte_Fotos/
  5. Verbindung von öffentlichem Raum (Parkanlage - Altstadt Feldkirch bzw. ) und Festivalgelände, im Idealfall beginnend mit einer Performance auf der Bühne des Feldkircher Weinfestes am 1. Juli (vgl. 2008: MidiMarschMusik-Kapelle: Performance auf der Weinfest-Hauptbühne, Marsch mit Musik und Publikum zum Hallenbad, Performance beim poolbar-Festival).


Thema: „Die Familie als die Wurzel allen Übels"

Kaum eine andere gesellschaftliche Institution ist in den letzten Jahren solchen Veränderungen unterworfen und mit solch hohen Erwartungen konfrontiert wie die Familie. Sie nimmt einen prominenten Platz auf der politischen Agenda aller Parteien ein und ist Ziel vielfältiger Maßnahmen der Regierung. Was früher als Keimzelle der Gesellschaft gefeiert wurde, gilt nun als Quelle vielen Übels. Familie steht im Zentrum, wenn die demografische Entwicklung beklagt wird, ebenso, wenn die Probleme der schulischen Bildung, der Jugendgesundheit und -kriminalität oder der Integration von Migrantinnen und Migranten erörtert werden. Bei Beziehungsproblemen, wenn der berufliche Erfolg ausbleibt, wenn Perspektivlosigkeit den Alltag dominiert, sind es im „Zeitalter der Selbstreflexion" die Familie und die Beziehung zu den eigenen Eltern, die in den Brennpunkt kritischer Betrachtung rücken.

Zugleich werden der Familie Aufgaben zugeschrieben, welche der Sozialstaat nur noch ungenügend erfüllen kann. Wo soziale Ungleichheit bzw. Ungerechtigkeit zunimmt und gesellschaftliche Solidarität brüchig wird, sollen familiäre Bande auffangen.

Gründe für den Wandel von Lebensgemeinschafts- und Reproduktionseinheiten, Individualisierungsschübe, die Idee einer „Grammatik des menschlichen Lebens" usw. sollen Grundlage für Projekte temporärer künstlerischer Interventionen im Zuge des poolbar-Festivals 2011 sein.

poolbar-Festival

Das poolbar-Festival ist nicht nur Festival, Wohnzimmer und Club, sondern auch ein Kristallisationspunkt für diverse "Austäuschungen". Kunst ist dabei integraler Teil der Alltagskultur. Neben z.B. Veranstaltungen, Architektur, Grafik, Mode, Diskussions- und Lebenslust stellt "die Kunst" somit eine selbstverständliche (nicht oktroyierte) Komponente des Festivals dar (poolbar.at).

Der Wettbewerb soll u.a. auch den Effekt haben, Menschen, die (bisher) das poolbar-Festival nicht besucht haben, auf das Thema des Wettbewerbes, aber auch auf das poolbar-Festival selber aufmerksam zu machen - diese Funktion sollen logischerweise spezielle jene Projekte übernehmen, die in der Altstadt von Feldkirch eine "Brücke" zum Alten Hallenbad herstellen.

Informationen zum Festival und den örtlichen Gegebenheiten unter www.poolbar.at. Weitere Informationen zum Gebäude (Fotos, Pläne etc. - eigentlich für den poolbar architektur wettbewerb aufbereitet, aber auch für den kunst wettbewerb nützlich: poolbar.at/downloads/Architektur/_pb_Arc_WB_2011_files/ )

Direkt zum Lageplan (samt Lage der Container: poolbar.at/downloads/Architektur/_pb_Arc_WB_2011_files/lageplan%20500%20_%200.pdf)

Auswahl
Im Rahmen einer öffentlichen Diskussion im Kunsthaus Bregenz werden voraussichtlich drei SiegerInnenprojekte (sowie zwei NachrückerInnen) ausgewählt und nominiert.

Die UrheberInnen der drei erstgereihten Projekte werden unmittelbar nach dem Jurybeschluss eingeladen, die Projekte zu konkretisieren. Erst nach Feststellung der Umsetzbarkeit werden die SiegerInnenprojekte definitiv gekürt und umgesetzt. (Andernfalls: Abschlagshonorar von 25% des Budgets und Umsetzung des NachrückerInnenprojektes.)

Termine

Einreichfrist: 15. April 2011 (Datum des Uploads)
Öffentliche Jurysitzung im Kunsthaus Bregenz: 21. April 2011, 19:30 Uhr (Eintritt frei)
Bekanntgabe des/der ausgewählten Projekt/e voraussichtlich ab 23.5.2011 auf poolbar.at.
Dauer des Festivals: 1.7. - 15.8.2011

Budget und sonstige Leistungen

Projektbudget: max. netto 2.100.- EUR für voraussichtlich max. 3 Projekte (je 700.- EUR, inkl. Honorar, Spesen und Produktionskosten). Nicht-selbstausbeuterische Projekte werden bevorzugt (Die Verhältnismäßigkeit von Honorar zu Produktionskosten innerhalb des Gesamtbudgets ist selbst abzuwägen.)

Das poolbar-Festival bemüht sich nötigenfalls und im Rahmen des Möglichen um zusätzliches Sachsponsoring. Kostenlose Nächtigung (für max. 3 Nächte) und gratis Zugang zum Festival für max. 2 ausführende Künstlerinnen und Künstler pro ausgewähltes Projekt während der Zeit des Projektauf- und Abbaues, Erstattung einmaliger Reisekosten - jedoch alles unter Bedingung der vorherigen Absprache und Bestätigung durch das poolbar-Festival.

Projekte, die zur Ausführung gelangen, werden in den Medien des poolbar-Festivals und der IG BILDENDE KUNST vorgestellt und beworben. Außerdem: Intensive Medien- und Öffentlichkeitsarbeit durch das poolbar-Festival.

Teilnahme

Wer Projekte einreichen will, meldet sich einfach auf www.poolbar.at an (rechts oben auf der Startseite), klickt dann (wieder rechts oben) auf "ahoi + username" und steigt damit auf seiner/ihrer Profilseite unter "wettbewerbe" ein und legt los.(So ungefähr - aber ohne public Voting - werden die Projekte dann präsentiert)

Kunst 2010: Die Siegerprojekte

Die Siegerprojekte 2010:

„Hack Attack" (Tobias Maximilian Schnell)

Der in Feldkirch lebende Künstler hat neben den Projekten „Ruf an!" (Gerald Zahn, Anita Land) und „eingespielt" (Ingrid Pröller) den diesjährigen Poolbar Kunst Wettbewerb gewonnen. Die Aufgabenstellung „Das Gegenteil einer sachdienlichen Transformation" wird bei seinem Projekt „HACK ATTACK" auf die Spitze getrieben. Nach Tobias Maximilian Schnell kann das Gegenteil einer sachdienlichen Transformation nur in einer „der Sache nicht dienenden Transformation" zu finden sein.
„HACK ATTACK" transformiert das wichtige Marketinginstrument Website derart, dass sämtliche auf der Startseite enthaltene Informationen verschlüsselt - also transformiert - werden. Hierzu verwendet er die Braille-Schrift, die Sehbehinderten erlaubt Texte auf ihre Art zu lesen - zu fühlen. Absurd ist in unserem Falle das Fühlen auf einem Monitor, einem I-Phone oder dergleichen.
Information wird so vordergründig entfernt, zerstört aber auf eine andere feine Art dem Besucher zurückgegeben.

Tobias Maximilian Schnell (tobiasmaximilian.cc)
Realisiert in Zusammenarbeit mit Zeughaus (zeughaus.com) und Antiloop (antiloop.com)

Ruf an! (Gerald Zahn, Anita Land)

Eine zweckdienliche Information (Telefonnummern) wird durch eine Kontextverschiebung völlig zweckentfremdet, dient nur noch der Suggestion: Aus den verschiedensten Erotik-Spots aus Werbepausen werden die einzelnen Zahlen der sinnlich gehauchten Telefonnummern extrahiert und zu einer endlos langen Telefonnummer addiert. Es entsteht eine Toninstallation, die im öffentlichen Raum - ganz ohne Bildunterstützung - ihre volle - andere - Wirkung entfaltet.
geraldzahn.tk

Eingespielt (Ingrid Pröller)

Das Projekt "eingespielt" für die poolbar 2010 verweist auf die ursprüngliche Funktion des Sportbaus von Walter Bosshart, dessen Gebäude in erster Linie für Schwimm und Leibesübungen konzipiert war. Das Hallenbad in der ersten Etage und die großflächige Turnhalle in der zweiten Etage, sowie ein nahegelegener kleiner Fußballplatz dienten als Sport- und Spielraum für Jugendliche. Mittels farbiger Klebebänder werden Fragmente von Spielfeldmarkierungen (Schwimmen, Völkerball, Basketball, Volleyball, Handball, Badminton, Fußball) gleichsam wie Erinnerungsspuren über die zur Verfügung gestellten „sachdienlichen Architekturen und Spielstätten" gezogen. Die buntfarbigen Linien und Akzentuierungen weichen von der Orthogonalität der Räume ab, sie überspielen Winkel, Kanten und Zwischenräume und legen sich wie eine aus dem Lot verschobene Projektion über Wände, Decken und Böden. Es entstehen bewusste Raum- und Bedeutungsirritationen. Die Farb- und Raummarkierungen sind abstraktes Muster und funktionales Zeichen- bzw. Regelsystem gleichermaßen. Sie schmücken die Räume nicht einfach nur malerisch aus, sondern paraphrasieren die eigenen baulichen Strukturen, welche spezifischen (Spiel-)regeln folgen. Ausgehend von der ursprünglichen zweckdienlichen Architektur für Sport und Spiel spannt das Konzept eingespielt einen historischen, ästhetischen und spielerischen Bogen zur aktuellen (zweckverfremdeten) Räumlichkeit der poolbar - ganz im Sinne des „Gegenteils von Sachdienlicher Transformation".
ingridproeller.at.gg

Kunst 2009: Die Siegerprojekte

Die Siegerprojekte 2009

„Wos kost die Wöld"

Die Künstlergruppe Zweintopf, Eva und Gerhard Pichler aus Graz (zweintopf.net), hat mit „Wos kost die Wöld" ein Projekt eingereicht, das mit Hilfe von zig-Tausenden neonfarbenen Preisklebeetiketten, wie sie früher in den Supermärkten und Cornershops dieser Welt im Einsatz waren, scheinbar marktunabhängige Produkte und kommerzialisierungsfreie Zonen pilzartig überwuchert. Mit einfachsten Mitteln und überschaubarem Aufwand wird nicht nur eine Fülle an Assoziationsmöglichkeiten geboten und ein klar verständliches, aber vielfältig interpretierbares Statement abgegeben, sondern die Idee auch höchst ästhetisch umgesetzt.

Essbare Wirtschaft - Tortendiagramme

Auch bei den Tortendiagrammen der gebürtigen Schwedin Hélène van Duijne (helenevanduijne.com) ließ sich die Jury von der Einfachheit der Idee überzeugen: Das Wort „Tortendiagramm" wird in Materie übersetzt: In Zeiten der Krise werden beim poolbar-Festival kostenlos Torten serviert - mit unkommentierten bunten Diagrammen als Zuckerglasur. Die Idee spielt mit den süßen Verlockungen des Konsums, aber auch mit den in der Finanzwelt beliebten Verwendung von Diagrammen, die Analysen erläutern und v.a. seriös und glaubwürdig, da wissenschaftlich fundiert, machen sollen. Die Ergebnisse sind bekannt. Die Analyse wird verspeist, übrig bleiben Brösel, und die Jury freut sich auf die Diskussionen über die unterschiedlich großen Tortenstücke, die den BesucherInnen nach fragwürdigen Kriterien verabreicht werden.

Beide Projekte werden im Rahmen des poolbar-Festivals ab dem 3. Juli umgesetzt.