SA 24 07
Geöffnet täglich ab 19:00 Uhr, Abendprogramm ab 20:30 Uhr, wenn nicht anders angegeben.
Die New Yorker Indierock-Größen mit populären Hymnen wie „Blankest Year" und „Always Love" haben mittlerweile den Status einer zeitlosen Band inne und zeigen nach bald 20 Jahren Lust auf Livekonzerte wie eh und je.
Dass Nada Surf längst zu jenen Bands gehören, die sich weder um ein spärliches noch um ein teilnahmsloses Publikum zu sorgen haben, ist unbestrittenes Faktum. Proppenvoll ist es auf ihren Konzerten, Wellen der Begeisterung sind Standard. Und obwohl sich ihr neuestes Album „If I Had A Hi-Fi" gerade einmal aus zweitklassigen Cover-Nummern zusammensetzt, ist ein Qualitätsabfall der Liveauftritte von Nada Surf nicht im Geringsten auszumachen. Das Album besteht aus Songs, die das Trio lieb gewonnen oder auf andere Art und Weise als wichtig für seine musikalische Entwicklung befunden hat, und sie werden in guter alter Nada Surf-Manier interpretiert, also mit viel Gitarre und sanfter Stimme. Seit dem letzten Longplayer hat sich also kaum etwas am eigentlichen Repertoire der Band geändert - enorme Spielfreude und die Leidenschaft, aus jedem Konzert etwas Besonderes herauszuholen, überwiegen beim Dreiergespann Matthew Caws, Daniel Lorca und Ira Elliot wie eh und je. Sie schaffen den Spagat zwischen ernst zu nehmender Independent-Musik und Mainstream-tauglichem Kommerz - und das ohne sich dabei selbst zu verlieren. Publikumswirksam ist das freilich allemal, Langeweile sucht man vergeblich. Folglich ist es klar, warum Nada Surf in den vergangenen Jahren zu Helden vieler MusikliebhaberInnen avancierten: Zu sehr haben sich ihre Melodien und Texte eingeprägt, wurden ihre Songs zu Hits für Massen und lassen trotzdem jede/n einzelne/n HörerIn weiterhin glauben, Nada Surf seien seine/ihre eigene Entdeckung.
(Eva Zimmermann)
Mehr unter nadasurf.com bzw. myspace.com/nadasurf.
Veranstaltet in freundschaftlicher Kooperation mit soundevent.
Abendkasse: EUR 22.- / Vorverkauf: EUR 21.- / Vorverkauf ermäßigt für Volksbank-Kunden: EUR 19.- (alle VVK-Preise zzgl. VVK-Gebühr)

Fucoustic und Fugazi-Bassist Joe Lally lassen sich aufeinander ein.
Was passiert, wenn sich neben Form und Inhalt auch Produktionsbedingungen versprechen, wurde 1987 deutlich. Im kulturellen Gedächtnis gibt es nur ganz wenige Bands, die sich so konsequent treu geblieben sind, wie die (Post-)Hardcore-Band Fugazi mit ihrem DIY-Ethos.
Als Fugazi-Sänger Guy Picciotto neben Vic Chesnutt und anderen für Jem Cohens groß angelegtes Filmprojekt „Empires Of Tin" im Zuge der Viennale im Wiener Gartenbaukino auftrat, war etwas von dem Hauch spürbar, der Fugazi umgab. Ein konsequentes und kompromissloses Konzept, das umso beherzter ausschließlich sich selbst treu bleibt.
Lässt man die Rahmenbedingungen von Fugazi mal außen vor, so bleiben aussichtslose musikalische Gefechtssituationen. Um Fugazi wurde es zu Beginn der Nuller-Jahre leiser.
Fast zeitgleich gründete sich in Österreich das ambitionierte und nicht minder konsequente Bandprojekt Fucoustic. Abseits simpler Adaption oder Remixe, die sich dem Original vielmehr versprechen als ihr Versprechen einzulösen, sind Fucoustic konsequente Übersetzer. In der akustischen Adaption legen sie die komplexen Songstrukturen Fugazis frei, ohne dabei Dynamik, Intensität und Dissonanzen des Fugazi-Sounds zu verletzen. Sie hantieren als sensible Archäologen, die den unverkennbaren Sound Schicht für Schicht zugänglich machen. Immanent schreiben sie sich dabei selbst den Songs ein. Kurz vor dem poolbar-Festival treffen Fucoustic auf den Fugazi-Bassisten Joe Lally. Auf Initiative von David Reumüller, (vormals Forum Stadtpark) trifft das Original auf dessen Interpreten. Nach einer kurzen, intensiven Work-in-Progress-Phase entstehen gemeinsame neue Stücke. Die Initiatoren sprechen von einem kammermusikalischen Ansatz: ob Kammer, Salon oder gar Werkstattmusik wird sich zeigen - big surprise!
(Peter Schernhuber)
Mehr unter fucoustic.objectis.net, myspace.com/josephlally und joelally.com.










