FR 18 07

Geöffnet täglich ab 19:00 Uhr, Abendprogramm ab 20:30 Uhr, wenn nicht anders angegeben.

Wackelstein Festival, Externer Veranstaltungsort, 18:30 Uhr
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Openair Folkfestival im Waldviertel





Das nächste Wackelsteinfestival (vom 18. bis 20. Juli 2008) rückt in gewagt tanzenden Schritten näher. Mal hüpft und springt es, mal gleitet und schlendert es. Das Programm für 2008 ist fix, es gibt österreichweit Tickets im Vorverkauf zu ergattern. Wir haben Freude an den Vorbereitungen, in nicht mehr allzulanger Zeit wird's dann vorort mit dem Aufbau losgehen. Bald ist es also soweit, und es wird Euch, so hoffen wir, wieder ebenso abwechslungsreich wie fesselnd sein.

18.07.2008 - 20.07.2008

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DJ: Cornmix, Wohnzimmer, 19:00 Uhr
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DJ

 
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Soap&Skin, Pool, 21:00 Uhr
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Konzert
Soap&Skin trifft den Seelenton – eine beeindruckende Musikerin, die um die Stärke der Schwäche weiß. Den Pressetext, den die Booking-Agentur JournalistInnen und VeranstalterInnen zur Verfügung stellt, stammt von Fritz Ostermayer, und er nennt ihn „Eine große Nachtmusik“ – dass die Huldigungs-Entschuldigungs-Kombi (darauf kommen wir später noch zurück) als Promotext endet, war möglicherweise nicht geplant, aber selten kommt einem ein besserer unter. Ostermayer hat schon vieles gehört – zwangsläufig als Musik-Journalist (bislang letzte Station: FM4, z.B. Im Sumpf), der auch selbst musikalisch umtriebig ist. Man kann also davon ausgehen, dass er weiß, wovon er spricht, wenn er Soap&Skin „in der Nähe von Franz Schubert oder Clara Schuhmann verortet“ sieht. Auch wenn Soap&Skin Vergleiche nicht mag, aus gutem Grund. Und auch darauf kommen wir später noch zurück. 

 Man kommt nicht daran vorbei, zu erwähnen, dass die Steirerin Anja Plaschg noch total jung ist, obwohl das ja eigentlich nichts aussagt – Scharen von Noch-total-Jungen machen schließlich Musik. Aber nicht von der Art, wie Soap&Skin sie komponiert und allein einspielt. „Ernst und erhaben“, beschreibt Ostermayer die Tracks. „Zerbrechlich“, „intim, atemberaubend“ liest man andernorts. Mit der Musik ist es wie mit Düften: beidem glaubt man nur mit Vergleichen beizukommen – die dem, was es zu beschreiben gilt, aber nie gerecht werden. Soap&Skin mag nicht verglichen werden. „Das klingt wie ...“, „Das erinnert an ...“ – ist ja auch furchtbar. Wenn unterstellt wird, jemand „klingt wie“, dann spricht man der/dem Verglichenen genau genommen ein ziemliches Stück Identität ab. Und jetzt kommen wir zurück auf die Huldigungs-Entschuldigungs-Kombi Ostermayers, der einen Vergleich mit einer anderen Musikerin angestellt hat, vor längerer Zeit, im Radio. Er tat es mit den besten Absichten, denn er war geplättet von Soap&Skin, vom Gefühl, das ihre Musik vermittelt, von dieser Hölle im Himmel, oder dem Himmel in der Hölle, vom Leben halt, wie Soap&Skin es wahrnimmt.    Das Berliner Techno-Label Shitkatapult war auch begeistert und nahm den Track, den Soap&Skin 2006 hingeschickt hat, dankend an. Jung, talentiert und weit weg vom Vergleich – Seltenheitswert. Der natürlich auch gleich NeiderInnen in diversen Internetplattformen auf den Plan ruft, aber der Neid ist ja untrügliches Zeichen dafür, dass man wahrgenommen wird und nicht kalt lässt.Geige und Klavier spielt Soap&Skin, Stimme und Computer sind weitere wichtige Bestandteile des Soundkosmos. Der Nährboden für die unsäglich berührenden Klänge ist Soap&Skins Wesen. Sie stellt sich Emotionen, ohne zu behaupten, unter ihnen nicht auch mal zusammenzubrechen, Melancholie will nicht bewertet, sondern gelebt und ausgedrückt werden. Dabei produziert Soap&Skin mitnichten Depri-Sound, sondern Songs, die voller Energie sind. Energie muss nicht immer schreien. In der Ruhe liegt die Kraft. Für besseres Verständnis verweise ich auf Soap&Skins Myspace-Auftritt. Und auf den 18. Juli.

 

Vor Trouble over Tokyo

Eintritt  EUR 10,00 (VVK, zzgl. VVK-Gebühren) / EUR 11,00 (Abendkassa bis 20 Uhr) / EUR 12,00 (Abendkassa ab 20 Uhr). Der Preis inkludiert das gesamte Programm dieses Abends


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Oli-solarium
Leider hab ich im iTunes Store nur einen Track gefunden, den via Shitcatapult. Album wäre angesagt...
oliverruhm, 14.07. 15:29 h
Trouble Over Tokyo, Pool, 21:00 Uhr
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Trouble Over Tokyo - Sound_No Handed
 
Trouble Over Tokyo - Sound_Save Us
Konzert
Die Dinge etwas anders sehen: Christopher „Toph“ Taylor, der Geist hinter Trouble over Tokyo, erklärt, warum Großbritannien nicht unbedingt des Pop-Musikers größter Segen sein muss.  

Wenn ein in London aufgewachsener und dort lebender Musiker auf einem burgenländischen Indie-Label seine Debüt-Platte veröffentlicht, ist das ein durchaus bemerkenswerter Umstand. Wie gerät man als Engländer an Schoenwetter Schallplatten?

 Durch Zufälle natürlich. Begonnen hat es mit einem Open-Mic-Abend in einem Londoner Lokal. Helmut Markfelder aus Graz sprach mich nach meinem Kurzauftritt an. Es war eine Einladung nach Österreich – unter dem Motto: „They will love it!“ So etwas passiert öfter bei solchen Anlässen, vor allem, wenn Alkohol im Spiel ist (lacht). Wir tauschten trotzdem Nummern, und er rief mich wider Erwarten auch an. Wenig später war ich schon in Graz, um fünf, sechs kleine Gigs zu spielen. Als ich das nächste Mal in Österreich war, hat mich jemand von Schoenwetter Schallplatten gesehen und für die Garish-Tour als Support gebucht. Hannes Tschürtz vom Label meinte, dass er mich zwar nicht wirklich bezahlen könne, aber schlug trotzdem vor, gemeinsam eine Platte zu machen. Und ich sagte: „Yes, fine!“ Großbritannien gilt – vor allem in der Fremdeinschätzung – als das gelobte Pop-Land. Warum siehst du die Dinge etwas anders und wählst den Weg über Öst erreich? In England gab’s zwar Interesse von großen Labels, aber der Weg durch die Instanzen dort ist ein enormer. Das Hauptproblem ist: Jeder glaubt, besser über deine Musik Bescheid zu wissen als du selbst. Das stimmt nun mal nicht. Außerdem bin ich in dieser Hinsicht stur. Es ist schwierig, den Leuten zu vertrauen. Natürlich dachte ich mir „Wow!“, als mir eine Major-Firma anbot, mit dem Produzenten von Moloko zu arbeiten. Aber ich bin auch ein Mensch, der schnell davonläuft, wenn er Angst bekommt. So wie Hannes Tschürtz mit Schoenwetter Schallplatten arbeitet, ist es für mich perfekt. Jede meiner Ideen wird umgesetzt. Es stammt ja selbst das Album-Cover von mir. Du bist im Südosten von London aufgewachsen. Eine Gegend mit viel Working-Class-Background. Bedingt das deine Musik auf irgendeine Art und Weise? Möglicherweise ist das der wichtigste Umstand überhaupt. Meine Musik dreht sich nur um den Zwiespalt, woher ich komme und wo ich mich selbst zuhause fühle. Meine Eltern wuchsen auch schon in derselben Gegend auf. Und obwohl man nur 30 Minuten vom Zentrum entfernt ist, fühlt sich dort niemand wirklich in London. Keiner fährt nach Soho oder zur Tower Bridge. Bis ich 20 war, fühlte ich die pure Verzweiflung, niemals von dort wegzukommen. Ich wollte kein Teil der Working Class sein und schämte mich dafür. Erst als ich aufs College ging, wurde das besser. Aber dieser Kampf zwischen dem, wer du tatsächlich bist beziehungsweise woher du kommst und dem, wie du dich selbst siehst, ist zweifellos der stärkste Antrieb für meine Musik. Sich nicht dafür zu schämen, von wo man abstammt und was man macht.

Eintritt  EUR 10,00 (VVK, zzgl. VVK-Gebühren) / EUR 11,00 (Abendkassa bis 20 Uhr) / EUR 12,00 (Abendkassa ab 20 Uhr). Der Preis inkludiert das gesamte Programm dieses Abends


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Lilablassblau, Pool, 21:00 Uhr
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DJ

 

Nach Trouble over Tokyo

Eintritt  EUR 10,00 (VVK, zzgl. VVK-Gebühren) / EUR 11,00 (Abendkassa bis 20 Uhr) / EUR 12,00 (Abendkassa ab 20 Uhr). Der Preis inkludiert das gesamte Programm dieses Abends

 


 
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